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Berliner Vereinsbote · 1896-03-27 · Heft 13 (27.3.1896) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 13 (27.3.1896)
Date
1896-03-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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.-״Mg gegen 6 Uhr drehten sieh die nimmer ermüdenden paare im Tanze. Die Ballmusik unter Leitung des Herrn Capellmeisters Schmeri hat wohl mit das ihrige zum überaus schönen Gelingen der Feier gethun. Der ״Verein für jjüd. Krankenpflegerinnen zu Berlin“ vet ־ sendet seinen zweiten Jahresbericht, der den Beweis dafür liefert, dass die, in dem Bericht des vergangenen ersten Jahres seiner Wirksamkeit ausgesprochenen Hoffnungen und Erwartungen sich in hohem Maasse erfüllt haben. Der Verein kann heut bereits auf 11 fertig ausgebildete Schwestern und 10 Schülerinnen hin weisen, welche erstere sich der Privatpflege widmen, während die Schülerinnen nach wie vor in den Stationen des jüdischen Krankenhauses und alsdann in der königlichen Charite ihre Ausbildung erfahren. Schon heute ist der Verein in der Lage, aus den zahlreichen Meldungen eine Auswahl solcher Personen zu treffen,-■ welche.‘sich durch Bildung und grössere Befäliigung für den Beruf einer Krankenpflegerin besonders eignen. Bei dieser Gelegenheit wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass die Gesuche um unentgeltliche Krankenpflege se zahlreiche waren und in noch stetem Wachsen begriffen sind, dass wir einen grossen Teil der von unseren Schwestern ausgeübten Krankenpflege ganz unentgeltlich rcsp.zu bedeutend ermässigtenHonorarsätzengeleistetfaaben.*/ Man sieht daraus, dass ein dringendes, bisher für unsere jüdischen Armen unerfüllt gebliebenes Bedürfnis befriedigt wird, aber andererseits entgehen dem Vereine dadurch diejeiligen Einnahmen, welche wir bei den grossen Kosten für Erhaltung des Instituts zur Zeit noch nicht entbehren können.. Besonders gross war aus den beteiligten Kre’sen anderer grösserer Städte die Nachfrage um Überlassung von Schwestern behufs ständiger Ausübung der Krankenpflege. Solche Gesuche aus Breslau, Posen und anderen Orten mussten abgefeimt werden, nur dem in Hamburg bestehenden Komitee für jüdische Krankenpflegerinnen hat der Verein eine seiner tüchtigsten Schwestern überlassen, welche auch zu grösster Zufriedenheit in dieser Stadt die Krankenpflege *j Anmerkung. Anzahl der voll bezahlten Pflegen571 / ., der ennässigten. .. 21 Jzus.lOÜ PfOgeu. der iimnitgelfliehen - v Bl J atisübt. Ein bedeutender Fortschritt des verflossenen Jahres, durch welchen in der Verwaltung der Anstalt die Grundläge für eine gesunde Weiterentwickelung gegeben wurde, ist die Eröffnung unseres Schwesternheims und die Einführung unserer Oberin, Erl. Kose Blau. Wir schlissen mit den Worten des Berichtes: ״Wie sich aber auch die Verhältnisse entwickeln werden, wir liegen iu der Überzeugung, Gutes und Dauerndes , geschaffen zu. haben, zu unseren wohlhabenden Glaubensgenossen das Vertrauen, dass sie uns ihre Mithilfe auch in Zukunft nicht versagen werden. , Wir danken dem wohllöblichen Vorstande der jüdischen- Gemeinde für das Interesse, welches derselbe in seinem Jahresbericht unserem Vereine bekundet hat, danken dem Vorstände des jüdischen Krankenhauses, sowie den dirigirenden und iissLstirendeii Herren Aerzten desselben für ihre uns treu bewahrte Unterstützung und bitten, dieselbe uns auch ferner zu erhalten. Wir unsererseits wollen * nicht •ermüden, den hohen Zielen, welche wir uns gesetzt haben, immer näher zu kommen, armen Familien ohne Unterschied der Confession Hilfe und Pflege in Krankheitsfällen zu gewähren: wir wissen aber auch, dass die Aufgabe nur dann zu erfüllen ist, wenn das Interesse für die Zwecke unseres Vereins •in immer weitere Kreise getragen und uns diejenige materielle Unterstützung dar^eboten wird, welche uns heut und für absehbare Zeit unentbehrlich ist, | Möge in dem Schwesternhause■ unseres Vereins der Geist wahrer Menschenliebe dauernd seine Stätte haben, möge es Segen verbreiten und Liebe ernten für und Der Vor st a 11 d 11 e s Ve re ins für jüdische Kr a n k e n p f 1 e g e r i n n Alb. P/j. Meyer, Vorsitzender. Raupachstrass*» A3. für. Einem grossen Teil nnserer heutigen Nummer liegt ein Ciireular der Religionsschule ״Beth Zion“ bei. die das Sommmsemester am 8.! April beginnt. Anmeldungen nimmt der TÜrekt-or Herr Rabbiner Höxter täglich in :seiner Wohnung. Gipsstr. 23b.. sowie vom 8. April ab am Mittwoch und ■Sonnabend nachmittag von 2 -5 Uhr in der Schule Limensfcrassc 132 entgegen.! —f- MFTAtt;HOLZiCLAS־BUCHSTA8EK DAMRF-CUSSCHLEIFEREt 6tafr»AetztrüVcrg«Mtrt}. Oifodnind &C0. lrmcnschildep-Fabrik^► ״äfU<r.Bt״ck. 5־. xEML »FERNSPRECHER: AMT I?998. üpj)ea*^g^dc1illen-|0bril^ Prämiiert Dresden 1874. Prämiiert Berlin 1879. Hirsch’* Schneider-Akademie Gegründet 1859. 24000 Schüler ausgebildet Berlin C., Rotes Schloss No. 2 Grösste, älteste, besuchteste u. einzig preisgekrönte FachlehranstalUder Welt. Am 1. und 15. jeden Monats beginmn die neuen ■Kurs.׳• in Al.ti-iinngen der Herren-, Damen- und Wäsche-Schneiderei, sowie im Skizzenzeichnen und Handelswissenschaften. Perfecte Ausbildung zu Direktricen. Zuschneidern! Konfektionären. Absolut sicherer Erfolg ' *wird garantiert Nru-h rU>s׳dvi,-n״kl. Kursus kostenloser Stellennachweis. I'rosxekje gratis. An'nn>!«־lung<•» hu!- rügst erbeten. 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