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Berliner Vereinsbote · 1897-02-05 · Heft 6 (5.2.1897) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 6 (5.2.1897)
Date
1897-02-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Beiblatt zum ״Berliner Vereinsbote.” Nummer 6. Berlin, den 5. Februar 1896. III. Jahrgang. IMPORT-GESELLSCHAFT PALAESTINA G. in. b. H. An1t > 4991 Werderscher JS/larkt 9 Am! 1,499t. im Werder-Hause ViS-ä-Vi8 G6VS011. /! 72 M. 1.60 0,85 1,75 0.90 .. 0,95 0.55 1,20 ״ 0,65 4,50 ״ 2.25 Weine: Esra, SN88, portweinartig.p. Rischon le-Zijon, roth, herb, hochfein, aus Prima Bordeaux-Reben .... Katra, rotli, herb, aus französischen Reben. Sichron Jacob, weiss, wie Haute Sautome. Cognac Jaffa, vom J'. 1892 . Bei Weinen werden 10 Pfg. pro Flasche berechnet, die bei Rückgabe zurück vergütet werden. _ _ Sämmtüche Weine und Cognacs sind כשר עי! פסח Ueber die Weine und Cognacs liegt uns ein הכשר von Rabbiner Naftali Herz Levy in Jaffa vor. Ferner: Kunstvoll geschnitzte Hausgebrauch- und Schmuck-Gegenstände, verfertigt von den jüdischen Handwerkern in Jerusalem, im Preise von 25 Pfg. bis 80 Mb IMPORT-GESELLSCHAFT PALÄSTINA G m. b. H , Werderscher Markt Produkte: Jaffa Apfelsinen. Mixed Pickles, Olivenöl, div.Syrupe und Liqueure, Rohseide und Cocons, Eau de Palestine, Rosenwasser -|£0־Seife etc. etc. Ottomar Anschütz BERLIN W., Leipzigerstrasse 116 (gegenüber dem Reichspostamt) Lager der bewährtesten Apparate, sowie sämmtlicher Utensilien für Photographie und Projection. Ausführung I Aufnahmen von Vergrössernngen. | jeglicher Art. Kunstverlag: Besichtigung des Etablissements ist gern gestattet. — Auskunft und Preisliste stehen 2u Diensten, Umschau. — Das Leichenbegängnis Dr. Eduard Jacobsons fand am Montag, den 1. ds. Mts. auf dem israelitischen Kirchhofe in Weissensee statt. Der beliebte Possendichter, dessen Schwänken und lustigen Einfällen einst ganz Berlin zujubelte, der so recht aus der Fülle des Berliner Lebens und Humors geschöpft hatte, wurde unter Teilnahme zahlreicher Mitglieder der Berliner Schriftsteller- und Theaterweit zur letzten Ruhe bestattet. Da sah man den Nestor der Berliner Komiker, den greisen Helmerding, der einst die Jacobson’schen Figuren so meisterhaft darstellte, ferner Eduard Weiss, Kadelburg, Thomas, Guthery und andere bekannte Bühnenkünstler, während die Schriftstellerwelt durch Johafmes Trojan, Leon Treptow, Freiherrn von Dincklage, Emil Jonas u. A. vertreten war. Der Sarg war reich mit Blumen und Kränzen geschmückt. Der Verein ״Berliner Presse“, die Direktoren Blumenthal, Fritzsehe, Richard Schultz hatten prachtvolle Blumenarrangements und Kränze mit kostbaren Schleifen übersandt. Herr Dr. Lewin, der Prediger der jüdischen Reform gemeinde, hielt eine schlichte, aber ergreifende Grabrede, in der er den Charaktereigenschaften und dem Schaffen des Dahingeschiedenen in vollem Masse gerecht wurde. Dann wurde der Sarg aus der Leichenhalle an die Gruft getragen und nach kurzem Gebet hinabgesenkt. — Zu einer imposanten Trauerfeierlichkeit gestaltete sich das Leichenbegängnis des in San Remo verstorbenen Commerzienrats F. V. Grünfeld, Chef der Landeshuter Leinen- und Gebild-Weberei, nebst seiner ihm kurz darauf in den Tod gefolgten Ehefrau Johanna geh. Schück. Nachdem die Leiche des Herrn Grünfeld aus San Remo in Landes¬ Jalousie- Fabrik Pani Otto 20, Brunnenstrasse 20. Reparaturen an Sonnen-Jalousien (Gurte od. Ketten) von 8,50 Mk. an, sowie Rol!-Jalousien in Eisen und Holz billigst. Instandhaltung ganzer Häuser im Abonnement zu massigen Jahres-Prämien. Fernsprecher Amt III, 8542. hut (Schlesien) eingetroffen war, wurden beide Entschlafenen in die dortige Synagoge übergeführt, woselbst die Trauerfeier abgehalten wurde. Kultusbeamter Cohn aus Landeshut leitete die Feier ein, während Rabbiner Dr. Biram aus Hirschberg die Gedächtnisrede hielt. Im Trauergefolge befanden sich die Behörden von Kreis und Stadt, Magistrat und Stadtverordnete, Schützenkorps und Männer- Turnverein mit umflorten Fahnen und schliesslich das gesamte Personal der Weltfirma, von welchem die unzähligen Palmenwedel und Kränze getragen wurden. Ausserdem geleitete eine schier endlose Reihe Teilnehmende! zu Fuss und zu Wagen die nun im Tode vereinten Gatten zur letzten Ruhestätte nach dem jüdischen Friedhofe in Landeshut. Berlin. (Erteilung der Notariate nach christlicher und jüdischer Religion.) Schon seit längerer Zeit ist gerüchtweise verbreitet, dass im Justizministerium bei der Erteilung der Notariate an Rechtsanwälte ein bestimmtes Zahlenverhältnis beobachtet wird zwischen christlichen und jüdischen Rechtsanwälten. In der Rechtsanwaltschaft wird nach dem ״Berl. Tage bl." ein Circular vorbereitet an den Vorstand der Rechtsanwaltskammer, welches darüber Auskunft verlangt, 0b bereits Schritte gegen diese Unterscheidung gethan seien, welche mit § 50 der Rechtsanwaltsordnung unvereinbar sei. Berlin. Die antisemitischen Vereine deutscher Stände veranstalteten zur Feier des 100jährigen Geburtstags Kaiser Wilhelm I. einen Kommers in der Philharmonie, an dem mehrere Generale, antisemitische Reichstagsabgeordnete, aber nur wenige Dozenten der Universität teilnahmen, was Herrn Prof. Wagner veranlasste, nach einer persönlichen, wie selbst die ״Post“ sich ausdrückt, einen grossen Teil lacasss□□ ןםםבםםםםב, IAAAA1' ivwvsl

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