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Wiener Morgenzeitung · 1927-08-09 · Heft 3033 (9.8.1927) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3033 (9.8.1927)
Date
1927-08-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seit« 4 Wien. Dienstag Wiener Morgenzeitnng S. August 1987 Nr. 398$ Sm Agent vrr Komintern in Reval erschaffe«. Reval, 8. August. In der Nacht auf Mittwoch wurde cfa aus Rußland gekommener Agent der Kommunistischen International«, dessen gesetzwidrige Tätigkeit die Polizei längere Zeit beobach.ct hatte, in Reval auf der Straße erschossen, als er bei scüwr Verhaftung bewaffneten Widerstand leistete. Auch ein Polizeioffizier iourde verlmmdet. Auf Grund der bei dem Erschossenen gefundene» wichtigen Schriftstücke nahm die Polizei in der Nacht eine Reihe von Hausdurchsuchungen vor. Bisher wurden vier Personen verhaftet. , Wien, 9. August. Es wird noch heißer! Die amtliche Wettervorhersage: Zunächst noch heiter, später bewölkt, Tempewklrznnahme, föhnig, Gelvitterneigung. Dre „Kanalratzen". Sonntag nachuritta-gs bemerken Passanten, daß aus dem Hauskanal in der Juchmssse aus der Landstraße zwei Männer an die Oberfläche kamen. Ms sie sich bemerkt sahen, ergriffen sie die Flucht und konnten »licht ntehr ergriffen werden. Sie sind etwa 36 Jahipg alt. Man fand im Kanal einen Rucksack, der mtt Siloerbesteck, Ketten, silbernen Handtaschen, Serviettenringen, Weckeruhren nftv. gefüllt war. Außerdem wurde eine Handtasche mit Etn- VruchsmeÄzeugen gefunden. Der Inhalt des Rucksackles rührt zweifellos von eincnr Einbruch in einem Juwelen- oder Bifouteriegeschäft her. Der Viehtzandlerssohn aus Steinauranger. Ber einer hiesigen Firma, die mit Brett Handel treibt, hat sich am 25. Juli der 25jährige Jenö Löwinger, Sohn eines Viehhändlers aus Sreinanmnger, den Betrag von 7000 Schilling als Vorschrch zum Ankauf von Schlachtvieh, das im Verlauf der nächsten Tage in Steinnnranger verladen werden sollte, arrsgevorat. Der junge Lmvinaer hatte sich kurze Zeit vorher unter ähnlichen Unlftänden 4000 Schilling bet der gleichen Firma ausgelrehen mrd die dafür in Aussicht gestellte Viehlieforung ordnungsgemäß veroerksteMgt. Diesmal wartete die Firma, doch es kam weder das Vieh, noch das Geld. In Steinamanger erfuhr man. daß der alte Löwinger von den Dtngen der ganzen Sache nichts wußte,. und der Sohn Mit dem Geld geflüchtet war. Es wurde festgestellt daß er am 30. Julr von Geirua aus an Bord des Dampfers „Julius Cäsar" die Reise nach Rio de Janeiro angetueten hat. DaS Schiff soll am 11. d. M. den Hafen von Rio anlaufen. Löwinger dürfte bei der Landung des Schifsteö angehalten und zur Rückreise veranlaßt rverden. Erne Wectend-Kolonie in Kritzendorf. In Kritzendorf hat die Weekend-Cottage-Baugenrieinschaft ihre ersten Häuser errichtet. Es sind massive und rnzende kleine Villen, also keine Badehütten, sondern einwandfreie Wohnbauten. Diese Villenkolonie stickst angenehm ab von dem wahllosen Durcheinander der sonstigen Badehäuser in allen Strombädern. Die schmucke Architektonik und die zweckentsprechende Bauweise haben hier für dae Weekendbttveguna wieder einen Schritt nach vorwärts getan. Die verschiedenen Typen gestatten auch dem Mittelstand, sich so ein Häuschen zu erwerben, um so mehr, da die Zahlungsbedingungen sehr entgegenkommend sind. Ausgeführt sind diese Bauten von Ing. Engelhard und Architekt Ha Yb eck worden. Amerika braucht Hausgehilfinnen. Das österreichische Wanderungsamt teilt uns mit: Ueber Initiative einer Hausfrau wurde in den Vereinigten Staaten eine Aktion unter den Mitgliedern des Kongresses eingeleitet, um eine Abänderung des Öuotengesehes hinsichtlich des weiblickien Hausversonales zu erreichen. Aus diese Weise soll es einer größeren Zahl von Personen dieser Kategorie ermöglicht werden, in die Vereinigten Staaten einzuwandern. Der Vorsitzende des Einwanderungskomitees hat zugesagt, diesen Vorschlag in Behandlung zu ziehen. Für Reifende nach Griechenlmtd. Nach einer Mitteilung .des österreichischen Wandeuuugsamtes dürfen sich in Griechenland durchreisende Ausländer nicht länger als 18 Stunden aushalten. Das Achenseewerk. Am 1. September wird das Achenseewerk mit der vertragsmäßigen Stromlieferung für die Bundesbahnen beginnen. Die feierliche Eröffinuig *«§ Werkes ist für die ilMte in Aussicht genommen. Gin Frrnd des Bubikopfes. Aus Newyork wird gemeldet: DaS Poltzeiaericht in Washington verurteilte einen Manu, der seine Frau verprüäelt' hitte well sie sich einen Bubikopf '^ '' 'iden lassen, zu seck>s Monaten GefängrriS. Wre man die Tiere vehandett. Der Londoner Bulldoggklnb' Ist M der Ansicht gekommen daß der Kopf deS BulldoggS zu „quadratisch"' ist und will vcyuchcn, durch entsprechende Züchtung von Tieren mit langen Köpfen diesen Schönheitsfehler mit der Zeit Verschwinden zu lasten. Als Grund für diesen Entschluß nnrd angegeben, daß die augenblickliche Form des Kopfes des Bulldoags die Atmungsorgane einschränkt und so sein Leben verkürzt. Dre Fifck-e siirchteu die SerkranMeit. Das ist kein schlechter Scherz, sondern nach deM! „Paris- Sorr" eine höchst exakte Feststellung, die sich an Verschiedenen Experimenten vewrihrt hat. Es scheinst diese Tatsache der Grund zu sein, weshalb es so schwer ist, lebende Exemplare der Unterseefanna aus Lickst zu bekommen. Die Fische siirchten die Seekrankheit, aber nur dann, wenn nmn sie an Bord eines Schiffes bringt. Sie leiden grausam unter den Wirkungen des Rollens und Schaukelns und das in einetn Grade, daß sie oft daran zugrunde gehen. Als schlagendstes Beispiel hiefür bernst inan sich ans die Ereignisse auf einem Dampfer, der vierhundert Fische von Key-West in Florida nach Newyork bringen sollte. Dos Schiff geriet in einen Sturm und schlingerte entsetzlich. Während der verhältnismäßig kurzen ueberfahrt starben inehr als hundert Fische in ihren Basiins, die nach Ansicht der Zoologen nur Opfer der Seekrankheit geworden sein könneir. E Das Zentralkomitee der Zionsstenovganrsation kür Wcst- Meinpolen und Schlesien sucht einen Generalsekretär. Anmeldung samt Angabe der Qualifikationen und Curriculum vitae bis Ende Auglvst zu richten au: Ziomstenorganisatiou für West-Kl«npolen und Schlesien. Krakow, Stradom 16. ALLEINIGE ANZEIGEN - ANNAHME ANNONCEN »SS SCHALEN WIEN, I., WOLLZEILE 11. - TEL. 76-0-81, 76 0 82 Zionisten Sesterreichs! Die bisherigen Eingänge an P a r t e i st o u e r sind viel zu gering, um daraus die Auslagen für die Fortführung der organisatorischen Arbeit zu decken. Wir fordern euch auf, die versäumte Pflicht gegen eure Organisation so rasch als möglich zu erfüllen. Dies ist umso dringender, als der nach st e Delegierten tag der österreichischen Z i o n v st e n, der mit einer 5k u n d - gcbung anläßlich der 10. Wiederkehr des Tages der Balfour-Deklaration verbunden sein .soll, Ende Oktober!. I. stattfindcn wird. Die Vorbereitungen müssen schon jetzt in Angriff geuonrmen werden und erfordern ausreichende Mittel, um dieser Tagung, welche gleichzeitig politisch-demonstrativen Charakter haben soll, einen würdigen Rahmen zu geben. Es ist an euch, Zionisten Oesterreichs, dafür zu sorgen, daß durch die Einhebung der Parteifteuer Sei einem jeden Mitgliode der Sektionen und Ortsgruppen eine Dclegicrtenzahl erreicht werde, die von der Stärkirug und dem Fortschritte der österreichischen Organisation imposantes Zeugnis ablegt. Zionisten Oesterreichs! Nur noch kurze Zeit steht euch für diese Aufgabe zur Verfügung, nützet sie mit allen Kräften aus! Das Zionistische Landeskomitee für Oestorrei ch. La« .Meer der Wiener". ütiMl wird ein modernes seernr. AuS Neu > i cdl am See wird uns berichi-.t: Im Ge meinderat der Stadt R^ufiedl am See teilte Bürgermeister Hai der mit, daß ein Wiener Konsortium un.er Fühnrng der Bauunternehmung Frmrz H u t k a der Stadt augebowu h>»be, auS eigenen Mitteln den systematischen Ausbau der bestehenden Anlagen zu einem erstrangig«» Seebad sowie die Schaffung von Massenunierkünften für Arbeiter und Mittelstaudler in Angriff zu nehmen, Herr Hutka berichtete dann auf Grund eingehender Studien und Vorverhandlungen, daß in» Rahmen eines General rcgulierungsplanes zunächst an den Bau einer Schmalspurbahn geschritten werden solle, die die Badeanlagcn mit dem Serbahnhof mrd der Stadt verbinden und dem Personen-- und dem Frachtonverichr dienen tvtrd. Dve b'hövdliche Benälligung vorausgesetzt, wird di« Bahnstrecke noch in dieser Saks o n dem Betriebe übergeben werden. Fm Anschluß daran wird der Schienenstrang bis zum Neusi«ä>ler H-auptbahrchof einerseits und über Weiden bis nach Prodcrsdorf anderseits ausgedehnt tverdei^. Die ani See befinldlichen Anlagen, besonders das idyllisch gelegene Terrassenrestaurant werden durch, die Anlage eines modernen, direkt über dem Wasser auf Piloten gebauten Hotels, ciner Kuranstalt usiv. ergänzt. An der Kopfstation der Kleinbahn, die dank ihrer Trasse mitten durch, wogenden Schilf sicherlich zu den schönsten Attraktionen zählen wird, wird eine Großgarage für 20V Wagen mit Zimmern für Chauffeure und allen Reparaturgelegenheiten erbaut. Sämtliche Vorschläge wurden, einstimmig angenommen. Die Vorarbeiten zr»r Verwirklichung der für die Ausgestaltung und Belebung des „Meeres der Wiener^' eminent wichtigen Pläne werden schon in diesen Tagen ausgenommen tvcrdeu. Re Bettlerin aus dem Scheiterhaufen. Eine verhinderte Serenverbrennung ln MMhorutzland. Eine ganz unerhörte Geschichte, aus der echellt, daß in Karpathorutzland der Hexcnabevgkaube noch immer in der Bevölkerung rege ist, wird. der „Ostrauer Movgenzeitung" aus Ushorod gemeödet: In der Gemeinde S t a v n a bei Uzhorod wurde eine über 70 Jahre alte Bettlerin namens Boncura von den Bewohnern allgemein als Hexe ausgerufen. Die ungeheuerlichsten Gerüchte über das geheimnisvolle Treiben der Boncura wurden in dem Dorfe erzählt. Es Mrb Leute, die behamptrten, sie hätten die alte. Frau in der Nacht mit dem leibhaftigen Satan spazieren gehen gesehen. Die Erbitterung gegen die Hexe wuvde schließlich so groß, daß acht Bauernburscherr, mit K n ü t t e l n b e w a f fn e t, in das einsam gelegene Häuschen der Bettlerin einbra'chen, sie überfielen, fesselten und sie sodann in den Wald hinausschleppten. - Dort wurde die arme Frau an euren Bauurstamm mrgebtmden, unter ihr ein Scheiterhaufen errichtet, der sodann in Flammen gesetzt wurde. Die Bcmernbuvschen liefen davon. Eine Jagdgesells ch a f t, die sich zufällig in der Nähe der Ueberfallsstelle befand, eMe auf die Hilferufe der alten Frau herbei und errettete sie vor dem sicheren Flammentode. Gegen die Bauernburschen wurde eine Untersuchung emgelertet. Ier Jude in der neuesten sran- Mchen Literatur. Von Anrelre Gottlieb (Paris). Es ist eure'mrleugbare Tatsache: dem Mangel an Antisemitismus, der sich nach der Dreyfus-Afsäre in Frankreich so angenehm bemerkbar machte, folgte in den allerletzten Jahren ein ausgesprochener Philosemitismus. Propälasttuensische Vereine, an deren Spitze namhafte Politiker und Gelehrte stehen, zahllose Versammlungen, in denen jüdische Probleme von Nichtjuden mit Interesse und Sympathie erörtert werden, und die vielen Bücher, die, von echten Franzosen geschrieben, jüdische Menschen meist in sehr günstigem Lichte darstellen, zeigen, daß wir beliebt sind, ja leider, daß wir sogar Mode geworden sind. Wenigstens in der Literatur. An künstlerischem Werte stehen alle diese Werke aus ziemlich niedrigen Niveau, nicht anders als^ es mit den antisemitischen der Fall war, und bezeichnenderweise kranken sie an denselben Uebeln. Wie jene nämlich entstammen sie meistens der Feder von Publizisten ohne rechte Begabung, die dieses Thema ergriffen, weil es eben Mode ist. Doch auch ernste und talentvolle Schriftsteller, wie z. B. D uh a m e l oder der glänzende Erzähler P a n a i t I st r a t i, scheiterten an diesem Stoffe. Trotz aller Detailmalere-i und aller ehrlichen Bemühungen um Lebenstreue sind doch ihre jüdischen Gestalten unlebendig und im Typischen zurückge-. blieben, verzeichnet durch die Fülle von Problemen und Erklärungen, mit denen sie belastet werden. Müssen sie doch so handeln, daß durch ihre Art alles bewiesen ist, was ihre Schöpfer über die Judenfrage denken, und alles tun, damit genügende Gelegenheit geboten ist, die Brbcken aus der Bibel und den Gebeten, die ihr Autoren ausgeschnappt haben, möglichst oft auszusagen. Wie unerfreulich aber diese Literatur vom äfchetffchen Standpunkt aus sein mag, von kulturhistorischen Gesichts- ^punkten ist sie in hohem Maße interessant, »ebenso wie ihr Gegenpart, das allerorteir viel hälifigere antisemitische Schrifttum. Ja, schon ihrer Seltenheit halber gestaltet sich diese plötzlich aufgetretene Judenfreundschaft zu einer Frage, um die erstaunt unsere Gedarrten kreisen. Um so erstaunter, je mehr wir uns mit ihr beschätigen: denn merkwürdig tief zieht uns ihre Beantwortung in die inneren Strömungen der Gegentoart hinein. . Gewiß ist es wahr, daß die Bodeuturrg des Zionismus, dessen Arbeit die Einflußsphäre europäischer Kultur in Asien vergrößert, dazu beigetragen hat, das Interesse Frankreichs für die Juden wachzurufen und es auch immer noch speist. Allzu viel aber darf man auf dieses Konto nicht schreiben. Erheblich tiefer liegen ihre Gründe: Die Krise des religiöfcit Bewußtseins, die ganz Europa und in starkem Maße auch Frankreich gegerttvärtig dnrchmacht, ist es eigentlich, was das Judentum ins Zentmm der Auftnerksamkeit rückte und zu großen Ehren brachte. Durch den Krieg im Innersten aufgewühlt, von dem „Fortschritt der Kultur", jenem Losungswort, das die frühere Generation faszinierte, kies enttäuscht, von dem Anblick der entfesselten Bestialität cmgewidert und erschreckt, flüchtete sich die verzweifelte Mensch-, heit in mystischen Spekulationen und inbrünstige Religiosität, die nach entsprechendem Ausdruck erst sucht. Als die Brüder Thar au d ihr erstes Werk aus dom Milieu chassidischer Juden im fernen karpachischen Städtchen veröffentlichten, tvar es nicht nur die Exotik des Vorwurfes, die das Publikum im Bann hielt, wie sonst z. B. in Pierre Lotis und Claude Farreros Romanen. An der Geringschätzung und dem Hatz, der deutlich zwischen den Zeilen der scheinbar objektiven Schilderungen sprach, ging es charakteristischerlveise vorbei, ohne daran Feuer zu fangen. Es bekam hier Kunde von einer Gemeinschaft, in der Religiorr lebendige Kraft ist, und erfuhr von Menschen, deren Dasein in allen Einzelheiten von einer höheren Macht bestimmt, einen transzendenten Sinn hat — und es horchte auf. War dies doch die Existenzfomi, nach der es sich zu sehnen glaubte! Gegen den Willen der Tharauds. die wie einst Bileam, zu fluchen gedachten, verwandelte sich der Fluch in Bewunderung. Der Chassidismus kam aufs Tapet mrd ist seither ein beliebtes Thölna geworden. Andererseits wieder erinnerte man sich der Pwpheten. die all das ausgesprochen haben, wonach die heutige Menschheit lechzt, und entdeckte, auf das Judentum aufmerksam geworden, es berge Schätze, an denen die Welt geiresen könnte. „Das u n b e k a n n t e>H e i l i g t u m" nermt Arme Palliere sein Buch, in dem er solchen Ansichten Ausdruck gibt mrd die jüdische Religion als die Religion der Zukunft hinftellt, berufen, die ganze Menschheit ihrenr Heil zuzuführen. Daß er trotz dieser Ueberzerrguirgen aus der katholischen Kirche, deren Priester er nahezu geworden wäre, nicht ausgestotzen wuvde, sorrdern sich weiterhin in ihren Kressen großer Wertschätzung erfreut, ist für die Stimmuirg der religiös interessierten Menschen dem Judentum gegenüber sehr bezeichnend. Wie verschieden nun aber die Bücher zionistischen Inhalts, die Romane der Tharauds mrd das Vekenn'trMbuch Pallieres auch sind, in einem stinunen sie überein: im maßlosen Staunen über die Vitalität der Judein Nicht die konkrete Gründurvg der palästinenstschen Kolonie»: rnerkt man bei näherem Hinsehen, sondern der unbeugsam?. Lebe»»SwMe eines Volkes, das nach unendlicher Peü» den SKui hat. von vorne anzufangen, imponiert am ZioniSm»,« und ivirüt für ihn. Nie kann sich auch Ttzaraud daran gcmigimt, dir religiöse Ekstase der Chassüüm, also tvieder ein Syirrptom staÄer Lebendigkeit, zu schilderu. Auch an allen anderen jüdischen Gestalten, di« die neueste französische Literatur aufiveist, find ümnec' wieder dieselben Eigenschaften, herausgearbeitet ivorden, w«s Geistes Kind auch der Autor fei. Jmnrer sind «ß ftade Persönlichkeiten, unentwegte Optimisten oder hoffnungslose Pessimisten, ganz in Aktivität aufgelöst, oder konteneplcftive Naturen; fanatische Idealisten oder unersättliche Evioerbs- Menschen. Und stets wird die Sucht betont, der erste z» sota, sich nicht hermnkriegen zu lassen; stets mich die unüber-

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