Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3029 (5.8.1927)
- Date
- 1927-08-05
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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:ite 10 Wien, Freitag Wiener orgenzeitnrrz tonen 3ii>i!lina gegenüber einer Bcr,-.::noerung des Gir«' rerkelvro um 74.3 auf 38.8 Millionen Schilling. Vom vo-Llkr Tcxtilwmenmarlt. Aus Lodz wird uns i» '.tchret: In iynt!etz!en Togen du! iid> die Naü)f.'. w" noch Bon »»ollwaron wieder belebt. Namentlich dis “ "--.nn.;hän.d.rr haben bersiis mit dem Einkauf non Wintcnvare (hauvksächlich Flanell uw Barchent) begonnen, obwohl die Preislisten für Wintettrare im allgemeinen inxl, nicht festgesetzt sind. Der Großhandc< gewöhn bei erb Heren Anzahlungn ziemlich belenlrnderr Rabat!. Wenn die 'Belebung an-halten 'ollte^ ist mit eurer Erhöhung d'r Preise bestimmt stü rechnen. Wideriprechend lauten die Nachrichten über Zahlungseingänge. Während auf der uren Leib' versichert wird, bah sie sich sehr gelwssert hätten, fit die Staatliche Landeswi rt >chansbarrk fest, daß der immer hcharer werdende Bargeld Mangel zu einer starken Bermeh- "Ng der Wechselprotests in den letzten Wochen geführt habe. -?as Durchschnitts-Verhältnis der protestierten zur Gesamtzahl .'er Wechsel wird mit 2.7 Prozent angegeben. Entspannnrrg in der polnischen KrediLlage. Dian schreibt uns aus Warschau: Die in den letzten Juni tagen durch die Bank Pol skr erfolgte Krcditeinschrünkunq hatte zur Folge, daß auch die Privatbanken den Kredit einschränken mußten, so daß sich die Industriellen in einer kritischen Lage befanden und selbst größere Firmen ihren Verpflichtungen nicht Nachkommen konnten. «Nun ist in dieser Lage insofern eine Entspannung ringe treten, als die Privatbanken den Kredit wieder erweitert haben, so daß die befürchtete Verminderung der Produktion nicht eintreten dürfte. Der polnische Einfuhrzoll für mineralische Superphosphate (Position 41, Punkt 5 des polnischen Zolltarifs), der bisher 1 Zloty für se ICO Kilogramm betragen hat, soll durch eine in diesen Tagen bevorstehende Verordnung auf 3 Zloty erhöht werden. e Gute Beschäftigung der polnischen Gummiindustrie. In der polnischen Gummiindustrie wird zurzeit äußerst intensiv ge» arbeitet. Der Bedarf des Jmienmarktes wird größtenteils von der inländischen Industrie gedeckt, wahrend der Import aus dem Ausland fortgesetzt sinkt. . Dw Konkurse in Jugoslawien. Aus Belgrad wird uns gemeldet: Bis Ende Juli wurden im lausenden Jahve 685 Konkurse gegen 497 im gleichen Zeitraum des Vorjahres angemeldet. Hievon entftelen auf Serbien und Montenegro 437. Berstergernngen. Vom Exekutivnsgericht Wien werden am 8. August, nachm. 2 Uhr, .10. Bez., Favoritenstraße 91, etn Personenauto; nachm. 4 Uhr, 3. Bez., Vordere Zollamtssrraße, Magazin 9, ein Auto zwangsweise versteigert. LedenävrrsichevüngS-Geseklschast Phönix. Gestern wurde öte 44. ordentliche Generalversammlung der Gesellschaft unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Divektor Paul Lechn e r abgehalten. Int Jahre 1626 sind LcbenKttersichisrungen über 436,851.056 S. Versicherungskapital abgeschlossen worden. Ter Ve r sicher üngsbe st and hat Ende 1926 erne Milliarde Schilling überschritten und m diesem Zeitpunkt 1.079,703.694 S. betragen. Er hat sich bis 30. Juni 1927 auf ungefähr 1.3 Milliarden Schilling erhöht. Die Gesellschaft hat die Bersich: rungsbestände einer Reihe österreichischer Lebensdersicherungsäisitalten in Neurtalrcn und in der Tschechoslowakei übernommen und deren Abwicklung im Sinne der einschlägigen zwischenstaatlichen Vereinbarungen sichergefteV. In den letzten Monaten des Jahres 1926 und tm. ersten Halbjahr 1927 hat die Gesellschaft die Zulassung zum Geschäftsbetrieb im Gesamtgebiet des Deutschen Reiches, in Italien und in Spanien erlangt und die Geschäftsstellen in Alexandrien Athen-und Kon sta ntinopel erweitert. Der kontinentale Bersicherimgsbestand der Consolid a t.e d A s f urance Companh in London wurde mit Genehmigung des Londoner Liguidationsgerichtshvfes an die Gesellschaft übertragen. Die Drümieneinnahme hat sich im Jahre 1926 auf 49,481.726 S. belaufen,, die Erträgnisse der Kapitalsanlagen haben 4,335.814 S. ergeben. -An die Versicherungsnehmer wurden 7,468.000 S. ausgezahlt. Der Dividendenfonds für Versicherungen Mit garantiertem Gewinnanteil beträgt 5,303.426 S. Die technischen Reserven (Prämienreserven und Prämienüberträge) haben sich im Laufe des 'opyrlght by Dt. M»x Präger, ß. LOvrit Verlag, Wies. AMERIKA. Cln Roman von Sdtaiom Asch. Als Hannah Lea a-i die Reihe kan:, teilte, sie, wie einst Jakob, ihre Herde: voraus schickte sie Rachale im Schmuck ihrer beiden Zöpschen — und Rachele fand Gmade vor den beiden und lvurde durchgelassen. Ihr folgten die „Banditen". Sie hielten sich bei den Händen und stanrpften mit ihre,: Sabbatstieseln fest auf den Boden . . . Man besah ihre Augen, ihren Hals, klopfte sie auf den Rücken und ließ sie mit zufriedener Miene passieren. .Dann erst ging Hannah Lea mit Jossele (einen Augenblick zuvor hatte sie ihm noch gauz heimlich die Schläfenlöckchen gekräuselt, damit er den Herren gefalle). Der Doktor nahm Jossele bei der Hand und sah ihm in die Augen .— Jossele zitterte und drängte sich am Mütters Rock — da nahiil er ihm das Käppchen ab, betrachtete seinen Kopf und dem Jnspeltor. In Hannah Leas .herzen stieg eine schlinnne Ahnung auf; ihre Hände zitterten. „Es ist nichts . . Ein kleiner Ausschlag vom letzten Typhus, es ist nichts," sagte sie. Ter Inspektor winkte einem Dritten, kein Wort wurde gesprochen. Der Mann faßte Jossele bei der Hand und nahm ihn auf die Seite. Jossele aber hielt der Mutter iRvck fest. Seine jüdischen Augen sackerten ängstlich, die Schläfenlöckchen zitterten. „Bon: letzten Typhus zurückgeblieben, ein kleiner Ausschlag," wielrecholte. Hannah Lea tr jüdischer Sprachedein Inspektor, indem sie Jossele am Arm hält. Keiner hörte aus sie, man <schob sie bald auf die Seite, aus ihren Platz warteten noch «Hunderte hinter ihr. „Weh nur, Mitter, teure!" schrie Hannah Lea und tmr schon in der Ecke, wo man Jossele hingeführt hatte. Und wo sind meine Schwäiüchen? Sie suchte mit bangen Blicken die Ihren, die 'mach der anderen Seite gegangen waren. Auf der anderen Seite aber -stand Rachele, an, jeder Seite einen von der „Bande" und ivinkte der Mutter beruhigend zu: „Du kannst dich aus mich verlassen/" Jahres 1926 auf 128,607.000 S., d. i. auf nahezu das Doppelte des vorjährigen Standes erhöht. D:c gesamten G a r a n t {e nt i tt c i der Gesellschaft betau sen sich «ui 149,308.416 S. Aus dem Ueöersrbvn der Jahresrcchnttng pro 1926 im Betrag ran -186.345.0; S. u-erdcn für das voll cingezahltc Aktienkapital von 4 Mit- 'lonen Schilling 6.5 Prozent DivWcnde ausgeschlittet; 100.000 S. werden der Kapitalsrücklaac zugeführt. Der D:v t d e n d e n k n P o n mit 2.60 S. für jede Aktie von 40 S. Nennwert gelangt ab 10. August 1927 zur Auszahlung. Ter Beschluß der vorjährigen GeneralÄersammlnng, den Zeitpunkt und die Modalitäten einer Erhöhung des Aktienkapitals dein Verwaltungsrat anhcimzustellen, wurde in: Sinne der gesetzlichen Vorschriften durch die ordentliche Generalversammlung erneuert. In den Vemaltungsrat wurden die ausschcidenden Mitglieder wiedergewählt; überdies erfolgte im Sinne der bestehenden Interessengemeinschaft mit der „Wechselseitigen Brandschaden und Janus", allgemeine Versicherungsanstalt A. G. :n Wien, die Zuwahl des Generaldirektors dieser Gesellschaft, Herrn Alois Trau t. Wiener Börse. Verminderter Besuch, lustlose Stimmung. Alle Marktgebiete ivaren gestern vernachlässigt, überall ist das Geschäft auf Null gesunken. Der Rückgang in Newyork infolge der Verzichterklärung Coolidges kam überraschend, war aber zur Zeit seiner Wirkung in Wien bereits abgeschwächt. Die Geschäftslosigkeit ließ sich nicht aufmuntern und auch der Bestich der Börse ist zurückgegangen. Im Schranken gaben die meisten Papiere nach, so Waggonleih um 1.60, Färberei um 2 mid Wolfscgg-Tranntalcr ilm 1 Schilling. Meinl und Bares-Pakraczer blieben um —.50 niedriger, Wienerberger Ziegelfabrik erhöhten sich dagegen um 1.60, Denes um 2 und Zivnostenska Lanka um 1.50. Brünner Maschinenfabrik gewannen —.96, Graz- Köflacher und Kohlenindustrie je —.60. Die bemerkenswerteste Belvegung im Schranken bildete der Rückgang der Königshofer Zement um 15 Schilling, Berg und Hütten senkten sich uni 1.— und Neusiedler um 1.50, Gutmann-Holz befestigten sich um —.50, Schraubenfabrik um 2.50. Unter den Zuckeraktien sanken Böhmische Zucker um 3, Ungarisch: Zucker um 1.50 Schilling. Auf dem Anlagemartt notierten Rudolfsbahn-Prioritätcn 11.60, Elisabethbahn, Emission 2, 63. Die meiste:: fixverzinslichen Papiere stagnierten im Kurse. Auch bei den Renten ergaben sich nur vereinzelte Abschlüsse. . Kassakurse: Böhm. Unionbank 70, Bankverein 31.25, Bodencredit 126.50, Oesterr. Credit 66, Anglvbank 6.10, Ungar.- Jtal. Bank 75, Nordbahn 1070, Nordbahn Genuß 590, Lemberg- Czernowitz-Jassy 75, Königshofer 664, Korkstein 15.50, Braubank 26, Hauser -u. Sobotka 10.90, Solo chrm. 230, Linzer Straßenbahn 17, %. E. G. Union 38.40, Ver. Elektr. -18.35, Otvcag 23.25, Steweag 25, Körner-Werke —.90, Slavonija 1.75, Trifailer 54, ©teir; Magnesit 67, Flesth 10.70, Daimler —.62, Oesterr. Hofherr 10.20, Ungar. Hofherr 22.90, Kabel Draht 25.25, Waffen 27.80, Leykam 11.50, Etti Becgl 9.50. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Die Kausstimmnng ist durch diefreundliche Haltung der Aus- - landsbörsen besser angeregt, trotzdem^ ist das Geschäft eng begrenzt. Jnlandsweizen ist 36.50 ab Station zu bewerten. Roggen liegt behauptet, Marchfelver -wurde zu 35—36 ab Station, Oberösterreicher zu' 35.50 gehandelt. Die Mais-- hausse hat weitere Fortschritte gemacht, Augustverschisfung ■ wertet 1.30 Ke. er Wien. Dre amtlichen NoitÄrungLN sind unverändert. Wiener Vrehmärtte. JungviehmarVt. Auftrieb: Kälber, lebend 599, Weidener 926, Schweine, Weidener 570, Es notierten. Kälber, lebend 1.90—2.60, Weidener 1.90 —3, Fleischschweine 2.90—3.45, Fettschweine 2.60—2.75 das iMeir ging zum Hasen chinab, um die Seinen vom Schiff zu holen. Auf diesen Dag chatte er gewartet von der ersten Stunde an, ftir diesen Tag lsich vorbereitet, da er dent Boden Amerikas betrat. 1 Wem: er durch die Straßen ging und in einem Laden etwas besonders Preiswertes sah, einen Kindermantel, einen Hut oder fönst was für die Seinen, dann kaufte: er es, trug es heim und verschloß cs im Schrank. So hatte er allmählich eine Garderobe für Weib und Kinder angeschafft. Eine Wohnung stand auch schon bereit (der Vetter hatte ihm. geholfen, sie zu mieten), ganz nahe von der Muhmö in der dritten Street — eine Kellerwohnung zwar, aber weuigstens eine eigene Wohnung, Halts er sich gesagt — und mm war er auf dem Wege, die Seinen vom Schiff zu' holen. Ihre ganze Fahrt übers Meer hatte er "mitgemachl, jeden Tag war er ins Bureau gelaufen, in dem er die Schisfskarten gekauft hatte, um zu fragen, „wo das Schiff jetzt halte". Seit gestern wußte er, daß es heute! um 1 Uhr nachnuttags in Hoboken einlaufeir werde. Ullecdings dort, das wußte er, wird man ihm die Seineir nicht herausgebeu — dort dürfen nur «die Passagiere erster und zweiter Klasse aussteigen. Zu den Semen,wird er später nach Eastj Island ' fahren müssen. Aber dort, sin Hoboken, wird er wenigstens! die Seinen von weilein ans dem Verdeck sehen. Den Abend vorher war er zur „Muhme^^ gegängelt. Einige Landsleute hatten ihm versprochen, sie würdet: auch ztlm Schiff kommen. Und nun steht er schon da unter vielen ailderen Wartenden und sieht durch eiu Fenestr der großen Wartehalle am Hafen, wie das mächtige Schiff sich nähert. Laugsan: geht es, schwer, und ist von Nebeln eingehüllt als schwebte noch das (Geheimnis des unendlicheir Meeres, von dem es her kam, über ihm. Meirs Herz klopfte; sein Gesicht war bleich, und nrehr als einmal schon tvar feine Hand nervös durch den Bart gefahren. Bald wird er sie sehen, die Seinen, von dieser Stelle aus, auf der er jetzt steht, die Seinen, die er in Leschna zurückgelasseit, und' das kam ihm wie übernatürlich vor, wie ein großes Wmttxr, belvirkt durch höchste Gnade. Er dachte an Haurtah Lea — er zwinkerte mit den Augen sie ist dochf eine gute, tüchtige Frau, sagte er sich, und ein fo warnres -Gefühl umsmg ihn, ö. AuMst 1927 Nr. 3029 Kilo. Bei lehr kebhistem Verkehr wurden lebende Kälber zu Vovrvci'enpreisen verkauft, Weidner Kälber um 10 Groscherr, Fleischschweine um 10 biö 15 Groschen, Fettschraeiue um Grvscben teurer. Butapestcr:!4ütreideternttnmarkt. Durch größere Käufe der Haussespekulation haben sich die Kurse erhöht. Die Notierungen lauten in Pengö: Oktobernieizen 30.56, Märzivetzen 32.00, Lttobcrroggen 26.28, Märzroggen 23.30. Ausländische Börsen. Berlin. Die Speluilation verhielt sich ruhig und abmarlend, da sie mit einer stänkeren Beteiligung des Publikums gerechnet hatte. Da die Kauflust gering war und sich nur in' Spezialwerten einiges Geschäft 'entwickelte, waren die Abweichungen der ersten Kurse im allgemeinen nur gering. Nach den eusteu Kursen gal>ett die Esseklen im allgemeinen bis^ein Prozent nach. Vor allem verstimmte die lustlose und schwacl>e Vemnlagnng des Montamnarttes, da die Berichte der preußischen Handelskammer für Juili für diese Wirtschaftszweige eiu Nachlassen der Konjunktur soft stellen. Im weiteren Verlaufe bröckelten die Kurse weiter ab und der Verkehr war bis auf Spezialwerte geschäftslos. — Pra g. Die Börse behielt auch gestern das gewohnte Bild der Geschäfts¬ und Lustlosigkeit ^bei. Zu Beginn lagen zwar einige Aufträge vor, nach deren Erledigung war aber das Geschäft so gut wie beendet und stagnierte bis zum Schlüsse. Am Anlagemarkt kam es zu einer mäßigen Befesti-gung. Am Exotenmarkt wurden gleichfalls nur wenige Papiere gehandelt und vereinzelt traten Kurs besser ungen Silage. Am Äsvisenmarkt übenvog die rückläufige Bewegng. — Budapest. Auch die gestrige Börse war wieder vollkommen ereignislos bei säst unveränderten Kursen. Freundlichere Berliner Tendenzberichte blieben infolge der. vorherrschenden Interesselosigkeit ohne Einfluß auf die Kursgestaltung. Nur einige favorisierte Werte erfreuten sich regeren Interesses und konnten Kursgwivne verzeichnen, so zum Beispiel Levante, Ganz, Danubius und Ung. Allg. Kohlen.^ Der Verkehr behielt bis zum Schluß sein ruhiges Gepräge bei. Das Endergpbnis des Tages hielt sich durchschnittlich auf dem der letzten Vi'-' Devisenkurse. Zürich, 4. August. (Schlußlurse.) Paris 20.32% (20.3234), London 2ö.2rJ'A (25,20), New Aork 518% (518.93%), Belgien 72.17^ (72.16), Italien 28.23 (26.22/,), Spanien 88.1734 (88.27/4), Holland 207.95 (2C8.0234), Berlin 123.44 (123.45), Wien 73.05 (73.05), Stockholm 169.10 (130.10), Oslo 134.10 (134.10), Kopenhagen 138.90 (138.90), Sofia 3.75 (3.75), Prag 15.3Q34 (15.39), -Warschau 58.— (58.—), Budapest 90.50 (90.50), Belgrad 9/13 (9.13%), Athen 679,75 (—.—), Konstantinopel 200.— (260.—), Bukarest 3.16 (3.18), Finnland 13.07% (13.08), Argentinien 220% (220V*), Japan 246.— (246.—), Privatdiscont 2.813^ (3.8134). Prag, 4. August. Amsterdam 1351.50 (4351.50), Berlin 800.75 (800.75), Brüssel 467.50 (468.25), Zürich 648.75 (649.25), Oslo 869.— (870.—), Kopenhagen 002.— (900.25), London 16350 (163.40), Madrid 571.50 (573.50), Mailand 183.175 (183x20), New York Kabel 3360 (33.60), Paris 131.80 (131.80), Stockholm 902.— (901.50), Belgrad 59.225 (50.23), Budapest 688.125 (586-20), Bukarest 20.47 (20.55), Konftantinopel 17.05 (17.05), Sofia 24.35 (24.36), Warschau 375.875 (376.—), Wien 478.625 (474.—). Budapest, 4. August. Amsterdam 229.20—229.90, Belgrad 10.06—10.10, Berlin 130.125—186.525, Bukarest 3.46—323, Brüssel 79.55—79.80, Kopenhagen 153.15—153.55, Oslo 147.75 —148.15, London 27.7834—2?B634. Mailand 31/10—31.25, Nerv York 574.65—573.65, Paris 22.38i^—22.48X, Prag 16.64 % —46.96 %, Sofia 4.125—4465, Stockholm 153.225- 153.625, Warschau 63.65—64.45, Wien 80.475—80.725, Zürich 110.25—110.55. Warschau, 4. August. Holland 367.60—359.40, London 43.35—4357, Nerv York 8.01—8.95, Paris 34.0-1—3542, Schweiz 171.97—472.83, Prag 26.45-26.57, Wien 125.64—126.26, Italien 48.46—48.70. Belgrad, 4. August. Paris 222.00—324.00, London 275.80—276.60, New York 56.70—56.90, Mailand 308,50— 31050, Prag 168.20—160.00, Wien 709.00—802.00, Budapest 901.50—994.50, Berlin 1351.50—1354.50, Genf 1093.50—1096.50. '»ah er ganz beschämt wurde. Er tvar wirklich errötet, und er suchte schnell an etwas anderes zu deickerr . . Wie eine Schlange wand sich das Schiss heran. Hundert« von Menschen stürzten zu den gwßeir, geöffneten FewsteM der Wartehalle, um 'nach den Ihren auszüspähelr. Und Htrndertc und aber Hunderte drängten sich auf denr Schiffs nach der dein Hafen zugekehrten Seite, winkten mit den Händen, mit weißen und roten; Tüchern und sch.renkten Fahnen. Eine Minute lanss ist's noch totenstill, imr das Schiff ächzt immer schwerer, je näher es der Landuirgsstelle kommt. Bald aber löst sich das Schwelgen: zuerst vereirrzelte Ausrufe, der Jubel der Ersten, die ihre.Augehörigeil erkannten, und daztvischeu auch hysterische Aufschreie — je näher aber das Schiss kam, desto höher schwoll der Chor der Stiniinelr von hübeir mrd driiben an, bis schließlich alles sich vereinte in einem! leid^ilschaftllchen, brausenden Freudeilgcschrei. Meirs Augen fliegen arrgstvoll über die Hunderte von Köpfen. Er sieht und hört nichts, — er schiebt alles zur Seite, uru ganz vorrre ans Fenster konrmen zu können. Aber er kann keilws der Seinen entdecken. — Was ist das nur? „Was ist das nur?" inurmelteil seine Lippen, uirds kalter Schweiß tritt ihm auf die ©tiru. Da bemerkt er eilte kleine Kindergruppe, die sich an' die Schifsssrout drängt, ein .Mädchen, etwas größer, und Knaben hinter ihr — sind sie das? Er klanunert sich alt sie mit den Micken, ein sreildiges Aufleuchten fliegt über sein Evsichc, seine Augen glänzen, er streckt die irmc aus, er will rufen, — aber die Stimme bleibt, als wäre siä erstarrt, in der Kehle stecken. Da bleiben ztvei helle Augen aus ihut hasten, Ch.iiins Augen. Noch ist er im Zweifel: Ist es der Vater, ist er's nicht? Doch jetzt > vir st er die lMrma hoch und bricht in eineir Jubelschrei aius: „Der Vater!", so hell mt> jauchzend, daß es schien.« als hallte das Schiff davon wider. Und eine Menge Leute sahen sich nur: Was ist dasi? Aber Chaim, neben dein sein! Schwesterchen und der zweite „Bandit" stand, ließ seinen Jubel imr noch kräftiger erschallen: „Ter Vater, der Vater, .der Vater!" schrie er voll Ekstase, bis ihn endlich die Umstehenden benchigten. Doch wo war die Mutter, too Iviar Jossele? fragte sich iMeir, und seine jAugen flogen wieder über Vas ALeex vvtt Köpfen. Gin paar Minuten später wußte er alles. (Fortsetzung folgt.). (16. Fortsetzung) ) Lust der Dranenrni'el.