Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3063 (9.9.1927)
- Date
- 1927-09-09
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. M68 Men,.Kekdrg WteNckr MvrgenzeitUttg ■■ . •■.‘■'“■T ■■ 1»""i'■ 1 l .1 I..—ii»?.., -m.V'-|T ..- --- Bühne und Kunst. Ae „filmtet" in Lemberg. (Von unserem L-embcrger Korrespondenten.) Die „Wilnoer" mußten mit Beginn der Saison der L-emberger Stadtthoater das „Teatr Nowosci" verlassen und in das kleinere, minder bequeme, ukrainische „Szaszkiewicz-Theater" übevsiedeln. ES ist aber zu hoffen, daß in absehbarer Zeit ein Gebäude ausschließlich für die Zwecke der „Wilnaer" entsprechend adoptiert und somit die Grundbedingung für eine normale Entwicklung und fruchtbringende Arbeit des Theaters geschaffen werden wird, — vorausgesetzt, daß die hiesige jüdische Oeffentlichkeit die dazu nötigen Bemühungen auf sich nimmt. Eine Repr-se der Scholem Alejchcmscheu Komödie „Schtver zu sein ein Jud", hatte vollen Erfolg. Dieses anspruchslose Stück, dessen Inhalt leider wieder aktuell ist ... wurde von den „Wilnaern" munter heruntcrgespielt und fand freundlichste Aufnahme. Der unvergängliche Humor Scholen: Alejchems wirkt . immer wieder. Man lachte viel, man lachte, wie lder Autor — durch Tränen. Ausgezeichnet das Ehepaar Nathan als Dawid Spiro und Frau, sehr verdient Frau O r l e s ka, die Herren Adamen, Weislic, Lumenow, Frenkow. Im ganzen eine ausgeglichene, der guten Tradition der „Wilnaer" vollkommen entsprechende Aufführung. Zum ersten Male wurde auf der Lemberger jüdischen Bühne ein Molierestück herausgebracht, und zwar „George Dandin". Das Bestreben, durch die Bühne den jüdischen Massen die Kenntnis der klassischen Werke der Weltliteratur zu vermitteln, ist ohne jeden Zweifel sehr lobenswert. Was aber bei dieser Aufführung störte, ist zunächst die sehr schlechte Uebersetzung. Ueberdies ließ die Regie eine einheitliche Linie vermissen. Historisch treuer Stil mit moderner Groteske lassen sich schwer vereinigen. Zu verzeichnen sind gute, manche sogar hervorragende Einzelleistungen. Ausgezeichnet Mirjam Orleskä (Angclique) — ein lebender Ausschnit aus einem Watteau-Gemälde,' die Künstlerin war auch in Gebärde und Ton stilgerecht. Ebenso Frau Nadja Karen i (Frau de Sotenville). Herr Weislic (Herr de Sotenville) bemühte sich um die ihm nicht liegende Rolle mit Erfolg. Noch zu nennen H. Kamen (George), Frau Dina Kamen und Herr Nathan (Claudine, Lubin). Unzulänglich H. Wein - ft o ck (Elitandre). Der unverwüstliche Humor des klassischen Komödiendichters löste lebhafte, Heiterkeit aus, besonders die Couplets des Dienerpaares und die Schlußpantomime. Das alte Stück erweist sich als zugkräftig. I. R. Aus den Theatern. Burytheater. Morgen, A8 Uhr, „Paulus unter den Inden". Akad e m hea te r. Morgen, AS Uhr, „Di e Fahrt in s B laue". - Operntheater. Morgen, )^6 Uhr, ,Iosca" (mit Marie Jeritza inder TitÄroll-e). Deutsches Volks t h e a t e r. Morgen Erstaufführung der Groteske „Das Lachkabinett" (,>Le miroir qui fait rire") von MarcÄ Espiau, deutsch von Armin Friedmann. — Sonntag nachmittags, A4 Uhr, „D e r Hexer". Theater a.u Lek Wien. Die Uraufführung der neuen Operette „Die goid'ne Meifier»n" von Edmund EySler mußte wegen Erkrankung der Fmn Betty' Fischer ans Dienstag, den 13. September, verschoben werden. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Raimundtheater. Das Ol-mützer Tschechische Schauspiel bringt morgen Stau. Loms Liebesdrama „Die büßende Magdalena" zur Darstellung. Die Operuwochc. In der nächsten Woche kommen in der Stnatsoper folgende Werke zur Aufführung: Sonntag, den 11. September: „Götterdämmerung", Montag: „Die Boheme", Dienstag: „Turandot", Mittwoch-. „Der> Rostnrkavalier", Don« nerstag: „Falstaff", Freitag: „Don Juan", Samstag: „Das Mädchen aus dc-m goldenen Westen", Sonntag, den 18. September: „Tristan und Isolde". Der Bürgertheater-Fundus unter de,m Hammer. Für heute nachmittags ist im Bürgertheater die exekutive FeWietung der beweglichen Gegenstände, als Emrichduny, Kostüme, Dekorationen usw., bestimmt. Es wird damit der Forderung der vom Sänger Rudolf Salzer von der 'Zentralsparkaffe der Gemeinde Wien übernommenen Forderung per 22.000 Schilling sdattgegeben. Im Sinne der dagegen eingebrachten MderspruchSklage würde die exekutive Feilbietung verschoben werden, rvenn es dem Direktor Fron z des Bürgertheaters gelänge, bis l)eute nachmittags 4000 Schilling Kaution zu erlegen. Die Sachlage verwickelt sich dadurch, daß die Exekution gegen den von Wen abwesenden Mitdirektor des Bürgertheaters, Lischka-Raül, bewilligt ist, nicht gegen Direktor Franz, dessen Wusgleichsvkr-- fahrcn noch nicht beendet ist. Das Volksstück im Raimundtheater. Im Raimundtheater bereitet Ferdinand Exil einen Volkstück-Spielplan vor, der den Begriff ,',Volksstück", losgelöst vom Lokalen und Dialektischen, erweitert. So gehen am Raimundtheater m nächster Zeit unter anderem Hauptmanns ,Aose Bernd", und Tolstois „Nacht der Finsternis" in Szene; ebenso gelangt noch im September Schönherrs Drama „Sonnwendtag" in einer vom' Dichter selbst geschaffenen Neubearbeitung zur Darstellung. Ms erste Urausfühvnngen sind Franz Theodor Csokors Neüdichtung und Vollendung des Büchnerschen „Woyzeck" und Harms Saßmanns Komödie „Feuer in der Stadt" vorgesehen. Auf der Bühne vom elektrischen Strom getötet. Ein bedaueÄicher Unglücksfall ereignete sich in den Pariser Falles Bergeres. Die kaum zrvanzigiährige Künstlerin Gaillard, die in einer Revue ein mit Metallpai'lletten verziertes Kleid trug, berührte eine 200-Bolt-Leiitung und erlitt so schwere Verletzungen, daß -sie nach wenigen Stunden starb. Gerichtssaal. Einleitung des Strafverfahrens gegen Wachleute wegen der Borfölle am IS. 8«li. Wie wir erfahren, lyat die Staats a nwalLschaft auf Grund der Anzeigen des Chefredakteurs des! „Kleinen Blattes", Julius Bräunt ha l, .gegen einige' Wachebeamte, darunter auch gegen dien mit seiner Dienstnumncer berranriten W a ch m a n n N r. 801, die Bor erheb u ngen wegen des Verdachtes verbrecherischer Handlungen eingeleitet.. In einem Falle wird eine Untersuchung tvegen des Berbrechsens des Totschlages geführt. Ueber die Untersuchungen selbst darf nichts versautbart werden. Äsfenlafsen des Aanstorer — ein Küudigungsgrnnd gegen den Hausbesorger. Ter Hausbesitzer Heinrich Zahle ntg ruber hatte seinen Hausbesorger weglen g r v b e r Vernachlässigung seiner Pflichten gekündigt, lveit er wiederholt das (10. Fortsetzung.) Aäs den Jugenderinnerungen des alten Professors, Von Biitfamin Segel s . „Sauermilch? Wo denkt Ihr hin? . . . Am' heutigen Tage? Man muß sich peinigen..." ' „Ganz rocht, aber man darf sich nicht zu Tode peinigen, Ihr könntet, Gott behüte, ernstlich erkranken.... Gott hat nicht viele, die ih ms so dienen, wie Ihr. Wenn Ihr nur zum Himmel cmporbückt, ist das vor Gott lieber, als lv-enn wir gemeinen Leute ziveinral in der Woche fasten." „Hm, aber kalte Sauermilch, das ist ja schon fast ein richtiges Essen; das wäre eine schlvere Sünde. . „Ach, ja, ich lveiß, Ihr mögt keine kalte Sauermilch, es kann ja Kaffee sein, eine oder zwei Tassen, ganz wie es der heilige Zaddik von Tepeszvwka macht." „Nein, nein," protestierte Reb Chajkel matt. „Der Heilige von Depefzowka ist von schwacher Gesundheit, und dann ist er ja eben der Heilige von Tepeszowka; ivie kann ich sündiger Mtensch mich mit ihm vergleichen?" „Darüber habe ich natürlich kein Urteil, aber was' die Schwäche der Gesundheit anbetrifst, so seht Ihr so blaß aus, daß es ein Erbarmen ist. Das Herz tut mir weh, daß Ihr Euch! so peinigen müßt. Wäre ich ein Rabbiner, so würde ich Euch inicht nun erlauben, Kaffee zu trinken, sones Euch direkt befehlen." ... „Weißt du was," ries Großmutter dazwischen, „fragen wir Rabbi.Akiba." Unser Lehrer versah! nämlich im Notfälle die Funktionen eines Rabbiners in der gauzm Umgegend, entschied rituelle Fragen, wirkte sogar als rabbinischer Schiedsrichter bei Prozesse::. Rabbi Akiba fam herein. Der Wiblick des zusammeugeknickten blassen Reb Chajkel jammerte ihn, und da er in allen rituellen Fragen, soweit sie nicht seine eigene Person betrafen, zur größte;: Milde neigte, sagte er: „Ihr dürft getrost Kaffee trinken,'Reb Chajkel, sogar' drei Tassen. Es wird kein Loch im Himmel werden, und wenn eins wird, verstopft Ihr es mit einiger: Portionen vom heiligen Svhar. Trinkt Kaffee, soviel man Euch gibt, unsereiner dar! sich das nicht erlauben, aber ein Chcffsid, wie Ihr, der unter dem Schutz so vieler Zaddikim steht, dem wird man im Himmel solche Keine Sünden schon Nachsehen. Indessen geht in ein anderes Zimmer, wenn Ihr Kaffee trinken wollt; es braucht nicht alle Welt -Euch dabei zu sehen, die Leute könnten sich/ ein böses Beispiel daran rrchmen. Nicht jeder karm wissen/ was einen so frommen Mann zwingt, das Fasten zu brechen." „Na, Rabbi Miba, schwer genug fällt es mir, aber tvenn Ihr mich dazu berget, ein so großer Gelehrter . . . Doch wißt, ich tu's nur, tveil Ihr mich drängt: cs geht auf Eure Verantwortung..." ,-Schon gut, schon gut, ichmehiu'si ans Meine Schultern. Guten-Appetikl" Mutter führte Reb Chajkel in'die Speisekammer neben der Küche, dann brachte sic eine riesige Kanne svischgekochten Kaffees nebst einem Topf Sahne und einer Tasse hinein und stellte das ganze auf,dew weißgehobelten Tisch vor Reb Chajkel hm, der sich aus einem Stuhl nrederlie'ß und eine Miene machte, aks sollte er aufs Schafott geschleppt werden. Jch> sah durch das Guckfensterchen zu, tme Reb Chajkel schlürfend und schnaubend dem kräftigen Trunk alle Ehre antat, und mir lief das. Wasser im Munde zusammen . . . Jetzt nahm Mutter vom kochenden Herd einen großen Topf voll Käsekräpfchen, die soeben gar gelvvrden, schüttete das siedende Wasser fort, tat die Kräpfchen in eine heiße Schüssel, bcheckte sie mit einem Teller, brachte sic in die Speisekammer, stellte sie am anderen Ende des Tisches hin, an dem Reb Chajkel saß, und entfernte sich. „Was guckst du da hinein, Schelm?" sagte sie leise zu mir, als sie wieder in die Küche kam. „Hast du noch nicht gesehen, wie einer Kaffee ttinkt?" Aber sie lächelte dabei schalkhaft und schien gar nicht böse zu sein. Ich rührte mich nüht von der «Äelle. Reb Chajkel hatte unterdeffvn die ganze Kaffeekanne schmatzend bis zur Neige geleert^ dann leckte er sich die Lippen und ttockneto sie mit dem Handrücken. Jcht fing er an, nach dem anderen Tischende hinüberzuschnuppern, wo der appetitliche Dust der heißen Käsekräpfchen aus dem Spalt unter dem Teller aus der Schüsstl hevvott>rang. Reb Chajkel spähte mit ängstlichen ,Augen um sich. Daun erhob er sich langsam und schlich sich an die Schüssel heran. Feh sah, wie et am ganze:: Leibe zitterte, m kämpfte offenbar 8. SepttMer 1927 «Seite Y Houston nach 10 Uhr abends trffets Hpr erst zu später Nachtstunde abgesperrt hMe. Hrmbiurchs'fä den Einbrechern das Handwerk leicht gemacht und das Eigentum der Wohnparteien gesLHrdvt gewese::. Der Gekündigte deftritt, daß das Offenkassen des Haustores eiircn KündigUttgsgrund bilde. In der Zeit des Haustorschlüssels komme es vftbvr, daß DÄhnparteien das Haustor abzusperren vergessen. Ob nun eine Wohn Partei oder der Hausbesorger diese Vergeßlichkeit an den Tag lege, komme im Effekte auf dasselbe hinaus. Sowohl das Bezirksgericht Iosefstadt, jals auch das Aivillandesgericht erklärten die Kündigung für wirk so m. Mer Oberste Gerichtshof tv-ies die I^visvm des Geklagten ab. ' In der Begründitng wird mlsgestchrt, es sei sestgestellt, daß der Beklagte in den letzten Monaten bas Haustor ziemlich oft überhaupt nicht oder ,mr sehr spat nachts zugesperrt habe. Mt Recht ifefett daher die Unterg'richte zu dem Schluß gekonrmen, daß der Beklagte wesentliche Vertragspflichlen gröblich verletzt habe. Das Offenlassen des Haustores >bede,lte eine. Gefährdung der Sicherheit der Person und des Eigentums der .Bewohner, die Abschließung des Haustores gehöre daher zu den tvichtigsten Aufgaben des Hausbesorgers, bei deren Vernachlässigung die Kknrdigung gerechtfertigt . erscheine. Sie Haftung des Ausgleichers. Die Firma Heinrich E. war im Jahre 1925 irr das Ausgleichsverfahren gegangen und bediente sich erneS Herrn Philipp H. als A u s g l e i ch e r s, der auch mit den Gläubigern der Firma ein Arrangemen t traf. Der!AuSglÄchsantrag w::rde gerichtlich genehmigt. Einem der Gläubiger wurde bei Auszahlung der ersten Quote versehentlich ein kleinerer Betrag angewiesen, als ihm zukam. Dieser Gläubiger machte nun von seinem Rechte, bei Dermin- Verlust die volle Forderung wieder anflebeu zu lassen, Gebrauch und belangte die Firma auf Zahlung der vollen Schn ld. Das Gericht sprach ihm dies auch zu. Nunmehr strengte die Firma gegen den Ausgleicher eine Schadenersatzklage auf 600 SchMing an, da sie dr:rch sein Berschen um diesen Betrag geschWigt wurde. Der Beklagtenvettreter Dr. S. Teunenblatt Vertrat den Standpunkt, die Pflicht des Ausgleichers sei es lediglich, mit den einzelnen Gläubigern die Höhe der auszuzahlenden Ausgleichsguote festAusetzen. Es sei aber mirichttg, anzunehmen, daß ein Schuldner, welcher sich eines Ausgleiches bedient, jeder eigenen Tätigkeit enthoben sei und die volle Verantwortung dem .Ausgleicher zuschteben könne. Die Errechnung der Ausgleichsquote, die Feststellung des ursprünglichen Schuldbetrages, die Evidenzführuug der Fälligkeitstermine und die Expedierung der Ausgleichsquoten, soicjn Verpflichtungen des S ch u l d n'e r s. Der Ausgleicher köm:e den Schuldner in dieser Tätigkeit wohl unterstützen, aber für Fehler, die diesem unterlaufen,, nicht verantwortlich gemacht lvevden. OLGR. Dr. Hahn dl war gleichfalls dieser Auffassung und wies dieKlage kostenpflichtig ab. ■■■ mm ■■im ■! ii —— einen schweren Kampf mit seinem Gewissen. Endlich zog er das riesige mit Schnupftabak bekleckste Taschentuch heraus, hob den glühenden Teller ab und griff beherzt in die Schüssel. ,Mutter, Mutter, komm' nur schnell," hauchte ich mit erstictter Stimme. Wir schauten zusammen d:irch das Guckfensterchen und muhten fest zusantmenh alten, um nicht in lautes Lachen auszUbrochür. Reb Chajkel stopfte! sich eilig die heißen.Kräpfchen in den!Mund, verbrannte sich dabei Finger und Lippen, der iveißliche Saft rann über seinen Bart. Als er gesättigt war, deckte er vorsichtig die Schüssel wieder zn, ttlgte die Spuren seines Tuns und schlich leise aus der Kammer. . * Vater kam aus der Mühle, dis feit einigen Stunde» wieder im Gange war. „Na, wie bekommt dir das Fasten, mein Sohn^ sagte er, indem er mir liebevoll die Wangen strich. „Hältst tapfer aus, das freut mich. Mußt frühzeitig erfahren, wie das schmeckt. «Do mancher arme Knabe in der Stadt muß sehr oft den ganzen Tag ohne Essen verbringen, und hat Nicht einmal die Aussicht, am iAhend etwas zu sich zu nehmen." Vaters Stimme :var sehr tveich«; ich schlang meine Arme um seinen Racker: und er küßte mich auf den «Mund. „Geh'- ins Cheder, nimm den Midrasch Echah*) zur Hand, da wird dir das bißchen Hunger schon vergch'n." Er klopfte mir auf die «Schultern und ging in sein Arbeitszimmer. Ich schlug den Midrasch Echah auf, und mir verging in der Tat alsbald der nagende Hunger. Mich> umsing die Atmosphäre des großen Schmerzes und dev ttesen Zerknirschung, die noch Jahrhunderte nach der Zerstörung des Tempels auf iMorijah die Seele des jMschen Volkes, die nimmer vergessen kcu:n, erschütterten, und durch die Ferne der Zeiten wwerhallten. Äe ergreifenden Bilder des Leidens stiegen vor meinem inneren Auge auf; die sinnreiche» Sprüche und der immer wiederkehrende trvstvollq und felsenfeste Glaube an ein« erlösende Zukrmft erfMen mich «iß einer wchmüttg gehobenen Stimmung, versetzten mich in eine andere Welt, weit von allen gemeinen Forderunge:: des LeDeS . *1 Mtdrufttz zu de» Klageliedern AKtzmA». Fortsetzung folgt:).