Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3003 (8.7.1927)
- Date
- 1927-07-08
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 10 Gien, Freitag Eener Morgvnzerr«ng s. Juli 1927 Nr. 3003 VOIMSW1RTSCHAFT Var hat die österreichische Vermögeurabgabe getragen? Tie Kommission zur Kontrolle iter Verwendung der Vermögensabgabe, die zugleich mit der Einführung der sogenannten einmaligen großen Vermögensabgabe geschaffen ivurde, hat nunmehr — zum ersten Male seit Juli 1924 — einen Bericht über die Erträgnisse und dic Vertvendung der Vermögensabgabe bis einschließlich 30. Juni 1927 erstattet. Danach hat die Vermögensabgabe an Barzahlungen 7,019.115 Schilling und im Annahmeivert der eingelieferte,r Schuldtitel 473.284 Schilling, insgesamt also zirka 71/2 Millionen Schilling eingebracht. Der Hauptteil der Eingänge entfällt auf Wien und Niederösterreich mit Millionen Schilling. Am wenigsten hat Kärnten an Vermögensabgabe geleistet, nämlich nur 133.000 Schilling. Von den Eingängen der Vermögensabgabe wurden Staatsschatzscheine im Nennwert von 234 Millionen Schilling rückgelöst und 31/2 Millionen Schilling zur Verringerung oer Darlchensschuld des Bundes mr die österreichische Nationalbank verwendet. Der Bericht zieht einen interessanten Vergleich zwischen dem bei Einbringung des Vermögensabgabegesetzes geschätzten und dem wirklichen Ertrag der Vermögensabgabe. Dabei wird festgestellt, daß der damals geschätzte Ertrag der Verurögensabgabe von etwas über 10 Milliarden Kronen nnt Zugrundelegung des monatlichen Durchschnittsdollarkurses von 20 bis 23 etwa 240 Millionen Goldkronen entspricht. Ter faktische Ertrag der Vcr nö cnsabgabe würde ebenfalls, den damaligen Geldwertverhältmssen entsprechend, rund 73 Millionen Goldkronen, also nur etwa 301/2 Prozent des geschätzten Ertrages, ergeben. Die Bemessung der Vermögensabgabe ist als a b g eschlossen mrzusehen, und die Kommission hat daher dem Nationatrat den Antrag auf ihre Auflösung überkmittelt. Mischer zur Währungsreform in Palöftina. Von Ernst Davis, Jerusalem. . In Heft 6/7 der vorzüglich geleiteten Monatsschrift „Palästina", welchüber alle, den jüdischen Palästina-Ausbau orientierenden Fragen treffliches Material für Orientierung und Information bietet, untersucht Ernst Davis in einem Aussatz „Der Kernpunkt der Währungsreform" die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Währungsmaßnahmen in Palästina. Wir geben den wertvollen Aufsatz, der von allgemeinem Interesse schon dadurch ist, daß nach der her^chenden Meinung der Volkswirtschaftler heute reine Goldwährungen eine schwere Belastung der Wirtschaft darstellen, gekürzt wieder. Die Durchführung der palästinensischen Währungsreform, die ursprünglich für Ende des vergangenen Jahres erwartet worden war, ist auf den Anfang des neuen Etats- Jahres vertagt.worden. Man kann daher annehmen, daß die neuen Geldzeichen im zweiten Quartal in Umlauf gebracht werden... Volkswirtschaftlich wichtig und für den Erfolg der Währungsreform wirtlich entscheidend wird nur das System sein, nach dem die künftige Währungsmaschinerie Palästinas gehandhabt werden wird. Denn der eigentliche Wert der Reform besteht darin, daß sie dem Lände endlich eine solche Maschinerie zur Verfügung stellt, und ihm damit die Möglichkeit gibt, eine eigene Kreditpolitik zu betreiben, wie seine Bedürfnisse sie erfordern. Damit erst bekommt Palästina — sieben Jahre nach der Erteilung des Mandates — das wichtigste Mittel zur Durchführung einer eigenen Wirtschaftspolitik in die Hand. (Es sei hier bemerkt, daß ein NationälLkonom wie Keynes, unter einer Volkswirtschaft ein Gebiet mit einer eigenen Währung versteht, so daß Palästina nach dieser Begriffsbestimmung erst jetzt von einem Annex der ägyptischen zu einer eigenen Volkswirtschaft werden würde.) Heute ist die ganze Wirtschaftsentwicklung des Landes von einem dauernden Mißverhältnis zwischen Sachwerten und Geldumlauf beherrscht. Während in Ländern mit eigenem Emissionsinstitut die .Menge der Zahlungsmittel durcb die Wechseldiskontierungen bei den Notenbank sich mehr oder minder rasch dem Wachsen der Sachkapitalien angleicht, fehlt dieser Mechanismus in Palästina. Die laufende Geldvermehrung geht nicht mit der Vermehrung des gesamten Gütervorrates, sondern unabhängig davon mit der Entwicklung der Kapitälseinwanderung Parallel. In der Praxis äußert sich diese Inkongruenz gewöhnlich in einem Wachsen der Sachkapitalien über die Vergrößerung der Zahlungsmittelmenge hinaus und daher, in einer dauernden Geldknappheit. Theoretisch könnte;s dabei natürlich ebenso gut möglich sein, daß sie ihren Ausdruck in einer anhaltenden Geldfülle fände — wenn nämlich die Einwanderung mehr Geldals Sachkapital ins Land bringen würde — nur das Aufhören des Mißverhältnksies selbst, ein Zustand relativer Ausgeglichenheit, wäre kaum denkbar. Praktisch ist das aber in der Regel nicht der Fall: Die Immigranten bringen in der Regel mehr Sachwerte .als Geld mit und suchen erst im Lan."e selbst die nötigen flüssigen Mittel zu deren Fruttifizierung bekommen. Als wirklich einmal Leute mit mehr Geldals Sachkapital hereinkamen, während der vierten Alijay, entstand auch tatsächlich eine Geldüberfülle und in ihrem Gefolge eine Hausse... Das Fehlen einer Rediskontstelle, die den Geldumlauf in der Hand hat und ihn in jedem Augenblick, wie die. Sachlage es erfordert, ausdehnen oder einschränken kann, ist in Palästina noch peinlicher fühlbar, als es in irgendeinem anderen Lande der Fall wäre. Denn während anderswo der Sachgüterzu-wachs in einem bestimmten Verhältnis zu. dem vorhandenen Kapital des Landes steht, weil er ja von ihm produziert wird, ist er in Palästina zum großen, vielleicht zum größten Teil, ganz unorganisch, insoweit er nämlich durch die Einwanderung erfolgte. Die Immigranten können einmal mehr Sachkapital und einmal mehr Geld mitbringen, je nachdem wird unabhängig von den Leistungen des im Lande selbst arbeitenden Kapitals der Zuwachs an Sachgütern oder die Vermehrung der Umlaufmittel größer sein und in beiden Fällen wird das sofort auf die allgemeine Wirtschaftsentwicklung, die „Konjunktur" zuriickwirken. Und diese Rückwirkungen können bis heute nicht durch entsprechende kreditpolitische Gegenmaßnahmen ausgeglichen werden, da das Land seinen Geldumlauf nicht selbst regulieren kann. Nachdem jetzt durch die Einsetzung der Währungskommission, die dem Lande ein eigenes Geld verschaffen, diese Währung überwachen und überhaupt für alles sorgen soll, was mit der Währung Palästinas zusammenhängt, eine Emissionsstelle geschaffen wurde, ist endlich die Möglichkeit eröffnet worden, durch eine selbständige Kreditpolitik, die Wirkungen der unorganischen Vermehrung des Sachkapitals oder der Umlaufsmittel durch entsprechende Gegenmaßnahmen auszugleichen und die abrupten Konjunkturbewegungen zu mildern. Hierauf hätte die öffentliche Diskussion den Nachdruck legen und darauf dringen sollen, daß diese Möglichkeit jetzt wirklich ausgenützt wird. Dazu hätte sich Gelegenheit geboten, wenn sie neben der Frage der Stückelung auch das ungleich wichtigere Deckungsproplem behandelt hätte. Denn von der Art der Sicherheiten, gegen die die neuen Noten ausgegeben werden, tvird es abhängen, ob Palästina tatsächlich imstande sein wird, eine eigene Kreditpolitik zu treiben oder nicht. Die Anweisungen, die dem Währungskomitee mit auf den Weg gegeben wurden sehen darüber nichts vor. Sie lassen ihm freie Hand, entweder das strenge System der V 0 l l d e ck u n g oder das elastischere der Teildeckung (die natürlich aus englischen Schatzscheinen bestehen wird), anzuwenden. Sollte es sich an das erste halten, also für jedes ausgegebene palästinensische Pfund ein englisches kaufen, dann wird -es ihm natürlich unmöglich sein,irgendeineKrcditpolitik znversolgen. Denn dann ist es ihm unmöglich, best Geldumlauf zu vergrößern, wenn die Zunahme der Sachkapitalien es nötig macht. Die Zahlungsmittel, die es mit der einen Hand der Wirtschaft zur Verfügung stellt, müßte es mit der anderen (zum Ankauf der Deckung) wieder herausziehen. Wird es dagegen das ztveite anwenden und.sich mit einer Teildeckung in Geldwerten von 3S*/3 oder sagen wir 40 Prozent begnügen und für den übrigen Teil der Noten palästinensische Wechsel hereinnehmen, dann wird es in diesem Rahmen aktiv auf die Kreditverhältnisse des Landes einwirken und sie selbst mitgestälten können. Bisher ist noch keine offizielle Ankündigung darüber erfolgt, welche Entscheidung getroffen wurde. Aber es scheint eine starke Neigung zu bestehen, im Interesse der Währungsstabilität das Systeni der Volldeckung anzuwenden. Diese Anschauung ist falsch. In keinem Lande, und sei es noch so' klein, kann der Kurs einer Währung gefährdet werden, solange nicht übermäßig viel Papiergeld ausgegeben wird, und daß das nicht der Fall ist, dafür sorgt schon die Bestimmung der Teildeckung in Gold, die immer eine feste Grenze für den Geldumlauf bildet. Und was wichtiger ist: solange die Emissionsstelle verpflichtet ist, ihre Noten zu pari in englischer Valuta einzulösen oder das auch nur in der Praxis tut, solange kann der Kurs nicht sinken — auch wenn es sich um ein so kleines und erst im Anfang seiner wirtschaftlichen Modernisierung befindliches Ländchen handelt wie Palästina. . . Man muh sich ganz klar darüber seiin, daß die Währungsreform um ihren tvichtigsten Nutzen gebracht und einer der ärgsten Mängel unserer Wirtschaft künstlich erhalten wird, wenn der neuen Währung das Prinzip der Volldeckung zugrunde gelegt wird. Palästina würde sich damit außerdem einen Luxus leisten, den sich nur reiche Staaten erlauben können, aber nicht arme und unentwickelte Länder, die mit ihren Mitteln sehr sparsam umgehen müssen. Bezugspreise der „Wiener Morgenzeitung'“: Monatlich Wien und Oesterreich.S Tschechoslowakische Republik. Ki Jugoslawien.. Polen.. Deutschland . Goldmark Palästina.sh England.sh Frankreich, Belgien ..Pres, Italien .. Rumänien . Lei Bulgarien . Amerika.... . Schweiz und das Übrige Ausland . . Oft**"** Pastsnarkassenkonto 150.693, 22'- . . Dinar 60'- . . Zloty 6- Goldmark 4'- 4- 4'- 35'- . . . Lire 20'- 170- . . Lewa 100- . . Dollar!•— . Franken 5'- Die Lira weiter rückgängig. Devise Mailand, die Mittwoch nachbörslich weiter gefallen war, konnte sich gestern anfangs wohl etwas erholen, blieb jedoch mit 28.39 unter dem Züricher Schlußkurs von Mittwoch. Die Tendenz der Lira ist weiter schwach, ebenso die des Peseta, der ebenfalls einen leichten Rückgang aus 88.67',-» aufwleS. Ter Len hat sich — 'anscheinend zufolge günstiger Meldungen über die rumänische Ernte — weiter befestigt und schloß 3.22 Parität Zürich. In den übrigen Devisen ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Dile Schtllingnvtierung von 73.10 ist gleichgeblieben. Der tscheckosionulischrungarischs Handelsvertrag tritt am 12. Jttli m Kraft. Aus Budapest berichtet S. O. P.: Bekanntlich enthält der tschechoslowakisch-ungarische Handelsvertrag cutcit Artikel, nach welchem der Vertrag noch v 0 r Austausch der Ratifikationsurkunden provisorisch in Kraft treten kann, falls die parlamentarischen Verhandlungen über den Vertrag in die Länge gezogen werden. Wle wir nun aus informierten Kreisen erfahren, wird die ungarische Regierung von diesem Artikel Gebrauch machen. Es wurde beschlossen, den Vertrag am 12. Juli, ungeachtet dessen, ob derselbe vom Parlament in Budapest und in Prag verabschiedet wird oder nicht, in Kraft.treten zu lassen. Dre technischen Vorbereitungen für die Durchführung der Vertragsbestimmungen sind bereits im Gang. Ersenwevko-Mtiengesettschaft Rothmr-Neudet. In der am 1. Juli d. I. abgehaltenen außerordentlichen Sitzung des Verwaltungsrates de" Etsenwcrke-Aktiengcsellschaft Rothan- Neudek wurde die Bilanz für das Geschäftsjahr 1920 festgesetzt. Es ivurde beschlossen, der für den 23. Juli 1927 etnzuverufenden 17. ordentlichen Generalversammlung die Ausschüttung einer nchtprozentigen Dividende, gleich der int Borjahr, weiters die Ergänzung der ordentlichen Rücklage und der Sonderrücklage auf je 3,600.000 Kc. vorzu- .schlagen und 2,260.000 Kc. auf neue Rechnung vorzutragen. Neue Usancen der,Wiener Produktenbörse. Die neuen, von der Bundesregierung genehmigten Usancen der Wiener Produktenbörse, «die von den derzeit geltenden Usancen in wesentlichen Punkten abweichen, treten mit 1. A u g u st 192 7 in Kraft. (Die neuen Usancen sind broschiert zum Preise von S. 15.— und gebunden zum Preise von S. 17.— im Sekretariate der Börse erhältlich.) Die Hutfabrik Halban L Damask geht in tschechoslowakischen Besitz über. Die Wiener Hutfabri-ksfirma Halban & DamaÄ, _ die vor kurzer Zeit, wie bekannt, einen 35prozentigen Ausgleich abgeschlossen hat, soll, wie uns aus Prag oerichtet wird, nach Durchführung des Ausgleiches von der Firma Keller & C0. in Oberleulerndorf übernommen werden. Der Konkurs der Oesterreichrschen Kaufmännischen Bank. Der Konknrssenat des Handelsgerichtes hat beschlossen, die Außenstände der Oesterreichischen Kaufmännischen Bank, die sich bekanntlich im Konkurs befindet, zur freiwilligen Bersteigerung zu bringen itnb_ mit ihrer Durchführung das Exekutionsgeeicht zu betrauen. Es ist wiederholt berichtet tvorden, daß das einzige Aktivum der Oesterreichischen Kaufmännischen Bank die Außenstände bilden, die zu einem Teile aus Forderungen au Angestellte bestehen, welche mit großer Wahrscheinlichkeit vollständig, aber nur in Raten bezahlt werden und deren Einbringuna daher längere Zeit braucht. Der Konkurssenat ist nun der Meinung, daß die Verwertung der Forderungen, die auf rund 800.000 Schilling geschätzt werden, im Wege einer Versteigerung sich als ökonomisch empfehle und hat das ganze Material an das Exekutionsgericht geleitet. Starke Anspannung auf dem Londoner Geldmarkt. Aus London wird gemeldet: Das jüngste Anwachsen von Kapitalseinissionen, das offensichtlich eine Anspannung des Geldmarktes bewirkt gestaltet den finanziellen Ausblick nicht leicht. Im Hinblick auf mögliche Schwierigkeiten verstärkt die Bank von England rhre Goldposition, indem sie sich neuer Heberweisungen enthält. Kerne Aushebung des englischen Zuckerzolls. Das eng-! lische Unterhaus hat ein Amendent zum Finanzgesetz, wonach der Zuckerzoll aufgehoben werden soll, nlit 215 gegen 128 Stimmen abgelehnt. Die Regierung hatte erklärt, daß die Aufhebung im jetzigen Jahr 11.6 Millionen Pfund Sterling und im ganzen Finanzjahr 19 Millionen kosten würde. Geschäftsaussicht über eine große Textilslrma in Lodz. Aus Warschau wird berichtet: Das Lodzer Kreisgericht hat dem Antrag der Baumwollwarenflrma S. Rosenblatt in Lodz, die feit dem Jahre 1855 besteht. 3000 Arbeiter beschäftigt und zu den größten Unternehmungen in Lodz gehört, auf Verhängung der gerichtlichen Geschäftsaufsicht stattgegcben. Den Aktiven von 17 Millionen Zloty stehen Passiven von zirka 21 Millionen Zloty gegenüber. Die Adriabahn. Aus Belgrad wird gemeldet: Das jugoslawische Verkehrsministerium hat für die Bauarbeiten des zweiten Abschnittes der Eisenbahnlinie Belgrad—-Adria, Prifchtina—Dreznica, einen K redi t von 150 Millionen Dina r erhalten. Die Arbeiten am Abschnitt Prekuplje—Kurschumlija sind bereits begonnen worden. DaS Verkehrsministerium hat weiters beschlossen, die Arbeiten zum Bau der Eisenbahnlinie Prilep—'Veles in Südserbicn in Angriff zu nehmen. Eine Sonderkormnissivn wird sich demnächst nach Susak begeben, um an Ort und Stelle die Frage der Eröfsiumg einer Freizone im Hafen von Susak zu prüfen. Dritter Internationaler Kongreß für wissenschaftliche Arbeitsorganisation ln Rom. Der Kongreß, dessen Vorgänger in Prag 119241 und Brüssel (1925) stattgefunden habciy wird am 5. Scptemver l. I. im großen Saale des Kapitols ln Rom eröffnet werden und bis 8. September dauern. Zur Behandlung gelangen folgende Fragen: Betriebs- und Vertriebsorgamsation in der Industrie uwd in der Landwirtschaft, Arbeitsorganisation in öffentlichen und gemeinnützigen Betrieben und Rationalisierung in der Hauswirtschaft. Die Tagungsteilnehmer genießen eine Reihe von Begünstigungen, insbesondere auch bei Besichtigung der Kunftstätten Roms. Anmeldungen sind an das Vorbereitende Komitee des Kongresses, Rom, Enios, Piazza Venezia 11, zu richten. Die vierprozentigen Steg-Goldprioritäten vom Jahre 1883. Aus-Berlin wird berichtet: Das deutsche Kammeraericht Hatte, seinerzeit die Oesterreichlsch-ungarische Staatseisenbahngesellschaft verurteilt, rückständige Zinsen für-die vierprozentigen österreichisch-ungarischeil St eg-Goldprioritäten vom Jahre 1983 in Gold aufzmverten. Das Reichsgericht hat das Urteil aufgehoben und an das Kammergericht nochmals zurückverwiesen. An der Börse war der Kurs der Steg-Prioritäten befestigt. Etn mitteleuropäisches Feinblechkartell. Ans Berlin wird gemeldet: Zwischen der Alpinen Montängesettschaft, dem Verkaufsbureau der üftc r re i ch i jche n H u tte nwerke, den u nga ri f che n und tschechoslowakischen Feinblechwevken einerseits und zwischen den Mann es mann- Röhrenwevken in Düsseldorf, die für sämtliche deutschen Feiiiblechwalzwevke bevollmächtigt lvaren, und der gleichen Gruppe des Saarreviers andererseits ist eine Vereinbarung getroffen worden, die eilte Regelung der gegenseitigell Absatzgebiete vovstcht. Auf Grund dieses Abkommens boberrscheit die deiUfchen Merke, -den deutschen Mavtt, während m tschechoslowakischen, *