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Berliner Vereinsbote · 1897-02-26 · Heft 9 (26.2.1897) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 9 (26.2.1897)
Date
1897-02-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Der Schwank ״Das Mädchen vom Lande“ wurde von den Damen Frl. Clara Rosenthal, Lilly und Clara Sklower und Clara Bloch recht flott gespielt. Zur Erhöhung der Feststimmung trugen die humoristischen Vorträge des Herrn Bender vom Apollo-Theater und ein Lied von Frl. Berkitz das meiste bei. Hoffentlich ist der Zweck, nämlich Bereicherung der Witwen-Kasse, auch in befriedigender Weise erreicht. Herr Justin Bloch hat wie immer auch dieses Mal viel Geschick als Fest- Ordner an den Tag gelegt. Die literarisch-gesellige Vereinigung beging am Sonnabend, den 20. Februar in der Theerbusch’schen Ressource die Feier ihres 1. Stiftungsfestes. Da die Vereinigung nicht zu den Vereinen zählt, denen es hauptsächlich darauf ankommt, einen grossen Mitgliederbestand zu erreichen, so war es besonders bemerkenswert zu sehen, wie sich dennoch ca. 200 Personen zum Feste eingefunden hatten. Die unter der bewährten Leitung des Capellmeisters Schmerl concertierende Capelle leitete die Feier mit der Ouvertüre zum ״Kalif von Bagdad“ ein, hierauf folgte der vorzüglich gesprochene Prolog, der in schönen Worten die Ideale und Zwecke des Vereins illustrierte. Der Gesangsvorträge des Frl. Jenny Lilienthal ist an dieser Stelle schon des öfteren lobend Erwähnung gethan worden. Je öfter man den Liedern der begabten Sängerin lauscht, desto mehr muss man sie bewundern. Im Anschluss an diesen Teil des Programms nahm nun der Vorsitzende der Vereinigung, Herr Martin Cohn das Wort, um in begeisterter Rede mit einem Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Menschentums, 1m besonderen des Judentums die Ziele, die sich der Verein gesteckt, zu kennzeichnen. Wir müssen sagen, dass die Ansprache des Herrn Cohn eine Leistung war, die tiefes Verständnis und eifriges Studium der Materie erkennen liess. Der Protector des Vereins, Herr Rabbiner Dr. Höxter war leider behindert, der Feier beizuwohnen und die ihm in Anerkennung seiner für den Verein, der aus Schülern und Schülerinnen der Religionsschule des Vereins ״Beth Zion“ hervorgegangen ist, hervöfragendenThätigkeit gestiftete Adresse entgegenzunehmen. Als letzter Punkt für den 1. Teil standen noch die Ansprachen der Ehrengäste auf dem Programm. Als erster sprach für die Vereinigung Monbijou Herr B. Wolff, hierauf der Redacte ur dieses Blattes Herr E. Flanter, sodann Herr Kessler für den Verein Juda’s Töchter (1895). Fast hätten wir vergessen von einer recht hübschen Leistung des Frl. Glück zu berichtet, die mit ihren hübschen Chansons, welche sie mit Chic vortrug, das Publikum ergötzte. Es begann nun der Ball, der von der Kaffeepause unterbrochen wurde. Mit seinen vorzüglichen deklamatorischen und gesanglichen Vorträgen erzielte Herr Georg Wolff reichen Beifall. Besonders gefiel sein selbst verfasstes Couplet, das die Damen der Vereinigung in ihren Eigenlieiten besang. Die Festpolonaise brachte reizende Ueberraschungen, und so sah man den Festteilnehmern das Vergnügen so recht aus den Augen strahlen. Wenn es heute der Verein zu etwas gebracht hat, so ist es besonders den Herren Martin Cohn und Feiler zu danken, die thatkräffcig für seine guten Bestrebungen wirken und schaffen. Dass es den Mitgliedern für die Zukunft vergönnt sein möge, ihre Ideale verwirklicht zu sehen־, das ist unser Wunsch. j. w. Die Vereinigung Monbijou begeht am 6. März in den Fest- Sälen der Theerbusch’schen Ressource, Oranien bürge rstr. 18, ihr HI. Stiftungsfest. Wie wir hören, verspricht diese Ver- כשר Zn Gesellschaften und Festlichkeiten כשר empfiehlt frei Haus-Lieferung nur an Private die WM" Mast-Anstalt "WW Gustav Lewinski, Friedrichsberg, Chaussee 127. Telephon: Amt Friedrichsberg No. 15. Junge Gänse, Puten, Enten, Bratgänse, Lissaer Nudelg., Stopflebern. 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