Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3005 (10.7.1927)
- Date
- 1927-07-10
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3005 Wien, Sonntag rungen einer Reihe von Wiener Banken.'Daher sind die von der „Frankfurter Zeitung" auZgegangenen und dann von verschiedenen Wiener Organen übernommenen Meldungen von Unstimmigkeiten zwischen den englischen und österreichischen Gläubigern, die wegen der Deckung der meisten österreichischen Forderungen entstanden seien, schon in der Voraussetzung unrichtig. Die Hauptaufgabe des Ausglcichskomitees, das aus Vertretern der englischen und der Wiener Banken besteht, ist gewärtig, industrielle Engagements der Firma Neurath zu lösen, deren Betrieb neue Geldmittel erfordem und infolge unübersehbarer Nisken die Liquidation erschweren würde. Die Quote der Gläubiger wird größtenteils durch die Verwertungsmöglichkeiten der noch nicht abgestoßenen Jndustrieunternehmungen (Metallwerk Achenrain, Kupferhütte im Arsenal, Beteiligung an der Oesterreichischen Metallhüttenwerke A.-G., Schwechat) bestimmt werden. Die Beteiligungen an der ungarischen Liptak A.-G., an der Metallo-Chemie-Gesellschaft und an der Enzesfelder sind bereits, wie bekannt, abgestoßen. Ob die Quote, wie bisher angenommen wurde, 30 bis 40 Prozent betragen wird, steht noch nicht fest; manche Schätzungen laufen wesentlich ungünstiger. Stimmungsumfchtvung auf dem amerikanischen Finanzmartt. Bon unserem New Docker L.-Korrespondcnten. Auf dem amerikanischen Finanzmarkt, Hauptsächlich aber an den Wertpapierbörsen sowie beim investierenden Publikum scheint sich in der letzten Zeit ein gewisser auf Vorsicht gerichteter S i i m m u n g 8 u m s ch w u n g eingestellt zu haben. Der Vor« sitzende der ,-New Jork State Bankers' Association" hat an einer kürzlichen Zusammenkunft dieser Vereinigung vor der seit einiger Zeit stärker in Erscheinung tretenden Tendenz vieler Banken gewarnt, durch ,/Annahme gröberer Nisken ihre Gewinne über ein gesundes Maß hinaus zu steigern". Obwohl von einer ernsthaft bedrohlichen Ueberspannung der Entwicklung des Finanzmarktes noch keineswegs die Rede fein kann, ist diese offizielle Ermahnung zur Vorsicht doch vielleicht nicht ganz unangebracht. Wie der AuÄveis der dem Foderal-Mesevve-System angeschlossenen ,I!ePorting Member Banks" der größeren Städte vom 1. Juni bezeugt, ist im letzten Jahre der lukrative, dafür aber auch weniger zuverlässig gesicherte Besitz in Wertpap'.evklaffen des In- und Auslandes somit von 3129 auf 3436 Millionen Dollar oder um rund 10 Prozent ge« stiegen. Eine bodeutende Vermehrung der durch Belehnung und Eigeubesitz in"'diehr oder wsnigerspeknlativen Wertschristen angelegten Geldmittel der Banken ist dermrach unverkennbar. Diese Tendenz ist bis zu einem gewissen Grade eine natürliche Folge >der beispiellosen Prosperität des Landes, die den Banken und den Emissionshäusern fortwährend riesige Sparsummen zuführt. Die Kundendepositen der „Reporting Member Banks" sind vom Juni 1026 bis Ende Mai 1927 um 890 Millionen auf 19.570 Millionen Dollar angestiegen, trotzdem vom Publikum gleichzeitig gewaltige Beträge in einheimischen und ausländischen Anleihen direkt angelegt wurden (rund 6 Milliarden Dollar). Die Steigerung der Bankdepositeu entfällt vorzüglich auf die befristet kündbaren Depots, die nachgerade ein Drittel aller Depositen ausmachen. Die Verschuldung der Member Banks bei den Reserve Banks steht aus dem sehr bescheidenen Niveau von 330 Millionen Dollar. Der kontinuierliche Goldzuflutz von außen (120 Millionen Dollar seit Jahresbeginn) versetzt die Member Banks in die Lage, ihre Verpflichtungen gegenüber .den Refervebau>ken auf einem Minimum zu halten. Für die den Banken zufließenden riesigen Fonds gibt es einfach nicht mehr genügend erstklassige und liquide Anlag e ge l e ge nhe i ten. Handel und Industrie sind bei stabilem oder gar sinkendem Preisniveau mit Geldmitteln reichlich versehen und das Angebot von heimischen Staatsfonds wird infolge rapider Rückzahlung der nationalen Schuld (letztes Jahr wurden 1200 Millionen Dollar abgetragen) immer knapper. Unter solchen Umständen muß es den Banken natürlich schwer fallen, der Versuchung zu widerstehen, sich auch am spekulativeren Wertpapiermarkt etwas mehr als bisher zu interessieren. Ungehörig weit ist diese Tendenz noch nicht gediehen, doch ist eS gut, daß ihr schon jetzt ein gewisser Dämpfer aufgesetzt wird. In New York stehen die Bürsenvorschüsse auf einem Niveau, daS die Möglichkeit einer Banksatzreduktion außer Frage stellt. Mit überraschender Unberechenbarkeit hat sich im Publikum plötzlich eine merkliche Interesselosigkeit zegenüber den überseeischen Emissionen einzestellt. Die Budapefter Stadtanleihe ist ungenügend gezeichnet worden und mehrere andere kürzlich spielend urrtergebrachte Anleihen haben Kursrückgänge erlitten. Es will scheinen, als ob sich das lprchlikum auf diesem Gebiete eine längere Atempause nehmen möchte; es «hat Stoff genug zur Verdauung. Amerikanische Anlechen für die polnische Industrie? Aus Warschau wird gemeldet: Die Cogtelskr A. G. in Posen hat, wie die Blätter berichten, von einen: amerikanischen Konsortium eine Anleihe von 250.000 Dollar für 17 Jahre zu einem Zinsfuß von 7.6 Prozent bei einem Emissionskurs von 95 erhalten. Dieser Anleche sollen iveitere amerikanische Kredite für größere Jndustriefivmen Polens Men. Wiener Dtsrgsnzettung Sie Rm fistlet Bavtiettoneteuz. "Aus New A o r k wird uns berichtet: Die Besprechung des Gouverneurs der Federal-Neserve-Bank mit den Präsidenten der Notenbanken von England, Deutschland und Frankreich, zu der sich auch der Präsident der belgischen Notenbank gesellen wird, stehen im Mittelpunkt, des Interesses der Finanzkreise der ganzen Welt. Die Nachricht, daß sich diese Besprechungen mit der Stabilisierung des französischen Franc und mit dem Reparationsproblem befassen sollen, wird wohl von dem Direktor der amerikanischen Federal-Neserve-Bank, Mr. Strong, in einer Mitteilung an die hiesige Presse energisch dementiert, doch wird diesem Dementi wenig Glauben geschenkt. Man ist der Ansicht, daß eines der Ergebnisse dieser Konferenz die Stabilisierung des französischen Franc auf der Basis 25 Francs — 1 Dollar sein werde. ES wird darauf hingewiesen, daß die Bank von Frankreich die Rückwanderung des im Ausland während der Franckrise untergebrachten französischen Kapitals dazu benützt habe, um ihren Vorrat an Devisen zu vermehren und die Goldreserven zu stärken. Zu diesem Zwecke habe fkd auf den Märkten von London und New Dort große Goldkäufe vorgenommen und die dortigen Notenbanken zu einer Erhöhung des Diskonts gezwungen, um die Franckäufe einzudämmen. Um diese zwangsläufige Politikdesteuern Geldes und die damit verbundene Beunruhigung des Geldsystems zu beenden, sei eine Stabilisierung des Franc notwendig. „Associety Preß" will wissen, daß die Vertreter der Notenbanken die Möglichkeit ins Auge fassen, einen Teil der Goldreserven der Federal-Reserve-Bank als Depot in die Banken von Frankreich und England und in andere europäische Noteninstitute zu geben. Bezüglich Deutschlands erhält sich das Gerücht hartnäckig, daß in den Besprechungen der Bankpräsidenten die Gewährung einer größeren Anleihe an Deutschland zum Zwecke der Erleichterung der deutschen Reparationszahlungen eine wesentliche Rolle spielt. Genaues läßt sich angesichts des Umstandes, daß die Verhandlungen vorläufig streng geheimgehalten werden, nicht feststellen. Soweit bekannt, sind die Verhandlungen bisher sehr freundschaftlich geführt worden und haben sich hauptsächlich mit den Zusammenhängen zwischen den verschiedenen Zinssätzen der einzelnen Nationalbanken und mit dem Problem des Goldaustausches befaßt. Sie Kohlenproduktion Set Welt Europas Anteil geht zurück. Nach Ermittlungen des Reichskohlenrates beträgt b-ie Weltfteinkvhlenförderü"ng 1926 1184,1 Millionen metr. To. .Gegenüber 1925 ergibt sich eine Amrahme um 3.7. Mill. To. oder'Um 0,31 Prozent; gegenüber 1913 bleibt das Ergebnis um 32,7. Mill. To. older um 0.69 Prozent iroch zurück. Nach dem Kriege hat die Weltsternkohlenförderung bas Ergebnis des Jahves 1913, in welchem 1216,8 Mill. To. gefördert wurden, noch niema's erreicht. Die Weltbra unkohlenförderung stellt sich im Jahre 1926 auf 178,8 Mill. To. gegen 177,3 Mill. To. 1926 und gegen 124,9 Mill. To. int Jahre 1913. Die Braunkohlenförderung der Welt ist in einer ständigen Zunahme begriffen; gegenüber 4913 beträgt die Steigerung 43.2 Prozent. Wenn Steinkohlenförderung und Braunkohlerrförderung zusammengezählt werden, dann ergibt die Weltkohlenförderung 1662,9 Millionen metr. Do. (1365,1 Mill. To. 1925 und 1331,7 Mill. To. 1913). Im Jahre 1926 sind also 31.2 Mill. To. oder 2,3 Prozent mehr Kohlen (Stein- und Braunkohlen zusammen) gefördert worden als 1913. Dieses Mehr kommt lediglich der erheblichen Steigerung der Braunkohlenförderung nach dem Kriege zugute. Von der Steinkohlenförderung der Welt hat Europa im Jahre 1926 zirka 459 Millionen nrehr Tonnen (gegen 538.7. Millionen im Jahre 1925 und 606.8 Millionen im Jahre 1913) produziert, Amerika dagegen 615 Millionen metr. Tonnen (gegen 541,6 Millionen im Jahre 1925 und 532,1 Millionen im Jahre 1913). Der Mn'eil Europas ist somit gegenüber 1925 um 6,6 Prozent gefallen und bleibt mit 11,1 Prozent hinter dem Friedens sah von 1913 zurück. Amerikas Anteil ist um 6,34 Prozent gestiegen und übertrifft den Friedenssatz um 8,22 Prozent. 'Amerika hat damit die erste Stelle in der Weltsteinkohlenförderung 1926 nicht nur behauptet, sondern seinen Borspnm-g gegenüber Europa von 0,25 Prozent 1925 auf 13,18 Prozent im Jahre 1926 erweitert. Sine polnische An«! ln Sei Awiw. Aus Tel Awiw wird uns geschrieben: Der polnische Generalkonsul in Jerusalem, Dr. Titus Zbyszewski, entfaltet, wie wiederholt berichtet, offenbar im Aufträge seiner Regierung eine überaus rege Tätigkeit, um die in Palästina angesiedelten Inden für eine Mitarbeit an -der Förderung der Handelsbeziehungen zwischen Polen und Palästina zu gewinnen. In kurzer Aufeinanderfolge stattete der polnische Generalkonsul Tel Awiw und Jaffa einen zweitägigen Besuch ab; bei dieser Gelegenheit teiite er u. a. mit, es sei gegenwärtig der Plan einer direkten Schiffsverbindung zwischen Polen und Palästina über Danzig in Ausarbeitung. Schon in ganz kurzer Zeit werde in Tel Lliwiw die Zweigniederlassung einer großen polnischen Bank eröffnet werden, die mit großem Apparat arbeiten soll. Zum Schluffe versprach der Generalkonsul, die wiederholten Ansuchen, um amtliche Anerkennung von in hebräischer Sprache verfaßten Dokumenten zu erfüllen. 10. Juli i92t Seite Irr Nie Welternte ISN. Das Juni-Heft des Internationalen Ackerbau-Instituts in Rom enthält die ersten Angaben über die zu ertvartende heurige Ernte. Darnach scheint es. daß man insgesamt auf eine über dem Durchschnitt stehende Ernte rechnen kann. In den Vereinigten Staaten bleibt die Schätzung des Winterweizens am 1. Juni hinter dem vorjährigen Ergebnis um etwa 24 Millionen Doppelzentner zurück. Andererseits sind die letzten Nachrichten über die Kampagne sowohl den Wiirterwie den Frühjahrskulturen günstig. Die Maissaaten aber sind infolge der übertriebenen Bodenfeuchtigkeit und durch die niedere Temperatur gehindert und verzögert worden. In K a n ä d a hat der späte Eintritt des Frühlings in den Präriestaaten und der Zustand des Bodens die Aussaat des Frühjahrsweizens verzögert. Die Regierung von B r i t i s ch - I n d i e n hat die Schätzung der Weizenernte berichtigt. Darnach sind zwei Prozent mehr als im mäßigen Vorjahre zu erwarten. In Japan litten Weizen und Gerste unter der Wmterdürre, ihr Stand Anfang Juni war nur mäßig. In N o r d a f r i k a ist der Saatenstand sehr verschieden. In Aegypten schreitet die Ernte vor und scheint über dem Durchschnitt auszufallen. Auch in Marokko scheint das der Fall zu sein, dagegen sind die Aussichten in Tunis und Algier nur stellenweise gut. Zusammenfassend kann man sagen, daß es noch zu früh ist, um die Gesamternte an Brotfrüchten auf der nördlichen Halbkugel zu beurteilen, sie wird großenteils und namentlich, was die nordamerikanischen Frühjahrs-Zerealien anbetrifft, von den bis zur Ernte eintretenden weiteren Umständen abhängen. Bisher scheint es, daß man ein ähnliches, aber vielleicht etwas geringeres Ergebnis wie im Vorjahre erwarten kann. Zuckerrüben und Kartoffeln sind in vielen europäischen Ländern im Rückstand infolge des ungünstigen Wetters, das bei der Aussaat störte und die Vegetation verlangsamte. Frühkartoffeln haben unter den Maifrösten mehr oder weniger ernstlich gelitten. Auch Weinreben haben unter Frost leiden müssen, namentlich in einigen Gegenden Deutschlands, in Oesterreich, Ungarn, der Schweiz sowie stellenweise in Spanien und Ostfrankreich. Die Blüte ist in Italien und Portugal reichlich, in Spanien sehr gut gewesen. In Frankreich ist der Beerenansatz im allgemeinen nicht sehr reichlich gewesen. In Ungarn und der Schweiz wird die Weinernte hinter dem Durchschnitt Zurückbleiben. O l i v e n ö l hat in allen Mittelmeerländcrn, woraus Nachrichten vorliegen, eine günstige Blüte gehabt, in Portugal hofft man auf eine Rekordernte. Baumwolle ist nach den letzten Berichten in den Vereinigten Staaten durch Regenfälle in der zweiten Juni- Dekade begünstigt worden. Selbst in den Gegenden, die über Dürre klagen, entwickelt sie sich günstig. Auch Aegypten sieht einer guten Baumwollernte entgegen. Die Vegetation der Futtermittel ist auf den natürlichen Wiesen und Weiden in den meisten europäischen Ländern durch das trockene und kühle Wetter im Mai gestört worden. Dagegen stehen die stünstlichcn Wiesen im allgemeinen gut. Weitere Befestigung des Leu. Auf den Devis".'markten hat gestern der Leu wieder eine nicht unwesentliche Steigerung erfahren; er erhöhte sich von 3.23 auf 3.27 Parität Zürich.' Die Lira hat ihren Kurs nicht nennenswert geändert (28.30). Der Peseta war mit 88.57% etwas gebessert. Der Schilling hat sich von 73.10 auf 73.13 erhöht. Weitere starke Ansprüche an die Oesterreichischr Naüonalbank. Der erste Juli-Wochenausweis der Oesterreichischen Nationalbank weist eine weitere Erhöhung des Wechselportefeuilles um 10 Millionen Schilling auf zirka 135 Millionen Schilling aus. Der Geldbedarf der letzten Juniwoche hat daher auch zn Monatsansang angehalten und dürste auch »veiler größere 'Anspruch? an das Noteninstitut stellen. Effektenprivatverkehr. Im gestrigen Privawerkehr von Bureau zu Bureau waren leicht gebesserte Taxationen zu konstarieren, die hauptsächlich ungarische Werte betrafen. Jtalo-Wiener Creditbank. Am 8. d. M. wurde die 0. ordentliche Generalversammlung der Jtalo-Wiener Creditbank abgehalten. Es wurde beschlossen, eine Dividende von 5 Prozent zur Ausschüttung und den Coupon mit S. 1.25 zur Einlösung zu bringen. Bei der hierauf folgenden VerwaltungsratSsitzung wurden Ministerpräsident a. D. Dr. Ernst Seidler zum Präsidenten und Gr. Uff. Carlo Orsi, delegierter Verwaltungsrat des Credito Jtaliano, sowie Groß-Industrieller Johann Heinrich Franck zu Vizepräsidenten wiedergewnh.lt. Oesterreichische Beteiligung an rumänischen Zuckerfabriken. Aus Czernowitz wird gemeldet: Durch Vermittlung der Oesterreichischen Credit-Anstalt ist dieser Tage nach mehrmonatigen Verhandlungen fast das ganze Aktienkapital der Rumänischen Zuckerfabr'.Ss-A.-G. L u j a n aus dem Besitz der >dxr Bank Marmarosch Blank & Co. nahestehenden Banca Industrial« in Bukarest in den Besitz eines Syndikates, bestehend aus der Internationale Zuiker Mij. in Amsterdam und der Rumänischen Kreditbank, an der die C r e d i t - A n st a l t und die Zen trateuropäische Länderbank beteiligt sind, und der Bank Marmarosch B-iank & Co. (36 Prozent) übergegangen. Die' Crcdit-Anstalt und die Nestomitzer Zuckerrassinerie sind auch mit Quoten an der Aktienübernahme beteiligt. Die Lujaner Zuckerfabrik besitzt ihrerseits sämtliche Aktien >der Zuckerfabrik Zuezka. Beide Fabriken liegen in der Bukorvina und erzeugen Mißzucker direkt aus der Rübe. Der Kaufpreis der Aktien dürfte 133% Prozent übersteigen, sich aber unter Berücksichtigung gewisser Garantien aus etwa pari stellen. Die StaatSdruckerer als Papierhändlerin. Seit einigen Monaten hat die Staatsdruckerei einen Verschleiß von Kanzleivedarfsartikeln aller Art eingerichtet und versendet an alle Aemter und Behörden in Wien und den Bundesländern ihre Preislisten mit der Aufforderung, den gesamten Kanzleibedars Von ihr zu beziehen. Nicht weniger als 140 Sorten werden hiebei angeboten, darunter auch Bleistifte, Farbbänder, Vervielfältigungsmaterial u. a. .In letzter Zert schickt die Staatsdruckerei sogar Reisevertre»