Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-06-30 · Heft 2995 (30.6.1927) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2995 (30.6.1927)
Date
1927-06-30
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2982083--30510-3018740
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

S6le 2 Men, ^omrcrStöj V"" 1 :■■■“■ . --------.;..—-.- .— Der Putsch der ßamelots. -y, Me». 30. J«ni. Zehn Tosjc lang hatte die Belagerung DandctS gedauert, der sich in der Redaktion der „Action Francaisc" verschalet liatie. Der Trubel endete mit seiner Verhaftung. Garden -n: Fuß und ,*n Pferd, Feuertvehr und Gasabteilungen. insgesamt 2000 Mann hatte die Negierung mobil gemacht. Daudet hatte sich, zwischen einer Leiter und einem Feuerüvehrschlauch ergebe it, nachdem er noch ein letztes Wal geschworen hatte, gn siegen oder zu sterben. Er wunde ins Gefängnis angeführt und gang Paris lachte. Zwölf Tage später iuar Daudet frei, und diesmal lacht mit Paris gartz Frankreich. Ein gut eingerichteter Apparat hat die Wendung bewirkt. Vorn Ministerium des Innern, das eben Herr Aarraut leitet, war in das Sante-Gefangnis telephonisch der Befehl erteilt toorden, Daudet, seinen Kontpatriotcn Delest und — damit die Sache politisch plausibel klingt — aucb den Kommunisten Semart auf freien Fuß zu setzen. Der Befehl wurde ausgefüihrt, nachdent er in Rückfrage wiederholt ivorden!rar. Daudet und Delest sind seither unauffindbar, Semart geht in Paris spazieren und hat bereits in einer öffentlichen Versammlung gesprochen. In Frankreich sind solche Affären dem Leiben eines Ministeriums noch gefährlicher als anderswo, und es ist ein französisches Sprichwort, das behauptet, die Lächerlichkeit wirke tödlich. Und es ist gerade das Mysteriöse an dieser Geschichte, das dem Kabinett Poincare an den Hals geht. Vielleicht wird man noch einmal erfahren, toie sich der Malleffekt vollzogen hat, und wie er zur Fortsetzung und Krönung der lustigen Episode der Haft Daudets wurde. Dem hakenkreuzlerischen, vom Papst verdammten Royalistensührer, der dringend Reklame brauchte, ging es in der Sänke sehr gut. Er empfing Besuche, aß'Hummer und Hühnchen, wie sic ihm seine Gattin kochte; und schrieb Leitartikel für seine Zeitung. Er wurde so behandelt, als Müde tatsächlich seine Begnadigung in nächster Aussicht. Es waren zweifellos bestimmte Aufträge erteilt Ivorden. Bon Seite der Regierungspreffe wird dies bestritten, aber die Regierung selbst schweigt und erklärt, vor Beendigung des Verfahrens nicht sprechen zu wollen. Die Kammer hat die Interpellationen vertagt, nachdem der Justizminister Barthou die Vertrauensfrage stellte. Ein Redner der Linken erwiderte höhnisch, die Regierung suche das Vertrauen in der .Kammer, da sie es anderwärts' nicht finden könne. Aber mit der Vertagung wird die Situation für Poincare noch brenzlicher, und es mag schon seindaß man den entflohenen Vogel nur sehr ungern fangen möchte. Denn dann würde dieser ganz und gar nicht possenhafte Vorfall in seinen Einzelheiten sichtbar und er müßte zu denselben Schlüssen Anlaß geben, die gezogen -ivurden, als Wilhelm Voigt an der Spitze seiner Grenadiere die Stadtkasse von Köpenik beschlagnahmte. Damals schwand viel von der Furcht vor dem bewaffneten kaiserlichen Deutschland, und heute ist es die französische Republik, die einer schlimmen Enthüllung ausgesetzt scheint. Im Verlaufe des letzten Jahres hat es in der inneren Geschichte Frankreichs verschiedentlich dunkle Affären gegeben, in denen sich die Spitzen der. Negierung gegen die hohe Beamtenschaft hatten wehren müssen. So hat tvährend des Marorkofeldzuges ein Kriegsminister in der Kammer Beschlverde darüber geführt, daß aus seinen Kanzleien Ne-, serbatakten au die kommunistische Fraktion geliefert wurden. Briand mußte als neugebackener Außenminister gegen den Vorstand eines wichtigen Departements einschreiten. Zu diesen Disziplinfällen kamen noch Skandalaffären aus der Kölouialverwaltung, tr! der Zeit der asiatischen Unabhängigkeitsöestrebungcn doppelt verhängnisvoll. Der Putsch der Camelots macht nun ein Weiteres. Er legt in der Administration Zustände bloß, die schon fast Zersetzung zu nennen wären. Es ist unmöglich — und dies führen sogar die regierungsfreundlichen Blätter aus —, daß die Freilassung Daudets einfach auf telephonischem Befehl erfolgen konnte, un>d daß der verdutzte Gefängnisdirektor, als er wieder anfragte, just mit derselben Person in Kontakt kam. die ihm eben den Auftrag erteilt hatte. Es ist vielmehr so, daß die Politisierung der Verwaltung so weit gediehen ist, daß ein Beamter altes für möglich hält. Jede Partei hat ihre Beauftragten in den Rcgierungskanzleien, und allen gcht die Partei über alles. Das ist nicht nur in Frankreich so, auch inanderen Ländern überwuchert der Parteigeist und verwirrt die Administrative, der er den Rechtssinn und -das Empfinden für Klarheit nimmt, Mas aber der neuesten Affäre ihren besonderen Ton gibt, ist der Umstand, daß die Kreise, deren beliebter Pcrrnphletist der Herr Daudet ist, jetzt zur Regierung gehören- Sie find iw der nationalen Union, und ihnen zuliebe bringt Poincare Opfer auf Opfer. Ihnen hat er nach dem Mund geredet, als er kürzlich in Luneville einiges aus zwei Jahren deutscher Geschichte erzählteauf ihr Verlange» ist die ÄVshrvorlage geschaffen Warden, die aus Frankreich eine einzige riesige Kaserne macht. Poincare, der doch weiß, daß auch Frankreich durch Locarno gebunden ist, schmiegt sich der;, nationalistischen und letzten Endes republikfeindlichen militärischen Elementen an und reizt damit ihren Appetit. Andererseits aber gerät er durch die Rücksicht auf die Radikalen mit der Rechten in Widerspruch und provoziert ihre Rache. Sie hat jetzt ihn und sein Kabinett ereilt, und wenn die Regierung noch steht, so führt sie doch mit geminderter Autorität die GesMfte r.. üeu. Um so größer ist ihre Beliebtheit bei den Bänkelsängern und Revuedichtern geworden, .die sich schön einmal mit einem ähnlichen Stoff beschäftigen kopiften, als nämlich im Jahre .1012 der. Royalist Belaine unter genau den gleichen Umständen aus der HcHt geiholt louvde. Chef der Regierung war damals Poincagze. Wiener Mo-genzettmrg Der Kampf gegen den Mädchenhandel. Al Stmt Jet WM» ftodfttns in Ssnnn. Aus L o ii d o ii meldet die I. T. A.: Am 24. Juni ging die Konferenz der jüdischen Gesellschaften zur Bekampftmg des Mädchenhandels zu Ende. Nach einer längeren DiÄuffion über die Fragen, die dem Internationalen Kongreß zur Bekämpfung des Mädchenhandels, der, wie berichtet, am 26. Juni in London begonnen hat, vorzulcgeu seien, Ivurden die folgenden Entschlüsse gefaßt: Es ist die Griindung von jüdischen Gesellschaften zum Schutze der Mädchen und Frauen in jenen Ländern zu empfehlen, in denen solche Gesellschaften noch nicht existieren. Alle diese Gesellschaften sind in einem Zentralkomitee vereinigt. In allen Durchivanderungshäfen und Eisenbähngrenzstaiionen sollen Bureaus errichtet werden, in denen reifende Frauen und Mädchen Rat, Schutz und Beistaud finden. Diese Bureaus hätten auch die Wege der Mädchen-Händler zu beobachten und diese zu entlarven. Die Landcrkomitecs werden die Kosten des Unterhaltes solcher Bureaus oder Agenten zu tragen haben. Die E l t e t tt u nd Vormünder sind durch geeignete Aufklärung auf die ernsten Gefahren aufmerksam zu ^chen, - die ihren Kindern oder Mündeln drohen, wenn sie Ehen mit Unbekannten entgehen oder überhaupt Chen, die der gesetzlichen Bindungen des betreffenden Landes ermangeln. Den Rabbinern und den anderen verantwortlichen Beamten der jüdischen Gemeinden wird geraten, der Schließung reiner Ritualehen mit aller Macht zu w i d e r st r eb e n. Die Rabbiner sollen, wenn junge Männer und Frauen ztvecks Eheschließung vor ihnen erscheinen, Dokumente und Legitimationen fordern, sowie den Nachweis, daß der Eheschließung kein gesetzliches Hinder- 'n i s enigegensteht. Wo Unklarheit herrscht, mögen die Rabbiner in eigener Perscm Untersuchungen anstcllen. Eltern, Vormünder und Rabbiner seien vor Heiratsvermittlern zu warnen, die oft Komplizen der Händler sind. Sämtliche Rabbiner werden ersucht, durch öffentliche Ankündigungen und andere geeignete Mittel an der Unterdrückung des Mädchenhandels teilzunchmen. Die Länderkomitees mögen von Fall zu Fall Versammlungen abhalten, um die öffentliche Meinung auf die Gefahren hinzuweisen, die der Jugend von seiten der Mädchenhändler drohen. Die Beschlüsse der Londoner Konferenz seien den jüdischen Gemeinden und Rabbinern mitzuteilen. Die große Armut innerhalb so vieler großer jüdischer Gememschaften erfordert es, daß fortgesetzte und ernsteste Aufmerksamkeit den. der jüdischen Jugend drohenden Gefahren seitens aller jüdischen Sozialfürsorger zugowendet wird, damit Grundsteine für eine bessere Zukunft gelegt werden. : Ein Zentralfonds soll von allen Ländern geschaffen und vom Zentralbüreau in London Verjva'ltet werden. Zionismus und Antisemitismus. Freiherr von Schönaich gegen die Hakenkreuz-Hetze. In der Berliner „Welt am Montag" nimmt Generalmajor Dr. Freiherr von Schönaich zu der immer wieder, auch von jüdischen Assimilanten, geäußerten Meinung, daß der Zionismus dem Antisemitismus Waffen liefere, Stellung. Er sagt unter anderem: „Man glaube doch nur nicht, daß der Zionismus irgendwie den Antisemitismus beeinflußt. Die Drahtzieher des Antisemitismus sind brutale Burschen,' die vor keiner Lüge und Verleumdung zurückschrecken. Sie werden nur geleitet von dem Wunsch, Unfrieden zu stiften und die Wut der Bolksmassen abzulenken von ihren eigenen sozialen Sünden. Ihnen ist es ganz gleichgültig, ob in Palästina ein Judenstaat, ein Araberstaat oder ein gemischt jüdischarabischer Staat besteht. Ihr Kampfruf, alle Juden sollten nach Palästina auswandern, erschallte schon, als von einem Palästinastaat noch gar keine Rede war. ' ■ ■ ... Ich empfehle meinen jüdischen Freunden immer, den antisemitischen .Hetzaposteln gegenüber den Spieß umzudrehen, und zu sagen: Unsere Propheten Jesaia- Jeremia, Amos und Hosea stehen in sittlicher Hinsicht turmhoch über euerem Wotan. ' Wenn das Palästinawerk, in dem gerade für den Pazifismus ungeheure sittliche Werse stecken, mißlingen sollte, was ich nicht hoffe und nicht glaube, dann würden die Antisemiten erst recht Oberwasser bekommen. Dann würden sie sagen: Seht, wir haben, es ja immer gesagt, Ihr Juden habt nurstaatszerstörende, aber, kerne staats anfbauenden Fähigkeiten. Hier hattet Ihr Gelegenheit zu zeigen, was Ihr könnt, und da versagt. Ihr. ... Ich kann heute über auf Grund einer langen praktischen Erfahrung in öffentlichen Borträgen Wer das Palästinatverk sagen, daß ich den Eindruck gewonnen habe, daß die Förderung dieses Werkes den Antisemiten nicht nur keine geistigen Waffen liefert, sondern ihnen die jämmerlichen Waffen, die sie besitzen, aus der schmutzigen Pfote schlägt." Der balgarische Premierminister für den PalSftiN'Ansbau. Aus Sofia meldet I. T. .A.: Ministerpräsident Liaptscheff empfing den Keren .Hajessod-Delegierten Dr. Mibaschan und den- Präsidenten der Zionistischen Organisation Bulgariens Dr. Farchj und brachte ihnen gegenWer seine Sympathien für den jüdischen Ausbau in Palästina zürn Ausdruck. Er versprach, die zionistWen BestrebmWU Bulgariens zu unterstützen. m. Juni NS7 Sr. SW8 ..........7— Her» Srabgaug «ad H«zl>Frier. Sonntag, den 3. Juki. Für den Gang zum Grabe Herzls, welcher VSL 3. Juli, um 10 Uhr vormittags stattfindet, hat daS Zionistische Lan-dcskomitce einen Aufstellungsplan ansgearbeitet, dessen genaueste .BesUgmig allen Ansmarschteilnehmern mit Rücksicht auf die zn gewärtigende sehr starke Beteiligung zur Pflicht gemacht wird. Die Angabe der Sammelplätze und die Reihenfolge des Aufmarsches wird in der Freitag-Beilage der „Wiener Morgenzeitung" „Die jüdische Welt" veröffentlicht werden. — Sonntag um )48 Uhr abends findet im Hotel Continental die Herzl-Feier statt, bei der Oberrabbiner Dr. Z. P. C h a j c s die Gedenkrode halten wird. Karten im Vorverkauf in den Zionistischen Bureaus, 1. Bez., Kärntne»- ftraftc 28, Tel. 77-4-86/6. Sie Robelvreirrede Sr. Strejemanns. Oslo, 29. Juni. In seiner Rede im Festsaale dev Universität gab Reichsmimstcr des Auswärtigen Doktor Stresemann zunächst feinem Dank für die Berleiihung des illodelprcises Ausdruck und sprach dann in etwa einstündiger Rede über die Verfassung des heutigen Deutschlands. k Dem deutschen Volke — sagte Dr. Stresemann —; ist cs nach dem großen Zusammenbruche nicht leicht'gemacht worden, auf dem Wege zum Frieden mitführend zu sein. Der größte Verlust lag nicht nur in verlorenen Gebietsteilen, Kolonien und Vermögen, sondern! darin, daß die Mittelschicht) die früher die wichtigste Trägerin des Staatsgedankens gewesen war, völlig verarmte und prolctarisiert wurde. Die Nachkriegszeit brachte für Deutschland weiter den Ruhrkrieg. Roch einmal brauste das Gefühl gegen die Vergewaltigung auf. Dann kam die Konferenz in London über den Dawcsplan. Das verwundete Volk sah zum erstenmal seine Vertreter an einem Tisch mit den Vertretern einiger feindlicher Rationen, vernahm aus H errriots Munde die Zusicherung der Rnhrräum ung. Es kam Briand, der dieses Wort Herriots einlöste, es kam die Politik von Locarno. Schließlich kam der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund. Die «ÖeV* ten, die seitdem gekommen sind, waren ein Auf und Ab, zeigen Wellenberge wnd tiefe Täler, zeigten kei-mendüs Vertrauen und zeigen gegenwärtig eine Krisis des Vertrauens in die ganze Entwicklung des Friedens. Nachdem Dr. Stresemann seine Rede beendet hatte, wurde ihm lebhafter Beifall gespendet, der sich immer wiederholte und kaum ein Ende nehmen wollte. Do« Köi'ig beglückwünschte Dr. Str eso Mann. Fuden «nv Amber. Eine Rode Herbert Sarnrwls in Edinburgh. L v,n d o n, 23. Juni.' (I. T. A.) Sir Herbert S fern ne l, der Führer der liberalen Partei und früherer Ober- : kommissar für Palästina, wurde bei feiner jAnknnst in Edinburgh voü einer Abordnung der Zionistischen Bereinigung dieser Stadt begrüßt. Bei. dieser Gölegenheit hielt er eine Ansprache, in der er anMhrte: Die politischen Schwierigkeiten, denen Palästina. unmittelbar nach dem Kriege gegmüberstand, können znM großen Teil als . überwunden > gelten. Die Schwierigkeit besteht darin> daß die Araber, die die große Majorität der Landesbevölkerurrg bilden, betreffend die /möglichen Wirkungen der Existenz eines jWischen Rationalh-eims in Palästina' beunruhigt sind. Ich sah die Notwendigkeit 'eht, di-fe Befürchtungen zu zerstreuen und die Araber dav on zu überzeugen, daß sie in keißer Weise benachteiligt sei» werden, daß ihre bürgerlichen Rechte und ihr Eigentum gesichert sipd. Ich gewann die lleberzengung, daß eine B e r s ö h n u n g mit der arabischen Bevölkerung ohne Schwierigkeiten zu erreichen sei. Das Ver- ’ söhnungswerk ist auch schon sehr weit fortgeschritten. Seit sechs Jahren kamen keinerlei Unruhen im Lande vor, die , Atmosphäre ist vo» jeder Uebo-rspannu.ng ge- * reinigt.. . '- .. i v. Bewundernswert ist der Fortschritt der jüdische» Ar- ' beit. Die Juden in dex ganzen Welt.haben feit demKriege ' mehr als acht Millionen — vielleicht sind es jetzt schon , zehn MMonen — Pfund in landwirtschaftlichen und iw? - dustriellen- Unternehmungen mveiBert, die Universität und andere Unterrichtsanstalten begründet und zur aHemeiuÄv r~' tivicklung des Landes erheblich beigetragen. Die Finan»eru«g der Cuza-Krawalle. Bu k a r e st, 29. Juni. Wie die „Lupla" mitteilt, hak ein gewesener Minister des Averescu -Ka* binetts in aller Oeffentlichkeit erklärt, daß an der gegenwärtigen Situation'einzig und allein Oetavian G o ga schuldig sei. Täglich ist in seinem Kopf eine neue Idee entstanden, die der Partei große Unannohmlichkeiten verschafft hat. Alle antisemitischen Unruhen wurden, durch Goga mit Geld unterstützt, das den geheimen Fonds entnommen war. Der Minister etzklärte weiters» Goda lhabe alles getan, um dje W a h l v o n A n t is e m i* t e n zu ermöglichen. is ir ft ir1 ft v* ft ft S Jns Itidisdte Maus das iüdisdte Matt '—8^—1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.