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Berliner Vereinsbote · 1897-05-21 · Heft 21 (21.5.1897) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 21 (21.5.1897)
Date
1897-05-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Die Schenkung wurde mit Dank acceptiert, der Vorstand hat bereits für die hochherzige Spende Ihrer Majestät ein Dankschreiben gesandt. Einem Beschluss der Versammlung in der vorigen Sitzung, dem Religionsverein Westen eine Subvention von 4000 Mark zu gewähren, ist der Vorstand nicht beigetreten, da er 3500 Mark für diesen Zweck für genügend hält. Der Verein hat unter Hinweis auf seine sehr gefährdete materielle Lage um eine Unterstützung von 6000 Mark gebeten. Nach kurzer Diskussion besehliesst die Versammlung es bei der Beihülfe in Höhe von 4000 Mk. zu belassen. Eine Vorlage betreffend die Satzungen für das Erziehungshaus in Pankow geht zur Vorbereitung an eine gemischte Deputation, ebenso die Vorlage der Satzungen der Friedhofs- Kommission. In letzterem Falle handelt es sich hauptsächlieh um die Frage der Verwendung der Büchsenspenden auf den Friedhöfen, auf welche die Altersversorgungs-Anstalt Anspruch erhebt, welcher von anderer Seite als nicht zu Recht bestehend bestritten wird. Für Pflasterungen auf dem Friedhofe zu Weissensee werden 11250 Mk. bewilligt, als Beitrag zu den Eiurichtungskosten des Hospitals 11151 Mark, für den Neubau des Kurhospitals in Kolberg 2000 Mk. für Reparaturen an den Gemeindegrund־ stücken 23880 Mk. Bei letzterem Punkte wurden von verschiedenen Seiten die ungenügenden baulichen und hygienischen Einrichtungen des Krankenhauses bemängelt und Abhilfe verlangt. Herr Professor Baginsky stellte hinsichtlieh dieses Punktes einen diesbezüglichen Antrag schon für die allerneueste Zeit in Aussicht. Der bereits vor einigen Wochen veröffentlichte Erlass des Polizeipräsidiums bezw. Kultusministeriums hinsichtlich der Erteilung des jüdischen Religionsunterrichtes gab Herrn Sanitätsrat D1\ Blumenthal unter eingehender Darlegung der obwaltenden Verhältnisse Veranlassung zu einer Interpellation an den Vorstand, was derselbe gethan habe, bzw. zu thun gedenke, um den Intentionen der Behörde nachzukommen. Die Antwort des Vorstandes ging dahin, dass man vorläufig einen ab wartenden Standpunkt einzwiehmeii gedenke, da zunächst die Zahl der in Frage kommenden Kinder festgestellt werden müsse. Die weitere Besprechung und eventuelle Beschlussfassung wurde vertagt, soll jedoch in spätestens vier Wochen zur Erledigung gelangen. Eine längere Diskussion rief eine Petition des Central-Vereius für die Interessen der jüdischen Gemeinde hervor. Im ersten Teile dieses Schriftstücks wird der Bau von drei Synagogen in Berlin N.O., N. und 8.0. erbeten unter Hinweis auf die grosse Anzahl von Zensiten, denen unter den heutigen Verhältnissen der Besuch der Synagogen fast unmöglich gemacht wird. Im zweiten Teil der Petition werden bauliche Veränderungen an der Synagoge in der Kaiserstrasse verlangt mit der Motivierung mangelnder Feuersicherheit, namentlich auf der Frauengalleriis. Seitens der Kommission wird beantragt, unter Anerkennung der Bedürfnisfrage zunächst den Bau einer Synagoge in derjenigen Stadtgegend in Angriff zu nehmen, welche nach anzustellenden Ermittelungen derselben am j meisten bedürftig sind. Bezüglich der Verhältnisse in der Kaiserstrasse wird beantragt, die Sache in Erwägung zu ziehen und alsdann das Weitere zu veranlassen. Von Seiten des Vorstandes wird unter Produzierung eines Sachverständigen-Gutachtens die in der Petition befürchtete Unsicherheit mit Entschiedenheit bestritten. Hinsichtlich des Neubaus von Synagogen wird der Vorstand erst Stellung nehmen, sobald das Resultat der angestellten Ermittelungen vorliegt. Nach längerer Diskussion wird beschlossen, den Vorstand zu ersuchen, unter Zuziehung von Sachverständigen die Synagoge in der Kaiserstrasse sofort zu untersuchen und von dem Resultat der Versammlung alsdann unverzüglich Mitteilung zu machen. Die Weiterberatung bzw. Beschlussfassung über den ersten Teil der Petition wird vertagt. Damit schliesst die öffentliche Sitzung. Hermann Koch (16 Jahre im Hause N. Israel.) Gardinen-Spezialgeschäft Blumenstr. 8 neb. d. Residenztheater. Grösste Auswahl von Gardinen, Stores, TülJbettdecken, Rouleaux und Kongresstoffen in allen Preislagen. Cigarren und Cigaretten, Rauch-, Kauu. Schnupftabake empfiehlt Otto Tuloslnskl, Kursestrasse 18. Vertretei» für den Inserat( nteil dieses Blattes bei hoher Provision eventi. Fixum per sofort gesucht. Meldungen Elisabethstrasse 59a, zwischen 3 und 5 Uhr. Maler-Arbeiten Imitation Eduard Knake Schilder Holz a. Marmor. Kastanien Allee 72. allen Arten. ^geschmackvolle Ausführung, Solide Preise.^ MUSIK Die schneidigste Hochzeits- und Ballmusik stellt Kapellmeister M. Sohmerl, Fehrbellinerstr. 18. I. Preislisten grätig and ffrancoT ist das beste gesündeste Tafel-Getränk zum Trinken fertig, alkoholfrei aus frischen Früchten, jede Flasche sterilisirt. Or. Aägeli's D. 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