Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1896)
- Date
- 1896-03-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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c׳ 'f:. 1(8 •/; p״׳» f;/־ n ri! D £ .& ׳י Ctf ־ s» ׳ c ע o CC % Die Kuranstalt für arme Israeliten in Bad Soden a. T. eröffnet Mitte Mai ihre diesjährige segensreiche Thätigkeit, die sich dann bis in den Oktober herein‘erstreckt.■ abgesehen davon, dass auch während des ganzen Winters die Anstalt einige Krankt» aufnimmt, dann jedoch noch nur gegen Erstattung der Kosten. Berlin ist im hohen Grade betheiligt an dem Gelingen des Sodener Werkes, denn alljährlich wird die Verwaltung von über hundert Schwindsuchtskranke 11 aus Berlin um Gewährung einer Kur angegangen ümd die Zahl der aus Berlin in Soden Aufgenommenen schwankt zwischen 32 und 14 Personen. Wer von den armen Kranken das Glück gehabt in Soden aufgenonunen zu werden, der weiss zu erzählen von einer vierwöchentlichen glücklichen Zeit, denn was die Anstalt ihren Patienten bietet, wird in solch' vornehm.»!׳ Weise geboten, als ob die Empfänger einen berechtigten Anspruch darauf hätten. Und doch erfolgt Alles unentgeltlich: Kur, Verpflegung, bei Frauen auch Wohnung während voller vier Wochen lind da an nahrhafter und schmackhafter Kost, ( Eier, Wein, Milch etc. etc. 1 den Kranken zugeführt wird, was sie nach Anordnung der Aerzte aufzunehmen vermögen, so kann es nicht verwundern, wenn dieselben nach beendeter Kur mit einer Körpergewichtszimahme bis über 20 Pfund zurückkehren und bei erster Begegnung nicht wiedererkannt, werden. Die Bilanz der Kuranstalt in Soden pro 1895 betrug in .Einnahme und Ausgabe über 100 000 Mk.. dass.■-- gegenüber dieser stattlichen Summe aus Berlin trotz vieler Anstrengung nur etwa 800 Mk. Beiträge und Spenden für Soden zu erzielen waren, ist ausserordentlich betrübend. Man hört häufiger hier den Ausspruch: was, die reichen Juden Frankfurt'8 brauchen doch nicht unser Geld. Das klingt so. als ob die Frankfurter die Sodener Anstalt für Frankfurt unterhalten. Von Berlin, Hamburg, Norddeiitschlaud etc. etc. werden die Kranken aufgenommen und die Frankfurter sin1J daher wohl auch voll berechtigt, die Mitwirkung möglichst aller . jüdischen Kreise für Soden in Anspruch zu nehmen. Von der gleichen Ansicht geleitet waren diejenigen Herren, die vor *kurzem folgenden Aufruf an eine Anzahl hiesiger Gemeindemitglieder erliessen: In der vor einem Decennium von Frankfurt a M. aus gegründeten Kuranstalt für arme Israeliten in Bad Soden a. T, werden jährlich ca. 200 Brustkranke, meist Angehörige des. Deutschen Reiches, unentgeltlich verpflegt. Die enormen Mittel, welche zum Betrieb einer solchen Anstalt erforderlich sind, werden zum weitaus grössten Teile in Frankfurt a. M. selbst aufgebracht, während ihre meisten Patienten aus den verschiedensten י Gegenden Deutschlands stammen. Die finanzielle Unterstützung, dieses Instituts von Seiten unserer hiesigen Glaubensgenossen ist leider bisher eirnv sehr spärliche gewesen und steht in keinem Verhältniss zu der. Anzahl von Leidenden, welche von Berlin aus siel* um' Aufnahme an das dortige Cöinite wenden und alljährlich Aufnahme finden. Ihn nun den armen Brustkranken unserer Vaterstadt in reichlicherem Maasse, als es bisher möglich war, die Wohl- ■thaten jener Anstalt zu Teil werden zu lassen, haben wir uns entschlossen, dufeh diesen Aufruf unseren Glaubensgenossen die Bitte‘ vorzulegen, durch einen jährlichen Beitrag die Mitgliedschaft der Kuranstalt für arme Israeliten in Bad Soden a. T. zu erwerben und dadurch ein Unternehmen zu unterstützen, dessen erhabenes Ziel es ist, ׳arme•Mitmenschen aus den Krallen der verheerendsten und tückischsten aller Krankheiten zu befreien. ’ L o u, i זיל \S a c h s , ׳ Stadtverordneter, Brücken Allee 1. Mor. M a 11h e i in e r , ' Thiergärten^tr. 5><r. Hermann N. Israel. Spandanerstr. 29. Geh. San.Rüth Dr. M. Marcuse, Kurfürs teilst!’. 23. Pr. L. Mnretzki, Alexander-Platz 2. Sieg fr. Le ich ton tritt, Lessingsir. ••13. Dr. Hirsch1 Hildesheimer. Oipsstr. 12a. I). Struck, Nene Friedrichstr. 47. P. Wolff, Wilhelmstr 118׳. •' Herr D. Wolff, Wilhefmstr. 118, erklärt sieh gern bereit, Spenden und Beitragszeichnungen entgegen zu nehmen, wie auch jede gewünschte Auskunft über die Kuranstalt in Soden zu ertheilen. am- 3 פו ר -ל5מח -am Sämmtliche Colonialwaaren Choeoladen, Caeao, Wein, Liqueure, Conserven, Früchte, ff. Tafe 1 bn11er, täglich frisch, auch alle Conditorwaaren, F. Goldschmidt,! empfiehlt Roch-Strasse 1. ► Fernsprech. AmtV, Ko. 1329. rTTTT T1T¥"TTTTTTTTT 1111 T I TTT YI i rTYTYTTYTTXTX1 M N N N N N יג N N N N M N Berliner Privatpost u. Spedition, Act-Ges. Der Betrieb der Postabteilung erstreckt sich auf die Beförderung von Briefen,! Karten, Kartenbriefen, Drucksache^, Waarenproben. Geldanweisungen, Einscheibebriefe etc. und Incasso von Quittungen. - Briefe nach den Vororten dürfen nicht geschlossen sein. Die Beförderung erfolgt durchschnittlich innerhalb 3 Stunden. — Bis 4 Uhr aufgegebene Sendungen gelangen noch an demselben Aber■** zur Ausgabe, die bis zur späten Nachtstunde den Kästen entnommenen Briefschaften kommen mit der ersten Morgenbestellung in den Besitz der Adressaten. Unsere Briefkästen haben gelbe Farbe. N N « M N N N N W M M H N M N * nt 1 r» 111 x rrr t i i i i i 111x1111111m m 1 נ uwelen Uhren Ketten engros in grosser Auswahl. Auf Wunsch erfolgt persönliche Offerte. 4" 2# & < I ■כשיר Fleischwaaren-Handlung A * un i Wurstfabrik mit vampthetrieh. J t/J - % <1 empfiehlt■ alle Wurstwaaren ihud Aufschnitt in nur Imster Z «Qualität. Geflügel. Zu Ti ÖS Mazze II. Mehl, Material- ® 8 mul Conditorwaaren. 1 r- £ Louis Jacob, Kommandantens;r. 18. m K Filiale: Friedrichstrasse 239. “