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Berliner Vereinsbote · 1897-03-19 · Heft 12 (19.3.1897) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 12 (19.3.1897)
Date
1897-03-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Oberhemden Reparatur Werkstatt,^ Scwnerstr. 40. Bolapriesen 20, Paar Haadprieun 25, Leinen-Einsatz m. Einsetzen 50 Ffg. Neuanfertlg. z. billigrat. Preisen. Abholung: frei. „Das Comite für Chanukk? h - Bescherung“, Vorsitzende Frau Julie Neumann, kann wiederum' auf ein Jahr erfreulichen Erfolges zurückblicken. Den Einnahmen von Mk. 15975,95 (und 977,86 Mk. Bestand) steht eine Ausgabe von 14715,46 Mk. gegenüber. Der Rest soll für Instandsetzung der Schuhe und Stiefel im Laufe des Jahres verwendet werden. Nicht weniger als 525 Familien mit 1026 Kindern erbaten die kleine Unterstützung, die das Comite zu gewähren vermag. Davon durften trotz strengster Nachforschung nur 6 Familien mit 10 Kindern abgewiesen werden. Für die übrigen 1016 Kinder wurden also durchschnittlich je Mk. 14,48 verwendet. In der am Sonntag den 7. März stattgehabten IV. Generalversammlung des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen ZU Berlin gedachte der Vorsitzende des Vereins Herr Alb. Ph. Meyer in warmen Worten der Verdienste des verstorbenen Herrn Geheimen-Sanitätsrat Dr, Kirstein und erstattete den Jahresbericht. Ueber die internen Verhältnisse des Vereins, insbesondere über die Leistungen der Schwestern und Schülerinnen referierte Herr Louis Sachs, indem derselbe ein recht erfreuliches Bild über den guten Fortgang und die Weiterentwickelung des Vereins entwarf. Die ausscheidenden Mitglieder, Herr Rechtsanwalt Dr. Apolant und Herr Stadtverordneter Louis Sachs, sowie die Damen Commerzienrat Julie Gerson Liebermann und Frau Hermine Rathenau wurden einstimmig wiedergewählt, während für den verstorbenen Geheimen-Sanitätsrat Dr. Kirstein und Herrn Sanitätsrat Dr. Blumenthal, welcher wegen Ueberlastung mit anderen Aemtern eine Wiederwahl ablehnte, die Herrenn Stadtverordneter H. Witkowski und Privatdozent Dr. Mendelssohn neu gewählt wurden. Ebenso wurden die bisherigen Kassenrevisoren, die Herren Moritz Menheimer, Hugo Heilmann und Hugo Deutsch wiedergewählt. Der Etat pro 1897 balanziert in Einnahme und Ausgabe mit Mk. 27 000. Aus dem Bericht des Referenten entnehmen wir, dass noch mehrere geeignete Schülerinnen Aufnahme finden können und sind Gesuche um Aufnahme an den Vorstand des Vereins, Auguststr. 17, zu richten. Die „Amicitia“ hielt am Dienstag den 9. März eine Gedächtnisfeier zu Ehren der heimgegangehen Mitglieder ab. In seiner warmherzigen Ansprache forderte Herr Moritz Dom die Anwesenden zu eifriger und kraftvoller Bethätigung jüdischer Bruderliebe auf, die Hauptpflicht des jüdischen Herzens, deren Uebung jeder sich untere ziehen könne. Ein Unterschied bestehe nur in dem Umfange und der Art der Liebeswerke. Und wenn dem Reichtum noch ein Vorzug gebühre, so liege er in der beglückenden Möglichkeit, auch mit materiellen Mitteln dem Elend zu Leibe zu gehen und in dem schönen Bewusstsein, das eine solche That dem G-emüte gewährt. Aber auch die schwache Kraft dürfe dem Kampfe gegen Not und Elend nicht von ferne zusehen. In der Uebung, deren auch sie bedürfen, erstarke der Wille zum Wohlthun und die Fähigkeit zu helfen. Im Anschlüsse an diese Mahnung feierte der Redner die verewigten Herren M. I. Bodenstein, Dorn, Dr. Moritz Lipschütz, J. Neumann, Geh.-Rat Ostreich und Tausk. welche einen Teil ihrer Hilfsthätigkeit zum Gedeihen der Amicitia eingesetzt haben. Die Amicitia hat nämlich die Förderung solcher Arbeiter nnd Handwerker auf ihre Fahne geschrieben, die für den Lebenskampf mit nur kärglichen Waffen ausgerüstet sind, doch sucht sie ihr Ziel nicht nur durch Unterricht und sachliche Ausbildung, sondern auch durch Gewährung von Mitteln zu selbständiger Einrichtung zu erreichen. Vorsitzender der Amicitia ist Herr Landschaftsmaler J. Bodenstein. Die Vereinigung Monbijou hat beschlossen, sich ausser ihrem bisherigen Programm der Wohlthätigkeit, nämlich der Unterstützung armer jüdischer Schulkinder zu widmen. Die grosse Sympathie, deren sieh die Vereinigung in jüdischen Kreisen erfreut, wird sicherlich durch diesen ihren neuen Beschluss allenthalben an Boden gewinnen. Wir lassen hier im Wortlaut den Text des Circulars folgen, 1KD Junge Gänse! “kd 4s» Junge Gänse! v© 4K- Junge Günsel versendet die mr Mast-Anstalt * von Gustav Lewinski, Friedrichsberg, Chaussee 127. Fernsprecher: Amt Friedrichsberg, No. 15. Frei Haus nur an Private. MUSIK Die schneidigste Hochzeits- und Ballmusik stellt Kapellmeister M. Sehmerl, Fehrbellinerstr. 18. I. Schuhe. Stiefel. Jeder mache einen Versuch mit meinen preisgekrönten Schuhwaaren; dieselben sind mit der Hand unter meiner Leitung gearbeitet. — Die Preise sind so billig, dass es Jedem möglich ist, bei mir zu kaufen. Vorzeiger dieser Annonce erhalten 6°|0 Rabatt. E. Herzberg, Schuhm.Mstr., Friedrichstr&sse 250, am Belle-Alli&nceplatz. Historische Beschuhung leihweise. — Maasarbeiten nach eigenem System. 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