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Berliner Vereinsbote · 1897-07-23 · Heft 30 (23.7.1897) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 30 (23.7.1897)
Date
1897-07-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Eenlral-Drgan für die jüdisdien Vereine Merlins. Erscheint: Jeden Freitag. Mit der Beilage ״Israelit. Familienblatt.“ Posfaeifungs-Llste 101g. Bezugspreis: Für Berlin vierteljährlich Mk. 0,75, für auswärts Mk. 1,00. Redaction, Expedition und Annoncen-Annahme: Berlin NO., Elisabethetrasse 59 a. Mg" Fernspreeh-Anschluss Amt VH, No. 4662. Insertionspreis: Die viergespaltene Petitzeils 30 Pfg. Bei Wiederholung Rabatt Beilagen nach UebereinkunfL Nummer 30. Berlin, den 23. Juli 1897 III. Jahrgang. Vereinstafel. Adass jeschurun“. J. Rosenthal. Agadath achim in Pankow. Alb. Katz. Anawas reim.“ Egers. Abawas scholaum.“ Hirschberg. Akad. Verein für das Studium der hebr. Bibel. ״Amicitia.“ Dr. Adler. A. Lubowski. ״Asriel." Berthold Auerbach-Loge. Mor. Meyer. Beth bamidrasch-Gesellschaft. M. Bosenberg. ״Beth Jacob.“ Levinsohn. ״Beth zion.“ Heymannsohn, ventral Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dr. Horwitz. Central-Verein für die Interessen der jüdischen I Gemeinde. Oppenheim. Comite. Chanukah-Bescheerung. FrauJ .Neumann. ״Dibbuk Chawerim.“ Dr. Emmerich. Oeutscbe Reichsloge. Alb. Bloch. .,Esra.“ M. Dom. [ Frauenverein d. Berl. Logen B'ne brith. Frau Singer. Frauenvereinigung des Humanitätsvereins ״Gewul tow“. Frau Marianne Dewitz. Gesellschaft j&d. Handwerker und Künstler zur Unterstützung in Krankheitsfällen. Herrn. Landsberger. Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und Ackerbaues. L. Lesser und J. Frankel. Haspakot Ebiohim. Institut für Holz- und Brod- Verteilung. Bernhard Behrens. Hacbqassatfa KaJIah. Martin Simon. [witz. Handw.-Ver. ehern. Pankower Kameraden. Berelio- Humanitäts-Vereinf. Gewerbetreibende. Al. Büchel. Humanitäts-Verein Gewul tow. G. Michaelis. Humanitäts-Verein, ״Linath hazedek.“ Lewinsohn. Israelitischer Frauenverein der Oranienburger Vor- Stadt. Lina Koch. Israel. Frauen Vereinf.d. Louisenstadt FrauEgers. Israel. Frauen-Untertützungs-Verein. J.Weinberg. Israel. Fortbild.-Verein Montefiore. R. Graden witz. Israel. Heimathaus. Hermann Abraham. Israel. Kindergarten u. Kinderhort. Sanitäts-Rat Dr. Ehrenhaus. Israel. Kinderheim. Frau Dr. Maybaum. Israel. Miete-Hilfs-Verein. D. Struck. Israelitischer Wohltätigkeits-Verein ״Gemilus chassodim.“ A. Kuntz. Israel. Wohlth. Verein ״Humanitas". 8. Kunz, luda's Tävhtvr. . 1895. Frl. Ranft, iüd. Frauen und Jungfrauen-Wohithätigkeits-Verein ״Mathilde.“ Fr. Sicher. Jüd. Mädchenstift. Frau Julie Neumann und Herr Dr. Strelitz. Jüd. Lesehalle. Comm.-R. Julius Isaac. Jung Israel, w. Bambus. Jüd. Studienbeförderungs-Verein. Dr. Blumenthal. Lehrlingsheim in Pankow. I.Bodenstein,J.Fränkel. Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüd. Gemeinde. L.-A. Dr. Veit Simon. ״Linath hazedek.“ Humanitäts-Verein. Jos. Chaim. Lippmann Tauss-Synagogen-Verein. I. Heilbrunn. Litterarisch-gesellige Vereinigung. Martin Cohn. ״Magine reim.“ Mor. Mannheimer. Machsike thora. M. Stein. ״Mädchen-Haus, Pankow“ Monbijou. B. Wolff. Montefiore-Loge. M. Helft. Schaumere schabbos. L. Becker. Synagogen-Verein ״Moabit“ M. Heimann. Synagogen-Verein ״N’weh scholaum.“ J. Levy. Synagog.-Verein ״Ohel jizchak.‘ Zucker. Synag.-Verein ״Sehochare hatob.“u.״Bne Brith.“ M. Talmud Verein. W. Goldschmidt. [Löwinsohn. Verband ehern. Schüler und Schülerinnen der Relig.• Schule ״Adass jisroel.“ Dr.M. Hildesheimer. Verein Agudas Achim ״Brüderbund“. L. Beck. Verein der Freunde der Taubstummen. Geh. Sanit.-R. Dr. Marcuse. Verein für Arbeitsnachweis. E. Bosenstiel. Vereinigung jüd. Frauen und Mädchen Judas Tächter. Frau Behrend. Frl. Tonn. Vereinigung jüdischer Studierender. Rob. Hantke Verein für jüd. Geschichte und Litteratur. Dr. G. Karpeles. Verein für jüd. Krankenpflegerinnen. Louis Sachs Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens Bäckermeister Joseph. Verein z. Förderung der Interessen der Israel. Taubstummen in Deutschland. Oppenheimer. Vorschuss-Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde. O. Ratnenau. Vfissensch. Vereinig. Israel. Schulmänner Berlin. Dr. Adler. Wölfische״ Ez Chajim“ Gemeinde. S.Margoninsky. Sonntagsgottesdienst Sehr geehrter Herr Redakteur! Es ist ein erfreuliches Zeichen für das religiöse Empfinden unserer Gemeinde, dass sich so viele Stimmen gegen die Einrichtung eines Gottesdienstes am Sonntag erheben. Dass die jüdischen Blätter diese Frage je nach der Riehtung, die sie vertreten, erörtern, ist begreiflich. Dass sich aber ein Teil der jüdischen Presse zu Schmähungen und Verunglimpfungen derjenigen Herren, die den Aufruf erlassen haben, hinreissen lassen und so der antisemitischen Presse neue Nahrung zuführen, hätte ich nicht für möglich gehalten, obgleich ich in der jüdischen Journalistik in den letzten zwei Jahren manch starkes Stückchen erfahren habe. Wenn ich; auch kein Freund sogenannter parteiloser Blätter bin und die Farblosigkeit einer Zeitschrift mich stets mit Misstrauen erfüllt, so muss ich doch bekennen, dass Ihr Blatt mit grossem Geschick allen den Fragen, die unsere Gemeinde, ja das Gesamtjudentum interessieren, in einer Weise nähertritt, die allein schon geeignet ist, Ihrem Blatte die Sympathie aller Wohlwollenden, zu erwerben und weiteste Verbreitung zu verschaffen. Umsomehr hat es mich befremdet, dass Sie in der No. 29 einem Artikel Raum gewährt haben, der nach Inhalt und Form der sonst ruhigen und sachlichen Art der Erörterung in Dörfern gesch. Blatte durchaus nicht entsprach. Warum, so möchte ich Herrn L. M. fragen, warum sollen wir die in Form der bekannten Umfrage gegebene Anregung mit übelwollendem Blicke betrachten? Warum eine refdrmatorische Absicht dahinter wittern? Ich bin fest davon überzeugt, dass die Herren, die das vielbesprochene Schriftstück unterzeichnet haben, von den edelsten Motiven, von den reinsten Absichten geleitet waren, als sie die Umfrage an die Gemeindemitglieder richteten. Dass es um di§ Heilighaltung unseres lieben Sabbaths ״übel bestellt“ ist. ist eine traurige Thatsache, für die es eines Beweises nicht bedarf. Mir selbst und vielen, vielen meiner Verwttndten und Freunde ist es überaus schmerzlich, den Sabbath nicht in der Weise feiern zu können, wie wir es im Hause unserer Eltern gesehen. Aber die zwingende Gewalt der Verhältnisse hat uns die Heilighaltnng des Sabbaths erschwert, ja unmöglich gemacht. Welch unermesslicher Schaden dadurch dem Judentum zagefagt wird, das macht

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