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Berliner Vereinsbote · 1896-02-28 · Heft 9 (28.2.1896) · page 2

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 9 (28.2.1896)
Date
1896-02-28
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Yerein für Arbeitsnachweis ]Kloster-Strasse 44. Fernsprecher 8. 3366. Geschäftsstunden K 12 und 3 7 Folgende bei uns angemeldete Stellen sind noch unbesetzt: Schneidergesellen, Kürschner in!• K11;11 m * ntniity.r! 1 ,Tapeziererlehrling. Commis!'«. 1׳ Manu- 1‘iiktnrwaivn!;ms^crli. Bmiini, erste Verkäuferinnen für Posament icrv atvti. Sm׳i imentiimi I lenvu A rf,ik<*1. VWiss-u.Wollwaren. 1. Buchhalterin. Beschäftigung erbeten für: Verheiratete Buchhalter mul Commis ve>->ehi,-1h׳n. Bran1!׳('n m i t g a n z g e ri n g e n A n s p ri. h ־ h <■ n. Hausdiener, Packer, Gassen boten mit ( iiiiiim. Kutscher, Lagercommis. Expedienten, Ver- Käufer. Gesellen für -im- 1er. Buchbinder, Kürschner, Klempner. Accidenz und Buchdruck-Setzer, Schreiber, Stenographen, Stadtreisende. Kauf- 111;nm-vu. 1 l imlw* rk-lehrlinge. Buchhalterinnen, Stenographinnen, Maschinenschreiberinnen, Wäschezuschneiderin, Lageristinnen!-ml Expedientinnen, Verkäuferinnen verschied. Brauriien. Gei Yerein | Gemilus chassodim. Sonntag, den 1. März er. findet in Dräsel’s Festsälen Xt'in׳ Fne!Iriehstrasse 85 abends S {'iir (,in Wiener Maskenball ׳zu Gunsten (irr Vereinskassr* sum. Bi nt rittskart»mi <1,75 Mk. >i1nl hein Unterzeirlmef.Mi zu entnelmu'U. Freunde und < 1. aurnr Imicl höflirhsr (,in. Der Vorstand J. Rosenthal. V'orsitzender 76, Landsbergerstr. 76. WV'V'ÜVW'WV Zu <1(1 am Sonntag, den 1. März er. nachm. T , inunsererSvnagoge. Bruunctistra.ssc 10 statttindenden Einweihungsfeier «!er v״n unserem Mitglied(*. Herrn W a s sc r h e rg gespendeten Thorarolle, hei welcher Herr. Rabbiner Hütxter die Fe-a predigt hält, ladet ln dl ich st ein Der Vorstand des Synagogen-Vercins ..Beth Zion־‘. Vereins-Schau. ln <10n Berliner Logen U. 0. B. B. hielt'Horr Dr. Weisse am D«mu«Tstag. «len 20. Februar einen Vortrag über: ,.Abarhaut*1 mol die Vertreibung der Juden aus-,Spanien“. Das Thema, an und für sich hochinteressant, wurde von dem Herrn Vor!ragendem dessen Art zu sprechen, das Auditorium vom ersten Augenblick an seinen Ausführungen mit grösster Aufmerksamkeit lauschen lässt, eingehend behandelt. Wir wollen an dieser Stelle nur in kurzen Zügen-einen Teil-des Vorträges wiedergeben und zwar den, welcher Abarbaneb spanisch: Abravanel als Staatsmann behandelt.-’ Jsak ben Jehuda Äbarbanel würde. 14J7 zu Lissabon als Spross eines hochberühmten jü«^s<jHu1 Geschlechts geboren. Durch sein-vielseidiges Wissem und grosse' ( -harakte!׳Vorzüge gewann׳ er sich die (furfsf Alfons V., des Königs von Portugal. In Dienst('!! dieses Herrschers trat er mit seiner ganzen Kraft B. Briedländer Couditorei und Cafe. Königstrasse 32; m 1 Bahnhof V 1> - x:1! u 1 e r1;1 (ין tz, Amt V. 3237. ' S}>ecialität-en; Posener Mürbekuehen, Butterkuchen, Pfannkuchen in reiner Butter,! n it. (i e r! ve rsehied en st 0 n F1 i 1111 1 ו g( חיי . Torten. Baumkuchen. 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Im Jahre MSB musst«‘ er jedo1!׳׳ aus Portugal Hieben, da man ihn!!es Hoch Verrats anklaglr, un«l mm wandt«־ er sieh ua«־h Toledo, um still zurückgezogen, d«׳n Wissenschaften zu leben. ,Aber nicht.' lang«־ sollte e! sich der .Ruhe, erfreuen. 1184 wurde. Äbarbanel an den Hol Ferdinands des Katholischen, berufen, wo er 8 Jahre lang Ins״ zinseiner und der Juden Vertreibung aus Spanien (I IB־j den Posten eines Finmizministers bekleidete. In Neapel .wurde er von FcrJmaml I. g״rn willkommen goI.1ei.sscj», Jedoch nirgeml könnt«* Altarbane] festen Kuss fassen, mit so sehen wir ihn hintereinander in Sizilien, Co rin um Venedig, wo seinem thatenreiehen Leben ein Ziel gesteekl war. Im .Ia.hr«‘ 1008 hauclüe Äbarbanel seine gross«* Se<-!<׳ aus. b«*trauci'l von a11<*11 Israeliten, die an ihm ,*inen hochbedeutende!! •Beschntzer verloren hatten, beweint ■von h.0<11־ und niedrig. In AlmTbanel vereinigten sieh alle Vorzug des Geistes und des Wissens. Sowohl als Staatsmann, vvi«: Gelehrter und wie als Rabbiner hat er Grosses gesellaff-a und die. Nachwelt hat seinen Namen zu allen Zeiten ah einen Grossen in Israel in Fhren'gehalten. Nicht enden wollender He!fall bewies dem H«*r1n V« r• fragenden «hm Dank d«*r zahlreich Versammelten, dem H« :1 S. Hangen. Präsident, der Herl hold -Auerbach-1 «oge. in 1! nulten Worten Ausdruck gal). R. Am 22. Februar hielt die ״Wissenschaftliche Ver■ einigung jüd.Schulmänner zu Berlin“eine ■ausserordentliche, zahl reich besuchte Versammlung ab. welche teils der Erledigung geschäftlicher -Angelegenheiten galt, ihre besonder«־ Aufgahi aber als wissenschaftlich«' Sitzung zu erfüllen hatte. Bei '.Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheite! teilte den 1. Vorsitzende, Herr Dr. Adder, u. a. die Antwor mit, welche auf die von der Vereinigung an das Königl ProvinziaLSclmlkollegium gerichtete Petition eingegangcij war: sie hat folgenden Wortlaut: ״Auf Ihre Eingabe vom 5. November v. J.. betreffend Kr teile ng des Unterrichts in Geschichte und deutscher Lektin׳( in «len Berliner Gemeindeschulen seitens jüd. Lehrkräfte, ervr! dem wir Euer. Wohlgeboren, dass diese Frage durch Erlass des Herrn Ministers vom 27. December v. J. U III D No. 445! ihre Erledigung gefilmten hau Wo wegen einer■ erheblichen Zahl jüdischer Kinder <!k mit Erteilung des Religionsunterrichts betrauten jüdisch-n Lehrer und Lehrerinnen angestellt werden, sind sie auh künftig zur Erteilung des ■ Unterrichts in anderen Eäcliern liemiiziiziehen. Wenn in dieser Hinsicht auch keine he stimmten Vorschriften gegeben und die jüdischen Lehrkräih nicht von dem Unterrichte in gewissen Fächern ausge schlossen werden, so wird doch die Erwartung ausgesprochen ,«lass die mit der '•Aufstellung der Lektions- und Lehrplan« betrauten Personen jüdischen Lehrern'und Lehrerinnen •.nie)! solchen Unterricht zuteilrn werden, welcher ihnen in .ihren eigenen uml im Interesse der Schule nicht übertraget werden darf. ^Berlin civer Fabrikmarke eine Biene I befteS Fabrikat der weit | mehrfach preisgeKrönt I n/.incbEtuiu.Riemeu c°mi3re\ Friedrich-Straße 310 (Ecke Kochstrasse.) und Moritz Platz 151. Grösstes optisches Institut Berlins. Ssui Doppelfernrohr ״־צ! Patentirt u. gest'tzlicii geschützt, m. 8 Gläsern u. Z\1hehör, 17 cm hoch l jetzt nur 12 Mark. Hur allein von mir zu beziehen. Mperngläicr vou 4 Mark «rn, Fernrohre. Lupen. Thermo- Meter: tätronieter. 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