Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3043 (20.8.1927)
- Date
- 1927-08-20
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wien, Samstag Wiener Morgenzeiturrg 20. August 1927 Nr. 8048 Ist eine paneuropLIsche Mhrnng möglich? -V;it verbreitet ist die Auffassung, daß ein gut Teil aller Wö(u-.::.-,'. Mvierigkeiten und Komplikationen des Geldwesens aus der 7?.u schaffen sei, sofern man nur für eine Mehrzahl von §t-ur,.v '.-‘.m für alle Länder Europas, eine gemeinsame Währung cin.il, e Dieser Gedanke beruht auf einer einseitig „inetallistische.'. Einstellung zum Gelbe, der zufolge Geld in nichts anderem besteht als in Metallstücken Von bestimmtem Gewicht, so daß Vereinheitlichung des DiünzgÄvichtzes für alle Lander Vereinheitlichung der Währung bedeuten dvnrde. Diesem populären Jrrtun: tritt der prominente Stockholmer VollÄvit-tschafter Prof. Cassel in einem beachtenAverton Aufsatz im i„W:rtschaftMenst" entgvgnr. Er weist darauf hin, daß Geld nicht lediglich in Metallstücken von bestimmtem Gewicht besteht, vielnichr eilte abstrakte Rechnungseinheit ist, in der alle Werte ansgedvückt werden. Die Kaufkraft dieser Einheit ist abhängig von einer bestimmten Bsgrenzuug der Versorgung mit Zahltuigsmitteln, die als Repräserrlauten dieser Einheit anerkannt sind Hub die iin der .tzaupt-- sache in Banknoten besteht und in Bankdepositen, auf die Schecks gezogen werde,: können. Die Gesamtheit dieser Bauitzahlungc-mitt-l must -dauernd so beschränkt -sein, daß jene Knappheit an Zahlungsmitteln herrscht, die erforderlich ist, nm der Währungseinheit eine 'bestimmte Kaufkraft und damit ein bestimmtes Verhältnis zun: Golde zu geben. Ein komplizierter und vollkommen arbeitender Mechanismus unter lclauernder Uebcvwachung durch eine Zentralstelle dient diesem Zwecke. Die Verivaltung ist die wichtigste Seite der ganzen Währungsfrage. Die Vorbedingung für die Durchführung einer solchen Verwaltung ist naturgemäß, daß daS Land eine politische Einheit mit einheitlicher Gesetzgebung bildet unb daß das gesamte monetäre System in die Hand einer ZentvaKnstanz gegeben wird, wie sie beispielsweise die Bank von England darstellt, die die Kontrolle über die Ausgabe von gesetzlichen Zahlungsmitteln besitzt. Eine geordnete Geldverfassung ist also ihrem Wesen rmch eine staatliche Errungenschaft und es ist daher vergeblich, zu hoffen, daß die verschiedenen Nationen zu einer Vereinheitlichung der Geldverfassung gelange,: werden, solare sie in anderen Beziehungen unabhängig bleiben. Die verschwommene Jdeeiner cinhintlichen intevnationalen Währung bildete auch die Grundlage der in den Sechzigeruuid Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts ge-. schaffenen lateinischen und skandinavischen Mmnzunijon, die beide den Belastungen durch die monetären Um,valzungen der Kriegtzeit und der Nachkriegszeit nicht standzuhalten vermochten. Die Schöpfung einer panenropaischen Währung äst aus den angeführte,: Gründen ein Wunsch, dessen Erfüllung bis zur Verwirklichung eines Panenropaischen Staates verschoben werden muß. Es wäre vergeblich, nach den reifen Früchten zu verlangen, wo wir nicht Hnmal der: Baum gepflanzt haben. Amerikanische «ns- und Siufuhr. Aus Ncwyork wird gemeldet: Im Juli betrug der Ausfuhrüberschuß der Vereinigten Staaten 16 Millionen Dollar gegen 31 Millionen Dollar im Juli 1926, ist also auf die Hälfte zurückgegarigen. Die Ausfuhr hatte eine Höhe von 343 Millionen Dollar gegen 339 Millionen im Juni und 369 im Juli 1926. Hiebon betrug die Goldausfuhr 1803 Millionen Dollar (Juni 18.410) gegen 5069 im Vorjahr und die Silberausfuhr 6614 Millionen Dollar (Juni 6444) gegen 7929 im Vorjahr. Der Wert der Einfuhr belief sich auf 327 Millionen Dollar gegen 339 im Juni und 338 im Juli des Vorjahres. Hievon stellte sich die Einfuhr von Gold auf 10.378 Millionen Dollar (Juni 14.611) gegen 10.820 im Juli 1926 und die Einfuhr von Silber auf 4231 Millionen Dollar (Juni 4790) gegen 5949 im gleichen Monat des Vorjahres. Der englsiche Stahlmarkt. Der BergarMt^rstrekk hlatte die englische Stahlproduktion fast bis zur Einstellung gebracht. Sie war von 119 Prozent bis auf IO Prozent der Borkriegsproduktion gesunken. Zur Versorgung dies Marktes wurden gewaltige In,Porte durchhieführt. Der Export ging natürlich zurück. Trotzdem sank der Inlands- Verbrauch von Stahl, der iin ersten Quartal 1026 noch 610.000 Tonnen monatlich betragen hatte (ein Viertel mehr als vdr dem Krieg), im Somwer auf 200.000 Tonnen oder 40 Prozent des Votkriegsvkrbrauches, hob sich im vierten Quartal erst auf 370.000, stieg aber dann ungeheuer. Er betrug im ersten Quartal 1927 rund 1 Million Tonnen, das Doppelte des VorkriegSbkrbrauches. In den letzten Monaten flaut aber die Nachstreikskonjunktur stark ab. Der Juniverbrauch ist nur nrehr 700.000, immer noch 40 Prozent mehr als vor dem Krieg. Mit dem Abflauen der Vervrauchswelle und der Wiederherstellung der heimischen Produktion gehen die Importe, ,velche Heuer im ersten Quartal ihr Maximum mit 420.000 Tonnen (im Vorjahr normal 210.000) monatlich erreicht hatten, von Monat zu Monat zurück, bis Juni auf 280.000 Tonnen. @te stehen also noch immer Wer Normale. Gleichzeitig hebt sich der Export, der von 350.000 Tonnen im ersten Quartal 1926 bis auf 170.000 Tonnen monatlich int vierten Quartal gesunken war, wieder beträchtlich. Er hat im ersten Quartal schon 260.000 Tonnen erreicht, im zweiten Quartal 350.000. Seitdem ist die englische Stahlbilanz, die mengenmäßig im Außenhandel durch ein volles Jahr passiv ivar, wieder aktiv. Tschecheslvwattsche Dividenden. Aus Prag wird telegraphiert: Die Generalversammlung der Prager Girobank hat beschlossen, vom Reingewinn in der Höhje von 761.257 Kronen eine Dividende von 8 Prozent, das sind 40 Kronen pro Aktie, zur Vetteilung zu bringen. Die GenevalVerfammilnng der Vereinigten Prager Baumaterialien A. G. hat beschlossen, eine Dividende von 10 Kronen pro Aktie zur Auszahlung zu bringen. Sie 8r«te in Fugosiawien. Aus Belgrad wird gemeldet: Landwirtschaftsminister Dr. S t a n k o v i c hat der Presie eine Mitteilung über das Ergebnis der amtlichen Erhebungen betteffend die diesjährige Ernte auf dem gesamten Gebiet Jugoslawiens mit Ausnahme des Bezirkes Skoplje und eines Teiles des Banates zukommen lassen. Danach beträgt die Ernte an Weizen 16,840.000 Meterzentner, an Gerste 3,162.000, anRoggen 1,500.000, an Hafer 3,032.000 Meterzentner. Im ganzen ist ein Ueberschuß von zwei Millionen Meterzentnern zu verzeichnen, die mit den Rückständen aus der letzten Ernte einen bedeutenden Ausfuhrvorrat darstellen. Betreffend die Ernte cm Mais, Pflaumen und Heu werden die endgültigen Ergebnisse erste Ende September bekannt sein. Jedenfalls wird der Ertrag in diesen drei Produkten mercklich geringer sein als im letzten Jahre. Am Schlüsse des Berichtes hebt der Minister hervor, daß die Ergebnisse der Untersuchung durchaus nicht ein Verbot der Ausfuhr oder die Aufhebung des gegenävättigen Einfuhrtarifes für Zerealien recht- Starte Besserung der.polnischen Han-elÄbilanz. Aus Warschau wird uns telegraphiert: Die polnische Handelsüver dem Vormonat vermindert, und zwar ausschließlich dsurch Einschränkung der Einfuhr. Besonders .der Import an Getreide und Spinnrohstosfen ist zurückgegangen, während der Maschinenimport erheblich stieg. Die Arissuhr ist ungesähir gleich geblieben, hat sich aber für i Zucker, Fleisch und Zink erheblich vermindert, während I sie für Holz, Kohle, Baumwollwaren und Butter stark \ gestiegen ist. WoNProduktwn :n AineriDr. Das amerikanische LandloStLschastsdepartement schätzt den Ettrag der diesjährigen Wollschur auf 272.453.OOV Pfund oder 11,477.000 Pfund mehr als 1926. Das laufende Jahr ist das beste seit 1911. E Post nach Polen befördern Sie am sichersten und schnellsten als Luftpost. Ein Brief kostet 60 Groschen. Die Luftpost kann bei allen Postämtern und am Abflugtage bis 7.20 früh beim Haupipostamte aufgegeben werden. Bisher 305.000 Briefe befördert. fettigen würden. (30. Fortsetzung) Copyright by Dr. Mii Prlgec, B. LOwit Verlag, Wien. AFIERIK4 Ein Roman von Sdtalom Asm. Tenn es war eine'jener Sommernächte in Newhork, Wo die Luft wahrhaftig zu sieden scheint. Die Menschen fallen ohnmächtig zusammen, die Meder werden schlaff und welch, lösen sich förmlich auf, so daß die 'Menschen die Kraft und Fähigkeit verlieren, sich ihrerr zu bedienein. Eme jener Sommernächte, wo man Angst bekommen kann, daß Newyork am Morgen nicht mehr auswacht, wo die Natur zu vergessen scheint, daß die Manhattan-Insel schon kultiviert ist, und einen solchen wild-tropischen Sommer losläßt, als ob hier immer noch nackte Jndianerstämme haufljen und Blisselherden zwischen den UrtvaMäumen lagerten. Sett drei Wochen, fett dem Beginn der großen Hitze, war Jossele krank. Niemand bemerkte zuerst, wie er sich zwischen den anderen gleich einem Schatten bewegte, zumal er zu keinem ein Wott über das sprach, was ihn bedrückte. In seinem Herzen brannte eine tiefe Sehnsucht nach dem cklten Hchmr, Mach dem alten Leben, nach der jüdischen Att, und alles wurde ihm hier unleidlich fremd. Der einzige Mensch, dem er sich noch näher fühlte, war Miß Jfckbel. «Die war so gut zu ihm, und doch — sie war st» Kanz anders als er. Sv schlich er herum, ein Fremder chrtrr/.jden .Seinen, aß fti&ß, hielt sich in den Winkeln ver- , steckt. Sein Körper schrumpfte förmlich Msmnmen. Er war nie ein kräftiges Kind gewesen. Die beiden, die er in seimm kleinen Leben hatte erttagen müssen, hatten sein Körperchen schon tüchttg ausgesogen, rmd als Nun die große i Hitze anrückte, an die er nicht gewöhnt war, fiel er ihr gleich als erstes Beutestück zum Opfer. Er hatte hohes Freri ber. Die Aerzte verschrieben ihm Arzneien, aber er nalM sie nicht, nahm überhaupt nichts zu sich, sondern lag teilnahmslos da, als ob er in eine ganz andere Welt gezogen wäre. Bon Zeit zu Zeit besuchte ihn Miß Isabel, aber er entfremdete sich auch ihr. Melancholisch schweigend lag er da, mit furchtbar abgemagertem Gesichte und hervovsteheuden Augen — den Kopf auf das Kissen zurückg-ewvrfen, als ob er sagen wollte: Ich habe nichts außer meinem sündigen Körperchen. — Da habt ihr es, nehmt es hin! Im Zimmer wurde es so unerträglich, daß man beschloß, Jossele auf die Straße zu nehmen. Die Mutter hob ihn, dessen Körper so eingeschrumpft war, daß es schien, als sei er wieder ein kleines Kind geworden, in ihre Arme 1 und trug ihn ckussdre Straße hinaus. ‘; Miß Isabel veväbfchjiedeke sich von den/ Ettern und ging aujch auf Jossele zu, um von ihm Abschied zu nehmen; aber er war in einer anderen Wett und sah niemand. Draußen war es aber nicht besser als in: Zimmer. Bor den Türen der Häuser lagen ganze Familien förmlich kluimpenwerse, träge und ohne Bewegung. Kinder wälztcn sich auf dein Bürgersteig herum, viele schliefen ans den: Master, manche fielen vor Müdigkeit um, und die Mütter reichten ihnen kleine schmutzige Eisstücke. (Schluß folgt.) Konkurse und Ausgleiche. Der Konkurs wurde eröffnet über die Firma „Felicitas", Brill, Frankl & Co., 13. Bez., Mitis» gasst 16—20. Ausgle'che: Therese Böhm, Handelsfrau in Jnzersdorf; Viktor Zucker, Kaufmann, 8. Bez., Skodagasse 1; Anna Kopetzky, Altpapierhändlerm, 5. Bez., Mmmergasse 11; Leo Klinger, Ratenhändler. 20. Bez., Kluckygnsse 5; Edmund Kohn, Kaufmann, 20. Bez., Jägerstraß« 26; Elias Goldberger, Raten- Händler, 2. Bez„ Castellezgasse 10; Johann Korzinek, Gebläsübananstalt, 12. Bez., SchalleWsse 11. Feilbietungen. Bezirksgericht Favoriten, 21. September, 9 Uhr vormittags: Haus in der Buchengasse 142, Schätzwert 12.620 S., geringstes Gebot 6310 S. Zwangsweise versteigert werden am 22. August, nachmittags 3 Uhr, 6. Bez., Mavirchllserstraße 49, Bureau-, Geschäftseinrichtung. 1 Schreibmaschine, 2 Hutpressen, divers Nähmaschinen; nachmittags 3 Uhr, 1. Bez., Rathausplah 9, und um 4 Uhr nnchm'ttags, 20. Bez., Traisengasse, Be’.' FWina Caro & Jellinek, Kasst, Bureaueinrichtnng, Teppiche, Luster, Schreibmaschinen, 1 Steyrer-Anto, Motor. 6 Autos. Men« Börse. Behauptet nach schivachem Beginn. Der Wochenschluß stand unter dem ungünstigen Eindruck der Mitteilungen über den ungarischen Mowllarbeitorftreik. Die Kursvcrändorungen waren gering und schließlich wunde das Geschäft ruhiger, doch blieb die Spekulation guvückhalteud. Auf Gerüchte von einer Besserung der Lage im ungarischen Streik befestigten sich mittags Rima und Salgo. Das Interesse hielt bis zum Schlüsse an. Vor: den S chrankenwerttzn verloren: Lieft n^er, 'Apollo und Kraii^r Eise»: je 2, Pester Kvmmerzialbank gatben —.59, Heinrichstaler —.76, Stickstoff 1 und Hutter 1.25 Schilling ab. Höher gingen: Brosche nm 6.50, Hirienbr-rgec um 5.59 Schilling. Siag gewannen 3, Leipnik-Lundenburger 5, Dynamit 4, Neusiedler und Brüxer Kohlen je 2 Schilling. Ringhofsec hobm sich um 4, Tarbouches um 1, Scheidemandel um 10.50, Königshofer mn 22 und Bninncc Maschinenfabrik nm 1.20 Schilling. Schönpricfener senkten sich um 2.50, Ungarische Zucker um 3, Jungbunzlauer um 6, Wienerberger mn 3 und Email um: 1.50 Schilling. Aus dem A n l a g e m a r k t Notierten Rudolssbahrr-Pricritäten 10.15, Elisabethbahn, Emission I, 18, Oestc.rcichische Eisenbahnanleihe 6, Wiener Verkehrsanleihe 2.06, Wiener AnLeiihic, Emission 1918, —.32 Schilling. Die Rentenkurse haben sich Lei belanglosen Abschlüsse:: zumeist befestigt. Aprilrmte gewannn 2, Mairen'e 1 Groschen. Kassakursc: Hypothekenbank 0.80, Länderbank 19.50, Mcrkurbank 5.70, Bankverein 30.85, Bo-denkradit 126.40, Kommerzialban? 168, Kreditanstalt 66.25, Ungar, allg. Kreditbank 119.50, AngloqUustria 5.80, Nationalbank 231, Ungar.-Jtal. Baick 76, Ferdinand-Nordbahn 1135, Gmmß-Aktien 610, Allgem. Baugesellschaft 24.60, Spiritusindustrie 272, Stern u. Hafferl 15.60, A. E. G. 43.70, Gasindustrie 61.50, Owcag 22, Siemens 27, Stcweag 29, Salgo 107.50, Steir. Magnesit 68.25, Simmering: 14.80, Skoda 198.60, Maschinenfabrik Heid 6, Hirtenberg 176, Hofherr-Schrantz 11.80, Hofherr ung. 24.50, Kabelfabrik Draht 26.60, Rimamurany 163.10, Steyr 30.75, Styria 15.25, Waagner 6.80, Leykam 12.05, Vernay 11, Gal^ia 99, Fanto 8.80, Galiz. Karpathen 30.50, Awiestem 6, Semperit 16.9^ Handels ,A.-G. 13.75, ,Uitg. Urprodukt 100.50. Wiener Vrchmiättte. PferdiemarPt. Austrieb: Gebrauchspferde 97, Schlächterpferde 140, aus dem Schlachthaus 18. Es notierten: Kutschpferde 500—1100, feicI-Ao Zugpferde 250—1100, schwere Zugpferde 500-1400 pro Stück. Schlächterpferde, Prima (Fohlen) 0.80—1, Sekunda 0.60—0.75, Bankvieh 01-0—0.60, Wurstvich 0.30—0.45 pro Kilo Lebendgewicht. Lebhaft. Gebrailchspferde mn 50 bis 100 Schilling billiger. Wiener Wtrenbörse. Die gestrige Börse zeigte nur für einzelne K 0 l 0 nia>lwaren bei rückgäng'gen Preisen Interesse. Von Gewürzen lvar Kümmel zufolge größeren Ausgebotes um S. Q per 100 Kilogramm billiger zu S. 170 erhäMch. In Erwartung der günstigen Ernteberichte in Reis haben sich die Preise der meisten Sorten ermäßigt und notierte Burma n, Original-Ware, fh 15/6 (— 0/3), Burma Bruchreis, A/1, fh WVA (— 0/134), ital-eusscher Glace, 6 a, Lire 148 (— 2). Kaffee ist preishaitend Mi schwachem Geschäft, im Ausland ist vermindertes Kauifintereffe festzustellon. Auch die Lage des Zuckermarktes ist weiter schwach, speziell >das Ausgebot in Würfel sehr groß, weshalb tschechoslowakische Würfel 2)4 Tschechenkrcmen per 100 Kilogramm verloren. Es notierte prompter Würfelzucker 276.—, September-Lieserung 277.60, prompte Kristalle 255, Termiuware 257.50 ab Grenze Lundenburg, uWerzollt und unversteuert, Wiener Lagerlristalle S. 90, ^LagerwürfÄ S. 95.50 (— 0.50) per ICO Klogramm. Bon Südfrüchten wurden Bari man de ln zu S. 635 (+ 5) aus dem Markt genommen. Chemikalien sowie Oele blieben gefchaiftslos, S ch w eiu e se i t e behaupteten ihren bisherigen Pre'sstand. Textilwaren und Leder blieben unverändert. Bon Roh hä ulen vevteuerteu sich Kalbfelle auf S. 3.80 bis S. 3.86 (4- 0.05), Rindshäute auf S. 2.10 (-p 0.05), Roßhäute auf S. 28.50 bis S. 29 {+ 0.50), Z'cgeufelle auf S. 6.50 (+ 0.50), Wlilier-Mohifelle auf S. 3.50 (4- 0.50). Dienstag, den 23. August, 11 Uhr vormittags, gelaugeu gem. Avt. 311 H. G. B. zum öffentlichen Verkauf: Zirka 13.232 diverse neue Bücher, Literatur, Kunst.uriü Wsseuschast; Natur, Jugendschriften, Lexika, sowie zirka 22.400 diverse Bücher in russischLr Sprache ab Lager Wien, Vadium S. 3000.—. Wiener Börse für landwirtschnftliche Prodittte. Die Kaufftimmung ist im allgemeiner: ruhig und zurjrckhal-- tend. Es liegen verlnehrte Offerte in russischem und amerikanischem Korn vor, trohdenr wurde das österrsüchische Korn nicht rrngünstig beurteilt. Marchslelder fand Aufnahme zu 39 Schilling ab Wien. Mais notiert einen T<schechenheller niedriger. Auaustverschifsuilg fand Aufnahme zu 1.34 Ke. Hafer liegt fest. Böchnischer erzielte 1.28 ab Schattau, pro September—.OMover. Die amtlichen Notierungen für Roggen wurden um 25, für Meie um 50 Groschen, für Rvggenmehl um 1 Schilling erhöht. Es notierten für 100 Kilo in Schilling: Weizen, inländ. 30—40.50, ung. Theiß 43.60—44, Roggen, Marchfelder 38.50-39, Wiener Boden 38.25-38.Vj, Pester Boden 38.75-39, Mais, rum. 28-29.50, vütg. 28.i*j-29.50, Hafer, ml. 30-30.50, Gerste 38-43. Budapester Getreweiermtumarkt. Die willige Haltung der amerikanischen Börsen bervirkte in Budapest eine leichtze Berflauung. Werzen pro Oktober 31.38, pro. März 33.79, Roggen pro Oktober 28.40, pro März 29.54.