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Berliner Vereinsbote · 1897-09-24 · Heft 39 (24.9.1897) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 39 (24.9.1897)
Date
1897-09-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Oberhemden Reparatur Werkstatt,' :1 40 H&lsprieaen 20, Paar H&ndpriesen 2S, Leine&-Ein0atz m. Einsetzen 50 Pfg. Neu&nfertig. z. billigst. Preisen. Abholung frei. und die Verwaltung überhebt uns der Umstand, dass die Frequenz stets zunimmt, während die der Allg.Volksküchen zurückgeht. Uebrigens behalten wir uns vor, in einem besonderen Artikel uns über die israelitische Volksküche ätiszulassen. Unseren werten Lesern wird es gewiss von Interesse 86 n, ein Urteil über die hochbedeutsame Anstalt zu er* fahren, das wir einer altern Nummer des ,,Das rote Kreuz, Central-Organ für die deutsche Wohlfahrts- und Wohlthätigkeitsbestrebungen etc/‘ aus der Feder des bekannten Dr. Max Bauer entnehmen: . . . .Ich bat um die Erlaubnis, eine ]Mittagsstunde in der mir bis dahin total unbekannten Volksküche verweilen zu dürfen. Sie wurde nicht nur erteilt, sondern Frau und Herr Abraham empfingen und belehrten mich mit einer so zum Herzen sprechenden Liebenswürdigkeit, dass ich eine Stunde befriedigenden, ja beglückenden Gefühls erlebte,‘ die mich einmal ausnahmsweise wieder aus dem nüchternen Getriebe dieses abhetzenden, atemlosen Kampfes der schroffen Gegensätze, aufwärts trug zu jenen lichten Höhen meiner Ideale, in denen man nicht Christen, nicht Juden, sondern nur Menschen kennt, Menschen mit guten, opferfreudigen Gesinnungen, und die Akkorde reiner Harmonien in der Mozartschen Hymne zusammenströmen: ,Wen solche Lehren nicht erfreu'n, Verdienet nicht ein Mensch zu sein.“ Da man mir den praktischen, festen und haltbaren Stab in die Hand gab, zu solchen Höhen aufznsteigen, so will ich auch nur praktischen Sinnes über meine Herzens-Erholungsstunde in der Israelitischen Volksküche quittieren. Das Hermann Abraham sehe Ehepaar ist der jnt«L6ktuelle Urheber, der Geist, das Herz und die Hand eines in der formvollendetsten Tragweite des Wortes und seiner Bedeutung humanitären Unternehmens. Hier klügeln und debattieren nicht zehn, wohlweise Comites mit allen möglichen und unmöglichen ״Wenns“ und ״Abers“, — sondern die Praxis eines vorurteilsfreien und erfahrenen Kopfes und Herzens kauft zunächst ein -— billig ein. Etwa fünfzig bis sechzig Damen schenken der Israelit. Volksküche ihre Gunst und ihre persönliche Arbeit in geregelten Standen. Die Einrichtung ist die bekannte — alles sauber, überlegt und sorglich praktisch, einladend und anheimelnd. Die Leute treten — täglich etwa 1200 Menschen — ein, geben die ihnen durch die Verwaltung der Anstalt oder durch wohlthätige Familien, Armen- Vorsteher u. a. m. gewordenen Speise-Berechtigungskarten ab, oder zahlen 10 Pfennige und erhalten dafür einen Wbissen Porzellannapf mit einem vorzüglich mundenden, nahrhaft gekochten Essen. Junge Mädchen, selbst eino Greisin, sind in unaufhörlich anstrengender Bedienung thätig. Frau Abraham und abwechselnd ihr Gatte überwachen die Aocuratesse des Ganzen, die Ordnung־,. Reinlichkeit und entscheiden jene selbstredend jeden Augenblick auftretenden Fragen, in denen sowohl die Karte, als der Nickel fehlt. Unter allen Umständen wird der Bittende, gleichgültig, ob er es verdient oder irgendwie beanspruchen darf, gespeist, und so geht der Hauch des Friedens und der Dankbarkeit durch diese fünf oder sechs Räume, in denen grosse Tafeln stehen — dieser beglückende Hauch, von dem unser Leben da drausen so wenig Kunde und Beglaubigung giebt — —. (Schluss folgt.) Nachruf. Durch das Ableben der Frau Clara Wolff geb. Mayer hat die Israelitische Volksküche einen fciefschmerzliehen Verlust erlitten. Die Dahingeschiedene hat mit freudiger Begeisterung das Amt einer Vorsteherin unseres Institutes mehrere Jahre verwaltet. Ihr Segensreiches Wirken galt Dausenden der Niedrigsten und Unglücklichsten der Menschen, die sie in liebevoller Weise gesättigt. Ihr Andenken werden wir ewig in dankbarer Erinneruug halten. Die Verwaltung der Israelitischen Volksküche Hermann Abraham. Gormannstr. 3. nrלראש ־ Zum Neujahrsfest empfiehlt die Schlesische Conditorei E. Ehrenhaus Alte Schönhauserstr. 30 (Telephon Amt 3, 170. 90) verschieden gefüllte Hauskuchen, polnische Honigkuchen, Apfelstrudel, Fladen und anderes vorzügliches Gebäck, auch Barches. Notschrei! Ein israelitischer Lehrer am Lande, der ein kleines Gehalt bezieht und eine Familie mit 14 Kindern zu ernähren hat. bittet Euch, Ihr Edlen und Barmherzigen in Israel, um Vnterstiitzung. Der Lehrer ist Ischias leidend, musste 6 Wochen die Badecur gebrauche!! und dessen Gattin nebst 3 Kindern liegen krank darnieder. Er bt nun jedes Pfennigs haar und sieht der Zukunft trostlos entgegen, Helfet, helfet. Glaubensgenossen! Der liebe Gott wird Euch ein freudenreiches Jahr schenken mit nZlu? iTO* — Die Redaction <1. Bl. übernimmt und vermittelt die Spenden und werden selbe in diesem Blatte ausgewiesen unter Chiffre ..für die hartbedrängte Lehrerfamilie.־־ Berliner Corset-Fabrik W & G. Menmann Inhaber: William Neumann Fabrik und Haupt-Comtoir: Berlin 0., Blumenstrasse 62 IT 30 Filialen -MN MM" in allen grösseren Städten Deutschlands.'HB : Filialen in Berlin: ־ König-Strasse 48/44.; Dresdener-Strasse 30a. Friedrich-Strasse 103. Chaussee-Strasse 114. Alexander-Strasse 55. , Wilsnaeker-Strasse 11. Kurfürstenstr. 81 a. Blumenstrasse 62. BKicherstr. 13.! Filiale Kisdorf, Bergstrasse 158. Schöneberg, Hauptstrasse 130. äSF* Auswahlsendungen auf Wunsch bereitwilligst zugesandt. "ME Fernsprecher 4378, Amt VH. Gegründet 1878. Maler-Arbeiten Imitation Eduard Knake Schilder Holz o. Marmor. Kastanien Allee 72. allen Arten. ^Geschmackvolle Ausführung:. Solide Preise., B. Majchrowiez 21 Sophienstr. 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