Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3016 (23.7.1927)
- Date
- 1927-07-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 Men, GamStag Kr. S016 28. Ja« 1937 TOlKfWIRTIClillT 9ct Sstrrnichisch-tschechische Hauvelrverttas Die neuen Sätze des tschechoslowakischen TarifeS. Im tschechoslowakischen Zolltarif lauten die neu vereinbarten Sätze (ln tschechischen Kronen): Pferde über Mi Jahre 900, 1100 (1200); Wein in Fässern für bestimmte Provenienzen 210 (420); Hanfgarne, einfach, roh 72 (73); Wirk- und Strickwaren, auS Wolle 3135 (6350), aus Kunstseide 9000 (28.000); GanzsetdenbLnder 10.000 bis 13.000 (26.000, 28.000); Halbseidenbönder 6360; 7000, 9450 (9000, 12.000, 13.000); aufgeputzte Hüte (per Stiick) 16 (28.80); D amenwäsche und leichte Konfektion, mit Spitzen oder Stickereien verliert 6600, 10.000, 23.000 (Zoll des Hauptbestandteiles plus 40 Prozent); Kragen, Manschetten 1100, 4100 (Gewebezoll plus 40 Prozent); Seidenpapier 180 (180); Kreppapier 262 (360); Papierwaren 250 bis 1200 (720 Fs 1800); Sohlenleder, lohgar 493, 390, 245 (860, 731. 380); Taschnerwaren 2300, 4680 (6250, 7200); Furniere, Sperrholz 105 (176); Möbel 220 bis öOO (600 bis 1800); Magnesitziegel 14.21 (20.30); Roheisen 19.60 (19), Mesferstahl 45.60 (66, 71.50); Beleuchtungskörper aus Eisen und unedlen Metallen 760, 1400, 1440 (1662, 3000, 2400); Frachtachsen 230 (420); Se«sen 128 (320); Hämmer, Dengelzeuge 290, 530 (628, 960); Meißel, Preßlustwerkzeuge 900 (4500); Schrauben, Nieten 120 bis 600 (240 bis 1000); Drahtseile 800, 387 (352, 648); Mafchinmesser 630 (1100); Koquillen 25 (96); Bleche und Drähte aus Kupfer, Nickel und deren Legierungen 176, 224, 262 (286 bis 604).; Bestecke, Tafelgeräte und kleine Gebrauchsgegenstände, unverfilbert 1800 (2400, 3000); dieselben versilbert 4680, 6400 (7200); Metallarmaturen 720, 780 (960, 1040); Möbelbeschläge 660. 1300 (1100, 2400);, Straßenlokomotiven, Lokomobile für Landwirtschaft 298 (580, 522), Wasserturbinen 326, 276, 260 (650, 650, 500); Dreschmaschinen 180 (324); Pflugbestandteile 168 (432); Flüssigkeitspumpen 330, 315 (760, 700); Papiermaschinen 400, 300 (600, 700); Dynamomaschinen und Elektromotoren 1080 bis 896 (2160 bis 720); Glühlampen 2200 (4000); elektrische Apparate 1800, 1440 (3000); Brückenwagen 600 (720); Klcwiere 1200 (2500); Bleiglärte 96 (96); Wasserstoffsuperoxyd 180 (360); Salpetersäure 17.60 (30); Schwefelsäure 89 (195). Bor Beendigung des deutsch-polnische» golllriege»? Aus Berlin wird uns berichtet: Nach einem fast Jahre währenden Zollkrieg scheint sich in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Polen eine Wendung zum Besseren anzubahnen. Beim Reichsverband der deutschen Industrie ist ein Schreiben eingegangen, das für Anfang Oktober den Besuch einer Abordnung von polnischen Jndustriellenin Berlin ankündigt. Dir Anregung zu dieser Zusammenkunft ist vor längerer Zeit vom Vorsitzenden des polnischen Fndustrieverbandes, Z y ch l i n s k i, auSgegangen. Abgesehen von der politischen Atmosphäre, welche ttch seit je um die decksch-polnischen WirtschastsverhandlunAen legt, find die Interessengegensätze zwischen den beiden Landern leicht auf eine Formel zu bringen: Auf der einen Sefte Deutschlands Interesse an der A u s f u h r von Fertigwaren und Polens Furcht vor der Ueberschwemmung mtt deutschen Jndustrieprodu!ten, auf der anderen Seite Polens Interesse an der Ausfuhr von Lebensmitteln und Kohle und der W i d e r st a n d d e r d e u t s ch e n Agrar- und Dergbaukreise gegen solche Importe. Doch must darauf hingewiesen werden, daß der niederschlesische JndustriellenverKand sich in seiner letzten Hauptversammlung für die Beendigung des Zollkrieges zwischen den beiden Staaten ausgesprochen hat. Schwieriger ist es mit den deutschen Agrariern, doch haben in letzter Zeit Besprechungen zwischen dem deutschen Jndustrieverband und den landwirtschaftlichen Organisationen die Situation einigermaßen geklärt. Polens Handelspolitik ist stark von der Rücksicht aufdieWährung beeinflußt, und man will die Passivität der polnischen Handelsbilanz durch Drosselungen der Einfuhr herabdrücken. Dabei hat durch den Zollkrieg Deutschland bei diesen Drosselungen am meisten gelitten. Polen fürchtet auch die Einfuhr von deutscher Arbeitskraft. Avf diesem Punkte spielt die gange Frage ins politische Gebiet hinüber; die Berliner Besprechungen im Oktober sollen jedoch einen vollkommen unpolitischen Charakter tragen. Dre Devisenmärkte hatten gestern Leine größeren Bewegungen zu verzeichnen. Der Schilling Ist im Zusammenhang mtt dem leichten Rückgang des Dollars von 73.121/2 auf 73.10zurückgegangeu. Devise Mailand konnte sich infolge einiger Deckungen etwas befestigen, Verlor aber dann ihre Kurserhöhung zum größten Teil und schloß 39.26. Der L e u war schwacher, er senkte sich von 3.18 auf -3.13.. Der Markkur» ist mtt 128.88 unverändert geblieben. FaMe-üustiguugeu und Paßerlekchteruugen sür die W»««er Herbstmesse 1927. Für die in der Zeit vom 4. vis 11. September stattfindende 13. Wiener Internationale Messe (Herbstmesse 1927) wurden die nachfolgenden Paßerleichterungen gemährt: Das österreichische Paßvisum ist Kr alle Messkbesucher, die sich mit einem Messeausweis und gültigem Reisepaß legitimieren können, Kr die Zeit dom löT August ÄS 1. Oktober 1927 aufgehoben. Auch für. me Durchreise durch di« T s ch c ch o sl o dv ak e r brauchen Messebesucher unter den Vorerwähnten Bedingungen kein Visum. Die auS Rumämen, S.H.S., und -er Tschechoslowakei durch Ungarn reisenden Besucher brauchen sich vor Antritt der Reife kern ungarisches Transitvnrmr hu besorgen, da sie es rat U-everschretten der ungarischen Grenze von den dortigen Behörden gegen Erlag der DurchvetschWvrrnöerkgobÜhren in kurzem Weg erhalten können.- Fahrbegünsnaungen werden einaeräumt; auf den österreichischen BundeWahnen in der Zeit vom 3ll August bis 11. September 1927 eine Wprozentige Fahrpreisermäßigung. Die Bahnen der SÄzesfionSftaaten (Tschechoslowakei, Ungarn, S. H. S., Polen, Rumänien), ferner die italienischen, bulgarischen und griechischen SiaarSbahnen und die „Compagnie ^Exploitation des chemins de fer orientaux" räumen Besuchern der Wien« Herbstmesse eine S6prozentig« SiS 60prozentige Fahrpreisermäßigung. ein, ebenso! die große« GchWhttSyeseNschasten. Ermäßigungen für den Lustvrr« kchr gewähren: Die österreichische LastverketzrS-A. G., Wien, und die ungarische LnfkverkeSrS-A. G.. Budapest, und per «Mervlot" .Warschau. «or der Äekabfttzong der tscheckaflowatischen Zucker. 5vrift. MS Prag wird gemeldet: Heber die Hevag der Zuckererporttarife soll nach der „Tribuns" n den StaotSbahnen und der Zuckerindustrie ln der zweiten Hälfte August verhandelt werben, weil man bis zu dieser Zeit eine Entscheidung der reich-- deutschen Bahnen Wer die Herabsetzung der Zuckertarife erwartet. Feilbietungen. Beim Bezirksgericht Meidling werden am 1. September, vorm. 10 Uhr, folgende Haushälften Ersteigert: 12. Bez., Gatterholzaasse 9 (Schätzwert 22.000 Schilling, geringstes Gebot 11.000 S.), '12. Bez., Gatterhohgasse 11 (<Mtzwert 6300 S., geringstes Gebot 3160 Schilling) 12. «Sh, Gatterholzgasse 13 (Schätzwert 3000 Schilling, geringstes Gebot 1500 S.). Beim Bezirksgericht FünHauS wird am 18. September, vorm. 11 Uhr, das Haus 14. Bez., Goldschlagstraße 44 (Schätzwert 11.200 Schilling, geringste- Gebot 5600 S.), beim Bezirksgericht HernalS am 16. September, vorm, halb 10 Uhr, das Haus 16. Bez., Rankgasse 6 (Schätzwert 29.000 S., geringste- Gebot 14.600 <§.) und am 27. September, vorm, halb 10 Uhr, das Haus 17. Bez., Hernalser Hauptstraße AI samt Garten und Bauarea (Schätzwert 15.600 S., geringstes Gebot 7800 S.) versteigert. — Fahrnisse: Zwangsweise versteigert werden am 26. Juli 1927: nach« mittags Halb 5 Uhr, 6. Bez., Obere Amtshausgasse 27, dkverse Maschinen, Bandsägen, Elektromotor, StaUbsaüge« Maschinen, Wohnungseinrichtung, Kassen, antike Möbel, Bnreaueintichtung, Schreibmaschinen, Negiftmetkassen, Luster, zirka ein Waggon Nutzholz ufw. Die polnische KoÜlestkonventton vorläufig pvokougkert. A^Kattowitz wirb berichtet: Die allgemeine polnische KoWiettkoWention ist mit der Unterfertiguflg einer provasonßchen Abmachung bis 1. Oktober 1930 prolongiert worben. Die Vertreter der Kohlengruben sind nach Warschau abgereist, um dem HandelSmimster den Vertrag vorzulegm. Der HandelSnnnister wird darüber. enssmeid^n, ob dre Konvention genügend sei oder ob daS angerundigte Dekret de- Präsidenten der Republik über die zwangsweise Kohlenwirtschast inS Leben treten soll. Einziehung italienischer SilberMnaen und Baut- Noten. Mit Ende September werden die 7* und 2-Li r«- Münyen und die 5-Lire-Banknoten aus dem Ber« kchr gezogen. Gleichzeitig wird die Regrerung 30-L irp- Münzen aus Silber prägen lassen. ' . Grpße Verluste der rumänischen Eterexporteure. Aus Bukar.est wird gemeldet; Unmittelbar vor dem Rücktritt der Regierung Averescu hatte der mirtschaftticht: Hauptbetmt beschlossen, die Ausfuhr der großen Eiervroduktion und. -reserven aus Siebenbürgen und der Buküwina durch Ermäßigung des Ausfuhrzolles von einem Leu aus^emen» halben Leu für das Stück zu fördern. Diese Maßnahme veranlaßte englische Importeure in London und Manchester zmn Aufkauf fast der ganzen außerordentlich großen Vorräte. Der plötzliche ReKerungSwechsel vorhin- «rte jedoch baS Inkrafttreten der Zollermäßigung. Di/efer Umstand sowie -as einsehende heiße Wrtter und das über-.! wiegende Interesse des englischen Mar^-s für. Eftr aus Jugoslawien und UnMrn, nötigten die Händler zur Einber Eier in Budapester und Leipziger KlManlagssn. Die hiedurch ^verursachten Verluste der rumänischen Exporteurestnd schr bedeutend, die engischen Importeure Üben gegen. 30.000 Pfund Schaden. / Budapester Getrewetenninmarrt. Im Einklang mit Zer Men Tendenzen den amerikanischen Börsen haben W die Kurse' abgeschwächt. Die Notterungen läuten in P«ngö: OktobeMeizen 30.44, Märzweizen 32.70,-Oktoberroggsn 26.60, Märzroggen 26.Ä. , 3ns iüdisdke Maus das iüdisdke fßtatt w (4. Fortsetzung.) ^opjright by Dr. Uax Pxftger, B. LOwit VwIht, Wi*a. AMERIKA. Ein Roman von Sdialom AMR. Als Iossele die Augen auffchlug, srch er bk „Bandes aus dem BrK>en hocken zwischen umgestellten Stlchken u»ch Bänken, und sie teilte ihm offiziell mit: ,Leute wird nicht zur Schule gegangen, Bat« ist! nach Amerika gefahren." Iossele gab ihnm keine Antwort. Tief in seinem Herzen trug er Vaters letzte Worte; er war ganz von Stolz über jedes Wort erfüllt, das ber Vater ihm gesagt hatte und war fest entschlossen, alles, MS Vater verhrngt Mp, zu tun. ' ' ' Meir in Amerikq. Wie ein Einsamer in der Wüste saß Meir int dritten Stockwerk eines der Dammany-Häuser rar Essig-Street, in OrvßMew-Nork — zwischen emer 5 Mllivnen-Bevölkerung und 900.600 seiner eigenen Brüder. Keinem Verein, keiner „Society" gehörte er an, er nollte sich überhaupt in nichts Ämnengen. Seine Landsleuta von der dritten Stteet, deren .Adresse man ihm mttgkgeben und di« ihn beim Landen in Empfang genommen hatten, hatten ihm einen „jüdischen Platz" verschafft — eine Stelle in einer Fabrik, wo man am Sabbat nicht arbeitet. ES ist nun mehr als sieben Monat« her, daß Meir auf, seinem Platz vor einem Fenster, das die Aussicht auf eine Riesenmauer gewährt, sitzt und auf seiner Nähmaschine Hemdenkanten absteppt. Wie er eigentlich dahingekommen, weiß er bis heute nicht, obwohl er jeden Ta^ M Arbeit und von der Arbeit fährt. Ein Landsmann, ein Verwandter seiner Muhme Malke, hatte ihn in irgendeinen tiefen Keller geführt, von wo aus er mit der Bahn tvetterfuhr, und so fährt er nun jeden Tag seinen Weg von und zu der Fabrik. Er machte sich über diese Bahn, die in einem schrecklichen endlosen Tunnel unter der Erde fauste, gar keine Gedanken; er hatte auf seinem Weg nach Amerika so diele Ding« gesehen und sein ßkopf war davon so benebelt, daß te sch on über nichts mehr staunen konnte. ES erregt« auch nicht sein Befremden, als ihm fein Verwandter das Anerbieten machte, Hemde« zu nähen, inid a!S man ihn einfach vor ein« Nähmaschine setzte. Er, Matt, Reb Jossels Sohn, dessen Name in dar ganzen StM bekannt war als der eines Gekehrten, er, ein Jünger des Gerer Rabbi, tyc nebenbei von HauS aus etwawie ein Kaufmann war, sollte nun ein Hemdenstepper werden ungefähr wie Sender, der Frauenschneider, daheim in seinem Städtchen. -Aber hier war ja allemMich: deswegen ist'S ja auch .Amerika! Hier ist es keine Schande, und jchtteMch dazu war er ja hergekommon. Der Hauptzweck war vechienon, Weib und Kinder ernähre«, die dahadn auf den ersten Rubel warten. Und fo gewöhnte er sich basi» daran — neigte feinen Kopf und sagte ssth: Also soll diesem«m Geschäft fein. Und saß so den ganzen Lag, den Hut auf dem Kopf (die anderen sastm Larhjäupttg) in demselben Saal, wo auch di« Näheriunen satzm. Er bemerkte sie nichts er arberteje fleißig und ununterbrochen. Gr sprach mtt niemand ein Wort. Aber er selbst dachte viel bei sich nach ging auch manchmal ein ganzes Kapitel Mifchna oder sonst etwas aus rän HMgen Schriften im Kopfe durch zum^st ab« warm Hm Gedanken mtt den Seinen daheim im Gtädtchar beschäftigt. Was wohl die Kinder machen? Und Josselet? Jofme — er sah Hn fast körpttlich vor sich wie « in d« kleinen Gwbe heim Lehrer fitzt und ein Stück vom Anfangskapitel der Bibel übersetzt. Ach, er hat ein feines Köpfchen und paßt gut auf, und sicher, zwischen Abend- und Nachtzett geht er in- Bmhäus und sagt andächtig sein Gebet, Ein guter Junge, dachte er, und das H«z zerfloß ihm dabei vor Sehnsucht stach seinem Kleinen. Und als es dann wirklich dazu! kam, und er an Hannah Lea die ersten^ zchn Rubel (in Amerika waren es nur Uns arme Dollar) nach Hause schicken konnte, dg konnte er sich kaum fassen vor Freud«: er saß wirklich und wahrhafttg mit dem Kleinen daheim, er sch, wie d« Briefträger in die Tür trat, wie sein Schvagep den Brief vorlas und wie Hannah Lea — sie ist wirklich eine tutzendveiche Frau, und wieviel sie zu tragen hat, die große Sorge mtt de» Kindern, alleliegt auf ihr, sogar ftirs Lernen muß sie sorgen! — wve sie nun dastcht, Hannah Lea, und Iossele neben ihr, und Josfelp zerrt an MutterS Schürze: „Laß mich BaterS Brief sehn!.. iAn seinem Judentum hielt er mit ganzem Herzen fest Md wich auch nicht um Haaresbreitf von seinen Wmatlichen Gewohnheiten ab. Noch iyr Nächtdunkel stand er auf, um vor dem Morgengebet ehren Mchnitt aus dem Talmud zu studieren, :vie « es wm Kindhett an gewohnt war (seine Talmudfolianten hatte « natürlich übers Meer mttgebracht). Anfangs machte fein Zimmergenosse, ein junger Mann, ^Anwendungen, daß ihm die Nachtruhe gestört wech«, spät« gewöhnt« sich der Genosse an chn, und Meir tat ein übriges: er zog sich in den Stubenwinkel zurück, wo sein Betturrd Nachtschränkchen stach, Md dawar nun sein ganzes Heim. In diesem Winkel studierte, betete, gab er sich siin«n Gedanken hin, ehe «r zur Arbeit ging. In diesem Winkel entzündete er am Freitag abend die. beiden Sabbatlichter. Hier verabschiedet« er sich vom Sabbat. Nichts kam an ihn heran, von dem, was um Dr her geschah — er sch einfach nichts. Einmal, als er gechde Freitag nachts in seinem Winkel saß» mrd seinen Sabbachvillkomm sagte, tuar sein Zsinmergewosfe gerade dabei, irgendeine Handwerksarbeit zu tun. Ei:v andermal konnte «s geschehen, daß er sich einen Freund' auf die Stube bracht«, 'mtt dem er Karten spielte. Meir siel es nicht ein, sie irgendwie zUrechtzuweisen. Er wußte tviohl, es wüche nicht helfen. Er ging auch nicht, eine andere Wohnung zu suchen. Anderswo Mrde es ja auch nicht möders sein — er blickt« einfach nicht hin und sah nicht mchr, wqs sonst in. der Stube geschah — in seinem Winkel prar heiliger Sabbach. Gr betete auch nicht mit Genossen in irgmrd einem Betverein. Am ersten Freitagabend hatjstn chn seine Landsleute in die „Vereinigung der Leschnaer", die Mr aus Mmatsgenossen bestand, mitgenommen. (Fortsetzung folgt.)