Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3066 (12.9.1927)
- Date
- 1927-09-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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2eite 4 Wien, Montag .M.risr Mo.ge r^ttung iS. September 1967 Nr. 3066 Rapiv-W. «. 8. 4: 1 (1:1). Zufammrtrbruch der Pra^ormannschaft m der zweiten .Hälfte. Dir Hüueld.'rfer konnten sich die-nnal für ihre letzten M-i .iirverlagen durch dir Praterinannschaft rehabilitieren. Der Stieg k! a p i d s war verdient, der W. A. C. spielte planlos und zer» fuhren und tvar nur in der ersten Hälfte ebenbürtig. Nach Seiie»' irechfel schienen die Praterkente gänzlich abgekämpft, so daß das f» c f f e r c Stehvermögen der Hü tteldorfcr den Ausschlag gab. Diesmal ließ Horvath eine kräftige F o r m- Verbesserung erkennen und erzielte auch zwei T r « sis a i§ Das einzige Goal des W. A. C. war eine schöne Schußlei stuiig Walzh ofcrs. Lucs und Sin i stßik waren /die Erzeuger Per übrigen Tore. Gegen Schluß wurde Madclmayer ausgeschlossen. Schiedsrichter Mieß, 18.000 Zuschauer. / Admira-B. «. 6. 2 : 0 (0 : 0). Es war ein beide r s e i t s ü u ß c r st s ch w a ch e s S p i c l, das da vorgeführt wurde. Die Brigittenauer hatten mehr von der Sache, wurden jedoch von den glücklicheren Admiranern geschlagen, denen zwei Treffer in fünf Mi nuteir gelangen. In der 25. Minute der zweiten Hälfte läßt Köhler nach ennem Schuß Siegls drn Ball fallen, Stoiber sendet ein. kme Minute später kann Schall nach einem Fehler der 6. A. C^-Verteidigung den zweiten Treffer erzielen. Der B. Ä. C. drangt, doch scheitern die Bevühungen an dem Tormann Franzl. Schiedsrichter Kaufmann. Hertha—Rovau 2 1 (0:1). Der Eifer und die AufopferungderHerthn- Spielcr konnten über die technischbessere Slovan triumphieren. Die beiderseitigen Verteidigungen 'schlugen sich sehr gut. In der zweiten Hälfte siel die Deckung Slovans stark zurück. Bei Slovan war der junge Hermann, den Hakoah ziehen ließ, * mit Erfolg als rechter Flüg-elstürmer tätig. Er schoß auch den ersten Treffer. W i t l s ch l glich aus einem Strafstoß aus und in der 40. Minute erringt Z i s a r den Sieg für Hertha. Ostricek erwies sich wieder als glänzender Tormann. 2000 Zuschauer, Schiedsrichter Braun. Si>:;. Du- Slavin öiieb iitui; giänzerwt'-,. Spiel, d.u.' Schiedsrichter S t ep a u o wst y vorzüglich geleitet n?-r mit 2 :1 (1:1) Toren siegreich. Ter beste Mann in: Feld war Pleticha. Bei Sparta versagte der Angriff. Die Tore der Sieger erzielten Szilny und Kratochlvil, aus einem Elfmeter nach einem Hands Perners. Für Sparta störte Puh. Zum Schluß gab es große Demo n ft ratio - nen des Publikums, bei denen auch die Polizei intervenieren mußte. Preßburg schlägt Budapest 4 : 2. Der gestern nusgetrageur Städiekampf zivischeu Preßburg und der Amateur-Auswahlmannschaft von B u d a p e st brachte eine große Ueberraschung, da es den Preßbiivgerit gelang, einen vielbejubelten 4:2 (.3 :0)-Sieg zu erringeil. Bemerkenswert isch daß Preßburg nach Seitenwechsel mit nur 10 Manu spieltx, da ein Spieler verletzt wurde. Füv Preßburg waren Mayer 2 und Cabclka je zzveimal erfolgreich. Für Budapest skortett Eilbc-gen und Kiß. Schiedsrichter Klug Budapest. 5000 Zuschauer. Die Amnteurmeisterfchaft. Die jüdischen Vereine spielten gestcrir mit jvcchsclndem Erfolg. In der ersten Klasse konnte Hasmonäa gegen Viktoria V 2:2 unentschieden abschneiden. Neisnlann und Bock schossen die Treffer. — In der dritten Klasse siegte Alt-Wien über H a k a d u r 3:1 (2:1). Bar K o ch b a verlor gegen Fair 2:4 (1:4). Makkabi schlug Burgtcheater 2:1 (1:0). Die Cricketer Eoutttcu gestern in Brünn einen schönen Erfolg erzielen. Es gelang ihnen, gegen M o r a v s k a Slavra 2:2 (1:2) unentschieden zu spielen. Der Schiedsrichter benachteiligte die Elaste empfindlich. In der ungarischen Meisterschaft gab es gestern folgende Ergebnisse: F. T. E.—Bastya 5:0 (3:0). 16.000 Zuschauer. Hungaria—Ujpest 1:0 (0:0). S ch Iv a ch e s Spiel von Orth und S ch n c i d c r. Torschütze Jenny. Nemzeti—Bocskay 4:1 (2:1). 3. Bezirk—Attila 4:1. (2:1) Kispcsti—Dasas 3:2 (1:1). Sabaria—33er 3:0 (2:2). .. Die Wiener Polizeisporlvereinignng sch! ui gestern Kornea i-a:-! :() (1 jft). Fünfkampf der Schwerathleten. Ter .De. K. B. veranstaltete «gestern auf seinem Sportplaz für seine Mitglieder einen kombinierten Fünflainpf, und :.wa:: gealngtcn folgende Disziplinen zur Ausführung: Beidarmig Stoßeiin, 60-Meterlauf, Kugelstoßen, Weitsprung und Ringe». Die Ergebnisse waren.: Leicht g e w i ch t: l. SA «'«Niger (Hakend 25 Punkte; 2. Pfeiffer (A. C. Siegfried) 221/2 Punkte. — Mittelgewicht: I . Rotzer (1. S. S. (£.) 30 Punbe: 2. Lotker (Cherusker) 20dst Pnnk.e; 3. Weiß (Hakoah) 25^ Pinu'-e — S chwer gew lcht: 1. Hirsch! (Hakcah) 18 Punk-e: 2. Schabt (Admira) 16 Punkte; 3. Ianda (Admira) 15 Hockey. Die Hockeymeisterschaft brachte nachstehende Ergebnesse: Atlround—Hakoah 3:0 3:0). Torschützen: F. Rovy (2), Besicht:. — Oesterreichischer Hockeyklub—Amateure 4:2 (2:0) Torschützen: Kral (2), Wittgenstein, Voigt. — B. f. B.—Wiener Stockball-Kinb 4:0 (2:0). Lichtneckert '(2), Wilüam, Herzt. - W. A. C.—Kritzen'dorf 3:0 (1:0). Tore: Tisch, Winter, Oppenheim. — Freundschaftsspiele: Währing—S. C. Fair 6:0 — W. A. C. Damen—Hakoah Damen 1:1. Die Mannschaft gegen die Tschechoslowakei wurde folgendermaßen ansgestellt: Max (Hakoah); F. Nevt) (W. A. 'C.), Waschnitius (ANround); Halladik (Oe. H. C.), Herzt ,B. s. B-), Kahane (W. A. C.); Winter («W. A. C.), Bildam (V. f. B.), K. Revy (Allround), Kral (Oe. tz. C-), Lehr selb (Hakoah). Er-atz: Taussig (W. A. C-). Die Mannschaft fährt am Samstag gemeinsam mit den Fußballern nach Prag Im Handball spielte gestern die Ha k oa h -Ma ints chafI gegen Mödling 3 : 0 (1:4). Für Hakoah schoß Stein alle -drei Treffer. Mödling 2—Hakoah 2 2:1. In der Damengruppe endete das Freundschaftsspiel Hakoah—Oldham I : 1. Der Leichtathletikländcrkampf SchwebFinnland endete mit dem Siege Schwedens im Ausmaße van 98 :86 Punkten. Bei beit Finnen fehlte N u r m i. Dr. Peltzer gewann bei den Leichtathletikmeisterschaften von Irland zwei Konkurrenzen, näntlich die 800 Aards in l.57 und das Hürdenlaufen über 440 Aard. mim i i.m iwi, gg Slavia—Sparta 2«1 (1:1). Im gestrigen Meisterschaftskamps der beiden Widcrsacher gelang der Slavia ein ebenso überraschender lvie verdienter 8oeben ersLkienen ■»■■■■■■■■■■iBm jui Amman hihuhi njaiaumusj^ Drei neue .. . Abeniener SlBerKncis Holmes! ,, Oie drei Giebel und andere Abenteuer. Von A. Conan Doyle. Bilder von Curt Lange. S' ' M. ♦♦♦♦ Buehhaudlung und mod. Antiquariat R. Löwit» Wien, Rotenturmstr. 22. Telephon 71-4-25. E Post nach Polen befördern Sie am sichersten und schnellsten a l s LuftPost. Ein Brief kostet 6 0 Groschen. Die Luftpost kann bei allen .Postämtern und am Abflugtage bis 7.20 früh beim Hauplpostamte aufgegÄen werden. Bisher 305.000 Briefs befördert. (13. Fortsetzung.) Hein erster rasftag. Ans den Jagenderinnernngen des alten Professors, Von ftinjaiiaftn Segel, „Weißt du.was, ich übertrage dir die Vollmacht. Sag' du ihm 'das alles, aber du übernimmst dann auch die Verantwortung dafür, daß dein Sohn sich gewöhnt, sein Wort nicht zu halten. Was braucht man sich ans einem Ehrenwort zu machen, wenn man einen Neder bricht? Weißt du nicht, was ein Neder ist?" Ganz recht, dachte ich bei mir . . aber die Schnurzen in der Magengegend nahmen immer mehr zu . . . Natürlich mußte ciw großer Junge seinen Neder streng einhalteu, aber wenn der Vater es nun einmal nicht dulden tvill..., das wäre freilich sehr beschämend, auf Befehl des Vaters essen zu müssen; aber dem Vater muß man gchorcherr, unbedingr gehorchen ... Es schmerzt so sehr, da; ganz dicht unter dem Herzen. . . Der Vater ist immer so gut, nie setzt er sich allein zu Tische, immer muß ein Kind mit ihm mitessen, er müßte eigentlich spüren, wie weh es tut. . ., die Gedärme kranrpfen sich einem zusammen im Innern. „Gib dir keine Mühe, liebes Kind, es ist vergebens. Ich will seinen Neder nicht aufheben. Es sind nur noch vier oder fünf Stunden, bis drei ^Sterne am Himmel stehen. Er wird schon aushalten. Wenn ich feinen Neder störe, breche ich seinen Charakter, er wird! ein Schwächling und ein Windbeutel." Meine Mutter war für diese Argicruente nicht zugänglich. „Vier oder fünf Stunden! . . . Um Gotteswlilleir, du hast kein Herz. . . Ich spüre leibhaftig, wie dem Kinde die Seele ausgeht, und du sagst fünf Stunden. . . Na, ich schicke dir gleich die Mutter." . Mir winkte ein Hoffnungsstrahl. Meiner Großmutter wagte der Vater rrie etwas abzuschlagen. . . <Es war sicher, daß er gleich hereinkommt, und mir verbietet, weiter zu sastere. Das wird eine Schande sein. . . Ich werde gezwungen tvcrden, meinen Neder zu brechen, schlimmer noch, cs wird gar kein Neder gcivesen sein, eilt hohlcS Wort, von einem kleinen, leichtsinnigen Jungen gesprochen, das gar keine Geltung hat. . . Ich werde mich natürlich weigern. . . . Ich bin ja scholl erwachsen, im nächsten Jahr bin ich Bar Mizwah . . . Ich werde mich entschieden weigerll. Was mach' ich mir ans Kaffee und Bnttersemmeln und Käsekräpfchen? . . . Einen Nutzer muß man halten; ich bin kein kleines Killd mehr ... „Mein Sohn," hörte ich die energische Stimme dce Großmutter, „ich befehle dir auf der Stelle, hineinzugehen lmd deinem Sohn den Neder mefir*) zu sein." Ho, ho, die Großmutter faßte die Sache gmlz alldcrs an. Ihr ist nicht leickst zu! widersprechen. Eine Weile herrschte Schweigen. Ich wartete mit verhaltenem Atem. Ich spürte nichts mehr voir den Schmerzeil in der Magengegend. „Liebe Mutter, wenn du befiehlst, müß ich gehorchen. Aber das tvird ihm nichts nützen. Sein Neder ist nur dann ungültig, lvenil ich. ihn auf freiem Wissen ailfgebe; aber wenn ich es aus deinen Befehl tue, bleibt der Neder bestehen und er darf nicht essen." I „Das verstehe ich nich«t recht," sagte die Großmutter etwas unsicher. „Wie meinst du das?" „Das ist ganz einfach. Wenn ich seinen Neder nicht ganz freiwillig aufhebe, bleibt er in Kraft bestehen und es ist, als hätte ich kein Wort gesagt. Er darf nach wie vor nicht essen. Wenn er ißt, hat er seinen NÄer gebrochen." „Aber ich« will ja, daß du es freiwillig tust." „Du hast mir ja soeben befohlen, es zu tun. Ich-täte es bloß, um deinem Gebot nicht zu widersprechen. Von allein lväre es mir ja nicht eingefallen. Es hat also keine Geltung. Kies mal im Teutsch-ChuMesch nach" . . . - Mer" wenn mein Vater glaubte, so leichten Kaufes davvngekmnmen zu sein, so hatte er die Rechnnllg ohne Jaga gemacht. (Fortsetzung folgt.-) *) Zu annullieren. Theater Brn'gtheatev: Esther — Die Sprache der Vögel Anfang */,8, Ende V2IO Uhr Akavemietheater: Spiel im Schloß Anfang 7S8 Uhr. Ende vor 10 Uhr Staatsoper: Götterdämmerung Anfang V28. Ende nach 10 Uhr Deutsches DolkStheater: Das Lachkabinett Anfang 8, Ende vor 11 Uhr Bottsoper: Ich Hab' mein Herz in Heidelberg verloren Anfang */,8, Ende nach 10 Uhr Theater a.d. Wien: Die Zirkusprinzessin Anfang *',8. Ende gegen V,ll Uhr Johatm-Strarrtz-Theaterr Die Lady vom Lido Anfang 8. Ende nach V,ll Uhr Stadttheater: Wien lacht wieder Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Reaaiffattee'Vüdne. Dr. Bolbee und sein Gatte Anfang 8. Ende nach 10 Uhr Bheateria der Josesstadtr Peripherie Anfang 7,8. Ende 7,11 Uhr KaWiMsPierer Bitte« wer war zuerst da? " 8lck«s«8, Ende nach 7,11 Uhr Roland-Bühne: Die Wiener Revuette Anfang 8 Uhr, Ende nach 10 Uhr Boulevard-Theater: Halloh! Hier Grünbaum Anfang 7,8, Ende 7.11 Uhr o-rrogramm Heute Montag 11 Uhr: Vormittagsmusik. 16-15 Uhr: Nachmittagskonzert. 18 Uhr: Jugendstunde, Lederstrumpf (15. September 1789 geb. I. F. Cooper), gesprochen von Alfted Neugebauer. 19 Uhr: Flußüberschwemmungen und das vordrtngende Meer, Prof. Dr. Max. Fritz. 19 30 Uhr: Zucht von Kleinpelztieren, Ing. W. E. Selka. 20'05 Uhr: Alte und neue Wiener Volksmusik. Mitwirkende: Nosi Koppler-Schillerwein, L. Godoscev, L. CelakovSky. Quartett SUving. Am Flügel: Karl Severin. Morgen Dienstag 11 Uhr: Vorm ttagSmusik. 1615 Uhr: Nachmittagskonzert. 18-50 Uhr: Spuren der Antike im Alltag. Dr. Gertrud Herzog-Hauser. 19-20 Uhr: Gehörlesekurs (Morsekurs). Ing. Heinrich Halberstadt. 19-30 Uhr: Esperanto für Anfänger. 20 Uhr: Vorlesung Wilhelm Klitsch. 21 Uhr: Schubertiade. Franz Schubert! Sonatine I. D-Dnr, op. 137, für Violine und Klavier (Fritz Sedlak, Violine; Prof. Lafite, Klavier). Franz Schubert: Forellenquintett (Franz Winkler, Violine; Gustav Gruber, Viola; Wilhelm Winkler, Cello; Prof. Otto Stix, Kontrabaß; Prof. Carl Lafite, Klavier). LÜLL..J Klavier-Hirmiii - Elablüsmsnl 1 :: und Leiiiiietal! «> :: i T,tSr EKien.t. Bbz., BäckErstraSB7 NÄHMASCHINEN FAHRRÄDER 1927 br^b^hbH WWW S 20.— PICK monatlich! H IX.. Uoohtenatelnstrafie Nr. 27 IV., Wlednor Hauptstraße Nr. 8 " SSrntU Sport, u. Tourlstanartlksl ■■■■■■■■■■ SamsonsGhuie in HolfenbUttel. Staatlich anerkannte Realschule mit Schülerheim. Kleine Klassen. Rituelle Verpflegung. Das Wintersemester beginnt am SfortisiEtaBSg, den 14.4PBcflta»Si»c;Br Neueste Trikot-Kleäder Jakob Gelles, L Rotgüsse l (Ankerhof-Kunstuhr) Alleinige Anzeigerv-Annahme: Annoncenexpedition Heinrich Schale!. Men. 1. Bezirk. WollzeUe 11. S «» MN nM M 66 Oesinfektions* und 1 H HK Ha Wohnungs- 1 JjiülÄfH Reinigungsanstalt ■ übernimmt alle Arten Wohnungsu. ütirorelnigungen | Wien, IV., Maydrhofgasse 1. 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