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Berliner Vereinsbote · 1897-02-05 · Heft 6 (5.2.1897) · page 9

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 6 (5.2.1897)
Date
1897-02-05
Page
– (sequence 9)
Language
German
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—-JULIUS LOEWBM ייד^, Möbel-FabriK ־־.■ ־׳^— Neben N. Jsr&el. Berlin C. Spandauerstra»». 321 vis-L-vis dem Bathhane. Empfiehlt gute solide gearbeitete Wohnungseinrichtungen im Preise von Mk. 500 bis Mk. 10,000, sowie einzelne Möbelstücke von bester Qualität. — Das mir seit vielen Jahren von meiner geehrten Kundschaft erwiesene Vertrauen bürgt wohl hinreichend für die Solidität meines Geschäftes und bin dadurch in der Lage, Hunderte von Referenzen aufgeben, zu können. Mit Preisanschlägen, Zeichnungen, Stoffmuster etc. stehe jederzeit gern zu Diensten und mache noch besonders darauf aufmerksam, dass Umzüge und neue Arrangements in jedem Stile unter meiner persönlichen Leitung ausgeführt werden. Julius Iaöwenstein, Arrangeur für innere Wohnungseinrichtungen. C. Spandauerstr. 32. Vereinsschau. Zu Gunsten der Bibliothek der ״Vereinigung Monbijou“ findet, von Mitgliedern der Vereinigung veranstaltet, am 13. Februar eine Reunion statt. Die Vorbereitungen hierzu lassen auf einen genussreichen Abend echliessen. Einlasskaiten können nur in beschränkter Zahl ausgegeben werden und sind solche, solange noch vorrätig, bei Herrn Ad. Hoff, Platz vor dem neuen Thor 1a. erhältlich.- Der Jahresbericht des von Herrn Hermann Abraham begründeten israelitischen Heimathauses, Gormannstr. 3 für das Jahr 189b ist soeben erschienen und giebt ein klares Bild von der Wirksamkeit dieses für die werkthätige Bevölkerung Berlins segensreichen Instituts. In der israelitischen Volksküehe sind während des Verwaltungsjahres 1896 an die Besucher ohne Unterschied der Confession verabreicht worden: Mittag: 148584 Portionen, bestehend in 1 Liter Gemüse bzw. Kartoffeln mit Fleischsauce a 10 Pfg; 262276 Portionen, bestehend in 1 Liter Suppe oder in Wurst oder Fleisch a 5 Pfg. Abends: 74816 Portionen, bestehend in 1 Pfund Kartoffeln und Hering, oder 1 Teller Bratkartoffeln mit Wurst a 10 Pfg; 181115 Portionen, bestehend in 1 Liter Suppe oder Kaffee, Thee, Cacao nebst Schrippe oder 1 Wienerwurst a5 Pfg.; zusammen 676791 Portionen und ferner ganz unentgeltlich 53848 Portionen an Arme und Notleidende. Während des fünfjährigen Bestehens der Volksküche vom Jahre 1892 bis. 1896 sind im Ganzen, obwohl der Betrieb 9 Monate lang während des Baues des neuen Heims Gormannstr. 3 im Jahre 1895 ruhte, 2611701 Portionen verabreicht, darunter 2301084 Portionen gegen Entgelt zu verschiedenen, nach dem Gebotenen abgestuften Sätzen von 25 bis herab zu 3 Pfg. die Portion, und ausserdem 310617 Portionen ganz unentgeltlich an Anne und Notleidende. Der tägliche Besuch der Küche belief sieh während des Jahres 1896 im Durchschnitte Miltngs und Abends auf ungelähr 2000 Personen, unter diesen befinden sich etwa 120 Personen, welche unentgeltlieh gespeist wurden. In dem Altenheim, in dem alte jüdische Eheleute und alleinstehende Frauen, die einer eigenen Häuslichkeit entbehren, und in dem Mädchenheim, in denen alleinstehende junge jüdische Mädchen Aufnahme finden, wohnten während des Verwaltungsjahres 168Personen. Die Anstalt hat einfache, aber hell und behaglich eingerichtete Wohnzimmer, einen Speisesaal, ein Gesellschafts־ und ein Musikzimmer und mehrere Badezimmer zu dem Gebrauche der Insassen. Die Pension beträgt alles in allem für alte Leute 37 Mark, für junge Mädchen 32 Mk. monatlich. Gegenwärtig sind für das Heim 47 Zimmer eingei ichtet, 10 für das Altenheim und 37 für das Mädchenheim, ln demselben haben 75 Personen Wohnung genominell. Der Volkskindergarten wurde durchschnittlich von 50 bis 60. der Volkskinderhort von 30 bis 35 Knaben und Mädchen besucht, meist Kinder armer tagsüber ausserhalb des Hauses beschäftigter Eltern Am 15. Februar c. wird der von Frl. Margarete Sachs geleitete jüdische Kindergarten von Gollnowstr. 29 nach Landsbergerstr. 31 verlegt. Wir machen unsere Glaubensgenossen dieses Stadtviertels auf dieses Institut ganz besonders aufmerksam und sind der Ueberzeugung, dass die Kleinen hier gut aufgehoben sind. Die zum Kindergarten gemieteten Räume entsprechen allen hygienischen Anfornerungen der Neuzeit, auch ein grösserer Garten fehlt hier nicht, in dem die Kleinen sich nach Herzenslust unter bewahrter Aufsicht tummeln können. Vermischtes. — Das 25jährige Geschäftsjubiläum der Firma Ad. Guttstadt. Die am 9. Januar statigefundene Feier des 25-jährigen Geschäfts-Jubiläums des Tuchhändlers und ger. Sachverständigen Herrn Ad. Guttstadt gestaltete sich zu einer grossardgen Ovation für den Jubilar. Der im Kreise seiner Familie erschienene Jubilar wurde im Geschäftslokale mit Musik empfangen, worauf der älteste Reisende mit einer Ansprache das Geschenk des Personals, ein prächtig ansgestattetes Album mit kalligraphischer Adresse und einen geschnitzten Lehnstuhl überreichte. Dann übergab Herr Conmont im Namen der befreundeten Tuchfabrikanten die von diesen gewidmeten Geschenke, und zwar einen Silberschrank, Armleuchter und drei Fruchtschalen. Ausser diesem waren noch eine grössere Zahl werthvoller Präsente von verschiedenen dem Jubilar nahestehenden Lieferanten eingegangen, deren Aufzählung hier zu weit führen würde. Von den vielen zur persönlichen Gratulation erschienenen Geschäftsfreunden, Vertretern von Corporationen und Vereinen, seien hier nur Herr Geh. Commerzienrat Goldberger, die Herren Commerzienrat J. Landsberger und Lissauer, die Herren Hermann Landsberger, W. Schimmelpfeng, Bast. Mielitz u. s. w. erwähnt. Zu gleicher Zeit proklamierte der Jubilar die Verlobung seiner dritten Tochter mit dem Kaufmann, Herrn Kallier, und folgten nunmehr von allen Seiten die Gratulationen zu dem schönen Familienfest. Die Feier hielt die Anwesenden bis gegen Abend versammelt und erreichte erst ihren Schluss mit einem von dem Personal in der Privat Wohnung gebrachten Ständchen. — Von den vielen Bockbieren, welche jetzt angepriesen werden, sind es nicht alle, die voll- und ganzwerthig Kennerkreisen vorgesetzt werden können. Da heisst es denn für alle Liebhaber eines guten Tropfens: Prüfet alles und behahet das Beste. Diese Prüfung kann erleichtert werden, indem auf den allbewährten und nnbestri ten zu den besten Berliner Bockbieren zählenden von der Actien-Gesellschaft Moabit her-gestellten ״Klosterbock" hingewiesen wird. Der Versand in Flaschen und in Gebinden hat begonnen, und ist das Nähere aus dem Inserat ersichtlich Briefkasten. 8. I. 502. Anonyme Zuschriften sind wir nicht iu der Lage zu beantworten._ Für die hartbedrängte Lehrerfamilie gingen ein Lipmann, Kaiserstr. Mk. 13,— W. Mk. 8 — Bock. Müllerstr. Mk. 2,— Rosenberg,Heiligegeiststr. 8,— Mk. 21,—, die wir an den Bittsteller sandten. Allen Gebern herzlichen Dank. Insgesammt liefen bis heute ein Mk 72 70 Kalendar ium. ־־V- Februar. Adar I Freitag 5. 3. Sabbat-Anfg. 516. Sonnabend 6. 4. - Ncht5 תרומה Sonntag 7. 5. Montag 8. 6. Dienstag 9. 7. Mittwoch 10. 6. Donnerstag 11. 9 Nothsehrei! Ein israelitischer Lehrer am Lande, der ein kleines Gehalt bezieht und eine Familie mit 14 Kindern zu ernähren hat, bittet Euch, Ihr Edlen und Barmherzigen in Israel, um Unterstützung. Der Winter mit seinem Graus hat seine Gattin und 3 Kinder aufs Krankenlager geworfen. Grosses Eiend ist da vorhanden und schnelle Hilfe am recht«-!! BJatze. — Die Redaction d. Bl. übernimmt und vermittelt die Spenden und werden selbe in d. Bl. ausgewiesen unter Chiffre ״für die hartbedrängte Lehrerfamilie.“!: Carl Sternberg, Schuhmacher-Meister * für Civil und Milltair. * Lothringer-Strasse 25, Eingang Angermünderstr. [ *; Special-Anfertigung für kranke und leidende Füsse. ■*' v Lieferant für Krankenhäuser und Spezialärzte derChirurgie für 'י' jeden Fuss passend. Reparaturwerkstatt im Hause. Abholung •:f und Zustellung kostenlos. :.

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