Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3022 (29.7.1927)
- Date
- 1927-07-29
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Wien. Freitag Wiener Morgenzeitung 29. 1927 Hit. 3022 VOLKSWIRTSCHAFT | ■BnmaMMHMnHnnMnmMBnMWHnimMMHWBMaMBnM WirtfchaftsvlSve für Sesterkeich. Seit den Ereignissen Nom 1». Juli stellt das Problem Oesterreich im Mittelpunkt der Erörterungen. Man beginnt allmählich zu erkennen, daß auch die letzten Vorgänge in Wien nicht ausschließlich auf politisches Konto zu buchen sind, sondern daß ihre Ursachen vielfach in den wirtschaftlichen Verhältnissen liegen. Denn das Problem Oesterreich ist ein Wirtschaftsproblem. In einer Reihe von Blättern des Auslandes, vornehmlich in England und Frankreich, wurde in der letzten Zeit die Anschlußsragc wieder diskutiert. Zu den politischen Erörterungen über diese Frage gesellen sich nun auch die wirtschaftlichen, die ja von weit größerer Bedeutung sind. Es ist bekannt, daß die Anschlußfrage für Deutschland eine wirtschaftliche Frage ist, und gerade wegen der wirtschaftlichen B e l a - st u n g, die er für das Deutsche Reich mit sich bringen wüÄ>c, von dort nie mit großem Elan behandelt wurde. In der letzten Zeit hat die wirtschaftliche Lage in Oesterreich den Anschlußgedanken gerade in jenen österreichischen Kreisen verstärkt, die bisher für ihn nicht zu haben waren. Dabei werden Kolumbusentdeckungcn gemacht, die etwas merkwürdig anmuten. So schreibt in der deutschen „Allgemeinen Zeitung" ein österreichischer Politiker, daß der Anschluß, wenn er auch nicht formal vollzogen werden kann, denn doch im Wege der Evolution, vor allem durch Betonung der tvirtschaftlichcn Zusammenarbeit herbeigeführt werden könnte. Der von österreichischagrarischer Seite aufgclvorfene Gedanke der Zollunion mit Deutschland wäre bei einem wirklichen Interesse der deutschen Wirtschaftsführer für die österreichischen Wirtschaftsverhältnisse in modifizierter Form zu verwirklichen. In dem Aussatz wird am Schluß für deutsche Jnvestiti'onSpolitik in Oesterreich plädiert. Es ist bekannt, daß schon vor einigen Jahren der wirtschaftliche Anschluß an Deutschland verwirklicht werden konnte. Das demonstrative Anschlußgeschrei der Sozialdemokratie hat jedoch niemals eine produktive Methode in sich geschlossen, und auf der anderen Seite war die Gegnerschaft gegen den Anschluß ziemlich stark, dazu kam die mehr als laue Haltung Deutschlands. Heute redet die Sozialdemokratie überhaupt nicht vom Anschluß, und die vorgeschlagene Methode von deutschen Investitionen in die österreichische Wirtschaft scheint viel zu spät zu kommen, da inzwischen Oesterreich noch mehr heruntergelvirtschaftet wurde, als es voretwa sieben oder acht Jahren war. Wie der Berliner „Vorwärts" aüs zuverlässiger Quelle erfahrerr haben will, soll die tschechoslowakische Regierung im Einvernehmen mit Frankreich im Herbst der österreichischen Regierung eine Zollunion Vorschlägen. Damit solle für Oesterreich sicherer und leichter Absatz seiner Jndustrieproduktc, Bezug billiger Lebensmittel gesichert und sein Anschluß st reben gebrochen werden. Dazu bemerkt das Blatt: „Man rechnet wohl damit, daß Wien ein solches Angebot nicht gut rblehnen könnte. Aber ein Hindernis besteht auf alle Fälle, sie M c i st b e g ü n ft i g u n g, die sowohl die Tschechoslowakei als auch Oesterreich einer ganzen Menge anderer Staaten eingeräumt haben. Diese Staaten könnten also gleichfalls eine Zollunion verlangen, vor allem Deutschland. Würde Deutschland in einen solchen Zollverband einbezogen, so hätten wir nichts dagegen zu sagen." ' (10. Fortsetzung) Copyright by Dt. Max Prlger, R. Löwlt Verlag, Wien, AMERIKA. Ein Roman von Sdialom Asm. Trotzdem manches schlimm ist, hält er alles wie zu Hause. Und ivenn man mit Kindern hiuüberkommt, ist das ein richtiger Segen. Rachele wird dort bald Geld verdienen können. Tenn mit Töchtern ist's noch besser als mit Söhnen. Und einen anderen Ausweg gibt es nicht. Tenn auch noch jüdischem Brauch, wie lange soll er allein bleiben, er Hort und sie hier? Und so, da er keinen anderen hat, bittet er seinen Schivager, daß er zu seinem Weib gehe und mit ihr alles im einzelnen bespricht und sie tröste und beruhige — denn das Meer, wenn Gott will, so ist es gar nichts, — sind wir doch alle' in seiner Hand.. Bevor noch Leibusch den Brief zu Ende gelesen hatte, war Hannäh Lea in ein furchtbares, herzzerreißendes Weinen ausgebrochen. Sie wußte nicht, sollte sie sich über len Brief steuen oder darüber trauern. Tie fühlte nur, wie ihr die Tränen hervorstürzten, und sie weinte so heftig, daß keiner sie trösten oder sie daran Hindert wollte, sich auszuwelnen. Die Knaben waren still geworden und bekanien ernste (Gesichter. Rachele weinte ganz leise. Alle warteten und schwft-- geN nachdenklich, indes sie die Mattier weinen ließen. Nur der Muhme Stimnie mischte sich in das Weinen. Und jetzt hörte man ganz genau, wie sie mit schriller Stimme lachte, imd dieses spitze Lachen erschreckte viel mehr als der Mutter Weinen. . ,&i, hi, hi," klang es immer w'lckxr in Hannah Leas SÄuclsen hinein.., Diese Meldung hat wenig Wahrscheinlichkeit für sich. Dennoch hat sie einen guten Kern: die Einsicht, daß Oesterreich als tvirtschaftlichcs Gefüge, wie es jetzt besteht, von einer Krise und Konvulsion in die andere taumeln und damit einen ständigen Gefahrenherd bilden muß, kommt nicht von außen jene wirtschaftliche Einsicht, die in Oesterreich selbst nicht zu finden ist. Amerikanischer Kapital im Aarland. Die stete Zunahme amerikanischer Kapitalsanlagen im Ausland geht aus einer Uebcrficht hervor, die vom Department of Commerce in Washington hcrausgcgebcn wird. Im zweiten Vierteljahr 1927 wurden ausländische Papiere im Werte von mehr als 411 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten erlvorben, was nach der Uebersichtstabelle eine Zunahme von nahezu 67 Millionen Dollar gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres bedeutet. Die gesamten amerikanischen Kapitalsanlagen im Ausland werden ans 12,3 Milliarden Dollar geschätzt. Dre Devffenturse zeigten auf den internationalen Märkten keine nennenswerten Veränderungeir. . Devise Parts ist um einen viertel Punkt auf 20,32<,'t Parität Zürich gestiegen, die Lira und der Leu blieben unverändert. Dre Reichs nt ark hat ihre steigende Tendenz bekbehalten (Züricher Schlußkurs 123.52). Der Schilling notiert unverändert 73.08. Die Dividende der Pilsner SMrenvrauerei. Aus Prag wird gemeldet: Die Generalversammlung der Ersten Pilsner Akttenbrauerei hat beschlossen, für 16 Monate eine 40prozentige Dividende zur Ausschüttung zu bringen. Jnso-venzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über den Inhaber der Firma Arnold Selka u. Co., Wien, 5. Bez., Ramperstorffergasse 23; Ingenieur Walter R ö d l, Wien, 17. Bez., Dornbachcrstraße 60; Diesit-Werke Franz Dres, Wien, 12. Bez., Chrenfeksgasse 14. Die Bank Malopolski in Krakau hat sich, wie uns aus jK r a k a u gemeldet wird, der Oefterreichischen Kreditanstalt alliiert, die einen Teil der Aktie« des Krakauer Institutes übernehmen wird. Neue Kredftetuschränrungen in Polen. Wie uns aus Warschau berichtet wird, haben infolge des Junipassivums der Handelsbilanz, das 46 Millionen Zlotp betrug, dre Bank Polski und die Privatbanken die bereits aufgehobenen Krediteinschränkungen wieder eingeführt und neuerliche Wechselkreditrestriktionen vorgenommen. Vor Arbeiterentlaffuns,en im Ostmuer Revier. Aus Brünn wird uns gemeldet: Die Beschäftigung der Ostrauer Kohlengruben ist vorwiegend infolge des schwachen Auslandsgeschäftes in der letzten Zeit ziemlich stark zurückgegangen, so daß die Ostrauer Zechen demnächst zu einem Abbau der Belegschaften schreiten wollen. Die Unternehmer weisen darauf hin, daß angesichts der verminderten Beschäftigung der gegenwärtige Arbeiterstand, welcher fast ebenso hoch ist wie zur Zeit der englischen Streikkonjunktur. nicht beibehalten werden kann. Die Entlassungen sollen 4000 bis 5000 Arbeiter umfassen. Eine Hafenanleihe für Danzig. Aus Danzig wird uns gemeldet: Der Danziger Hafenaus^cyuß hat seine '3c'rhaudlii«geil über eine Anleihe perfektioniert. Die Anleihe wird zu sechseinhalb Prozent von der Newyork Blair u. C o. übernommen, die Laufzeit 25 Jahre betragen. Die Lemberg-Czernowitzer Eisenbahn-Obligationen. Wie bereits.mehrfach berichtet, ist wegen oer Ablösung der Lcmbcrg- Czeruowitzer Eisenbahnobligationen durch die polnische, bzw. rumänische Negierung zwischen diesen beiden Regierungen und den Obligationcnbcsttzern keine Einigung zustande gekommen. Die rumänische Regierung beabsichtigt, wie ebenfalls bereits geineldet wurde-, die Liquidation der Gesellschaft durchzuführetr. Dies bezieht sich natürlich nur auf de« rumänischen Anteil, der etwa 28 Prozent des GesamtbesitzcS betragt. Die polnische Regierung hat ihre Absichten noch nicht bekanntgegeben. Wie unS aus Warschau gemeldet - Rotenturin-Klno— I., fleischmarkt 1 Von heute bis 2. August: Doppelprogramm! EcamcIstfreficiftCHr und MS« kleine Maumei Beginn d. Vorstellungen an Wochentagen: 4,6, V*8 u. 9 Uhr Sonn- und Feiertage: V*4, */«Ö, h«7, V»8 und 9 Uhr wird, haben dir englischen Bescher der Lemberg-Czernowitzer Eisewbahnobligatioucn Scl^ritte zur Wahrung ihrer Rechte eiiigeleitel- In 'orr'nächsten Zeit wird ut Ezernowitz ein« neuerliche Versammlung der Prioritätenbesitzer stnttfinden. Ern neuer rurstäuischer FrachteMarif. Aus Bukarest wird uns gemeldet: Dos Nntcrstaatssekretariat für Eisenbahnen hat mit der Ausarbeitung eines neuen Frachtentanfes begonnen, der wahrscheinlich noch in diefem! Jahr in "Kraft treten wird. E:n PeprerdyrteU in Jugoslawien. Tic Gründung deS Papierkartells in Jugoslawien wird, wie wir ".uS Kreisen der Papterinduftriellen erfahren — in den nächsten Tagen erfolgen. Vorläufig wird ein Prerskartell gegründet, an welchem sich die vier grössten Papierfabriken Jugoslawiens beteiligen werden. Die kartellierten Papierfabriken hoffen, daß durch ihre Produktion der ganze Bedarf des Landes gedeckt werden kann. (Sop) Das Ergebnis der f . i zösifchen Konvertiernngsanleihe. Aus Paris wird gemeldet: Das französische Finanzmimstertuin teilt mit, daß das Erträgnis der letzten französischen KonvertierungSanleihe (6prozentige Obligationen, anwrtisierbar in 50 Jahren) nach den bisherigen Schätzungen sich aus ungefähr 4.6 Milliarden Francs belaufe. Davon wurden über zwet Drittel in barcin gezeichnet. - Ein Tunnel unter den Dardanellen für den Transitverkehr? Me aus London geineldet wird, soll die türkische Regierung den Bau eines Tunnels zwischen Konstantrnopel und den: klein asiatischen Festland beschlossen haben. Me der diplomatische Korrespondent des „Dailv Telegraph" erfährt, soll bereits türkisches Kapital zur Verwirklichung dieses Planes bereitestem sein, während eine große Gruppe deutscher Bankiers und Industrieller sich bereit erklärt haben soll, das noch fehlende Baukapital der türkischen Regierung vorzuschreßen, unter der Bedingung, daß sie den Auftrag zum Bau des Tunnels und der elektrischen Eisenbahn erhält, dre beide Ufer uriteinander verbinden soll. Dre, türkische RegrerUng verspricht sich von dein Bau eines solchen Tunnels erne außerordentliche Zunahme des Transitgütstrverk e h r s nach Kleinasien. Große Eisenerzlager in Erythracr. In foer Erythräa sind durch Sachverständige. die das Wirtschaftsministorium zum Zwecke von Nachforschungen nach Goldvorkommen entsandt hatte, südlich von Asm-ara Eisenerzlager von mächtiger Ausdehnung festgestellt worden. Die Ausbeutung dicker Naturschätze würde durch die Nähe der Asmava mit.Massaua verbindenden Eisenbahn sehr erleichtert werde». Ferner sind am Fuße des GH od am-Berges bedeutende G l i m m e r l a g e r aufgedeckt worden. Ein ständiges internationales Musterlager in Kalifornien. Kalifornien, das von dem europäischen Handel stark vernachlässigt wird, ist ein gutes Absatzgebiet, und der Wassertransport durch den Panamakänal ist bedeutend' billiger als über New Dock. Nun hat sich in Los A n g e l o s eine Gesellschaft aus-, getan, 'die zur Förderung der Handelsbeziehungen unter dem Namen „International Trade Exhibition Builling" ein ständiges internationales Musterlager errichtet. „MrS'chnr n/taasia". Soeben ist Nr. 9/10 der Halbmonatsschrift „Mis'char w'taasia" (P. O. B. 21, Del Mono, erschienen. Die Nummer ist den Fragen des genossenschaftlichen Kreditwesens gewidmet und wurde aus Anlaß des Internationalen kooperativen Tages (2. Juli) durch die Vereinigung der genossenschaftlichen Spar- und Vorschußkaffe herausgegeven. Ter Inhalt ist sehr aufschlußreich und zeigt eine gründliche Beschäftigung mit 'den Problemen des Genossenschaftswesens und der städtischen Sredlung. Hanna h Lea nimmt Abschied von ihren verstorbenen Kindern. Hannah Lea ging auf den Friedhof, den „guten Ort", um von ihren Eltern Abschied zu nehmen — einen Tag früher, bevor sie Leschna verlassen wollte, um nach Amerika zu reisen. Ueber das Grab der Mutter gebeugt rief Hannah Lea laut mit schluchzender Stimnre herab: „Weh nur, tnem überläßt du mich? An wer: soll ich mich wenden? Ich muß doch weit fort über das schreckliche Meer — zu wem soll ich dort kommen, an tvessen Grad soll ich klagen und nrein Herz ausschütton — Mutter, Mutter, wie kann ich dich nur zurücklassen — ich werde dich doch nie mehr sehen, nie inehr an dein Grab kommen/? Mutter, Mutter, in tvessen Härrde gibst du mich?" Auf dem „guten Ort" tagen aber auch zwei ihrer Kinder unter der Erde, und Hamrah Lea wußte nicht, was sie mit denen anfangen sollte. Es waren ein Knabe und ein Machen, eins älter, eins jünger als Jossele. Hannah Lea konnte sich nicht vorstellen, daß sie die Kinder hier allein zurücklasstn und tue, nie mehr ihre Gräber Wiedersehen sollte. Einen klaren Gedanken hatte sie nicht. Die. Vorstellung, daß sie da unten tot in der Erde lägen, mischte sich, (als liefen die Kiccder noch auf Gottes Erde herum), mit denr Empfinden, daß ihre Kinder hier alleirr und verlassen zurückblieben.! Wie oft hatte vorncals Hannah Lea ihre Schritte zunr „guten Ort" gelenkt, und ivenn sie jemcnrd unterwegs fragte: „Wohin des Weges?" gewöhnlich in gleicher Weise geantwortet: „Zu meinen zwei jungen Bäumchen!" War ihr weh ums Herz, dann weinte sie sich an ihrer Mutteo Grab aus oder zuletzt am Grabe ihrer Kiirder. „Lauft, lauft, KinhMchqn, . eilt vor . Msttes .l-eftigen Thwic und sHt ihn. an unr Erbarmen für Eure Mutter Hannah Loa, der Jente Tochter, die in großer H'erzensnot ist." Die „Banditeir"! imd Jossele hatten aber auch eilt tiefes Interesse für ihr Brüderchen imd Schwesterchen, mrd wenn die Tage kamen, au deneir man die Friedhöfe besucht, damr pflegten sie ihre Kameraden zu den kleinen Gräbern zu führeir, und rühmten sich, daß sie hier Bruder nird Schwester liegen hätten. Sie fühlten sich als große Herren auf denr „guten Ort", weil ihre Geschwister da lagen, obwohl ihr Kamerad Simon hier doch noch größere Protektion hatte, denn der hatte Vater und Mutter rin Grabe liegen... * r 1 Als nun Hannah Lea Abschied genommen hatte vion den Gräbern, blieb sie in der Friedhoftür steheir und rief noch einmal aus: „Mutter, meine teure, wo geh ich hin! ittrd Mbramle laß ich da und Hiirdele, meine Kinder!" Und lief noch einmal zurück und warf sich auf die Gräber der Kinder, von deireir man kaum noch eine leise Spur merkte, mir eine kleine, ganz kleine Erhöhung, aus der hohes Gras wucherte. Sie iveinte jetzt nicht mrd rief nicht: „Lauft, Kinderchen, betet für eure Mutter!" sie dachte mir immer dararr, daß sie etloas zurücklasse, kein Lebendiges freilich, aber etlvas sehr, sehr Teures.! Tote Kiirder! Und doch konnte sie nicht fortgeheir, obgleich sie nnlßte, daß sie zu Haust dringend 'nötig!var, daß noch das ganze Gepäck versorgt werden mußte. Endlich raffte sie sich auf. „Was steh' ich da," murinelte sie, „ich när-. rische Frau!" Sie ging rucht, sie schlich sich vom „guten Ort" fort. Im Herzen hatte sie ein Gefühl, als hätte sie ein schweres Uirrecht begangen... ' \ ‘ iA!uf dem Heimweg traf sie, bereits hie Männer, dke zunt Nachtgebet nach denr Bethaust gingen. Es war nach dem Laubhüttenfest, das Wettet tvar frisch rrnd schön. Die Somit war bereits untergegangeu und die Bätzine rauschten.