Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1897)
- Date
- 1897-07-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Berliner Yereinsbote. Aentral-Drgan für die jüdischen Vereine Berlins. Erscheint: Jeden Freitag. Mit der Beilage ״Israelit. Familienblatt.“ Postzeitunga-Liste 1012. Bezugspreis: Für Berlin vierteljährlich Mk. 0,75, für auswärts Mk. 1,00. Redaction, Expedition und Annoncen-Annahme: Berlin MO., Elisabethstrasse 59 a. Fernsprech-Anschluss Amt VII, No. 4662. "dU Inserüonapreiz: Die viergespaltene Petitzeile 30 Pfg. Bei Wiederholung Behalt Beilagen nach Uebereinkanft Nummer 29. Berlin, den 16. Juli 1897 in. Jahrgang. Vereinstafel. Adass jeschurun“. J. Rosenthal. Agudath achim in Pankow. Alb. Katz. Ahawas reim.“ Egers. Abawae scholaum.“ Hirschberg. Akad. Verein für das Studium der bebr. Bibel. ״Amicitia.“ Dr. Adler. A. Lubowski. Üerthold Auerbach-Loge. Mor. Meyer. Beth hamidrasch-Gesellschaft. M. Rosenberg. ״Betb Jacob.“ Levinsohn. ״Beth zion.“ Heymannsohn. Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dr. Horwitz. Central-'Verein für die Interessen der jüdischen Gemeinde. Oppenheim. Comitö. Chanukah-Bescheerung. FrauJ.Neumann. ״Dibbuk Chawerim.“ Dr. Emmerich. Deutsche Reichsloge. Alb. Bloch. .,Esra.“ M. Dom. Frauenverein d. Verl. Logen B’ne brith. Frau Singer. Frauenvereinigung des Humanitätsvereins ״Gewul tow“. Frau Marianne Dewitz. Gesellschaft jüd. Handwerker und Künstler zur Unterstützung in Krankheitsfällen. Herrn. Landsberger. Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und Ackerbaues. L. Lesser und J. Frankel. Haspakot Ebionim. Institut für Holz- und Brod- Verteilung. Bernhard Behrens. Hachnassath Kallah. Martin Simon. [witz. Handw.-Ver. ehern. Pankewer Kameraden. Berelio- Humanitäts-Vereinf. Gewerbetreibende. Al. Büchel. Human itäts-Verein Gewul tow. GL Michaelis. Humanitäts-Verein, ״Linath hazedek.“ Lewinsohn. Israelitischer Frauenverein der Oranienburger Vor- Stadt. Lina Koch. Israel. Frauen Verein f.d. LouisenstadL FrauEgers. Israel. Frauen-Untertützungs-Verein. J.Weinberg. Israel. Fortbild.-Verein Montefiore. R. Graden witz. Israel. Heimathaus. Hermann Abraham. Israel. Kindergarten u. Kinderhort. Sanitäts-Rat Dr. Ehrenhaus. Israel. Kinderheim. Frau Dr. Maybaum. Israel. Miete-Hilfs-Verein. D. Struck. Israelitischer Wohltätigkeits-Verein ״Gemilus chassedim.“ Kunz. Israel. Wohlth.-Verein ״Humanitas“. 8. Kunz. Judas Tächter. 1895. Frl. Ranft. Jüd. Frauen und Jungfrauen-Wohlthätigkeits-Verein ״Mathilde.“ Fr. Silber. Jüd. Mädchenstift. Frau Julie Neumann und Herr Dr. Strelitz. Jüd. Lesehalle. Comm.-E. Julius Isaac. Jung Israel. W. Bambus. Jüd. Studienbefärderungs-Verein. Dr. Blumenthal. Lehrlingsheim in Pankow. I.Bodenstein^T.Frankel. Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüd. Gemeinde. R.-A. Dr. Veit Simon. ״Linath hazedek.“ Humanitäts-Verein. Jos. Chaim. Lippmann Tauss-Synagogen-Verein. I. Heilbrunn. Litterarisch-gesellige Vereinigung. Martin Cohn. ״Magine reim.“ Mor. Mannheimer. Machsike thora. M. Stein. ״Mädchen-Haus, Pankow“ Monbijou. B. Wolff. Montefiore-Loge. M. Helft. Schaumere schabbos. L. Becker. Synagogen-Verein ״Moabit“ M Hermann. Synagogen-Verein ״N’weh scholaum.“ J. Levy. Synagog.-Verein ״Obel jizehak.‘ Zucker. Synag.-Verein ״Schochare hatob.“u.״Bne Brith.“ M. Talmud Verein. W. Goldschmidt. [Löwinsohn. Verband ehern. Schüler und Schülerinnen der Selig.- Schule ״Adass jisroel.“ Dr. M. Hildesheimer. Verein Agudas Achim ״Brüderbund“. L. Beck. Verein der Freunde der Taubstummen. Geh. Sanit.-R. Dr. Marcuse. Verein für Arbeitsnachweis. E. RosenstieL Vereinigung jüd. Frauen und Mädchen Juda s Tächter. Frau Behrend. Frl. Tonn. Vereinigung jüdischer Studierender. Roh. Hantke Verein für jüd. Geschichte und Litteratar. Dr. G. Karpeles. Verein für jüd. Krankenpflegerinnen. Louis Sachs Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens Bäckermeister Joseph. Verein z. Förderung der Interessen der Israel. Taubstummen in Deutschland. Oppenheimer. Vorschuss Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde. O. Ratnenau. Wissensch. Vereinig. Israel. Schulmänner Berlin. Dr. Adler. Wölfische״ Ez Chajim“ Gemeinde. S.Margoninsky. Sonntagsgottesdienst Aus dem Leserkreise ist uns nachstehendes Schreiben zugegangen, das wir im Wortlaut wiedergeben. Wir eröffnen damit den ״Meinungsaustausch“ über die in der vorigen Nummer unseres Blattes veröffentlichte Umfrage, betreffend Einführung eines Sonntagsgottesdienstes. Sehr geehrter Herr Redakteur! Im Anschluss an das in der vorigen Nummer Ihrer f»ehrten Zeitschrift mitgeteilte Schriftstück, betreffend die inrichtung einer feierlichen Andacht mit Predigt neben dem Sabbat-Gottesdienste an den Sonntagen in der Synagoge, hat, wie das nicht anders zu erwarten war, in unserer Gemeinde grosses Aufsehen erregt. Ob aber die Urheber jener Idee mit dem Errichten zufrieden sein werden, müsste ich sehr bezweifeln. Wo immer ich in der letzten Zeit Gemeindemitglieder gesprochen habe, fast. in allen Fällen war die Haltung eine ablehnende, fast überall war das Urteil über jene Bestrebungen voll vonEmpörung und Entrüstung. Ich habe auch Antworten auf die erwähnten beiden Fragen gelesen, Lum grossen Teil stz ÄktzMsoh im Ansdruck, dass die Herreu, die die Umfrage erlassen, sie wohl kaum hinter dem Spiegel stecken dürften. Um es gleich grade heraus zu sagen, auch ich kann mich mit jener gewollten Einrichtung nicht befreunden und möchte in Ihrem geschätzten Blatte meine Gründe hierfür darlegen. Was in der genannten Zuschrift gesagt wird über das Schwinden des religiösen Sinnes, die Abnahme der Religiosität, der schlechte Besuch der Gotteshäuser namentlieh durch die Jugend, mag an und für sich richtig sein. Ob aber das vorgeschlagene Mittel helfen wird, scheint mir mehr als fraglich. Die Idee des Sonntaggottesdienstes ist ja keine neue, in der Reformgemeinde ist sie schon seit langen Jahren zur That geworden. Wer aber möchte so vermessen sein .zu behaupten, dass der Gottesdienst am Sonntag in der Johannisstr. ein gut besuchter sei? Wenn nicht Freunde und Neugierige noch ein gutes Kontingent zu der Besucherzahl stellten, könnte man dort mit gutem Gewissen die Bude zumachen. Und wenn in jenem Schriftstück der Meinung Ausdruck gegeben wird, dass in der «rasten Zeit der neu eingerichtete Gottesdienst vielleicht wenig besucht sein würde und erst im Laufe der Zeit ״das in der Brost Weier schlummernde religiöse Ge-