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Wiener Morgenzeitung · 1927-07-03 · Heft 2998 (3.7.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2998 (3.7.1927)
Date
1927-07-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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; Pfel» g»g| rsdaletion. Administration: Ms», H.5 Taborstr. 1 Telephon 44-0-B8, 48-3-19 Telephon ab 6 Dhr abends 38-5-80 Serie! ab Vaö Uhr abends 38-5-83. Druckerei: VII., Lerehenfelderstraße 1 (,lnra-) Preise: Wien and Oesterreich durch Post oder Verschleiße stellen monatl 6 Schilling. Bezagsbedingancen för das AnslandIm Innern des Blattes. m ffiim.- gCdntqfl, i. 3ali lfe? (3. Ns«« 5«S7). VÜI. H.,hlliMMfe.1 Telephon 46-7-87 □ □CI Atelier fBr feine Närrin* and Dänin* garderoben nach Mat □ Bö Sportler gegen Vorweisung der Legitimation Preisermäßigung! 0. Jahrgang jMlntoien zieht feilte Note an Albanien mW. Amarkovik enthaftet. Der VE: ...» Rom, 2. Juli. Wie ans Tirana berichtet wirb, hat iMte. der mit der Wahrnehmung der Interessen der jugoslawischen Untertanen in Albanien betraute franzSfis ch e Ge f a tt h t e Baron deVaur dem albanischen Minister des Aeußeren mit besonderer BevollmLchtigung der jugoslawischen Regierung mitgeteilt, daß dje seinerzeit vom jugoslawischen Geschäftsträger übergebene N ote, die von der albanischen Regierung als beleidigend angesehen worden war, z«rü ckg en o mm en werde, und eine neue, für Albanien durchaus nicht demütigende Note überreicht. Die albanische Regierung hat aus Ehrerbietung gegenüber den Regierungen von Italien, Großbritannien und Deutschland und, um einen Beweis ihrer aufrichtigen und loyalen Friedensgesmnung zu liefern, die Euthast«n g des Dragomaus DjuraSkovic angeordnet. Hiemit ist der jugoslawisch-albanische Konflikt als beige l e g t z«S e t r a ch ten. ■ > * ‘ Belgrad, 2. Juli. (Eigenbericht.) Die von den vier Großmächten vorgefchlagena For- 'el zur Belegung des Konflckts mit Albanien/ war von . der albanischen' Regierung angenommen worden, doch hatte sie die Durchführung ihrer übernommenenVerpflüchtustg, den verhafteten GesandtschaftÄbeamten Djuraskovie freizulasfen, immer wieder hinaus geschoben. Daher sich sich die jugosiawische Regierung ■-? schon Mit Rücksicht auf die Erregung, die daS Verhalten Albaniens im Lande hervorgerufen hat — veranlaßt, an die viet vermittelnden Großmächte daS Gesuchen zu richten^ sie MöKN ftir die Durchführung der von ihnen vorWiMDtcht L«reinhar«ng durch ABanren Gorge tragen, Darauf ist «uw gestern eine energische In tWventiVW--.bed englische» Regiernng in Ki^ r ana eHM,Me das Ergebnis hatte, daß rnyuuehr endlich dje. Freilassung deS Dragoman durchgeführt vmche. ^damit ist der! Wied er.her st ellun g der no r male.« B'e zr eh ung en.zwischen Jugoslawien und AlhgichV. - her -NPchch.: - . Ser Omhlong her SremReger in Paris. Paris, 2. Juli. (Hcwas.) Bei der Ankunft Byrds und seiner Begleiter auf dem Bahnhof Sk. Lazäre spielten sich S z cn eit u n b.e s ch r e iblich er Begeisterung ab. . ’ . . . Der Bahnhof war mit amerikanischen und französischen Fahnen geschmückt.. Eine ungeheure Menschen * menge erwart te die Fliger und ein zahlreiches Aufgebot an Polizei sich-rte die Ordnung. Ms Byrd und seine Begleiter den Zug verließen, wurde Lhnen eine begeisterte Kundgebung dargebracht. Die Menge brach in . den Ruf aus: ,.E s le b e A m e tt l a I" Eine Dame überreichte Byrd, der sichtlich , ergriffen war, einen Strauß roter Rosen. Die Ovationen verdoppelten sich, als Levine Byrd umarmte und küßte. Hierauf.erfolgte die Begrüßung durch Vertreter Pain- ^.veß und Bokanowfkis sowie durch das Personal d;r Botschaft her Bereinigten Staaten und der norwegischen Gesandtschaft. Nur mit Mühe konnten die Flieger die bereit-- tahenden Automobile erreichen und hatten große Schwierigeiten. durch die Menge die Boulevards zu gewinnen. »yr» ist vefflmMch. Pari 'S,. 2. Juli.-; (Haväs.).. Byrd. erklärte Journalisten gegenüber, er^hqbe'.s/ i ne B e.'o-b'a^ch^t u n g.e n über die Luftströmungen in den Höhen und'die günstigen Temp?ratnrverl,älimssen ausgezeichnet. Schön geformte, schlanke u. gesunde Pässe nur durch unsere Original unsichtbar unter den dünnsten Seldenstrümpten tragbaren I S u mmislrämp/e -DA" gegen Krampfodern geschwollene Pässe, and &essei-(Qe/enks-J Former <OummlsoekenI geben dem Qelenk Halt, oer Paar S 6'SO bis 30'—. ■§*»«acRa«(Uib-}Bindea «Iler Art bot; Schwangerschaft, ningfebauch,. . M#*#n- Senkung,. Operation von S S — Si» 5ir—. QiuimmNnlncKa'lttnffaBsr (Hfiften-Schtankhalterl am Verbesserung 4er Ptcur 8 4 — Di» 40*—, ' ■ .«itssif; v«i s i*4u Ws io- .auaaajnnsl* m« rrtP^srumrssüHss,- 1 Dt*d »— Ws 12--. . ...) : : Bsnm^las|eni-I*llhol«is4dhi' I Wien, tl., T*bpr»U. 22 gegr 1SSS, Spezlallnstitut fflr Bandagen, PuO- [ hshslte und S»clti«isrt ksl. O- und X-Belne AusgloUh'ohne Operation. . Man wprde noch vieler vorbereitender Arbeiten, bedür- . fen, bevor die Trcmsozeanverbindung hergestesst fei. Bezüglich seiner Rückkehr auf dem Luftwege nach New Nork äußerte.Byrd noch nichts,' E n d g ü b t'irg e s. A« Grabe der «Mkannteu Solvaten. P a r i s, 2. Juli. (Wolff.) Bom Dchnhof begaben sich Byrd und feine Begleiter zum Triumphbogen, Ipo sie einen mit den französischen und den? amerikanischen Favben geschmückten B l ü m e n st r a uch.au^ das Grab' der unbekannten Soldaten niederlegten. , Im Cercle Jnterallite wurde von der amerikanischen Bytschast unter dem . Vorsitz des Marineministers ein Bqn< kett gegeben, an dem auch Chamberlin und- Levine teilnahmen. Nachmittag. wuichen bic; amerikanischen Meger' Pom Präsidenten der' Republik empfangen Der Papst zeichnet de Piaeda aas. ' Rom, 2. Juni. (Stefani.) Der Papst,hat Oberst d^e^P'in e d ö^ in^ besonderer Audienz empfangen. Er gab seiner Bewunderung für die von'de Pinedo'vollbrachte» Tat Ausdruck und machte ihm eine gvldent Medaille zum Geschenk. . «eofta verletzt. Paris,.2. Juli.,.(Havas). Byrd äußerte gegenüber Pressevertretery,. daß er sich sofort nach.seiner Ankunft^ in Papis aus radiographifchem Wege mit Ingenieur A.co'sta in Verbindung gesetzt habe, der',sich am.7rr.ch-t:e n A r m V e r l e'tz'u n g e'n zügezogen hat, die jedoch, n i cht als schwer erkannt wurden.. . , ' ' » W a sh i n g.t o n, 2. Juli. (Reuter.) Die von Byrd, Thamberlin und Lindbergh bei ihren Flügen über, deniyAean zurückgelegten Strecken werden,, amtlich mit ' 3447, siyoy und 361^Meeilen,.festg.estellt. , . |: ile eiWseKe ln jlinerHa. . Mvszig Tote... ,V Chicago» 2. Juli. (Reuter.) Während der bereit- Vjßle Tage andauernden Hitze - sind 30 PMonen an Hitz- Wag gestorben. » . ^ntzdhi y sind der Hitze 2l) Personen zum Opfer ge* i, Mm. Im redaktionellen Leit enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. ALLEINIGE ANZEIGEN -ANNAHME ANNONCEN Slcü SCHALEK WIEN, WOLLSilfcE 11. - TEL. 76-0-S1, 76-0-82 '/■? Die elegante Dame — der elegante Herr tragen rt n.r die bekannt erstklassigen Jibratkamon>i€z~#€fwutke . 2. lÖe*., (JabowatKUEße 33 ||wqM<':Auwdy|. h echten Schlangen- und Eidechsenlieh.xu billigsten Preisen! .. ~y, Wie», 3. Jnll. . ^on Hl^rzi ist das erste Wort in dem neuen Leben des jüdischm Volkes gesprochen worden.. Herzl hat diesem VvA und .der Welt gesagt, daß eins Mischer WilLn besteht. HerKk hat hiesem Willcn die Msdrucksform, dem Volke.die TrichüHp Uttd .-der' - jüdischen /SeMücht das Ziel 'gegeben. Er -v>ar- Deuker- Schöpfer Und Führer. Er wurde es, weil^ Volkes spraA Tie.jüdisch^'Masse-hat es ihm gelohnt; sie Äf^^enb^lng^ ME W 'ÄW,'öjor-' fwr faßt ihren ^Donk als den schönsten! Krmtzj aus politischer- und natipttalökononnscher Beweisgang nachher aV recht anfechtbar erkannt.- worden ist. - IMer der Grundtzodanke, das Titelwyrt, das war-genau Ms', was bas 'Volk erhoffte, ersehnte, in der Diese'seiner Teele; wünschte- 'Ärckenistaat, das war M Freiheit, Ms Ende des'Exils, die EvstosuM aus dem Leid'. jdsurch die eigene Anstrengung, die Unabhängigkeit von fremdest: Willen. Hebet das Wort Und seinen Sinn ist heute, wieder eine Diskussion! entstanden, Urchi das ist gut so, denn, es festigt Kie Grundlage unserer politischen Arbeit. Wir wissen aber alle, wie das Wort gemeittt war. Wir haben vor dem, was sich heute Staat nennt, wenig Respekt. Tenn die herrschende Definition deckt Zwang, Unterdrückung,. Unfreiheit, sie mechanisiert den Manschen und versklavt ihn. zu einem seelenlosen R«ch an . einer Maschine. Was Herzl wollte, und was das jüdisch^ Bol?.erstrebt, ist die Selbstbestimmung,' die Möglichkeit, sein' Schicksal sich selbst zn gestalten. " u I Herzls Wort .war, eine Tat und es ist zu einer Fahne geworden. Mer'Herzl ist nicht ftabei steheu .gebliebem Er war Nicht der Schriftsteller, der sich begnügt, , aus .der Mühe seiner Erkenrttnis einen Gedanken zu formen und ihn hinauszusteUen 'Er trug seinerr Plan selbst in das politische Lebe». Er hatte es als seine Semdung erkannt,, in der unklar gärenden Zeit-der nationalen Käinpfe, die aus eine KätDrophe lrinzustreben-schienest,-chlch die Forderung des ältesten, vergessenen l und sich' selbst' vergessenden Volkes auszusprechen. Die Tribüne, 'die' er stn'-Basel arrsstellte, war die Stätte, von der aus er im »Namen dieses! Bolkesl den Anspruch auf . Frieden, Freiheit und Land-proklamierte. Zweitausend Jahre seelischer und leiblicher Not, politischen Pariatums sap-ken in den Staub. Dem Volk,' Ms so Unerhörtes geduldet Wie, dessen Seele vom - Stäub der Verbannung fast verschüttet war, kam ein neuer Tag. Den anderen Völkern zeigte sich eine neue Nation, die mit der einfachen Klarheit einer Ostenharuttz, in bestiimnten-Worten Pas Recht in Anspruch nahm, das alle anderen für ssch bereits besaßen. Herzls Beginnest rief Widerspruch hervor, in der Außenwelt wie innerhalb des Judentums selbst Die politischen'Denker, die den nationalen, durch wirtschaftliche Momente.und durch soziale Theorien verwirrten Kampf'ist Europa nicht zu! meistern vermochten, sahen mißgünstig. auf diese H>n Basel kämmende Forderung einer neuen nationalen JndivLualität. Vermehrte das nicht die Komplikationenhervorgerusen durch eine verschwindend geringe Minorität, die nicht den geringsten territorialen Eigenbesitz, keine einheitliche Sprache, keine homogene .wirtschaftliche Struktur austveisen konnte? Schwerwiegende Interessen der christlichen Religionen kamen in < Frage, das türkische Problem rückte in ein mideres Acht; zudem verkündigte die auf dem Boderr der Schweiz, utt Bannkreis einer alten Demokratie sich konstituierende B^ ivegung ihr Anrecht, als der Sprecher der Nation uud ihres .WUlens überall, wo sie wabnt« anaeieüen m werden. Das 685467

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