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Berliner Vereinsbote · 1897-10-29 · Heft 44 (29.10.1897) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 44 (29.10.1897)
Date
1897-10-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Berliner Vereinsbote. (^enfrQl-®rgan für die jüdischen Vereine j§erlins. Erscheint; Jeden Freitag. Mit der Beilage ,Israelit. Familienblatt.‘ Bezugspreis: Für Berlin vierteljährlich Mk. 0.75, für auswärts Mk. 1,00. Nummer 44. Redaction, Expedition und Annoncen-Annahme: Berlin NO., Elisabethstrasse 59 a. MW"" Fernsprech-Anschluss Amt VII. No. 1662. Berlin, den 29, Oktober 1897 Postzeitungs-Liste 1012. jj Insertionspreis: * Die viergespaltene Petitzeile 30 Pfg. jj Bei Wiederholung Rabatt. Beilagen nach Uebereinkunft. III. Jahrgang. Vereinstafel. Adass jeschurun“. J. Rosontlml. Agudath achim in Pankow. Alb. Katz. Ahawas reim.“ Egors. Ahawas scholaum.“ Hirschberg. Akad. Verein für das Studium der hehr. Bibel. ״Amicitia.“ Dr. Adler. [A. Lubowski. ,,Ausse chesed.־ Berthold Auerbach-Loge. R.-Anw. Timandorfer. Beth hamidrasch-Gesellschaft. M. Rosenherg. ,Beth Zion.“ Heymannsohn. Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dr. Horwitz. Central-Verein für die Interessen der jüdischen Gemeinde. Oppenheim. Chebra Malbisch-Arumim. L. Sieskind. Chebra Naschim. L. Sieskind. Frau Erna Packscher. Chebra Ohel-Jeschurim. Gustav Löwenberg. Comite. Chanukah-Bescheerung. FrauJ.Xeumann. Comite für Feriencolonien jüdischer Kinder. Ad. Meyer. ״Dibbuk Chawerim.“ Dr. Emmerich. Deutsche Reichsloge. Alb. Bloch. ״Esra.“ M. Dom. Frauenverein d.Berl. Logen B’ne brith. Frau Singer. Frauenvereinigung des Humanitätsvereins ״Gewul tow“. Frau Marianne Dewitz. Frauenverein des Israel. Synag - Vereins ״Adass jisroel.“ Frau Dr. Berliner. Frauenverein von 1833 zum Besten Israel. Weisenkinder. Frau Recha Marekwaldt. Gesellschaft jüd. Handwerker und Künstler zur Unterstützung in Krankheitsfällen. Herrn. Landsberger. Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und Ackerbaues. L. Lesser und J. Frankel. Hachnassath orchim. Offenberg. M. Holländer. Hachnassath Kallah. Martin Simon. Haspakot Ebionim. Institut für Holz- und Brod- Verteilung. Bernhard Behrens. Handw.-Ver. ehern. Pankow. Kamerad. Bereliowitz. Hilfsverein für jüdische Sudierende. Geh. S.-R, Dr. Abraham. Hilfsverein für Märkisch-Friedland Humanitäts-Verein f.Gewerbetreibende. Al. Büchel. Humanitäts-Verein Gewul tow. G. Michaelis. Humanitäts-Verein, ״Linath hazedek.“ Lewinsohn. ״Jedide llmim“ Freunde der Taubstummen. Geh. San.-R. Dr. Marcuse. Israelitischer Frauenverein der Oranienburger Vor• Stadt. Lina Koch. Israel. Frauen-Vereinf.d.Louisenstadt. FrauEgers. Israel. Frauen-Untertützungs-Verein. J.Weinberg. Israel. Fortbild.-Verein Montefiore. R.Gradenwitz. Israel. Heimathaus. Hermann Abraham. Israel. Kindergarten u Kinderhort. Sanitäts-Rat Dr. Ehren haus. Israel. Kinderheim. Frau Dr. Maybaum. Israel. Miete-Hilfs-Verein. D. Struck. Israelitischer Wohltätigkeits-Verein ״Gemiius chassodim.“ A. Kuutz. Israel. Wohlth.-Verein ״Humanitas8 .־־. Kunz. Juda’s Töchter. 1895. Fr!. Rauft. Jüd. Frauen und Jungfrauen-Wohlthätigkeits-Verein ״Mathilde.“ Fr. Silber. Jüd. Mädchenstift. Frau Julie Neumann und Herr Dr. Strelitz. Jüd. Lesehalle. Commerz.-R. Julius Isaac. Jung Israel. W. Bambus, Jüd. Studienbeförderungs-Verein. Dr. Blumenthal. Lehrlingsheim in Pankow. I.Bodenstein,J.Fränkel. Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüd. Gemeinde. R.-A. Dr. Veit Simon. ״Linath hazedek.“ Humanitäts-Verein. Jos. Chaim. Lippmann Tauss-Synagogen-Verein. I. Heilbrunn. Litterarisch-gesellige Vereinigung. Martin Cohn. ..Magine reim.“ Mor. Manludmer. Machsike thora. M. Stein. ״Mädchen-Haus, Pankow“. Monbijou. D. Diamant. Montefiore-Loge. V. He!!fr. ״Palästina.“ W. Goldschmidt. Schaumere schabbos. L. Be<;ker. Synagogen-Verein ״Moabit“ M. Heimaun. Synagogen-Verein ״N’weh scholaum.“ L. Stargardt. Synagog.-Verein ״Ohel jizehak.‘ Zucker. Synag.-Verein ״Schochare hatob.“u.״Bne Brith.“ M. Talmud-Verein. W. Goldschmidt, sLöwinsohn. Verband ehern. Schüler und Schülerinnen der Relig.- Schule ״Adass jisroel.“ Dr. M. Hildesheimer. Verband hem. Religionsschüler Dr. Osc Lipschütz. S. Spandau. Verein Agudas Achim ״Brüderbund־‘. L. Beck. Verein für Arbeitsnachweis. E. Rosenstiel. Vereinigung jüd. Frauen und Mädchen Juda's Töchter. Frau Behn-nd. Frl. Kuutz Vereinigung jüdischer Studierender. Rob.Hantke. Verein für jüd. Geschichte und Litteratur. Dr. G. Karpeles. Verein für jüd. Krankenpflegerinnen. Louis Sachs. Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens. Bäckermeister Joseph. Verein z. Förderung der Interessen der Israel. Taubstummen in Deutschland. Oppenheimer. Vorschuss-Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde. 0. Ratueuau. Wissensch. Vereinig, jüd. Schulmänner zu Berlin. Dr. Adler. Wohlthätigkeits- und Synagogen-Verein ..Norden“. S. Behrendt. W0iffsche״E2Chajimu Gemeinde. S.Margouinsky. Unsere Vereine. II. Am Schlüsse des Leitartikels der vorigen Nummer hatten wir Veranlassung genommen, auf einen Missstand hinzuweisen, unter dem gerade unsere jüdischen Vereine vielfach kranken. Wenn wir auch in dieser Nummer Missstäude ähnlicher Natur anführen, so leitet uns dabei lediglieh die Absicht, im Interesse unseres so reich entwickelten und täglich noch zunehmenden Vereinslebens gewisse Fingerzeige zu geben, Warnungen und Mahnungen ernstgemeinter Art, damit in Zukunft der guten Sache keinerlei Schaden und Abbruch geschehe. Es ist eine alte durch die Erfahrung bestätigte Thatsache, dass nur im Widerspruch der Meinungen und durch denselben das Wahre und Richtige zu Tage gefördert wird. Ist dann einmal ein Beschluss gefasst, eine Massregel durchgesetzt, dann ist es auch unbedingt Pflicht derjenigen, die mit ihrer Ansicht in der Minderheit geblieben sind, dem Beschlüsse der Majorität sich unterzuordnen. Ist das nicht der Fall, dann entstehen Koterien und Cliquen und darunter kann das Glanze nicht gedeihen. Leider ist dieser Geist einer unbedingt notwendigen Subordination nicht immer in jüdischen Vereinen heimisch, leider ist die persönliche Empfindlichkeit, der Aerger darüber, mit seiner Meinung nicht durchgedrungen zu sein, bei manchen Leviten dermassen stark, dass sie in unberechtigter Opposition die Dinge auf die Spitze treiben und lieber den Verein sprengen als sich beruhigen. Solche Fälle, wo einzelne Persönlichkeiten, die vom Ehrgeizteufel besessen waren und bei der Wahl zum Vorstand durchfielen, aus purer Bosheit aus dem Verein austreten, andere zu sich hinüberziehen und dann einen Verein mit genau denselben Zielen und Tendenzen bilden, sind keineswegs vereinzelte Erscheinungen. Ge-

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