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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-24 · Heft 2989 (24.6.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2989 (24.6.1927)
Date
1927-06-24
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Se rk 8 98k tt, Freilatz wiWicf wtofsli^nnlnB 34. Juni 1987 Nr. 2989 ^^E8^^^Ü1!Ü!!Ü!!I!E!ü!)^!!8!Ü^!Ü^^IÜ^^^!^!!^ÜÜ^I!ÜöI!8!^E!d 88^88 Siadioprogramm europäischer Stationen v. 27» üuni bis 3. Juli. VOLKSWIRTSCHAFT :rhn, Wette 483,9: Mo.: 17: Konzert; 19.30: Liederabend. Di.: 16.30: Konzert; Ar MWärronzert. Mi.: 20:30: Arienabend. Do.: 20.10: Operette, gr.: 20.30: Shnrphoniekonzert. Sa.: 20.30: Lustigs Wochenende. So.; 16: Konzert; 20: Opernaufführung. KSmgSbers, Wette 329,7: Mv.:>21: Arie nabend. Di.: 20: Hörspiel. Mi.: 20.15: Konzert. Doa 20: Konzert. Fr.: 20r Operette. Sa.: 20.15: Orchesterabend. So.: 20: Konzert. Bratislava, We«e 300: Mo.: 17.45: Konzert; ab 18: Ue. Prag. Ä>.:?1S: Konzert; ab 20: Prag. Mi,: 17:45: Konzert; ab 20: Prag. Do.: 18: Zigeunermustk; ab 10: Prag. Fr.: 17.45: Konzert; ab 18.45: Prag. Sa.: 18: Konzert; ab 20: Prag. So::18: LeichteMustk; ab 20: Prag. Prag, Wetze 348/9: Mo.: 17: Konzert; 20: Ue. Brünn; 21L0: Konzert. Di.: 17: Nachmittagskonzert; 20: Musik. Mi.: 17: Konzert; 80.10: Symphoniekonzert. Do.: 17: Konzert; ab 19.30: Brünn. Fr.: 17: Konzert; 20: Orchesterk-onzert. Sa.: 17: Konzert; 20.10: Orchesterkonzert; 2T.30: Hörspiel. So.: 17: Konzert; 20: Bunter Abend. Arünn, Welle 441,2: Mo.: 19: Musik; 20: Bimirs 'Programm. Di:: 19: Liederabend; 20: Konzert. Mi.: 19: Konzert; 20: Musikabend. Do.: 19: Konzert; 20: Hörspiel, arrschließend Militär?onzert. Fr.: 19: Qrchesterkonzert. Sa.: 19: Symphoniekonzert. So.: 16: Konzert; 20: Buntes Programm. Wrrscha«, Wetze 1111: Mo.: 20.30: Kammerkonzert. Di.: 20.30: Leichte Musik. Mi.: 18m. 2030: Konzert. Do.: 18 u. 19: Konzert. Fr.: 17:40: Kammermusik; 20:15: Symphoniekonzert. Sa.: 17.15: Populäres Konzert; 20.30: Neue Mrrsrk. So.: 17: Kauunermufik; 20.30: Buntes Programm'. Zagreb, Wetze 316: Mo-: 17: Heitere Musik; 18.45: Bortrag. Din 20: Leichte Musik. Mi.: 20.30: Violinkonzert. Do-: 20-30: Lieder- und Arienabend. Fr:: 19.15:' Theaterübertragung. Sa.: 20.30: Kammermusik. So^ 20: Konzert. Sie Ander gotanticren fBt dar Ssterreichische AMaadgeschSst. Der niederösterreichische Landtag -b«cschästigte sich gestern mit einem Dr i n gl tchkeitsantra g, der die Landesregierung beauftragt, in Wrzest-er Frist einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Teilnahme des Landes Niederösderreich bei der Gewährung von D a rlehen im Sinne des Bundesgesetzes über die Förderung der öfterreichiischen Ausfuhr nach Rußland ausspricht. Die Darlchensgusage des Bundes wird nach dem erlvähnteu Gesetze nämlich -erst dann gegeben, wenn hinsichtlich desjenigen Landes, in dessen Gebiet der wirtschaftliche Schwerpunkt der Ansfiihnmg der Bestellung liegt, durch L-an de S g.e sc tz enAwder die Teilnahme dieses Landes an dem Darlehen des Bundes mit 25 Prozent des Gesamtwertes der Lieferung oder die Ausfa llha f tn n g dieses Landes für einen Teilbetrag von -mindestens 25 Prozent der Lieferung ausgesprochen ist. Landeshauptmann D r. B u r e s ch erwähnte, daß bis nun ie-i-n Bundesland durch ein Gesetz die Teilnahme an den Gundesdarlehen für Rnßlandlieferimgen oder die Uebernahme einer Ausfalls'haftung beschlossen hat. 5Tiru»l und Vorarlberg haben die Erlassung eines solchen Gesetzes ausdrücklich abgel-e-h.n t. Dem Frnanzrninisterium liegen schon Ansuchen einzelner Firmen um Darlehensgewährung vor. Die nkederösterrerchifche Landesregierung habe mit dem Finanzminist-er wegen' Erlassung eines bezüglichen Landesgefetzes bereits Fühlung genommen. Der Landeshauptmann versprach, die Angelegenheit weiter zu verfolgen und i m gee r gn e t e n Z ei t-pu n k t 'dem Landtag den Entwurf eines Aussallhaftungslbezw. Darlehensgesetzes für den 'Rrrßlandexport zu unterbreiten. Der Dringlichkeitsantrag wurde hierauf ei nst^i'MM i g an g e n om m e n. Die städtischen Ausgaben für Affe ntliche Arbeiten haben sich gleichfalls von 1926 zu 1926 um 123.183 Pfund erhöht, die Ausgaben der Zivilbehörden yiefür haben um 61.600 Pfund zugenommeu. Ungefähr 160.000 Pfund wurden von den Zivilbehörden für öffentliche Arbeiten ausgegcben, und zwar für die Errichtung von Gebäuden, Wegebau, Wasserleitungen und ihre Erhaltung, und ungefähr 43.642 Pfund von den Militärbehörden für Gebäude, Reparaturen und Wasserleitungen. Die Vinivewegimg ln Tel Awiw im Mal 1927. $m Monat Mai wurden von der Stadtgemeinde Tel Awiw 63 Baulizenzen für 42 Zimmer und 8 Läden erteilt im Ausmaß von 2063 Quadratmeter gegen 1000 Quadratmeter im Monat April. Dle Metten des Sole! Boneh. „Haolam" veröffentlicht folgenden Bericht über die Arbeit des Solel Bon eh während der 7 Jahre seines Bestehens. (Dom Jahre 1920 bis 1924 Misrad laawodoth ziburioth.) Im allgemeinen waren bei diesem Unternehmen 1800 Arbeiter beschäftigt. Die Durchschnittszahl der Arbeiter im Jahre 1926 betrug 2390, die Maximalzahl (August 1926) 3190. Die ^rm0i der ausgefichrten Arbeiten betrug insgesamt 1,403.159 ägypt. Pfund (bis 1. Jänner 1927), die sich auf insgesamt 1109 Aufträge verteilen. Die Durchschnittssumme pro Auftrag ist also 1276 Pfund. Besonders groß war der Rückgang im Jahre 1923, da damals die Auswanderung aus Palästina recht beträchtlich war. Dagegen ist es interessant, daß das Jahr 1926 fast gar keinen Rückgang aufweist (zirka 276.000 Pfund gegeu.-238.000 Pfund im Jahre 1925)'. Worin uns Amerika Mer ist. Wrttsihaftsineth»dien disessetts rmd jenseits des Atlantik. Gerichtssaal. Lebhafter Beüehr in einer SlMpensio«. Bor -dem Str-asbsKirLsgericht I gelangte gestern ein : Prozeß zum Tlbschluß, in welchem die Inhaberin der Pension „Zentral", Frau Leontins K r i g l st e i n wegen Nebertvetung der Gelegercheitsmacherei angellagt war. Wte erinnerlich, hatte die Sittenpolizei anfangs Februar ans Grund umfangreicher Erhebungen >festgeftellt,' daß die in Äer Pension Zentral" wohnende angebliche Film» schauspielerin Stephanie Lorant Bekanntschaften . zwischen mehreren in der Pension wohnenden Damen mit Herren von auswärts vermittelt Habe, und daß in ihrem Zimmer dieise Rendezvous stattfanden. Die Angeklagte bestritt entschieden, daß in ihrer Pension Unsittlichkeit-en sich abgespielt haben und daß sie jemals einen materiellen Vorteil aus der Vcrmittlertätrgkeit der Filmfchauspielerin gehabt habe. .Sie wies nach, daß ihre Pension sehr angesehen sei und sogar im Ba.edeck.er mit einem Stern verzeichnet sei. Nach durchgesührtem Beweisversahren wurde die Ang-Ällagte frei g e sp r o ch ein, mit der Begründung, daß allerdings in dem Zimmer, welches die Filmschauspielerin bewohnt habe, ein sehr lebhafter Verkehr stattgefunden habe, daß aber der Nachweis in der Richtung, daß die Inhaberin der Pension von dem Zweck der Zusammenkünfte in dem Zimmer der Frau Lorant etwas gewußt habe, nicht erbracht werden könne. Der staatsanwaltschaftliche Funktionär «meldete gegen den Freispruch die B e r-uOu n g an. Einer, der lieber sitzt, dB Alimente zahlt. Der 59jährtge Anstreicher Josef Du Han lebt von seiner 51jährigen Frau Maxie getrennt und ist laut Gerichtsbeschluß gezwungen, ihr wöchentlich mindestens 10 Schilling Alrmente zu bezahlen. Da er dieser Pflicht jedoch nie nachl'am, wurde er bereits zu einer bedingten Arreststrafe von zwei Monaten verurteilt. Da er trotzdem nicht zahlte, wurde neuerdings eine. Anklage gegen ihn erhoben, worüber gestern beim Bezirksgericht Margareten die Verhandlung stattfand. Bor dem Richter erklärte der Angeklagte, daß er bloß von Gelegenheitsarbeiten lebe und dahier nicht in der Lüge sei, die Alimente zu zahlen. Aus verschiedenen Zeugenaussagen ging jedoch hervor, daß Duhan ziemlich viel verdiene, weshalb der Richter ihn zu einein Monat strengen Arrest verurteilte. Der Angeklagte, der offenbar lieber sitzen als seiner Gattin Alimente zahlen will, sagte in befriedigtem Ton: „Machen wir gleich fünf Jahre ab, da habe ich wenigstens Ruhe". Der Staatsanwalt beantragte den Widerruf der bedingten ersten Beurteilung. BewfSspwfe« <ter „Wiener Morgenzeittraf“: Monatlich Wie» «ad Oesterreich.S 5 — Tschechoslowakische Republik.. . . Kö 22*— Jugoslawien. Dinar 60*— Holen. Zloty fr- Deutschland .Goldmark fr- Frankreich, Belgien ..Frcs. LS'— Italien ..Lire 20*— Rumänien .. . . Lei 170*- Brtgarien . Lewa t00‘— Amerika. Dollar 1«— urKj aas übrige Ausland.Franken 5*— Oester*. Poatsoarkassentetmtfr 13ft693- Zionfstisches Landeskomitee für Oesterreich 5 __Wie«, I., Kämtnerstraße 28._ ^Samstag, den 25. Juni 1927, halb 9 Uhr abends, ' Hotel Continental, II., Taborstraße 4 Vortrag Fra« Anitla Müller-Cohen : „Ein Arbeitsjahr* in Palästina.“ Ne Rückwirkungen des Sturzes der Suckerpreise in Prag. P ra g, 23. Juni. Wie „Prazstij Veoernik" schreibt, herrscht in Prager Finanz- und Wirtschaftskreiseu große Beunruhigung, weil die Zuckerpreise auf dem Weltmarkt unerwartet von 3.25 auf 2,65 gefallen sind. Dadurch hätten die Zuckerspekulanten, welche Zucker zu den früheren Preisen eingekauft haben, große Verluste erlitten und müßten ihn heute zu den gegenwärtig niedrigeren Preisen liefern. So erleide eine Prager Firma einen Verlust von 60 Millionen tschechischen Kronen, eine andere einen solchen von 40 Millionen. Eine andere Firma soll jetzt 300.000 Sackzucker zu den niedrigen Preisen liefern. Ne BautStigkev i« PMftlna im Fahre 1926. „Commerciäl Bulletin" berichtet: Die Bautätigkeit in Palästina im Jahre 1926 hat im Vergleich zum Jahre 1925 beträchtlich abgenommen. Dies ist auf die Depression zurückzusühren, die gegen Ende 1926 als Folge der beträchtlichen Festlegung von Kapitalien in der Bodenspekulation und in voreiligen Käufen außerhalb des Landes einsetzte. Ein weiterer Grund für die Abnahme der Bautätigkeit ist die merikliche Verminderung der Zahl der vermögenden Eintoanderer während des Jahres 1926. Tel Awiw, wo allein im Jahre 1926 in Bauten etwa 1,436.000 ägypt. Pfund investiert worden waren, gab 1926 ftir Bauteil nur 270.000 Pfund aus. Die Bautätigkeit iir Jerusalem und Haifa ivar dagegen im Jahre 1926 lebhafter als 1925. Die Ausgaben hiefür betrugen in Jerusalem gegen 393.440 Pfund, gegen 226.936 Pfund im Jahre 1926, und in Haifa 166.000 Pfund, gegen 111.000 Pfand im vorigen Jahre. l Welyundettsechstausend Briese wurden bisher durch die Polnische Luftvevkchrs-A.-G., Wien, 1. Bez., Tegetchossstvahe 7 (Telephon 71-0-.84) befördert und einige Sllmden nach der Aufgabe dem Adressaten Auge stellt. Ein ExpreMief nach Polen kostet S. 1.1V. <5iit ÜukMltfxtei wie G. VM In der vor kurzem stattgefundenen Jahresversanmrlung des „National Jndufttial Conference Board" erklärte ein Teilnehmer: „Bei vernünftiger Qrganisattonder Produktionstätigkeit und der Güterverteilung besteht nicht der geringste Grund, warum ein Land der Welt nicht in alle Ewigkeit sich einer hohen Wirtschaftsblüte erfreuen sollt e." In dieser Form ist dev reichlich selbstbelvußte Satz, wie der Ne>w Dorker Korrespondent der „Baseler Nationalzeitting" mit Recht hervorhebt, sicher nicht richtig; ob Amerika lvivllich den Schlüssel zu einer dauernd vernünftigen Wirtschaftsordnung gefunden hat, bleibe dahingestellt. Daß es in dieser Richtung einen gewaltigen Schrift vorwärts getan hat, ist jedoch nnverkennbar. Seit mehr als zwei Jahren ist das allgenieine Preisniveau in den States ohne Unterbrechung um volle 12 Prozent gesunken. Hat es der Konjunktur geschadet? Sind die Löhne oder die Unternehmergswirme zurückgegangen? Im Gegenteil! Die durch VervoMomlmnung und Rationalisierung der Produktion erzielten Kostenersparungen sind allen Sektionen des Volkes, dem Konsum in vollem Umlfang zugute gekommen. Die mnerikanische Hochfinanz, die an ihreni riesigen, teilweise völlig brachliegenden Goldüberfluß alljährlich bedeutende Zinsverluste erleidet, hat seit der großen Deftationsoperation 1920 jeder Versuchung widerstanden, der Volkswirtschaft mchr Kreditmittel zuzuführen, als ihr gut tun, wie der sinkende Preisindex klar dartut. Das sind beneidenswerte Tatsachen, die zwar nicht ausschließlich dem amerikanischen Wirtschaftsgenie zugute zu halten sind, aber doch zu einem bedeutenden Teil. Weitere/ konkretere und aktuelle Beispiele der überlegenen Tüchtigkeit der neuen, verglichen mit der alten Welt: Die P e t r o l e u m ü b e r p r o d u k t i o n ist in den letzten Monaten zur Kalamität geworden, weil sie zu Verlustpreffen geführt hat. Flugs tun sich die wichtigsten Qelproduzenten zusammen, ein Ding, das bisher für unmöglich gehalten wurde, um die Produktion vorübergehend einz usch ranken. Europäisches Gegenstück : die internattonale Kohlen Überproduktion, der mit Lohndrückereien, Streiken, Staatssubvenüorim, nationalen Vorzugsfrachten usw. geantwortet wird. Landwirtschaft: in Europa Hilst mmt ihr mit Schutzzöllen und Subventionen oder läßt sie, wie in England, darben. In Amerika toird die in Kanada erprobte kooperative Vevkaufsorganisation (Weizen-pool) vom Staate durch wohlgesicherte Kredithilfe zu fördern gesucht, während die künstliche Manipulierung des Marktes durch staatliche Krisenkäufc abgelchnt wird. Kooperatton, organische Entwicklungssörderung, und nicht kümmerliche Pflaster und .Salben wie in Europa! Lira-Haaffe. Die seit ei-rügen Tagen beobachtete Llva- Festügjreit hat gestern in eine ausgesprochene Hausse umgeschlagen. Die Devise Mailand erMnote gestern mit 20.60 X' Zürich, setzte int Verlause ihre steigende Gewegung fort oerechnete im Mendvemehr einen Kurs von 20.06, was einem Pfmidkurfe von 84 Livre entspricht. Bukarest war bei 3.11 eher angeboten, Madrid lag schwach. Jugoslawische Bestettungen in Oesterreich. AuS Bel«ad wird getnewetr Der Finanzausschuß ermächttgte den PerkehrSmitrister, bet der AÜiengpsellschast der GoWnttMHfabrA Vorm'. G. Sigl tn Wiener-Neustzadt 48 Lorv- Md M MgMM M bestMn.

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