Mannheim
Compact Memory

Berliner Vereinsbote · 1897-02-19 · Heft 8 (19.2.1897) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 8 (19.2.1897)
Date
1897-02-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3019627-3019628-3019636--463-3019911
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

OberhemdenReparaturwerkstatt, Alte scMrinumtr. 4». Halspriesen 20, Paar Handpriesen 25, I<einen־Einsatz m. Einsetzen 50 Pfg. Neuanfertig. z. billigest. Preisen. Abholung •frei. Der Israelitische Wohlthätigkeits-Verein ״Humanitas“ hat den Zweck, seine Mitglieder und deren Angehörige nach Massgabe der statutarischen Bestimmungen zu unterstützen: a) In Krankheitsfällen freie Behandlung durch den Vereins- Arzt Dr. Caro, Alte Schönhauserstr. 50, für alle Familienmitglieder, b) freieArzenei, Bandagen,Heilserum etc., c) Geld- Unterstützung in Krankheitsfällen der Mitglieder, d) Mitglieder, welche mindestens ein Jahr dem Verein angehören und für welche der Vereinsarzt eine Badereise zur Her- Stellung der Gesundheit für notwendig erachtet, eine Unter- Stützung bis zur Höhe von 50 Mark während der Dauer der Badereise zu gewähren. Jedes Mitglied zahlt monatlieh nur 1 Mark Beitrag. Der Verein veranstaltet zum Besten der Unterstützungskasse stets 4 grosse Festlichkeit im Jahre. Meldungen sind an den Vorsitzenden Herrn 8. Kunz, Rochstr. 15 zu richten. In der ersten der Montags-Vorlesungen zum Besten des Stipendienfonds der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums am 1. Februar sprach Herr Dr. M. Philippson über ״Wanderungen in Spanien“. Redner entwarf ein anschauliches Bid über Spanien, beschrieb Land und Leute in fesselnder Weise und schloss mit der Bemerkung, dass das einst so blühende Land seit der Vertreibung der Juden an seiner Blüte viel eingebüsst hat und erst dann einen culturellen Aufschwung nehmen wird, wenn es seine Thore den Juden öffnen wird. Die zahlreichen Zuhörer spendeten dem geistreichen Redner reichen Beifall. — Die zweite Montags-Vorlesung fand am 8. Februar statt. Herr R.-A. Dr. Breslauer hielt einen Vortrag über: ״Das deutsche Centralcomite für die russischen Juden.“ Herr Dr. Breslauer gab ein ausführliches Bild von der Thätigkeit des Centralcomites, die als eine recht erspriessliche zu bezeichnen ist. Fast 2y4 Millionen Mark hat die Beförderung der vertriebenen Juden über den Ocean gekostet. Am 4. Februar fand in Dräsels Festsälen die General- Versammlung der Frauenvereinigung des Humanitätsvereins Gewul-Tow unter sehr zahlreicher Beteiligung statt. Nach der Begrüssung der Anwesenden durch die Vorsitzende Frau Marianne Dewitz gab Herr Michaelis den Bericht ab. Die Rendantin Frau Auguste Michaelis erstattete den Kassenbericht. Nachdem die Decharge erteilt war, sprach Herr Rabbiner Dr. Siegfried Grünfeld über ״Zweck und Ziel einer Frauenvereinigung Israels“. In seiner geistvollen Weise erweckte er das Interesse der Hörer und verstand es, dasselbe bis zu Ende des Vortrages rege zu erhalten. Die Anwesenden gaben ihrem Dank, durch Erheben von den Sitzen Ausdruck. Die Vereinigung zählt schon jetzt 510 Mitglieder. Die ״Wissenschaftliche Vereinigung jüdischer Schulmänner ZU Berlin“ hielt am 6. ds. M. ihre Februarsitzung ab. Nachdem die Vorschläge der Darlehns- und der Vergnügungskommission die Billigung der Versammlung gefunden hatte, hielt Herr Lehrer Auerbach einen Vortrag über ״Die Idee der allgemeinen Volksschule, ihre Entwicklung und Beurteilung“. Von dem Begriff ״Schule“ ausgehend, definiert er zunächst den Begriff der Volksschule, dann denjenigen der allgemeinen Volksschule, und kommt zu der Ansicht, dass die allgemeine Volksschule eine solche ist, in welcher, entsprechend den Bestrebungen der Neuzeit auf Begründung der Einheitsschule, alle ohne Unterschied die ersten Elemente der Bildung sich aneignen, um je nach ihrer Befähigung in vorgerückterem Alter sich in das Gelernte zu vertiefen, um zur rechten Durchdringung des Stoffes zu gelangen. Redner erörterte auch die Frage, ob die allgemeine Volksschule konfessionell oder nicht sein sollte. Er zieht die konfessionelle Schule vor, weil nur in ihr die Möglichkeit gegeben sei, die Kinder zu wahrer Religiosität zu erziehen. Aber wenn die Schulen auch nach Konfessionen geschieden seien, bleiben sie doch allgemeine Schulen, wofern sie nur die Bedingung erfüllten, dass sie den Schülern den Bildungs- Inhalt ihrer Zeit vermittelten. Reicher Beifall folgte den eingehenden Ausführungen des Redners. Bei der vorgerückten Zeit musste von einer umfassenden Diskussion Abstand genommen werden, und dies konnte um so leichter geschehen, als über die einzelnen Punkte, die Redner in seinem Vortrage berührte, noch ausführlichere Erörterungen, teils vom Redner selbst, teils von anderen Mitgliedern des Vereins in Aussicht gestellt wurden. כשר Za Gesellschaften and Festlichkeiten כשר empfiehlt frei Haus-Lieferung nur an Private die WM- Mast-Anstalt "WE Gustav Lewinski, Friedrichsberg, Chanssee 127. Telephon: Amt Friedriehsberg No. 15. Junge Gänse, Puten, Enten, Bratgänse, Lissaer Nudelg., Stopflebern, Oderbrüch. Fettgänse, Suppenhühner, Brathähnchen. — Ganz frische Eier. — So eben erschienen: ״Heinrich Heine ein Nationaljude“ _ von Max Jungmann. AM" In allen Buchhandlungen vorrätig. "WE Schuhe. Stiefel. Jeder mache einen Versuch mit meineu preisgekrönten Schuhwaaren; dieselben sind mit der Hand unter meiner Leitung gearbeitet. — Die Preise sind so billig, dass es Jedem möglich ist, bei mir zu kaufen. Vorzeiger dieser Annonce erhalten 6°|״ Rabatt. E. Herzberg, Schuhm.-Mstr., Friedrichstrasse 250, am Belle-Allianceplatz. Neu eröffnet. Neu eröffnet. Pilsener Restaurant Jägerstrasse 18. Loch & Aurich Jägerstrasse 18. Ausschank der Pilsener GenossenscMts-Branerei in Pilsen. Münchener Hackerbräu. Exquisite Küche. — Kleine Preise. DM" Vereinszimmer. UUendorff » Heilig Friedrichstrasse 124, vis a vis der Oranienburgerstr. Cricnhn ßlumon Specialität: Theater-Arrangements, rriscne DlUllltJIl. Saal- und Tafel-Decorationen. AM- ColtUen KtrLrrtze. Vorzeiger dieser Annonee gewähren 5% Rabatt. כשר כשר FeineFleisch-u.Warstwaaren E. Wittenberg, Grenadierstr. 16. Alle Sorten Fleisch- und Wurstwaaren täglich frisch. Beste Qualität. Billigste Preise. XJnter strengster Aufsicht Sr. Ehr- Würden des Herrn Rabbiner Höxter. R. «Taretzki. Koohfrau ans Posen, empfiehlt sich den geehrten Herrschaften zur Vorbereitung für Hochzeiten und Festlichkeiten etc Zugleich empfieltsich als Servieru, Lohnkellner Hermann Bass Grenadierstr. 4a M. GelegeaheMäufe LcS־\,Glbu?־'.: Geschenke. :g Lederer, Bgu.cg“T־ Berlin C., Kurstr37. g J/wV^j “!vwv^ jA/vNAj Jalousig - Fabrik Paal Otto 20, Brunnenstrasse 20. Reparaturen an Sonnen-Jalousien (Gurte od. Ketten) von 8,50 Mk. an, sowie Roll-Jalousien in Eisen und Holz billigst. Instandhaltung ganzer Häuser im Abonnement zu massigen Jahres-Prämien. Fernsprecher Amt M, 8642.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.