Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 37 (10.9.1897)
- Date
- 1897-09-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Berliner Vereinsbote. (J^entraf für die jüdischen Vereine Erscheint: Jeden Freitag. Mit der Beilage ״Israelit. Familienblatt.“ erlins. Postzertungs-Liste f012. Bezugspreis: Für Berlin vierteljährlich Mk. 0.75, für auswärts Mk. 1,00. Redaction. Expedition und Annoncen-Annahme: Berlin NO., EÜsabethstrasse 59 a. NW?" Fernsprech-Anschluss Amt VII. No. I66-. Insertionspreis: Oie viergespaltene Petitzeila 30 Pfg. Bei Wiederholung Rabatt. Beilagen nach Uebereinkunft. Nummer 37. Berlin, den 10. September 1897 III. Jahrgang. Vereinstafel. Hachnassath Kallah. Martin Simon. jwitz. Handw.-Ver. ehern. Pankower Kameraden. Bmelio- Hilfsverein für jüdische Studierende. Geh. S.-R. I)r. Abraham. Hilfsverein für Märkisch-Friedland Humanitäts-Verein {.Gewerbetreibende. Al.Büchel. Humanitäts-Verein Gewul tow. G. Michaelis. Humanitäts-Verein,״Linath hazedek.“ Lewinsohn. 1 .Jedide llmim" Freunde der Taubstummen. Geh. San.-R. Dl'. Marcuse. Israelitischer Frauenverein der Oranienburger Vor- Stadt. Lina Koch. Israel. Frauen-Vereinf.d. Louisenstadt. FrauEgers. Israel. Frauen-Untertützungs-Verein. J.Weinberg. Israel. Fortbild.-Verein Montefiore. R. Graden witz. Israel. Heimathaus. Hermann Abraham. Israel. Kindergarten u Kinderhort. Sanitäts-Rat Dr. Ehrenhaus. Israel. Kinderheim• Frau Dr. Maybaum. Israel. Miete־Hilfs*Vere\n. D. Struck. Israelitischer Wohltätigkeits-Verein ״Gemilus chassodim.“ A. Kuntz. Israel. Wohlth.-Verein ,.Humanitas“. S. Kunz. Juda's Töchter. 1895. Frl. Ranft. Jüd. Frauen und Jungfrauen-Wohltbätigkeits-Verein ״Mathilde•־‘ Fr. Silber. Jüd. Mädchenstift. Frau Julie Neumann und Herr Dr. Strelitz. Jüd. Lesehalle. Commerz.-II. Julius Isaae. Jung Israel. W. Bambus. Jüd. Studienbeförderungs-Verein. Dr. Biumenthal. Lehrlingsheim in Pankow. I. Bodenstein,J.Fränkei. Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüd. Gemeinde. R.-A. Dr. Veit Simon. ״Linath hazedek.“ Humanitäts-Verein. Jos. Ciiaim. Lippmann Tauss-Synagogen-Verern. I. Heilbmun. Litterarisch-gesellige Vereinigung. Martin Cohn. ״Magine reim.“ Mor. Mannheimer. Machsike thora. M. Stein. ״Mädchen-Haus, Pankow“. Monbijou. B. Wold. Montefiore-Loge. M. Helft. Palästina. W. Goldschmidt Schaumere sehabbos. L. Becker. Synagogen-Verein ״Moabit“ M. Heimann. Synagogen-Verein ״N’weh sehoiaum.“ J. Levv. Synagog.-Verein ״Ohel jizehak.‘ Zucker. Synag.-Verein ״Schochare hatob.“u.,,Bne BrühM. Talmud Verein. W. Goldschmidt. {Löwinsohn. Verband ehern.Schüler und Schülerinnen der Relig.- Schute ״Adass jisroel.“ D1.M. Hildesheimer. Verband ehern. Religionsschüler Dr. Osc. Lipschütz. 8. Spandau. Verein Agudas Achim ,,Bruderbund“. L. Beck. Verein für Arbeitsnachweis. E. Rosenstiel. Vereinigung jüd. Frauen und Mädchen Juda’s Töchter. Frau Bohrend. Frl. Tonn Vereinigung jüdischer Studierender. Rob. Hantke Verein für jüd. Geschichte und Litteratur. Dr. G. Karpeles. Verein für jüd. Krankenpflegerinnen. Louis Sachs Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens Bäckermeister Joseph. Verein z. Förderung der Interessen der Israel. Taubstummen in Deutschland. Oppenheimer. Vorschuss-Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde. O. Rucnenau. Wissensch. Vereinig. Israel. Schulmänner Berlin. Dr. Adler. Wohlthätigkeits- und Synagogen-Verein ״Horden“. 8. Behrendt. Wolffsche״ Ez Chajim“ Gemeinde. S.Margoninsky. Adass jeschurun“. J. Rosenthal. Agudath achim in Pankow. Alb. Katz. Ahawas reim.“ Egers. Ahawas sehoiaum.“ Hirschberg. Akad. Verein für das Studium der hehr. Bibel. ״Amicitia.“ Dr. Adler. A. Lubowski. Berthold Auerbacb-Loge. Mor. Meyer. Beth hamidrasch-Gesellscbaft. M. Rosenberg. ,Beth zion.“ Heymannsohn. Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dr. Hovwitz. Central-Verein für die Interessen der jüdischen Gemeinde. Oppenheim. Chebra Malbisch Arumim. L. Sieskind. Chebra Naschim. L. Sieskind. Frau Erna Packscher. Chebra Ohet-Iescburim. Gustav Löwenberg. Comite. Chanukah-Bescheerung. FrauJ.Neumann. Comite für Feriencolonien jüdischer Kinder. Ad. Meyer. ״Dibbuk Chawerim.“ Dr. Emmerich. Deutsche Reichsloge. Alb. Bloch. ״Esra.“ M. Dorn. Frauenverein d.Berl. Logen 8 ne brith. Frau Singer. Frauenvereinigung des Humanitätsvereins ״Gewul tow“. Frau Marianne Dewitz. Frauenverein des Israel. Synag. - Vereins ״Adass jisroel.“ Frau Dr. Berliner. Frauenverein von 1833 zum Besten Israel. Waisenkinder. Frau Recha Marckwaldt. Gesellschaft jüd. Handwerker und Künstler zur Unterstützung in Krankheitsfällen. Herrn, Landsberger. Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und Ackerbaues. L. Lesser und J. Frankel. Haspakot Ebionim. Institut für Holz- und Brod- Verteilung. Bernhard Behrens. / Der Zionisten-Kongress. Wir haben bereits in der vorigen Nummer über die Verhandlungen des ersten internationalen Zionistencongresses zu Basel ausführlich berichtet. Ein jeder unserer Leser ist demnach in der Lage, sich über die Ziele und Be- Strebungen obiger Bewegung ein Urteil zu bilden. Jedenfalls kann sie heutzutage nicht mehr ignoriert werden, und sie wird auch nicht ignoriert. Namentlich die Antisemiten haben die Zionisten oder Nationaljuden, wie sie sich auch nennen, in ihr Herz geschlossen. Liefern sie doch der antisemitischen Presse manch schätzbaren Stoff zu Beti'achtangen, ja, in dem Zionismus verkörpert sich, wenn wir dem Antisemitismus glauben dürfen, das Judentum in seiner wahren unverhüllten Gestalt. Herr Sedlatzek im deutschen General-Anzeiger wittert zwar auch hier eine jüdische Finte und ist absolut dagegen, dass die Juden j sich etwa heimlich aus Europa hinausschleichen. Aber er j mag sich trösten, die Juden werden noch lange in Europa bleiben, schon aas Menschenliebe, damit Herrn Kedlatzek nicht der Stoff' und die Puste ausgehen. Wir sind die letzten, welche verkennen, dass ehrliches Streben und lautere Gesinnung auch in der national-jüdischen Idee zum Durchbruch komme. Mögen auch einzelne Streber und Geschäftsleute dabei ihren Schnitt machen wollen, in der Hauptsache hat mau es doch mit rechtlich gesinnten Leuten zu thun, denen die Not der Zeit ans Herz rührt. Dass der Zionismus gerade unter den Juden der östlichen Länder so mächtig um sich gegriffen, ist begreiflich, wenn man die Verhältnisse berücksichtigt, unter denen in jenen Gegenden die Juden zu leben gezwungen sind. Nur schade, ewig schade ist es, dass so viel redlicher Wille zum Helfen, soviel Mühe, Zeit und Geld angewandt wird auf Be- Strebungen, die schliesslich doch auf Phantasmagorien und