Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 10 (6.3.1896)
- Date
- 1896-03-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Yerein für Arbeitsnachweis Kloster~8tr&a0e 44. Fernsprecher 5, 3366. Geschäftsstunden 9 12 und 3 7. Folgende bei uns angemeldete Stellen sind noch unbesetzt: Buchhalter für Wo iss wahren, für Metalle. — Schreiber,nicht üb. 18 Jahre alt. - Tapeziererlehrling. ״ Laufbursche. Verkäuferinnen f. Weisswaren, {'auswärts,) für Herrenartikel. Expedientin für Handschuhe engros. Lehrmamsells für We iss waren. - Flotte Stenographistin. Beschäftigung erbeten für: Hausdiener. -׳ Arbeiter. — Gesellen aller Branchen. - Commis aller Branchen. — Buchhalter. - Schreiber. — Stadtreisende. -- Kaufmannslehrlinge. ^Buchhalterinnen. — Stenographistinnen. — Maschinenschreiberinnen. ^Verkäuferinnen versch. Branchen. Vorträge zum Besten des Vereins z. Unterstützung jüdischer Gelehrter in der Aula des Friedrich Werderschen Gymnasiums Dorotheenstrasse 19/14. Sonnabend, 7. März abends 8 Uhr: Herr Pfr. Dr. E. Goldstein von der Kgl. Sternwarte: ,,Ueb.d.RöntgenscheX Strahlen.“ Sonnabend,14. März abends 8 Uhr: Herr Pfr. Dr. E. Mendel: ״Sinnes - Wahrnehmungen und * Sinnes-Täuschungen.“ Einlasskarten ä 1 Mark für den einzelnen Vortrag sind zu haben beim Vorsitzenden Herrn L. Stein, Kronprinzen- Ufer 19, bei Herrn Meyer Struck, Neue Friedrichstr. 59, Herrn Sally Briiles, Potsdamerstr.41. im Börsen-C&fe, Burgstr. 27־. Ww. Baron, Karlstr. 8. Vereins-Schau. U11 der am Mittwoch״, den 19. Februar veranstalteten Gedächtnisfeier im ״Verein Amicitta“ anlässlich ihres Silber- Jubiläums r entwarf der Vorsitzende derselben, Herr Dr. ,Ungerl ei der, ein anschauliches Bild ihres Entstehens und ihres Wirkens. Die ״Amicitia44 sei sehr unscheinbar i 11 ihrem Beginne und lange nach demselben gewesen, ja ihre Einkünfte reichten nichteinmal zur Besoldung einer für die Zwecke des Vereins, erforderlichen Lehrkraft hin, so dass in Ermangelung einer solchen, gebildete Kaufleute den Unterricht erteilten. Erst in den letzten Jahren sei das Interesse für den Verein reger geworden, ־was namentlieh den Vorstandsmitgliedern, Männern in hervorragenden Lebensstellungen, zu danken sei. Mein* aber als die Geld- Unterstützungen ist die persönliche Hingabe, die Bereit- Willigkeit zu Bat und That zu rühmen, mit der die einzeInen Herren des Vorstandes den Zöglingen des Instituts in der liebenswürdigsten Weise entgegenkamen. Dr. Ungerleider gedachte der verstorbenen Mitglieder und Wohlthäter der Anstalt: der Herren: Div Lüpschütz, J. Neumann, J. Bodenstein,־ Geh,.-Rat ()streich und Täusk. B. Frietötönder Conditorei und Cafe. Königstrasse 32 am Bahnhof Alexanderplatz, Amt V, 3237. Speciali täten: Posener Mürbekuchen, Butterkuchen, Pfannkuchen in reiner Butter, mit den verschiedensten Füllungen.ר Torten. Baumkuchen, bunte Schüsseln, Eissneken etc. Alles in garantirt reiner Naturbutter. “ ~ ־־ ~ Ile Drucksachen für Vereine liefen sehn eil und sauber in elegantester Ausführung BERLIN N.O. 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Erheiternde und kölnische Vorträge beschlossen die. schöne Doppelfeier, welche dem Jubiläum der ״Amicitia44 und dem Purim gegolten. Den diesjährigen Vortragszyklus im ״Verein zur Unter- Stützung jüd. Gelehrter ‘ ' eröffnet© am 22. Februar Herr Dr. phil, Franz Stern mit einem von echter Gefühls wärme undMoralpathos durchströmten Vortrage über ״Moses Mendels- 801111 und das Judentum seiner Zeit44. In recht ausführlicher Weise gab der Vortragende ein anschauliches Bild vom Werdegang des Judentums, von seinem Auftreten in den . , Kindestagen der Menschheit bis zur friedericiani sehen Epoche. Nachdem Bedner in meisterhaftem Gedankengang das Leben und Wirken Mendelsohirs dargelegt, kommt er zu folgendem Resultat: ,,Mendelsohn war nicht nur der erste deutsch schreibende,.sondern auch der erste deutsch; national denkende Jude. Er stand auf dem Niveau seiner Zeit und vermittelte seinen Glaubensbrüdern die Dsnk- und Geistesschätze andersgläubiger Wissenschaft. Der Bedner schloss seinen belehrenden und höchst interessanten Vortrag mit einem warmen Appell an die heut lebenden Juden, sich zwar zeitgemäss zu refofmiren, aber sonst ihrem Väterglauben trotz aller Verlockungen und Anfechtungen der Aussenwelt treu zu bleiben. Nach dem Vortrage dankte der Vorsitzende des Vereins, Herr L* Stein, in launigen Worten dem Vortragenden in folgender Weise: ״Es freut mich konstatiren zu können, dass unserem Verein ein guter Stern leuchtet. Kaum dass ich für die Vorträge mit einem Astronomen, Herrn Pfr. Gold stein, in Verbindung getreten, da geht uns schon ein neuer Stern, auf Aber dieser irdische Stern unterscheidet sich auf eine merkwürdige Weise von seinen himmlischen Vettern. Er unternahm es nicht, uns einen dunklen Punkt zu erleuchten, sondern er verstand es, das jedem Bekannte in stets neuen Momenten zu entwickeln und er hat damit gezeigt, dass während die Himmelssterne nur im Dunkeln zu leuchten vermögen,-'er auch im Hellen strahlt. Am Sonnabend, 29. Februar, sprach Herr Dr. jur, Preuss über: ״Das erste deutsche Parlament.44 Der Bedner schilderte das erste deutsche Parlament von 1848, und er verstand •es, aus einem trockenen Thema ein anziehendes und fesselndes Bild zu geben. Der Vortragende beleuchtete in markanten Zügen die Letargie, in die die deutschen Lande ge- ■יי^ A ran ft e en e V Fabrikmarke eine Biene! beftes Fabrikat der weit ,! mehrfach preiS^eKront incüEtuiu.Riemen _ ' CQm p/ey 7mw5° J Friedrich Straße 310 (Ecke Kochstrasse.) und M-ritzMatz 151. Grösstes optisches Institut Berlins. ü°u! Doppelfernrohr Lu! Patentirt u. gesetzlich geschlitzt, m.8 Gläsern u. Zubehör. 17 cra hoch irtzt m»r 13 Merk Nur allein von mir zu beziehen. Operngläser von 4 Mark an, Lernrohre, Lupen, Thermo- Meter, Barometer, Reißzeuge, sowie sämtliche optische und mechanische Artikel zu den billigsten, reellsten, durchaus streng festen Preises. — Jeder Gegenstand ist deutlich mit preisen vermerkt. — versandt gegen Nachnähme. 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