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Berliner Vereinsbote · 1897-08-06 · Heft 32 (6.8.1897) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 32 (6.8.1897)
Date
1897-08-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Berliner Yereinsbote. (§^enfrar־@rgQn Erscheint: die jüdischen Vereine Mit der Beilage Jeden Freitag. ״Israelit. Familienblatt.“ Berlins. Postzeitungs-Liste 1012. Bezugspreis: Für Berlin vierteljährlich Mk. 0.75, für auswärts Mk. 1,00. Redaction, Expedition und Annoncen-Annahme: Berlin NO., Elisabeth&tra&se 59 a. Fernsprech-Anschluss Amt VII, No. 4662־. Insertionspreis: Die viergespaltene Petitzeile 30 Pfg. Bei Wiederholung Rabatt. Beilagen nach Uebereinkunft. Nummer 32. Berlin, den 6. August 1987 III. Jahrgang. Adass jeschurun“. J. Rosonthal. Agudath achim in Pankow. Alb. Katz. Ahawas reim.“ Egers. Ahawas SCholaum.“ Hirschberg. Akad. Verein für das Studium der hebr. Bibel. ,,Amicitia.“ Dr. Adler. A. Lubowski. Berthold Auerbach-Loge. M01־. Meyer. Beth hamidrasch-Gesellschaft. M. Rosenberg. ״Beth Jacob.“ Levinsohn. ״Beth zion.“ Heyniannsohn. Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dl'. Horwirz. Central-Verein für die Interessen der jüdischen Gemeinde. Oppenheim. Comite. Chanukah-Bescheerung. FrauJ.Neumaun. ..Dibbuk Chawerim.“ Di. Emmerich. Deutsche Reichsioge. Alb. Bloch. .,Esra.“ M. Dom. Frauen verein d.Berl. Logen B’ne brilh. Frau Singer. Frauenvereinigung des Humanitätsvereins ״Gewul tow“. Frau Marianne Dewitz. Gesellschaft jüd. Handwerker und Künstler zur Unterstützung in Krankheitsfällen. Herrn. Landsberger. Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und Ackerbaues. L. Lesser und J. Frankel. Haspakot Ebionim. Institut für Holz- und Brod- Verteilung. Bernhard Behrens. Hachnassath Kailah. Martin Simon. jwitz. Handw.-Ver. ehern. Pankower Kameraden. Berelio- ן Humanitäts-Vereinf.Gewerbetreibende. Al. Büchel, j Vereinstafel. Humanitäts-Verein Gewul tow. G. Michaeli«. Humanitäts-Verein,״Linath hazedek.“ Lewinsolm. Israelitischer Frauenverein der Oranienburger Vorstadt. Lina Koch. Israel. Frauen Verein f.d. Louisenstadt. FrauEgers. Israel. Frauen Untsrtützungs Verein. ,!.Weinberg. Israel. Fortbild.-Verein Montefiore. R.Grademvitz. Israel. Heimathaus. Hermann Abraham.! Israel. Kindergarten u. Kinderhort. Sanitäts-Rat Dr. Ehrenhaus. Israel. Kinderheim. Frau Dr. Maybaum. Israel. Miete-Hilfs-Verein. D. Struck. Israelitischer Wohltätigkeits-Verein ״Gemilus chassodim.“ A. Kuntz. Israel. Wohlth.-Vereln ,,Humanitas“. S. Kimz. Judas Töchter. 1895. Frl. Ranft. Jüd. Frauen und Jungfrauen-Wohlthätigkeits-Verein ,,Mathilde.“ Fr. Silber. Jüd. Mädchenstift. Frau Julie Neumann und Herr Dr. Strelitz. Jüd. Lesehalle. Comm.-R. Julius Isaac. Jung Israel. W. Bambus. Jüd. Studienbeförderungs-Verein. Dr. Blumenthal. Lehrlingsheim in Pankow. I.Bodonsudn,J.Friinkel. Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüd. Gemeinde. R.-A. Dl־. Veit Simon. .,Linath hazedek.“ Humanitäts-Verein. los. Chaim. Lippmann Tauss-Synagogen-Verein. I. Heilbrunn. Litterarisch-gesellige Vereinigung. Martin Cohn. ״Magine reim.“ Mor. Mannheimer. Machsike thora. M. Stein. ״Mädchen-Haus, Pankow“. Monbijou. B. Wohl. Montefiore-Loge. M. Helft. Palästina. W. Goldschmidt. Schaumere schabbos. L. Becker. Synagogen-Verein ״Moabit“ M. Heimann.; Synagogen-Verein ״N’weh scholaum.“ J. Levy. Synagog.-Verein ״Ohel jizehak.1 Zucker. Synag.-Verein ״Schochare hatob.“u.,.Bne BrilhM. Talmud Verein. W. Goldschmidt. sLü^ünsohn. Verband ehern. Schüler und Schülerinnen der Relig - Schule ״Adass jisroel.“ Dr.M. Hildesheimer. Verein Agudas Achim ״Brüderbund“. L. Beck. Verein der Freunde der Taubstummen. Geh. Sanit.-R. Dr. Marcu 86. Verein für Arbeitsnachweis. E. Rosenstiel. Vereinigung jüd. Frauen und Mädchen Juda s Töchter. Frau Behrend. Frl. Tonn. Vereinigung jüdischer Studierender. Rob. Hantke Verein für jüd. Geschichte und Litteratur. Dr. G. Karpeles. Verein für jüd. Krankenpflegerinnen. Louis Sachs Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens Bäckermeister Joseph. Verein z. Förderung der Interessen der Israel. Taubstummen in Deutschland. Oppenheimer. Vorschuss-Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde. O. Ramenau. Wissensch. Vereinig. Israel. Schulmänner Berlin. Dr. Adler. Wölfische,, EzChajim“Gemeinde. S.Margoninsky. Auch ein Jubiläum. iZum!>. Ab.) Die Bezeichnung ״Nation“ in dem gebräuchlichen Sinne hat eigentlich auf dem grössten Teil des Erdenrunds seine Berechtigung verloren. Unter ,.Nation״ versteht man eine Vereinigung von Menschen gleicher Abstammung und gleicher Sprache, mit gemeinschaftlicher Heimat, gemeinschaftlicher Religion und gemeinschaftlicher Yolksgesehiehte. Ist diese Definition richtig, so gab esnnr im Altertum Nationen, und zwar so lange man von einem freundschaftlichen Verkehr der Völker untereinander nichts wusste, und so lange jeder Fremde als Feind angesehen wurde. Allenfalls könnte man heute in den uncivilisierten Erdstrichen von Nationen sprechen. Was wir gemeinhin ״Nation“ nennen, ist keine solche, denn das politische Band umschliesst in den meisten Ländern der Erde Leute verschiedener Abstammung, verschiedener Religion u. s. w. Die israelitische Nation bildete im Altertum eine Gememschaftj die durch die gleiche Sprache, die hebräische, durch die gleiche Religion, den Glauben an den einigeinzigen Gott, und bis etwa 978 vor der gewöhnlichen Zeitrechnung auch durch die gleiche Geschichte verbunden war. Es ist zweifellos, dass die jüdische Nation schon in ältester Zeit Zufluss von andern Nationen erhielt durch einzehre oder ganze Geschlechter, durch Mischheiraten und durch Uebertritte־. so war z. B. König David der Nachkomme einer Moabiterin. Durch die Teilung des Reiches unter Rechabeam ist die Nation getrennt, worden. Die beiden Nationen haben nur gleiche Sprache und gleichen Ursprung, aber nicht gleiche Heimat, nmht. gleiche Geschichte und auch nicht die gleiche Religion in Juda herrscht officiell die mosaische Religion, in Israel begegnet man neben dem Monotheismus dem Baallind Astartendienst!. Erst das Unglück, das über Israel und 140 Jahre später über Juda hereinbrach, bildete gleichsam den Hammer, der die einheithehe Nation wieder zusammenhämmerte. Für unsere Betrachtung ist es ziemlich gleichgültig, ob wir ein Volk, eine Nation, oder sonst wie genannt werden. Als Staatsganzes ist das Judentum am 9. Ab aus der Geschichte geschwunden. Seitdem ist der neunte Ab wiederholt zum wichtigsten Wendepunkte in der Ge-

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