Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3037 (13.8.1927)
- Date
- 1927-08-13
- Page
- Seite 6 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 Wien, Gamstag Wiener Morgenzeitung 13. Mgust 1937 Nr. 3037 VOIKSWIRTSCHAiT Sie SkSndung der Girozentrale. Wie wir erfahren, findet an: kommenden Dienstag die entscheidende Beratung über die Gründung der deutschösterreichischen genossenschaftlichen Girozentrale statt. Das Aktienkapital des neuen Instituts, Las alle gewerblichen und landwirtschaftlichen, nicht aber Konsumgenossenschaften umfassen soll, wird 6 Millionen Schilling betragen. Davon werden Zwei Millionen von einem unter Führung der österreichischen Bodenkreditanstalt stehenden Konsortiums übernommen. Der größere Teil des Aktienkapitals, nämlich 3 Millionen Schilling, wird von den deutschen genossenschaftlichen Spitzenorganisationen unter Fachrung der Preußen lasse eingezahlt werden. Bei dem neuen österreichischen Institut, das hailptsächlich die Funktionell eines Kontroll- und Ausgleichsorganes erfüllen soll, haben kapitalsmähig die deutschen Aktionäre die Majorität. Auch in den Verwaltungsrat werden die maßgebenden Persönlichkeiten der deutschen Gruppe eintreten, doch soll hier der österreichische Einfluß vorherrschend Vkeiben. --> Sie Jude» in der deutschen Haute-Finame. Die ,^Serjndung" ein Märchen. In der soeben erschienenen Nr. 3 der vom Philo-Derlag in Berlin herausgegebenen Zweimonatschrift »Der Morgen", stellt Hans Priester Betrachtungen, über die Teilnahme der deutschen Juden am Geldmarkt an und kommt zu dem Resultat, Latz man bei den maßgebenden Instituten von einem jüdischen Einfluß nicht sprechen kann. Die Aktienbanken werden von den Aktionären beherrscht; Hauptaktionäre sind Industrie und Handel. Geht man nach btt Zugehörigkeit der Direktoren der einzelnen, Banken und zieht daraus Schlüffe auf die „Verjudung" der betreffenden Bank, so wird man mit Staunen feftstellen, -aß der Grad der „Verjrrdung" außerordentlich gering ist. Bei der Deutschen Bank sind vqp acht Direktoren drei jüdischer Abstammung, bei der DiScouito-Gesellschaft von den neun Geschäftsinhabern Zwei, bei der Dresdner Bank von fünf drei, imd bei der Berliner Handels-« gesellschast von fünf Geschäftsinhabern drei, bei der Corrrrnerzbarrk von acht Direktoren zwei, bei Delbrück-Schickler von acht Inhabern einer, bei Bkeichröder von sechs Inhabern keiner, bei der Mitteldeutschen Kreditbank von zwei Direktoren einer, bei Mendelssohn von sieben Inhabern drei, bei der Reichskpedit-Gefell« schaft von sieben Direktoren fünf, bei der Berkehrskreditbank von drei Direktoren einer, bei der Reichsvank und der Seehandlung sowie der R e n t ei n b a n k - K r e d i t a n st a l t, der Girozentrale rmd der Prenß enkasf-e keiner. Der Berfaffer schließt: „Von einem Uebettvregen des jüdischen Einflusses bei den am Geldmarkt maßgebenden Banken kann also wohl nicht gesprochen werden ... Die tatsächlichen Verhältnisse geben aber ein ganz anderes Bild. Der jüdische Einfluß, wenn man fo sagen soll, ist äußerst gering. Jüdische Gelddisponenten finden wir nur bei der Reichskrodit-Gesellschaft,' der Commerzibank, wo ebenfalls zwei Disponenten, bei der Berliner Handelsgesellschaft, wo gleichfalls zwei Gelddisponenten sind, bei Bleichröder, der Mitteldeutschen Kreditbank und 'der Verkehrskredikbank, wo ebenfalls zivei Disponenten tätig sind. Bei den übrigen Instituten sind die Gelddisponenten „arischer" Abstammung. Die beiden in Berlin tätigen Wechselmäkler.sind gleichfalls Nichtjuden. Der jüdische Einslus; ans dem deutschen Geldmarkt ist narr gering und steht in keinem Vergleich zu dem Einfluß der Nichtjuden. Allerdings soll nicht verschwiegen werden, daß es eine Zeit gab, wo der deutsche Geldmarkt sehr stark unter jüdischem Einfluß stand. Das war zur Zeit der Stabilisierung, als Jakob Michael tm' Gegensatz zu der Ausfaffung der gesamten übrigen Bankiers an die Stabilisierrmg glaubte und in sehr großem Umfange am Geldmarkt Ausleihung vornahm. Die Mittel dc^u verschaffte er sich, indem er sich zum Teil von seinen Sachwerten trennte und sie in Papiermark umwandelte und diese Gelder zur Ausleihung brachte. Diese Zeit dauerte aber nur relativ kurz. Heute spielt Jakob Michael auf dem Geldmarkt so gut wie gar keine Rolle." Re Srzliesermgen der Alpinen Montan «ach Deutschland. Auf Grund des Vertrages Mischen der Alpine-Mcmtan- Gesellschaft und ben Verewigten Stahlwerken in Düsseldorf haben die Erzlieferungen nach Deutschland bereits begonnen. Am 5. August haben die Deutsche Reichsbahnverwalümg und die Oe st e r r e ° ch j s ch e n Bundesbahnen einen Ausnahmetarff für die Koks- und Erzlieferungen vereinbart. Der Ausnahme tarif erhält wesentlich ermäßigte Frachtsätze für die Lieferung von mindestens 36.600 Tonnen Ruhrkoks an die Montan- Gesellschaft und für den Rücktransport von 30.600 Tonnen Erz aus dm Gruben der Alpine -Mo nt<iir-Gesellschaft nach Deutschland. Der erste Vertrag gilt für dre' Monate, fo daß die Alpine 10.600 Tonnen Erz pro Monat zu den ermäßigten Frachtsätzen anzMefern hat. Nach Ablauf des Termins dürste ^Ätt^BMmg-vettängert werden. Re Rlberrente«. Die „Präger Presse" meldet aus Paris: Unter dru österreichisch-ungarischen Bvrkrregs schulden, welche die Nachfolgestaaten -übernommen haben, sind zahlreiche Werte, die auf Silber lauteten. Schon km Jahve 1924 hat die Reparatirmskommiffion fcstgelegt, daß auf Grund der Verträge von Saint Germain und Trianon diese Papiere in Paprerkronen umzurechnen sind und der Zinsendienst tu Papierkronen zu erfolgen habe. Somit Ist seithsc der Zinsendienst dev Nachfolg oshaaten in Papierkronen erfolgt. Im Verlaufs der letzten Mojnate haben sich die Besitzer dieser Renten zusammengeschloffon. Die GlünbigevverbLnda in Deutschland, 'Frankreich, Holland un!d der Schweiz haben ein dringendes Bittgesuch an die Reparalioirskoinnirffion gerichtet, um den Zrnsendienst.aus Basis von Silbergulden, also quasi eine Revalorisierung aus Gioldbiasis der rsi Betracht kommenden Werte zu erbangen. Die 'Repavationskomunffion hat einen eigenen SachverstLnLigeuausschnß mit dem Studium de8 Problems beauftragt. Auch nahmen an den Beratungen kompetent« Juristen teil. Auf Grund des Gutachtens dieses Berattrngjsausp fchuffes hat nunmehr die RepavationKKommisston am 27. JUli ihre endgültige Entscheidung tzefAlt, sin welcher sie ihttr bereits im Jahve 1884 endgültige Entscheidung voll und ganz aafrecht erhKlt und die Revalvvrsigrung uw> somit auch das Gesuchs der Gläubigerverbände ab lohnt. Mit dieser Entscheidung der Reparationskommiffion dürste numnchir ^die Ängelegsnhett endgültig erledisg.t sein. > Ein Phosphorlager in Pole» entdeckt. Aus Warschau wird berichtet: Kürzlich wurde in R a ch o w ein Pihosphorlager, das auf 20 Millionen Tonnen geschätzt wird, sich auf eine Strecke von sieben Quadrat- Mometer ausdehnt und ziemlich leicht zu gewinnen ist, entdeckt. Die von der Krakauer chemisch-landtrckrkschaftlichen Station durchgeführten Versuche haben sehr befriedigende Resultate ergeben. Man.rechnet damit, dieses Jahr 8000 Tonnen zu gewinnen, die den Preis des Phosphordüngers, der für die Polnische Landwirtschaft so nötig ist, um 40 Prozent zum <Änken bringen. Rene gollerhöhnugen in den Bereinigten Staate«? Aus N e w y o r k wird gemeldet: Die hrchen Zolleinnahmen der Bereinigten Staaten im abgelaufenen Fiskaljahr haben in den hiesigen industriellen Kreisen die Befürchtung entstehen laffen, daß die amerikanische Industrie trotz des Zollschutzes Mit einer wachs enden S i n f u h r zu rechnen habe. Man beabsichtigt deshalb, anläßlich der nächsten Kongreßsession mit Forderungen nach weiteren Zollerhöhungen aufzurücken. Es besteht auch in landwirtschaftlichen Kreisen eine starke Opposition bereits gegen den gegenwärtigen Zolltarif. Neue Ltefteuttgsvestlmimlungen für Heid-Maschinen- Eren. Ab Dienstag, den 16. d. M., find ausschließlich Schillingaktien lieferbar in Heid-Maschinen A. G. (Schluß 50 Stück). Gleichzeitig 'werben die von der genannten Gesellschaft austzegebenen Anteilscheine an der Wiener Börse gehandelt (Schluß 5 Stück a 5 Schilling). Die Notierung dieser Anteilscheine im Kursblatt endet Mt 28. Februar 1931. Die BerkaufsveryandlMMn Krizik-SiemenS äbgeMoslen. Nach den nunmehr abgeschlossenen Verhandlungen der Knzik-Werke mit der SiÄn>ens-Gjrferrschaft, der tschechoslowakischen Tochtergesellschaft des deutschen Siemens- Konzerns, erwirbt Siemens die Karolinenvhaler Fabrik der Kttzik-WerN gegen einen Kaufpreis von 8 MMonen Kronen. Die Siemens-Gefellschaft, die einen Auftrag des Postministeriums auf Lieferung von Telephonapvaraten im Werte von 60 Millionen Kronen erhalten hat, hat die Favriksobjekte mit der Verpflichtung erworben, die beschäftigten 500 Arbeiter zu üb ernennen. UrMrnS Kohlenproduttion zurückgegangen. Aus Budapest wird uns gemeldet: Die Kohlenproduktton Ungarns im Juni betrug 498.659 Tonnen, um> 4449 Tonnen weniger als im Vormonat, aber um 54.696 Tonnen mehr als irrt Juni 1936. Herabsetzung der ungarischen LederzMe« Auf Gmnd der im ungarisch-österreichischen Handelsvertrag enthaltenen Vereinbarung, derzufolge nach Jahvesfttst vom Jnyüafttreten des Vertrages Ungarn sich zu einer Zollermäßigung für Bodenleder verpflichtet, wird die Tschechoslowakei, wie die Zeitschrift ,Leoer und Häute" cuifrnerkscnn macht, ab 15. d. M. folgender Oesterreich zufallenher Zollbegünstigungen teilhaftig: Ex Z. T.P. 645: Bodenleder (in Goldkronen für 100 Kilogramm!): a) Krupons: lohgar statt 75 (nunmehr 70), mineralgar statt 115 (98), b) ganze Leder und Hälften: loWr statt 63.60 (68), minerahar statt 87.50 (82), c) AvMe: lohgar statt 60 (47), minevalgar statt 70 (65). Ex Tattfpofitton Nr. 646: Riemenleder: a) lohgar statt 85 (79). Ex Tarifposttton 653: Treibrienren auS Leder: a) lohtzar statt 160 (154). Der Answeks der Bank von Polen von Ende Juli zeigt eine Zunahme des Barschestes ttm 105 Millionen Zloty aus 166 Millionen, deS Portefeuilles um 16 Miliconen auf 406 Millionen und des Stlverbestandes mu 10 MiMonen auf 174 MMonen Zloty. Der Notenumlauf ist pm 50 Millionen auf 746 Millionen gestiegen. Erleichterungen m Aeinen Warenverkehr zwischen Polen und dem MSland. Das Warschauer Finanzministerlum hat im Einvernehmen mit dem Ministerium für Handel und Industrie angeordnet, daß kleine Sendungen, die gebrauchte oder neue, Waren für Kriegsinvalide, Arbeitslose ufn». enthalten, sowie Geschenke, Proben und übert?aupt alle kleineren Pakeöe, die reinen Handels,yert bositzen und aus Ländern stammen, mit denen Polen einen Handelsvertrag abaesch'.ossen hat, keiner Einsuhrbewilttgung seitens des Ministeriums für Handel und Industrie , bedürfen,!o«ern sie vom Zolloeparveudent des Finanz- I mmisterlumS freiaegeben sind. Beinerkt sei hiebet noch daß Pakete an Privatpersonen in Pilen, die alte oder gebrauchte Waren enthalten, keiner vehördlichen Eirrwilligung unterliegen und von den Zollämtern den Empfängern ohnKveiters ausgehändigt werden. Die Wasserstraßen in Polen» In Regiiwruigskreisei! «mrd jetzt der Plan des Baues verschiedener Kanäle in Polen lebhaft erörtert. Eine belgische Finanzgruppe soll besonders geneigt sein, den Kanalvau zu finanzieren. LrqurüieMng e»ner rumänischen tzolzfirni^. Aus Pule rest wird berichtet: Die Sylva Forstgesellschaft A. G. in Klausenburg ist in Liquidation getreten. Die Gesellschi'? vvurde 1917 mit einem Aktienkapital von 1 Million Kronen gegründet, wurde nach der Angliederung Siebenbürgens an Nunlänien nationalisiert. Nach denr Umsturz kaiu c§ zu großen Verlusten, die schon einen Betrag von 70 Millionen Lei erreicht harten. Dreremhald Milliarden S,chMng. T'ie Autoinobisfrrma „General Motors" in Detroit hat ihr?Mienkapital um eine halbe Milliarde Dollar erhöht, waS eine der größten finanziellen Operationen dieser Art in der amerikanischen WirtschaftSgesaiichte darstellt. Ausgleiche. Das Ausgleichsv'srsahren wurde eröffnet über Matte Reischl (Johann Reischl u. Co.), 16. Bez., Dalhetmercmsse 46-48; Joses Szabo, Radiomdntagebuveau, 2. B^., Vorgartenstraße 201; Rudolf Schober, Haushaltunasartikel, 17. Bez., Hernalser Hauptstraße 23: Marse Teisel, Papievwaren, 6. Bez., Kasv.rwengasse 4; Gabttel Fekete, Schuhwarenerzeugtzr, 10. Bez., Gellettgasse 17; Josef Neumann, Kleidechändler, 18. Bez.. Panlinengasje 9; Benedikt und Aloisia Merz, Frchcwett'Mffitzer, 31. Bez., Flottdusgafie 69; Julius Ziegler, 14. Bez>„ Huglgasse 6; Ludwig Hanni, Zeitungsherauslgeber, 9. Bez., Ltechtensteinstraße 90; Samuel KräMer, Kaufmann, 2. Bez., Ennsgaffe 16; Josef Pischlöger, 17. Bez., Jörgerstraße 36? Regrne Jakob, Handelsfrau, 6. Bez., Gumpendorfrrstraße Nr. 80. FeiWletnngen« Zwarcgsweise versteigert werden am 16. ds., nachnr. 3 Uhr, 6. Bez., Stumpergasse 39, und nachm. 4 Uhr, 7. Bez., Schottenfoldgasse 51, diverse Maschinen- Bureauernrichtung, Schreibmaschine, diversie Maschinen, Motoren und Transmissionen ufw. Wiener Börse. Freundliche Tendenz. Die Geschäftstätigkeit konnnte wogen der Unterbrechung des Verkehres sich nicht voll entwickeln, doch erhielt sich die feste Tendenz. Sowohl in der Kulisse wie im Schranken zeigten sich Besserungen, )vobei Staatsbahir- und Petvolouni-aktien bevorzugt wären. Die Marktlage blieb bis zum Ende freundlich, doch hat sich im späteren Verlauf vor.Umfang des Geschäftes reduziert. Für Zuckeraktien, Spiritus- und Maschiirenfabriksasiien blieb Kauflust Vorhänden. Siag-Spiritics stiegen um 18, Lekpmk-Lundenburger um 7, Nestomitzer >um 5, Brüxer Kohlen um 4.50, Ringhoffer besserten sich um ö, Liesinger um 2.75 und Gösser um 1 Schilling. Auch Textilaktien gingen höher. Perlmooser Zvmentfabrik gäben 3 und Brünner Maschinenfabrik —.66 Schilling ab. In den führenden Kuliffopapieren: Staatsbahn, Alpine und Rinca, fanden schließlich Deckungen statt. Es ergaben sich neuerlich Kursevhöhungen. Auf dem Anlagemarkt notierten Rudolfsbah-n-Schuld 3.40 und -Prioritäten 10.10, Wimer Anleihe, Emission 1918 0.33. Die R e n t e si gaben bei kleinen ^Umsätzen teilweise im Kurse nach. Kassa kur so: 'Kompaß 1, Bodencvedit 126.50, Pester Commercial 166, Oefterr. Credit 66, Niederöstevr. Esoompte 25, Natio-nalbank 231, Donau-Dampfschiff 117, Nordbahn Genuß 618, Lemberger Brau 106, Linzer Straßenbahn 17.60, Siemens 26, Stcweag 30, Brüxer Kchleir 350, Oberung. Bergurrd .Hütten 66, Steir. Magnesit 69, Ungar. Kohle 973, Alpine Montan 43.90, Astra 21, Berg- und Hütten 684, Schoetter Stahl 1.70, Simmettnger 16.25, Skoda 192, Ungar. Hyfherr 25.90, Kabel Draht 25.50, Rima 165.25, Waffac 28.75, Styria 16.25, Cosmanos 69L0, Tarbouches 108, sSempettt 16.50, Meinl 13.90. Wiener Warenbörse. Die gestrige Börse 'hatte bei gutem Besuch rlchigen Verlauf. In Kolonialwaren wurden nur die dttngendsten Bedarfskäuse be: unverän'derten Preisen, getätigt. Gim Ausnahme machte nur Piment, für welchen sich großes Interesse zeigte und der M S. 575 (+ 20} aus dem Markte genommen wurde. Die Notierungen für Zucker zeigten keine Veränderung, Äs auf Wiemr Lager-Würsel, deren Preis sich um S. 0.50 per 100 Kilogramm ermäßigte und die zu S. 96 ausgeboten waren. Zum exekutiven Verkauf kamen 500 Kilogvamm luftgetrocknete, ausgelöste Marillenkerne zmn Preise von S. 1.31 per Kilogramm ab Lager Wien. Lebhafte Nachsiage bestand nach Lein- und N ü b o l sowie Leinöl» firni s, die M erhöhten Preisen gelkauft wurden. ES notierten: Leinöl, holländ., Prima, S. 138 (1- 3), LeirM-iFirms, holländ., S. 158 (+ 3), Rüböl, doppelt raff., S. 195 (+ 10) per 100 Kilogramm, inkl. Barrel ab Wien. Textilien 'haben sich in allen Positionen um 3 bis 4 Punkte verteuert, während Leder und Roh-häute unverändert zu den Preisender Vorbörse 'bewertet wurden. Mittwoch, den 17. d. M., 11 Uhr vormittags, gelangen fnt. Art. 311 H. G. B. zuin öffentlichen Verkauf: Zirka 153)4 utzend Seidenselbstbinder, transtt, Vad>ium S. 400.—; zu besichtigen Dienstag, den 16. d. M., vmr 15 bis 16 Uhr, am Nordbahnhof. Mag. IX, Tor 6; ferner am gleichen Orte zirka 10 Kisten Bloi, zirla 1449 Kilogramm, verzollt, Vadinnr S. 300.—; zu besichtigen von 8 bis 16 Uhr. Wiener Biehmärtte. Pferd envarkt. Austtteb: Gebrauchspferde 98, Schlächterpferde 95, aus dem Schlachthaus 37 und aus der Kontunlazabteitung 80. Es notierten: Kutschpferde 600—1200, leichte Zugpferde 300—1300, schivere Zugpferde 600—1400 pro Stück. Schlächterpferde, Prima (Fohlen) 0.85-0.96, Bankvieh 0.155-0.80, Wurstvieh 0.30 —0.50 pro Kilo Lebendgeioicht. Lebhaft. SchlächterMrdie wurdmr infolge des gettngen Angebots sehr rasch äbverkaust. ' Wwner Börse für landwittschiftlichr Produkte« Den Direktiven Budapests folgend, war das Kaufinteresse für Roggen Vesser. Gehandelt wurde Pester Boden zu 36 S. ab Grenze. Marchfelder Korn zu 37—37.50 S. ab Station. Ferner russisches zu 11.25 Hollandgulden ab Trieft. In Weizen sind die Preise unverändert. Gerste ivurde m kleuten Quantitäten zu 38 S. ab niederösterreichischer Station gchrndelt. Blnis ist behauptet, in Hafer ist das Offert tn neuer Ware gering. Die Noggeniuchlpreise nmrden erhöht. Die amtlichen Notierullgen sind ueftett aestenr unverändert. .