Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1897)
- Date
- 1897-03-12
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Bemühungen des Verbandsvorstandes in Ausführung der Bestimmungen des § 96 der Satzungen, sowie der No. 16 des Protokolls, einen Grundfonds für die Kasse zu schaffen, sind bisher von recht erfreulichem Erfolge begleitet gewesen und werden mit gleicher Energie fortgesetzt werden. Eine Anzahl wohlthätiger Glaubensgenossen hat die thatkräftige Mithilfe zur Bildung des Fonds in Aussicht gestellt, insbesondere aber ist durch die hochherzige Zuwendung der Joseph Lachmann’schen Erben, des Herrn Dr. B. Barrach und seiner Gattin, geh. Lachmann, in Berlin, sowie des Fräulein Clara Lachmann in Hamburg, die die Summe von 145000 Mark für diesen Zweck überwiesen haben, eine gesicherte Grundlage für die Kasse geschaffen worden. Wir bitten unsere Genossen und die Freunde unserer Be- Strebungen, nach Kräften für weitere Zuwendungen Sorge zu tragen, damit die Kasse unter möglichst günstigen Bedingungen für die Mitglieder ins Leben treten kann. Nach Eingang der gegenwärtig angestellten; statistischen Erhebungen wird mit den Vorarbeiten für die Einrichtung der Kasse unverzüglich begonnen werden; sobald dieselben abgeschlossen sind, werden denCollegen weitere Mitteilungen zugehen. Weitere Zusendungen werden an die Adresse des Verbandsvorsitzenden, Herrn Dr. Adler, Oranienburger- Strasse 29, erbeten. Aus dem vorliegenden dritten Jahresbericht des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen ist ein erfreulicher Fortschritt in der Entwickelung des Vereins ersichtlich. Wir eiltnehmen dem Berichte folgendes: Unsere Arbeit ist eine leichtere geworden, denn die Erfahrung, die beste Lehrmeisterin, steht uns zur Seite. Wir erkennen mit Freuden an, dass das Verständnis für diesen Beruf in unseren besseren Familien allmählich zu erwachen beginnt? und dass sich nunmehr auch Angehörige solcher Familien und Kreise bei uns zur Aufnahme melden., .,Von der grossen Zahl von 60 Anmeldungen in diesem Berichtsjahr zur Ausbildung als Schwestern konnten nur 12 berücksichtigt werden. Von den im vorjährigen Bericht aufgeführten 11 fertig ausgebildeten Schwestern haben uns im Laufe des Jahres 2 wieder verlassen, und zwar eine Schwester wegen Familien Verhältnisse und eine zweite, welche sich selbstständig zumachen wünscht. Zu den verbliebenen 9 Schwestern traten nach Vollendung ihrer Ausbildung 10 Schwestern hinzu, von denen ebenfalls 1 Schwester Familienverhältnisse halber ausgeschieden ist, so dass wir demnach über 18 Schwestern verfügen konnten. Neben diesen Schwestern gehören dem Verein noch 8 Schülerinnen an, welche in unserem Schwesternheim ebenfalls ihre Heimstätte haben und wie bisher im Krankenhause der jüdischen Gemeinde und später in der königlichen Charite ihre praktische urid theoretische Ausbildung durch die Herren Anstaltsärzte erfahren. Auch für das Jahr 1897 sind bereits mehrere voraussichtlich gute Kräfte angenommen und vorgemerkt und meinen wir, aus diesem Umstande und aus der grossen Nachfrage nach unseren Schwestern, folgern zu können, dass unsere, bei Begründung des Vereins gehegten Er- Wartungen, sich nach allen Richtungen hin voll erfüllt haben. Die Gesuche um unentgeltliche Krankenpflege waren sehr zahlreich. Wir sind bemüht, nach Möglichkeit dringenden Anforderungen zu genügen und hoffen, diesem Zweige unserer Thätigkeit eine immer weitere Ausbreitung widmen zu können. Auch wollen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass wir in der glücklichen Lage sind, durch eine Stiftung des Herrn Stadtrat Weigert nebst Gemahlin, sowie durch anderweitig zur Verfügung gestellte Geldmittel, den durch unsere Schwestern gepflegten armen Kranken bei dringendem Notstand Geld und Pflegemitteln darreichen zu könneu. Zur Erfüllung dieser Pjprrjpn-SphllHpr E Eyrich, Metall-, Holzu. Glas-Buchstaben x 11 AAAUA1 vlilluvl Sehmidstrasse 9. Hoflieferanten-Wappen. Änsstellnngs-Medafflen. Landeshuter Leinen- und Gebild-Weberei F.Y. GRÜNFELD Königlicher, Grossherzoglicher und Fürstlicher Hoflieferant BERLIN W.j Leipzigerstr. 25. Grösste Auswahl ־uierWäscheartikel rar den Hausbedarf; Anfertigung ganzer Ausstattungen. Preislisten mit Abbildungen sowie Kostenanschläge zu Diensten._ Oscar Overholthaus. Lager u.Verkaufssaal WUhelmstr&sse 10. M Fabrik: Wilhelms*:. 124, früher Admiralstrasse. Flügel, Pianos Fabrikpreisen. 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