Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 8 (21.2.1896)
- Date
- 1896-02-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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״*w&kt “vdör Verein ssgsnsreiä»?׳ nicht daimfc, Angebot und Nachfrage blos1 brieflich zuvermitteln, •-vielmehr glaubt er, seine Aufgabe erst dann zu erfüllen, wenn er sich über Fleiss, Vertrauenswürdigkeit, Leistung •etc. etc. der Arbeitnehmer zutreffend informirt und die geeigneten Personen an die richtige Stelle setzt. Vierzig opferwillige Männer widmen sich mit Eifer und Umsicht solcher Thätigkeit und müsste deren Erfolg noch viel grösser sein, wenn sich alle Arbeitgeber unserer Glaubensgemeinschaft bewusst wären, dass sie, abgesehen vorn eigenen Interesse, die heilige Pflicht haben, den Verein für Arbeitsnachweis in seinem humanen Streben zu fördern. Mittel und Arbeitsgelegenheit, das ist es, was den! Verein fehlt, um seiner Aufgabe im vollen Umfange gerecht zu werden. IT. Der ״Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens“ hielt am Montag Abend im Vereinslocal bei Lauter, Burgstrasse 13, seine ordentliche Sitzung ab, welche von Mitgliedern als auch Gästen zahlreich besucht war. Der Verein hat, während der kurzen Zeit seines Bestehens das rege Interese weitester Kreise guf sich gelenkt und es ist unzweifelhaft, dass er ־inein Bedürfnis« im jtid. Handwerkerstand entspricht. Als in sehr wichtiger Beschluss der letzten Sitzung'ist wohl iie Abänderung der Statuten dahin, dass auch Nichthandverker dem Verein angehören können, anzuseben. Es ist omit capitalkräftigen jtid. Mitbürgern Gelegenheit geboten iiese Bestrebungen finanziell zu unterstützen. In dereiben Sitzung hat. der Verein, mit einem Rechtsanwalt, drei Verzteii und zwei Zahntechnikern, welch’ letztere Mitglieder!es Vereins sind, ein Abkommen getroffen, wonach die Mitglieder, welche diese Herren in Anspruch nehmen, in geringeres Honorar als das sonst übliche zu zahlen haben.! »er Verein hat ferner beschlossen, am 27. d. M. im Königst. ו asino in der Holzmarktstrasse einen Wiener Maskenball; bzuhalten. Da dör Uebersclmss zur Gründung eines Fonds Ziw Unterstützung in Not geratener Mitglieder bestimmt ist, m.) ist eine rege Beteiligung an dieser Veranstaltung zu wünschen. Q ■ ־ ■ . ... ־■ ' ■X ■ ־. '־ Der ״Humanitätsverein Gemilus chassodim“ hielt am 19. d.? eine ordentliche Generalversammlung ■ab. Der Vorsitzende, flerr J. Rosenthal, erstattet^ den Geschäftsbericht, der * in Zeugnis für die gedeihliche Entwicklung und die segensreiche Thätigkeit des Vereins ist. jDie/Mitglieder« zahl ist auf 462 gestiegen. Der Gesundheitszustand der Mitglieder war im verflossenen Jahre kein besonders güusiiger, wie aus dem Bericht (les Vereinsarztes Dr. Margeeiner, besonders aber aus dem Bericht des Krankenvaters J. Warschauer zu ersehen war.* Letzterer war über die Maassen in Anspruch genommen, weil die Mitgliederzal.11 sich vergrößerte, die Zahl der Krankenväter aber dieselbe geblieben war. Die Kassen-Verhältnisse sind trotz der grossen Leistungen doch günstige zu nennen. Das Vereins- Vermögen beträgt gegenwärtig über Mark 10,000. Auf Antrag der Revisoren wurde dem verdienstvollen Rendanten, Herrn J. B asch wi t z, Decharge erteilt und ihm der Dank des Vereins ausgesprochen. § 19 des Statuts ist dahin abgeändert worden, dass die ׳Pflicht des Vereins, in Todesfällen Minjan zu stellen, aufgehoben wird. An der Bestimmung, von dem Ableben eines Mitgliedes dem ganzen Verein Kenntnis zu geben, wurde gegen den Antrag des Vorstandes festgehalten. Bei dieser Gelegenheit wurde darüber Klage geführt, dass die Beteiligung bei Leichenbegängnissen ein 3 zu geringe sei. Es müsse eine Ehrenpflicht jedes Mitgliedes sein, dem dalli!)geschiedenen Bruder das letzte Geleit zu geben, lieber diesen Punkt entspann/, sieh eine lebhafte Debatte, die zu dem erwähnten Beschluss führte. Briefkasten. I. G. Der Preis für eine Leistung um •deren wegen •Sie uns interpellirten, richtet.sich ganz ■mich"'der betreffenden Stadtgegend. Oh das Ihnen abgeforderte Entgeh! angemessen ist, vermögen wir; nicht zu beurteilen. A. M. Wenden Sie sich gefälligst an die Vorsitzende des ״Frauen־ Vereins der Berliner Logen U. O. B. B.״ Fräti Singer. Mit lauf kire.hstrasse 2. Wir machen auf die bekannte Schuh Warenflrma S.Selbiger Landsbergerstr. 40 aufmerksam und geben Ihnen bekannt, dass Einkäufern bei .Vorzeigung dieses Blattes ein Extra- Rabatt von 3% gewährt wird. Zum Gelingen einer festlichen Veranstaltung^ ist in erster Reihe eine gute/Musik erforderlich. ■ Bei der Wahl einer Musikkapelle' wird man stets darauf׳ zu achten.haben, dass diese sowohl Concertstücke besseren Genres vorzutragen, als auch eine gefällige Tanzmusik zu machen im Stande ist. Diesen beiden Forderungen wird die Kapelle des Herrn Kapellmeisters Max Schmerl im vollsten Mnasse gerecht , wie wir uns in der letzten Zeit zu überzeugen Gelegenheit hatieu. 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