Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2995 (30.6.1927)
- Date
- 1927-06-30
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982083--30515-3018745- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kr. MM, DvNMrOag wiviyw^ftinnig 30. ^*»nt 1927 Sette 7 NmVmAims«, für Urlmv md «eye. Wr wichtiges Kapttü Br die Sommer-M. Es gibt zweierlei >Wten, die Jerum. zu verbringen. L«ttvÄ»er gehen ifk Familicrcmttgtkeder gemeinsam auf den Bummel tmd ziehen als sorglose Rvisende in die Berge oder au die See und die Hausfrau fft alter Bürden dos HanZhaLtjÄhrens fiir ein paar Wochen enthoben, oder — und das ist die Kvette iAvt —J in irgend etttcnt idyllischen Winkel wird eine SoarMrerwohnung gemietet und die Sorgen des Haushaltes Mchen auch m der Urlaubs-ze it der HEs frau nach. Je nach den Entschlüssen und Beschlüssen der Familie zu wandern oder zu Hausen, sind die Vorbereitungen für die Sommerzeit verschieden. Nur eines bleibt ünmer gleich: lvenn die Familie für einige Woche»« das Wiener Heim verläßt, dann ist es vor allem einzusommern. Diese Borbvreitmpg zur Mise wird keiner Frau erspart, wenn die Urlaubswochen nahen. Das^ Kapitel „Emsommern der Stadtwohmrng" soll aber demnächst eigens behandelt 'tverden, Und wir wollen für diesmal von den Vorbereitungen für den Urlaub zunächst in dem Simm sprechen,, was zu geschehen hat, wenn die Wirtschaft von Wien in ein Sommerheinr verlegt wird. Es muß vor allem das Bestreben der Hausfrau sein, wenn schon Bewirtschaftet wird, sich diese Wirtschaft möglichst zu erleichtem und zu vereinfachen, damit auch sie an den Wanderungsr durch Feld und Wald, an dem Genüsse des Badens und Schwimmens sorglos teilnehmen kann 'ümd auch Dir sich viel ftere Zeit zur wohlverdienten Erholung er- Dazü gibt es einige Heimchen ams Herd, die die HcürsstMu in die SonrmerwrrtschafL begleiten können. Vor allem' die kleinen, leicht und rasch zU> bedienenden Petroleunrofein und SpwAnskocher, die Kochgelegenheit mit Tvöckenispirrtus Dketa, diees erinöglicht, daß die Hausfrauen von Holz-!und Kohlenwirtschaft und von der Bedienung des Herdes heftet sind. Wie rasch kocht sich eine kurze Mahlzeit ans diesen Beheizungsapparaten! Wenn die Hausfrau das Mittagessen auf diese Ärt leicht und mühelos angekocht hat, dann, setzt sie. das'Essen in eine. Kochkiste, die sie unbedingt mttnehnmr soll, und weiß, daß, ,wenn sie nach einem stnndenlcmgen Spaziergang oder einer Ruderpartie oder eirrem Bad HÄmkommt, die Mahlzeit fertig aus der Kochkiste heraNsgMochrnen werden.kann, Die kleine Unannehmlichkeit oder Gepäcks-geMhr für Kochkiste und Scharellkocher wird tausendfach. hereingebracht durch' die Ersparnisse an, Zeit und Geld w der UrkürbSzsit. / So ein SoimnerherMnett Und behaglich aiNs^dstatten, mit wenig Mitteln es' dahiN/Zu bringen, daß man sich wirklich auch im fremden Logis pdaheim 'fühlt, ist die Kunst d^r guten Hausfrau. Ein paar hübsche Kolsterüberzüge aus lichten Und waschechten Stoffen mitgerwmrnen und-draußen mit Heu, Watte oder Kapok gefüllt, so daß sie -im Koffer keinen Hlatz einnehrnLn, zieren die Sommerwohnung Und tragen zum besseren Schlaf bei, wenn die Sornmerbetten, wie dies ja Mich, nicht -ganz koiNplett <sind. Gin Paar nette, kleine, leichte Muminiümgeschirve mitgenonimett,' erleichtem IwS1 Kochen und machen das iMvaschen zjul einer vergnüglichen «Arbeit. v Die HÄusfrau soll sich beim WirtschastsÄhven/Mf dem Lande nicht mit langwierigem Mehlspeiskochen abgeben. Sie wird sich eiq. paar. Päckchen ‘ Orte ^ckptuitvvrpräpavate und Puddingpräpärate mitneWen Und so leicht'verdauliche,, wohlschmeckende Nachspeisen erzeugen. Unerläßlich für. die Wirtschaftsführung Äüf dem "Lande -sind die erfrischenden Geträicke aller -Art« ' 'Wir w^den .HWe.noch sktt eUmes' Kapikek widinen. -• '..v,;.-, -i '■ wy y^;' ^' Htzgteue im tSgNchm Leben. II. " "■ -,. Die bisherigen Methodep, wie Msstvenen vön^ RaphthMn gegen. Motten, verschiedene Tinktnvett oder Räucherungen mit Schwefel gegen die Wanze sind alles u,»zulängliche Mitel, denn sie treffen? gewöhnlich Mv einzelne lebende Insekten, nfp. aber die 'Bmt. D« unter den verschioMschr: HyntahxnaUM empfohlenen Räucherungen oder Dampft^ üsw. .sW> größtenteils Schweflungen, rn welchen der Achwefel mit verschiedenen, Sauerstoff spendendeni Mitteln toMnden ist., oder' AornurldeMgasungssu, die zwar vorzüyW' WO ' KrarckheitskeiW, aber fast wirkungslos gegen JUsektm sind, wenn 'sie auch auf den Laien durch dm stechender: Geruch den Eindruck machen, als könne kern Lebewesen dabei existieren. Schwefelkohlenstoff wurde auch vielfach, angewendet, doch birgt er eine große Wirers- und Explosionsgefahr in sich, ohne dabei die Gewähr für die' sichere Mötung zu bieten. ' ' ' Wenn npr noch die unter verschiedenen! Namen aüsgeführten „SchLveselur:gen". kurz streifen, wollen nur nicht unnpähnt lassen, daß die Hausfrau oft.großen Schaden an Nnpüchtung und Stpfftn dadurch erleidet.. >Wgesehen vyn bw bleichender: Wirkung aus. Farben, der schädlichen Echvirkung auf. Metalle, Spiegel tlsw., die sich gewöhnlich sofort -itzch, chlEt'.es.der Hausfrau meist.unbekannt, daß die zer- Wirkung.des,.Schweselns.Kvst m vielen! Monaten bei Stoffen eintritt. Manche imrd Won dtzm Tapezierer die Schuld gegeben haben, »varrrm^er f» schlechtes Gvadl vernxmdet hat, weil es in einem! "Fahr schon.zerfasert, nicht aräoers bei Vorhängen und attbewt St-offew! Der eigentliche Grund ist meist nicht im Material zu suchen, fondem im „Schwefeln"! Nach jeder solchen Räucherung bleiben geringe Mengen von Schwefeldioxyd mit der Faser verbunden. .Diese geringen, kaum nachzuweisenden Mengen setzen ftch im! Lause von Monaten, ja oft erst nach eineinhalb Jahren mit der Luftfeuchtigkeit zu Spuren von Schwefelsäure um, ine langsam, aber sicher die Stoffe zerstören. Die Erkenntnis dieser schweren Schädigungen, die natürlich bei Hotels oder großen Betriebes sehr empfindlich sind, hat zmN Beispiel veranlaßt, daß im deutschen Heere Schwefelungen verboten wurden. (Siehe auch „Deutsches Forschungsinstitut für Textilindustrie vom 14. Juki 1919.) Trotz all dem ist diese Methode die Weitestverb rettete, weil sie immerhin vorübergehend eh&anttoüt und Laien sie ohne Gefahr mit mehr oder weniger Erfolg arrwenden können!. «ein« Motten! Keine Wansenl Keine Schädlinge! Modenut» Dmchgasong oha« Schaden fBr Kinrichtangsgegenetände durch 6eee»]scb«/t för Blausäure* Oesinsektion und chem.-techn. Bedarf Dr, Breyinesser & Co., Wien, Hl., Raettmofskygasee 1 Telephon Nr. 99-6-tS in. Edre ganz neue Richtung bekam' die Ungeziefervekampfung, als man die Schädlingsbekärnpfung wissenschaftlich zu bearbeiten begann. Die großen Schäden einerseits, welche Schädlinge hervorzurufen imstande sind, die Erkenntnis der Krankheitsübertragung durch Ungeziefer anderseits ließen nach einem Mittel suchen, welches eine absolute Ausrottung verbürgt, ohne daß' dabei Schädigungen der Einrichtung, der Waren, der Stoffe usw. zu besorgen find.!A>ls solches erwies sich die BlaUsänre,(^Wnwafs^ofsgas) als allen -Anforderungen gewachsen. - . - E‘ In letzter Zeit ist via neuer PoNomMtel, ^Brüllax^'- SchmiraÄgummi, im Urmauif, der wesentlich sich von den bisher im Umlauf befilwerwen unterscheidet. Die Hausfrau verwendete bisher Schmirgelleinen oder Schmirgelpapier, mit tvelchem sie ihre Plage hatte. Die Fingerballen! wurden zu Tode gerieben, sie 'beschmutzte sich die Hände usw. „Brüllrx" Schmirgelgummt ist in Stangensvrm oder auch mit Griff, arbeitet sauber, erzeugt prächtigen Glanz, ist sparsam und daher auch billiger als andere Polievmittel. ,Vorteilhafte Eigenschaften: Scheuert, poliert,, schmirgelt und reinigt gleichzeitig, entfernt Rostflecke, Schmutz, es lamm feucht und trocken poliert werden, aber nicht heiße Gegenshände, Me z. B. einen heißen Herd. «« dm Neiche der «dtze. Erergränpchen-Suppe. Man nehrne ein halbes Seidel (eia Sechstel Liter) Mehl, ein Achtel Sewel Grieß und ein Vi, -knete daraus einen festen Teig, reibe selben aus dem Reibeisen, nehme eiree gute Rindsuppe, sobald dieseübe kocht, gebe die Ciergränpchen hinein, und nachdem dieselben drei Minuten -gekocht haben, aebe nran -di« Suppe zm Tafel. Gewöhnlicher Rostbraten. DgS Fleisch zum Rostbraten wird gut geklopft, aufs Omelettenblech gelegt und aus beiden Seiten gut abaedunstet, jeder Rostbraten ungefähr fünf Minuten, daun wird jeder extra mit ein wenig Mehl, Paprika und Salz bestaubt, herauf .u eine Kasserolle, worin zuvor einig« seingehackte Zwiebeln gegeben^ auf diese gelegt, eine Stürze auf die Kasserolle gedeckt und dieses in eine nicht zu heiße Röhre hineingestellt, wo die Rostbraten schön langsam dünsten. »Nüssen. Nach e!ner Stunde wird die Kasserolle aus der Röhre genominen, di« Rostbraten werden umgewendet und noch auf eine halbe Stünde in die Röhre gegeben, sodann aus derselben genommen, die Sauce wird passiert. Mit Kartoffeln garniert, wird der Rost- -brate»: zur Tafel gebracht. Schellfisch. Nachdem, dieser Fisch geschuppt und gewaschen wÄrd, b'.: Eingeweide aus chm entfernt worden sind, wird er in mehrere Stücke geschnitten. Man stellt ihn nun mit kaltem Salzwafier zu, kocht ihn in demselben eine -Mevtelstunde, gießt es dann ab und gibt als Sauce darüber braune Butter und Senf. Erdbeer»Eis. Es wird mit und ohne Rahm bereitet. Sollte es-ohne Rahm bereitet werden, dann werden vechäl>tnismLtz-.g Erdbeeren,, die durch ein Sieb gepreßt wurden, mit -dem Safte einer Zitrone versehen, -mit Wein oder Wasser verdünnt und durch geläuterten Lucker entsprechend versüßt, in die Gefrierbüchse gebracht. Sollte das Erdbeer-Eis mit Rahm berettet werden, dann werden die durch -das Sieb getriebenen Erdbeeren auf zwei Liter mit einem halben Liter Rahm oder Sahne versehen und durch gestoßenen Jucker zum Gefrieren gebracht. schönt Ihre unersetzliche Wäsche. AHerfeinsle cfc£vma’ GarajiHrf eeffte riaturbtttter. Feinwasehansialt V-:r Sie grftrigrn Spick. Rapid—Slovan 4:1 (3:1). Dieses Meisterschaftsspiel fand in HAteldorf vor 40Y0 schauern statt.„Jn beiden Mannschaften waren zahlreiche^ Ersatz!ent« tätig. Die von ihvev Tomnee erqtiÄet zurück- Bonoärts Ok uud Mchoilstm^^ftüÄten altern in der Weistepi schvft der zweiten Klasse 6: ö, wodurch Nicholson wieder eine« wevwoüan ^wmkt verlor. , Der Budapester F. P. <5. schlug gestern rn Bmtifiava eine kombinierte Bigeti—B. L. E.«»Manuschaft SrrL vor MB Zuschauern. . gekchrten Tschechen konnten best ambitionrext kämpfenden Papihleuten nicht lange Widerstand leisten. Die HAteÜiorfer waren vor dem Tore gefährlicher als die Slovan-Spioler, und sicherten sich den Sieg schon bis zur Pause. In der 7. Minute sendete Luef ein, zehn Minuten später gelingt Step an ejn Weitschuß, der zum Ausgleich führt. Ein von Lernie ahgogehener Schuß springt von Grüner ab ins Tor. Lues erzielte dann rasant den dritten Treffer. Fn der zweiten Hälfte bewegte sich das Spiel wehr im Mittelfeld. Beide Mannschaften zeigten jetzt große Ermüdungserscheinungen^ In der 42. Minute gelang eS abermals Luef, das Endresultat hei^ustellen. Schiedsrichter Kaufmann mäßig. Bierma—».«.«. r: 1 <1:«). Die Brigittenauer traten zu ihrem letzten Spiele mit vier Ersatzleuten an. Das Tyr allerdings hütete Köhler, der auch der best« Mann war. Die Döblinger waren technisch hoch überlegen, mußten sich aber dennoch sehr anstrengen, um zu siegen. Aschweid l schoß für Vienna vor und nach der Pause je einen Treffer. Für den B. A. E. war der aus der Jugend«. Mannschaft entnommene Fuki^o erfolgreich. Schiedsrichter Zikmmrt.. MO Zuschauer. Wacker und Wiener Sporttlub trugen gestern ein Freundr-ftsspie l aus, düs 1:1 endete. O st e r m e y e r schoß für . die. Minder ein. Zelenka glich W die Dornbacher aus. ' -»Mich «»eie« Arsenal (Kalo-. Heute m» K7 M auf dem W. A. E-Platz. Der ägyptische Meister wird - sich heute dem Wiener Publttum zum zweitenmal vorstellen. Die schwarzen Söhne' Kairos haben vor wenigen Wochen in Hütteldorf die Sympathien der Zuschauer durch ihr frisches ungekünsteltes iittb faires Spiel in hohem Maße gefunden. Hchrte werden dis Aeghpter ihre stärkste Mannschaft antreten lassw, mn Hakoah, die sie ja wiederholt in ihrer Heimat als . Gäste empfingen, z« besiegen. Auch die Blau-Weißen wollen Äks daransetzen, um wie immer in internationalen Begegnungen, den österreichischen FuWallsPort gut zu repräsentieren. <S$ :st daher ein schöner, interessanter Kampf zu erwarten, bet dem sich, wen» das Hochsommerweiter anhält, die Aeghpter in chrem Element befinden werden. Schiedsrichter ist Herr Retschn-ry. Sk Ai>«mdenmg vmi »eiÄMiekm «ad ÄeFisa. 9« der Angelegenheit her aus Budapest ohne Fre^ g«He ab ge wand er lest Spieler, aus denen die „Palästiua- Mannschaft" gebildet wurde, hat der Ungarische Frchballverbaud ftLnerzett sine B^eschwerHe an die Fifa gepichüet.