Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 48 (26.11.1897)
- Date
- 1897-11-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Berliner Yereinsbote. ^enlraf-@rg0n für die jüdischen Vereine J§erlin5. Erscheint: Mit der Beilage Jed»n Freitag. ״Israelit. Familienblatt.“_ Bezugspreis: Redaction Expedition und Annoncen-Annahme. In»ertion»p1eiB: Für Berlin ,«״«(jährlich Mk. 0.78, Berlin NO., Elisabethstrasse 59a. j "־״ für auswärts Mk. 1,00. MM- Fernsprech-Anschluss Amt VII. No. 4662. "W«! Beilagen nach Uebereinkunft. Nummer 48. Berlin, den 26. November 1897 III. Jahrgang. Nachdruck sämmtlicher Artikel nur unter voller Quellenangabe gestattet■ Die Redaktion. Adass jeschurun“. J. Rosenthal. Agudath achim in Pankow. Alb. Kat/:. Ahawas reim.“ Egers. Ahawas scholaum.“ Hirschberg. Akad. Verein für das Studium der hebr. Bibel. ״Amicitia.“ Dr. Adler.;A. Lubowski. ״Ausse chesed Berthold Auerbach-Loge. R.-Amv. Timandorfer. Beth hamidrasch-Gesellschaft. M. Rosen berg. ,Beth ZIOII.“ Hevmannsohn. Central *Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dr. Horudtz. Central-Verein für die Interessen der jüdischen Gemeinde. Oppenheim. Chebra Malbisch-Arumim. L. Sieskind. Chebra Naschim. L. Sieskind. Frau Erna Packscher. Chebra Ohel-Jeschurim. Gustav Löueuberg. Comite. Chanukah-Bescheerung. FrauJ.Xeiimann. Comite für Feriencolonien jüdischer Kinder. Ad. Mever. ״Oibbuk Chawerim.“ Dr. Emmerich. Deutsche Reichsloge. Alb. Bloch. ״Esra.“ M. Dorn. Frauenverein d. Berl. Logen 8 ne brith.Frau Singer. Frauenvereinigung des Humanitätsvereins ״Gewui towu. Frau Marianne Dewitz. Frauenverein des Israel. Synag. - Vereins ״Adass jisroel.“ Frau Dr, Berliner. Frauenverein von!833 zum Besten Israel. Weisenkinder. Frau Recha Marckwaldt. Gesellschaft jüd. Handwerker und Künstler zur Unterstützung in Krankheitsfällen. Herrn. Landsberger. Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und Ackerbaues. L. Lesser und J. Frankel. Hachnassath orchim. Offenberg. M. Holländer. Vereinstafel. Hachnassath Kallah. Martin Simon. Haspskot Ebionim. Institut für Holz- und Brod- Verteilung. Bernhard Behrens. Handw.-Ver. ehern. Pankow. Kamerad. Bereliowitz. Hilfsverein für jüdische Sudierende. Geh. S.-R. Dr. Abraham. Hilfsverein für Märkisch-Friedland Humanitäts-Verein f.Gewerbetreibende. Al. Büchel. Humanitäts-Verein Gewui tow. G. Michaelis. Humanitäts-Verein, ״Linath hazedek.“ Le'wiusohn. ״Jedide llmim“ Freunde der Taubstummen. Geh. San.-R. Dr. Mareuse. israelitischer Frauenverein der Oranienburger Vor- Stadt. Lina Koch. Israel, Frauen-Verein f.d. Louisenstadt. Frau Egers. Israel. Frauen-Untertützungs-Verein. J. Weinberg. Israel. Fortbild.-Verein Montefiore. R.Grademvitz. Israel. Heimathaus. Hermann Abraham. Israel. Kindergarten u. Kinderhort. Sanitäts-Rar Dr. Ehrenhaus.! Israel. Kinderheim. Frau Dr. Maybaum. Israel. Miete-Hilfs-Verein. D. Struck. Israelitischer Wohltätigkeits-Verein ״Gemilus chasscdim.“ A. Kuntz. Israel. Wohlth.-Verein ,.Humanitas1־. S. Kunz. Judas Töchter. 1895. Fr!. Ranft. Jüd. Frauen und Jungfrauen-Wohlthätigkeits-Verein ״Mathilde.“ Fr. Silber. Jüd. Mädchenstift. Frau Julie Neumann und Herr Dr. Strelitz. Jüd. Lesehalle. Commerz.■-K. Julius Isaac. Jung Israel. W. Bambus. Jüd. StudienbeförderungS'Verein. Dr, Blumenthal. Lehrlingsheim in Pankow. I.Bodenstein,J.Frankel. Liberaler Verein tür die Angelegenheiten der jüd. Gemeinde. R.-A. Dr. Veit Simon. ״Linath hazedek.“ Humanitäts-Verein. Jos. Chaim. ן Lippmann Tauss-Synagogen-Verein. I. Heilbrnnn. 1 Litterarisch-gesellige Vereinigung. Martin Coh!:. j ״Magine reim.“ Mor. Manheirner. Machsike thora. M. Stein. ,.Mädchen-Haus. Pankow•־. Monbijou. L». Diamant. Montefiore-Loge. A. Heiffr. ..Palästina.“ W. Goldsclnnidt. Schaumere schabbos. L. Becker. Synagogen-Verein ..Moabit M. Heim :■um. Synagogen-Verein ״N weh scholaum.“ L. Stargardt Synagog.-Verein ״Obel jizehak.‘ Zucker. Synag.-Verein ״Schochare hatob.“u...Bne Brith.“ M. Talmud-Verein. W. Goldsclnnidt, jLüwim-ohn. Verband ehern. Schüler und Schülerinnen der Relig - Schule .,Adass jisroel.“ Dr. M. Hildesheimer. V erband hem. Religionsschüler Dr. Osc. Lipschütz. S. Spandau. Verein Agudas Achim ..Brüderbund1־. L. Beck. Verein für Arbeitsnachweis. E. Rosersriel. Vereinigung jüd. Frauen und Mädchen Juda s Töchter. Frau Bohrend. Frl. Kuntz. Vereinigung jüdischer Studierender. Rob.Hantke. Verein für jüd. Geschichte und Litteratur. Dr. G. KarpeJes. Verein für jüd. Krankenpflegerinnen. Loras Sachs. Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens. Bäckermeister Joseph. Verein z. Förderung der Interessen der Israel. Taubstummen in Deutschland. Oppenheimer. Vorschuss-Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde. O. Ratnenau. Wissensch. Vereinig, jüd. Schulmänner zu Berlin. Dr. Adler. Wohlthätigkeits- und Synagogen-Verein ..Norden ־. S. Behrendt. Wölfische,,EzChajim“ Gemeinde. S.Margoninsky Juden und Judenblätter. In dem antisemitischen Hexenkessel gährt und brodelt es augenblicklich wieder ganz gewaltig. Vor einigen Tagen hielt der deutsche Kaiser bei der Vereidigung der Garderekmten eine Ansprache, in welcher er dem in seinem Munde nicht zum ersten Mal wiederkehrenden Gedanken Ausdruck gab, dass ein braver Christ ein wackerer Soldat sein müsse und das nur ein braver Christ ein wackerer Soldat sein könne. Liberale bezw. freisinnige Blätter knüpften daftin kritische Bemerkungen, die in ihrem Inhalt mit den Worten des Kaisers natürlich kontrastierten. Heber das Maass des Erlaubten sind diese Auslassungen jedenfalls nicht hinausgegangen, sintemalen ja bekanntlich bei unseren Staatsanwälten und Gerichten die Anklagen wegen Majestätsbeleidigung nicht allzuhoch hängen. Eine andere Frage wäre es freilich, ob es vom taktischen Gesichtspunkt aus schicklich und angebracht war. in einer nur allzu leicht zu missdeutenden Weise die Worte Jes Kaisers unter die kritische Lupe zu nehmen. Doch darüber haben wir nicht zu entscheiden. Die antisemitischen Dresshandwerker aller Schattierungen, die ja anorkanntennaassen mit Einschluss des Freiherrn von Hammerstein zu allen Zeiten brave Christen waren und das Christentum sogar in Erbpacht zu haben vermeinten, schlugen jedoch ein gewaltiges Geschrei an, und ihre überschäumende Entrüstung vermochte nicht genug zu schimpfen und zu toben über diesen neuen Versuch der verdammten, nichtswürdigen, religions- und christentumsfeindlichen Judenblätter, zu Gunsten des Judentums selbst dem Kaiser zu verbieten, sein Christentum öffentlich zu bekennen. Wenn es uns gestattet ist, unseren Standpunkt in dieser