Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2997 (2.7.1927)
- Date
- 1927-07-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 Wien, Samstay Wiener Morgenzeitung 2. Juli 1927 Nr. 2997 gegen einen deutschen Aristokraten ein Urteil gefällt habe, nicht aber ein deutscher Richter. In der gestrigen Beruftmgsinfkmz versuchte Landgerichtsrat v. Holten den antisemitischen Aristokraten, den 70jährigeu v. Voigtländer, der iu erster Instanz bereits zwei Richter mit jüdischen Namen abgelehnt hatte, eines Besseren zu belehren. Die Beweisaufnahme ergab, daß der antisemitische Schluß in der Eingabe Voigtländers von seinem Rechtsvertreter Justizrat Schmielinski inspiriert worden war. Das Gericht verminderte die Strafe von 300 auf 160 Dtart. In der Urteilsbegründung sagte Landgerichtsrat v. Holten u. a., daß die Richter müde seien, immer wieder den Arrtvücftn gegen den kulturell hochstehenden Teil der deutschen Richter entgegentreten zu müssen. Es wäre an der Zeit, mit den widerlichen antisemitischen Ausfällen aufzuhören. Der Antisemitismus schädige nur das deutsche Volk in politischer und wirtschaftlicher Beziehung. Ar Ansprüche gegen die aurlüadischr« Versicherungsgesellschaften. Am Kampfe der Polizzeninhaber gegen die Versicherungsgesellschaften ist jüngst eine interessante'jEntscheidung"des Obcrlandesgerichtes Wien erfolgt. Das Hcuckelsgericht Wien hatte die Klage eines Polizzeninhaöers der Asssicurazioni Generali gegen diese -Gesellschaft auf Grund des § 10 des Leibrentnergejetzes wegen Unzulässigkeit des Rechtsweges zurückgewiesen. Das Obevlandesgericht Wien hat nun dem Rekurs der klagenden Wartei Folge gegeben und dem Handelsgerichte Wien crufgetragen, unter Umgangnahme von dem gebrauchten Wergerungsgrunde über die Klage das gesetzliche Verfahren emzuleiten. In der Begründung der oberlandesgerichtlichen Entscheidung heißt es: „Es ist dem Rekurse beizupflichten, dast dieses Gesetz, wie schon sein Titel „Bundesgesetz über' einen 'Fürsorgefonds für Leibrentenversicherte (Leibrentnergesetz)" besagt und überdies aus 8 1 sdessebben hervorgeht, sich ausschließlich aus solche Personen bezieht, welche aus einem Debensversicherungst^rtrag einen Anspruch auf eine Leibrente erworben haben. Im vorliegenden Falle handelt es sich aber nicht um eine Leibrente, sondern um eine Lebensversicherun g auf Zahlung eines bestimmten Kapitalsbetrages im Falle des Erlebens oder Ablebens. Die Klage begehrt auch gar nicht die Verurteilung der Beklagten zur Zahlung einer Leibrente, sondern zur Zahlung des vereinbarten Rückkaufswertes der Polizze. Das bezogene Gesetz kann daher auf den vorliegenden Fall nicht zur Mnwendung gelangeir." Die zitierte Entscheidung des Wiener Oberlandesgerichtes ist um so bemerkenswerter, als die durch die Versicherungsgesellschaften veranlaßte Einfügung des 8 10 in das Leibrentnergesetz über die Unklagbarkeit von alten Forderungen an'die Bmsicherungsgesellschasten gegen 'die Artikel 2 und 5 des Staatsgrundgesetzes sowie gegen das Burtdesverfassungsgesetz verstößt. London diskontiert keine Sowietwechsel. Aus London ivird gemeldet: „Daily Telegraph" berichtet» daß verschiedene ausländische Finanzhäuser vergeblich versuchen, Sowjetwechsel in London zu diskontieren oder zu rediskontieren. Durch diese Haltung der englischen Banken werde es für die Sowjetregierung immer schwieriger, Kredite in irgendeinem Teile der Welt zu erhalten. Sine grobe Insolvenz in London. Selbstmord des Finanzmannes White. — Panik an der Börse. Aus London wird berichtet: Der Finanzmann James W h i t e, der weitverzweigte geschäftliche Interessen, besonders in Oelhandel hat, wurde in seiner Billa t o t aufgefunden. Es lag Vergiftung mit einem Schlafmittel vor. Wie sich später herausstellte, hat White Selbstmord wegen geschäftlicher und finanzieller Schwierigkeiten begangen. Hiesige Finanzkreise wollen wissen, daß White eine Hausses p e k u l a t i o n in Anteilen der British Controller Oil Field Co., an der er stark interessiert war, mißlungen ist und er eine Differenz von zirka 1 Million Pfund Sterling nicht decken konnte. Die gesamten Passiven Whites betragen wxit mehr als 1 Million Pfund, Ziele Börsenfirmen sind engagiert, so die W e st m i n st e rbank mit 450.000 Pfund. Ueber Verlangen dieser Bankfirma wurde die gerichtliche Verwahrung des Vermögens Whites verfügt. Für den B e e ch a m - T r u st, dessen Vorsitzender White war, wurde die'Geschäftsaufsicht eingosetzt. Aus der Börse herrscht infolge des Zusammenbruches Whites große Panik. Re polnische Anleihe. Erst im Herbst realisierbar. AaS Warschau wird uns geschrieben: Der New Yorker Korrespondent des ArbeitevblatteS „R o b o t n i V* teilt seinem Ein-ekheiten Über die voraussichtliche polnische Anleihe Vereine. Bortrllge und Versammlungen. Verband zionistischer Jugendorganisationen. Heute, 5 Uhr nachmittags, Begrüßung der Tagung des Kontiuentalbundes zionistischer Mädchenvereinigungen durch die Vertreter der Wiener zionistischen Jugend. Ort: Lese- und Redehalle jüdischer Hochschmer, 9. Bez., Tüvkenstraße 9. — Jugendverein „Ercz JfkaÄ". Heute, 7)4 Uhr, Semeste r-Schlußse ie r in unserem Lokale. Morgen Abmarsch zum Herzl-Grab. Treffpunkt: Börsengebäude. — Eine Versammlung der hebräischen Lehrer findet Montag, den 4. Juli, -49 Uhr abends, im Saale der zionistischen Bezirkssskt'.on, 2. Bez., Zirkusgasse 33, statt. — Maimonioes-Jnstitut, Hetzgasse 40. Heute, 4 Uhr, Dr. A. Kami nka: „Sprüche der Väter." Montag, 6 Uhr, Dr. A. Kami n -k a: „Zephanja" (Schlußvovtrag);' 7 Uhr: Generalversammlung der Mitglieder und Teilnehmer. Unbefugtes Spendeneinsammeln. Wrr erhalten folgende Zuschrift: Ein sich als taubstumm ausgebcnder Bursche versucht, für das jüdische Waisenhaus, Baden, Spenden etnzusammeln. Die Verwaltung des Waisenhauses weist darauf hin, daß nur mit Legitimation versebene Herren berechtigt strrd, Gelder in. Empfang zn nchmen. mit, welche die früheren Mitteilungen Ihres Korrespondenten, daß die Realisierung der Amerika-Anleihe nicht vor dem Herbst zu gewärtigen ist, bestätigen. Nach dieser Mitteilung des Blattes soll die Anleihe ausschließlich zur Stabilisierung des Zloty auf dem gegenwärtigen Niveau dienen. Die Anleihe darf in keiner Weise für die Deckung der Budgetdifferenz verwendet werden. Das Geld aus der Anleihe wird vor allem dazu dienen, das Hartgeld, das bekanntlich in übermäßigem Betrage emitiert wurde, sowie die Schatzscheine der polnischen Negierung aus dem Umlaufe zu nehmen. Das Kapital der Bank Polski soll erhöht werden, wobei die Negierung aus der Anleihe einen Teil der Neuemission der Bank Polski käuflich erwerben würde. Die Anleihe soll auf amerikanischem, englischem, schweizerischem, französischem und dentschem Markte aufgelegt werden und so einen internationalen Charakter besitzen. Die Anleihe dürfte ungefähr 65 Millionen Dollar betvagen und mit 7 Prozent jährlich verzinslich sein. Sie soll mit den Einnahmen aus den polnischen Zöllen garantiert werden. Die Finanzgruppe, welche die Anleihe gewähren würde, würde einen Beobachter im Verwaltungsrat der Bank Polski haben. In amerikanischen Finanzkreisen soll nach Mitteilung des Korrespondenten eine Verstimmung aus dem Grundeherrschen, daß die polnische Regierung die Anleiheverhandlungen so lange verschleppt hat, daß gegenwärtig die Realisierung der Anleihe erst im Herbst möglich sein rvird. E Der Anker, Allgemeine Versicherungs-Wtien-Gesellschasl. In der am 30. v. M. abgehalteneu 67. ordentlichen Generalversammlung wurden die für den 1. Jänner 1926 erstellte Goldbilanz sowie die RechnungsauÄveise für das Geschäftsjahr 1926 genehniigt. Aus dem Berichte geht hervor, daß der Geschäftsumsang im abgelaufencm Jahre eine beträchtliche Steigerung erfahren hat und daß die Prämieneinnahme von 14,200.291.39 Schilling auf 17,353.752.18 Schilling and die Aktiva von 50,959.197.07 Schilling auf 58,123.910.14 Schilling gestiegen sind. Der ausgewiesene Reingewinn von 30.232.90 Schilling wurde der Allgemeinen Sicherheitsreserve zugewiefen. Die Generalversammlung beschloß die Erhöhung des Aktienkapitals auf 3,000,000 Schilling. In der auf die Generalversammlung folgenden Berwaltungsratssitzung wurde der Beschluß gefaßt, die von dem Großaktionär garantierte Kapitalserhöhung, durch die der Gesellschaft ein Agio von 1,300.000.— Schilling zu fließen wird, sofort durchzuführen. . Jlrsolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über die Firmen: OÄar Karpel, vorm. M. Fischer, Wien, 3. Bez., Landstraße Hauptstraße 22; Ludwig Uil l maun, Wien, 1. Bez., Salzaries 15. Verband Jüdischer Kaufleute und Gewerbetreibender. Montag, den 4. Juli. Punkt 8 Uhr abends, B e z: r k s g r u p P e n - Versammlung Alsergrund im Cafe Metropole, 9. Bez., Berggasse. — Donnerstag, den 7. Juli, Punkt 8 Uhr abends, Plenarversammlung vn der Kaufmannshalle des Wiener Bürger-Cafe, 2. Bez., Praterstraße 11. Leichte Erhöhung der Lira. Aus den Devisenmärkten war gestern die Lira, anscheinend infolge von umfangreichen kommerziellen Deckungen, die durch den niedrigen Kurs veranlaßt waren, etwas gebessert, sie erhöhte sich m Zürich von 28.67aus 28.75. Auch Devise Madrid verzeichnete eine kleine Besserung (von 88.45 auf 89.10 Parität Zürich), ebenso der Leu, der sich von 8,10 auf ä.121/2 hob. In den übrigen Devisen ist keine nennenswerte Kursänderung zu verzeichnen. Der Schilling notlert unverändert 73.10. Bor Zotterhöhungen in Polen. Aus Warschau wird uns berichtet: Wie bereits gemeldet, beabsichtigt die polnische Regierung, um die steigende Passivität der Handelsbilanz einzudämmen, viele weitgehende Jmporteinschränkungen Vurchzuführen. Es sollen vor allem die Einfuhrkontingente für Hartleder, Schuhwerk, Textilwaren, Konfektionsnrtikel, Trikotaaen und Seide um 25 bis 50 Prozent herabgesetzt werben. Gleichzeitig soll eine Aufwertung der Zölle, die einer Erhöhung der Zollsätze um 40 vis 70 Prozent gleichkommen würde, durchgeführt werden. Starte Mttmoansprüche an d»e Deutsche RelchSvank. Aus Berlin wird berichtet: Die Reichsbank ist außerordentlich stark in Anspruch genommen worden. Die Wechselelnrk^ichungen erreichten zu Ultimo einer: Umfang wie kaum je zuvor. Man rechnet mit Rekordansprttchen, ivas nicht verwunderlich ist, da Warenwechsel seit geraumer Zeit nicht mehr am Geldmarkt zu placieren waren. Die Nachfrage nach Reportgeld war sehr stark und man zahlt heute Sätze vis zu IOV3 Prozent. Das Taggeld war knapp und stellte sich auf 6l/a bis 8 Prozent. Ans dem Ausland lagen größere Offerten vor, die aber zu den hohen Zinssätzen nur in Einzelfällen akzeptiert wurden. Dre neue Berürrer Ltadtnrlsch«. Aus Berlin wird berichtet: Die neue Berliner Stadtanleil?.', welche von der Beratungsstelle nur tit einem Ammas; von 70 M i litoncit Mark statt der geforderten 100 Millionen Mar? genehmigt wurde, gelangt in den ersten Togen der nächsten Woche zu einem Kurs von 98 am Londoner Markt zur Ausgabe. Die Stadt Berlin dürfte sodann ' sofort an dre Erweiterungsbauten im Wasserwerk und bei der Untergrundbahn schreiten. Wiener Börse. Geschäftslos. — Kurse wenig verändert. Trotz der festen Tendenz des Berliner Marktes war dir Tendenz der Wiener Börse gestern lustlos, da sich fast gor kein Geschäft ergab und Neigung zu Realisationen herrschte. Durch letzteren Umstand wurden ungarische Werte gedruckt, sonst waren die Kurse in der Kulisse wie im Schranken wenig verändert; die meisten Notierungen hielten sich etwas unter dem Niveau von Donnerstag, nur Kredit und Alpine lagen etwas fester. Gegen Börsenschlnß besserten sich Salgo znfolge von Budapester Arbitragekäusen. Auf dem A n l a g e m a r k t e notierten Rndolfsbahn-Schuld 2 S. 80 G. und -Prioritäten 13 S., Wiener Vevkchrsanleihe 2 S. 46 G. und Wiener An leihe, Emission 1917, 68 G. Quoten: Franz-Josefsbahn-Prior. 3.70. Exoten: Mrazniea 2.—. Neue Lieferungsbestimmungen für einige Aktien: Ab Montag, den 4. Juli, sind ausschließlich Schilling-Aktien lieferbar in: Siemens (Schluß 60 Stück), Humanic (Schluß 10 Stück) und Waldheim (Schluß 50 Stück). K a s s a k u r s e: Jugoslaw. Dank 11.26, Böhm. Unionb-ank 71.50, Bankverein 32.65, Bankverein Anteilsch. 8, Bodenkrod!/ 127.60, Oesterr. Kredit 69, Anglobank 6.40, Niederösterr. Eskompte 24.70, Lemb.-Czern.-Jassy 66.60, Donau-Save- Adria 19, Korkstein 19, Hauser u. Sobotka 12, Lombergcr Brau 119, Brosche 400, A. E. G. Union 6.30, Siemens 23.90, Oesterr. Telephon 15.70, Salgo 94, Steir. Magnesit 72, Flesch 10.60, Alpine Montan 41.20, Daimler —.68, Enzesfelder 1, Warchaloioski 6.86, Herm. Frankl Söhne 7, Oesterr. Hofherr 12.80, Ungar. Hofherr 22.40, Rima 160.60, Schrauben 123.75, Waffen 30.25, Leykam 12.60, Galiz. Karpathen 34, Tiller 1.10, Awestem 6.86, Färb. n. Druck 90.50, Oesterr. Eisenbahnverk. 53, Etti Bergel 9, Semperit 16.50. Wiener Warenbörse. Die gestrige Börse mies guten Besuch auf. Zufolge günstiger Ernteberichte aus Brasilien waren die m u y f' eePreise rückgängig. Es notierten: Santos fauch 605 S. (— 10), Santos extra Prime 560 S>. (— 10), Santos Prime 550 S. (— 10), Santos Superior 520 S. (— 10), Rio VII 447.50 S. (— M pro 100 Kilogramm prompt ab Wien. Bon Gewürzen setzte ^Pfeffer seine Aufwärtsbewegung fort und notierte 765 S. (-j- 15). Kakaoprodukte, Nets und Tee verblieben auf dem Stande der Vorbörse. Die rückgängige Tendenz aus den Weltmärkten für Zucker hat weitere Fortschritte gcniacht und wurden auch an der Wiener Börse die Preise 'für alle Sorten herabgesetzt. Es notierten: Tschechoslowakische Provenienzen: prompte Kristalle 255 (—7160), Würfel 290 (— 2.50); Terminware, Kristalle 260 (— 7.50), Würfel 295 (— 7.50) in Tschechokronen pro 100 Kilogramm ab Grenze Luu.denburg, unverzollt und unversteuert. Oesterreichische prompte Kristalle waren ausgcboten zrl 88.50 S. frachtfrei Waggon Wien, versteuert, Wiener Lagerkristalle zu 90 S. (— 1), Wiener Lagerwürfel zu 98.25 S. (— 1.25). Südfrüchte wiesen keine Veränderung auf, bis ans Hasclnußkerne, die zu 370 S. (— 20) zum Ausgebot gelangten. Der Markt in S ch we ine sette n' verkehrt ruhig und hatte keine Veränderung. Trotzdem wurde der Preis für nordamerikanische Ware zufolge gesteigerter Auslandsforderimgen um 25 Cent auf 32.25 Dollar erhöht. Tie Tendenz des C h emi kalten mar kt es ist ruhig und wurden die Preise einiger Llrtikel herabgesetzt. Lebhafteres Interesse z-eigte sich lediglich für Aetzkali, das zu 140 S. (~t- 5) dem Markt entnommen wurde und für Schellack T. N. orange zu 950 S. i-(- 30). Es notierten: Harz, i n l ä n 0.. Marke F 80 S. '(- 4), Marke I 82 S. 1— 4), Marke WW 92 S. (- 3), Harz, sranzös., W. W. 96 S. (— 4), Karbolsäure 360 S. (—- 20), Minium 135 S. (r- 5), Terpentinöl 175 S. (— 5), ferner Talg, Wiener II l'W Schilling (- 1), Talg, Wiener I 129 S. (- 1) unv Premier jus techn. 138 S. (— 1). T e x t t l i c lt, L eder und Roh häute blieben unverändert. Oeiyentlich verkauft wurden folgende Kaffeesorten: Zirka 1000 Kilogramnl Rio zu 415 S.; zirka 1000 Kilogramm Guatemala zu 921 S.; zirka 1000 Kilogranvm Columbia zu 510 S.; zirka 600 Kilogramm Salvador zu 481 S. pro 100 Kilogramm verzollt ab Wien; ferner 14 Kisten und 1 Ballen, zirka 3600 Stück trockene südameriknnischv Schlünde zu 1000 S. Dienstag, den 5. Juli, 11 Uhr vornftrtags, gelangt zum öffentlichen Verkauf eine Partie chinesischer Kloppelspitzen ab Lager Wien, Vadium 200 Schilling. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produtte. Die Tendeng des Marktes ist trotz fester Auslaudsberichte matt. Für Brotgetreide alter und neuer Ernte besteht geringes Kausbegehr. In Hafer werden selbst billigere Preisangebote nicht beachtet. In Ma.s kam es zu einigen Abschlüssen in' schwimmender Ware zu 1.15 Tschechentronen ex Wien. Marchselder Roggen notierte 35.7(5—36.25. Alle anderen Notierungen sind gleich geblieben. Budapester Getreidetenminmarkt. Jufoilge der höheren amerikanischen Notierungen halben sich die Kurse um eine Kleinigkeit erhöht. Die Notierungen lauten in Pengb: Oktoberweizen 29.64, Märzweizeii 32.14, Oktobevroggen 27.74, Märzroggen 27.36. Wiener Biehmärkte. Pferde m a r l t. Auftrieb: Gebrauchs Pferde 124, Schlächtevpferde 82, aus dem Schlachthaus 28 Es notierten: Kutschpferde 600—1300, leichte Zugpferde 360—1200, schwere Zugpferde 660—1400 Per Stück; Schlächlerpserde, Prima (Fohlen), 0.85—0.05, Solnnda 0.70 bis 0.80, Baulkvieh 0.50—0.65, Wursivieh 0.30—0.45 pro Kilo Lebendgetvicht. Marktverlauf lebhaft. Auswärtige Börsen. Berlin. Im Verhältuis zu den geringen Unrsähen slnd die Steigerungen denn auch ber einzelnen Werte» uiigetvöhiilich hoch gttvorden, obwohl die Spewlatttir schon eingangs Abgabenneiguug bekundete. Die Borbörsetaxkurse tourdeu nur in seltenen Fällen erreicht. Trotzdem lagen die Kurse immer noch um 1 bis 2 Prozent über gestern. Sehr fest und unr 5 bis 6 Prozent höher waren die führenden Bauwerte, seruer noch Beinberg, Siemrics und fast alle Werte des Montannrarktes. Für Banken uicd Schiffahrtsaktien betrugen die Besserungen etwa 2 bis 3 Prozent. Die aiigespanilte Lage dv8 6)eldmarktes hat sich zwar etwas gebessert, doch tvurde die Haltung auf Glattstellungeu und mit Rücksicht aus den Ausfall der SamStag- VOLKSWIRTSCHAFT nn