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Berliner Vereinsbote · 1897-06-25 · Heft 26 (25.6.1897) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 26 (25.6.1897)
Date
1897-06-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Mlsner ¥erein$b6fe, jZenfraf-0rgar^ * für die jüdischen Vereine $erlins. Erscheint jeden Freitag. AM- Bezugspreis Xk. 0,75 vierteljährlich, für auswärts 1,00 Xk. Insertionspreis für die viergespaltene Petitzeile 30 Pfg. Redaktion, :Expedition u. Annoncen■ Annahme: Berlin NO., Elisshethstr. 59 a. jp^F“ Fernsprecher Amt 7, No. 4662. "XN& -T C?n ULI; Nummer 26. Berlin, den 25. Juni 1897 Hl- Jahrgang. Zum Quartalswechsel! Mit dem 1. Juli beginnen wir das 111. Quartal des III. Jahrganges. Es wird auch ferner unser Bestreben sein, alle das Judentum, insbesondere die jüdische Gemeinde betreffenden Fragen in rein sacJlliClier Weise zu erörtern und zu einer friedlichen Löstnw derselben beizutragen. Unsere besondere Aufmerksamkelt werden wir nach wie vor den jüdischen Vereinen zuwenden. Der ״Berliner Vereinsbote“ wird auch im neuen Quartal alle unsere Bekennerschatt interessierenden Vorgänge auf dem ganzen Erdenrund möglichst rechtzeitig veröffentlichen. Der Unterhaltung dienen Erzählungen u. 8. w. von Iitterarischem Wert. Wir bitten unsere werten Leser, uns auch im III. Quartal ein wohlwollendes Interesse zu bewahren und nicht nur das Abonnement selbst zu erneuern, sondern auch zur Vergrösserung des Leserkreises nach Kräften beizutragen. Nur wer abonniert, sichert sich die pünktliche und regelmässige Zusendung des ״Berliner Vereinsbote“ Preis pro Quartal incl. Zusendung für Berlin 75 Pfg., für auswärts 1 Mk. Unseren bisherigen Abonnenten werden wir Quittung pro III. Quartal in den nächsten Tagen zu präsen- Deren uns erlauben, und bitten wir höfliehst, diese zu honorieren. Die Expedition des ״Berliner Vereinsbote“, Elisabethstr. 59a. Fernsprecher: Amt VII, No. 4662. Der ״Bericht über die Entwickelung und Wirksamkeit der IL Religionsschule“ von Dr. Apolant istwegen der darin ausgesprochenen pädagogischen Ansichten von grundsätzlicher Bedeutung dem Interesse weiter Kreise begegnet. Das Wissenswerteste des Berichtes wollen wir unsern Lesern im Nachfolgenden mitteilen: .Die Anstalt hat einen erfreulichen Aufschwung genommen und sich durch die Thätigkeit des gesamten Lehrkörpers immermehr das Vertrauen des Publikums erworben. Während sie Oktober 1891 nur mit 80 Schüler in die neuen Bäume (Lindenstrasse £48/49) übersiedelte, hat das 4. Quartal 1896 einen Bestand von 261 ergeben. Mit dieser Aenderung gleichzeitig ist die Bestimmung getroffen und in die Schulordnung aafgenommen worden, nur diejenigen Knaben an den Bar-mizwah-Unterricht teilnehmen zu lassen, die mindestens die Beife für IHa erreicht haben, was vor der Teilung der Klasse nicht ausführbar war. Es kamen allerdings »ööh Fälle vor, dass Kinder selbst der untersten Stufe (Klasse IV) privatim zum Aufsagen der Berechn vorbereitet werden und dann die Anstalt verlassen. Gegen solches Verfahren der Eltern ist die Schule machtlos. Eine durchgreifende Hilfe dürfte sich nur durch Mitwirkung des Rabbinats ermöglichen lassen, wenn dieses mit Ermächtigung des Gemeindevor- Standes den Beschluss fasste, das Einsegnungsgebet nur für diejenigen Kinder zu sprechen, die ihre Reife durch Bescheinigung der Leiter der Gemeindeschulen oder anerkannter Religionslehrer anderer Schulen nachweisen, ev. sich durch eine Prüfung als genügend vorgebildet auszuweisen. Es bleibt den Eltern dann immer noch Vorbehalten, ihren Kindern eine Bar-mizwah-Feier zu bereiten, ohne dass der Rabbiner in die Täuschung versetzt wird, der Knabe habe sich wirklich irgend welches religiöse Wissen angeeignet. Ein erheblicher Fortschritt zeigt sich darin, dass die Zahl frühzeitiger Abmeldungen wesentlich in der Abnahme begriffen ist. Der Fortschritt ist so bedeutend, dass die Annahme begründet zu sein scheint, es habe sich im Publikum das Verlangen nach einem sehnigem Lssen Keligionsunterricht gehoben. Nach mehreren statistischen meist recht interessanten Angaben über den Lehrkörper, das Schülermaterial und die Lehrbücher fährt der Bericht wörtlich fort:

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