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Berliner Vereinsbote · 1897-03-26 · Heft 13 (26.3.1897) · page 5

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 13 (26.3.1897)
Date
1897-03-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Hoffentlich genüge der Hinweis, um das Plakat so bald wie möglich verschwinden zu machen. Aber es könne nicht Wunder nehmen, dass von unteren Organen Missgriffe geschehen, da das Aergernis von oben komme. Redner bespricht nun eingehend die Eingabe des Magistrats, betr. die Anstellung jüdischer Lehrkräfte an den städtischen Gemeindeschulen, an das Cultusministerium und den darauf erfelgten Bescheid des Provinzialschulcollegiums. Letzteres habe in einem merkwürdigen Tone dem Magistrat geantwortet, dass es dem Cultusministerium nicht angezeigt erscheine, dem Magistrat eine besondere Antwort zu erteilen. Das Provinzialsohülcollegium, dessen Dazwischentreten bisher noch niemals versöhnend, wohl aber häufig trennend gewirkt habe, schlage in diesem Schreiben einen Commandoton an, den die städtischen Behörden in ihrem Verkehr mit dem Minister nicht gewohnt waren und der an den uror teutonicus erinnere und an das alte Wort; ״Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.“ Er frag den Magistrat in weleher Weise in dieser Angelegenheit weiter verfahren und darnach gestrebt werden sollte, dass künftig die gesetzlichen Bestimmungen über Gleichberechtigung der Anstellung von Lehrkräften wenigstens an den städtischen Anstalten verwirklicht werden können. Bürgermeister Kürschner: Bezüglich des Placats erwidere er, dass weder dem Magistrat noch der Schuldeputation etwas davon bekannt sei, sonst würde sicher Abhilfe geschaffen worden sein. Er hätte es für wünschenswerter gehalten, dass der Vorredner sofort nach seiner Beobachtung der Vorgesetzten Behörde Mitteilung gemacht hätte. Der Magistrat halte nach wir vor daran fest, zu verhindern, dass weder auf religiösem noch politischem Gebiete die Gegensätze zu scharfe werden und Ausschreitungen sich ereignen, und es werde sofort festgestellt werden, ob das Placat vorbanden sei. In diesem Falle würden geeignete Schritte zur Beseitigung erfolgen. In Bezug auf die Auslassungen des Vorredners in betreff des Antwortschreibens seitens des Provinzialschulcollegiums bringt der Redner das angezogene Rescript zur Verlesung. Was den Ton betreffs, so sei es in der That nicht der, welchen der Magistrat gewohnt sei, und der ihm gegenüber sonst im Verkehr mit Behörden angeschlagen werde. Er meine auch, dass dieser Ton den Magistrat nicht herabsetzen könne und nicht den treffe, an den er gerichtet sei, sondern den, von dem er ausgehe. (Bravo.) Der Anstellung einer jüdischen Lehrerin in Thom hat die Regierung die Bestätigung versagt. Es war von den Stadtverordneten in Uebereinstimmung mit dem Magistrat beschlossen worden, an der Knaben-Mittelschule eine jüdische Lehrerin, welche schon einige Jahre eine Unterklasse vertretungsweise verwaltet, anzustellen. Von einer Anzahl Bürger wurde gegen diesen Beschluss beim Regierangs- Präsidenten Protest erhoben und gebeten, die getroffene Wahl der betreffenden Lehrerin nicht zu bestätigen. Die Regierung ist diesem Wunsche nachgekommen und hat, der ,,Pos. Ztg.“ zufolge, die nachgesuchte Bestätigung ver- FirrriPri-SrhllHpr - Eyrich, Metall-, Holzu. Glas-Buchstaben A XXXüXl kXX^XXXXvlüX Qeiunidstrasse 9. Hoflieterantea-Wappen. lasstellangs-Medaillea. Kautschukstempel. BilligsteBe־ zugsquelle Hrra. Conrad Berlin N., Chausseestrasse 51. Vereine erhalten Ermässigung. Musterbücher frei. כשר כשר Geschlachtetes Federvieh, lebende Fische, Obst, vonserven, Räuoherwaaren und Delie&tessen empfehle zu jeder Zeit den geehrten Herrschaften. Bernhard Süsskind, ^ehönh. 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