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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-15 · Heft 2980 (15.6.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2980 (15.6.1927)
Date
1927-06-15
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seide 8 mctt, Mittwoch M«»er MsVMr-etttMtz EJiml WS7 ivurde auct: nooreudig, belangreiche Wvch.'ndarichcn auf- -n hmcn, dia!strd:ngs iuzwisckM wieder zueückgczah^' nordeü sind. Es ist vorläufig nicht möglich über die M.i tere Entwicklung des diesigen GeldmärlteS ein Urteil zu fallen, voci; dürfte!! die kürzlich z>vischon den Leitungen der französischen und englischen Notenbank stattgefunSeNen BespreclMngen eine iveitgeheude Schonung des hiesigen Geldmarktes gewiihrlkisten. Am Devisenmärkte Hat die Besserung der Lira nwitcre Fortschritte gemacht; die letzte französische R« nindlernngsanleche zur Wlösung der in 192? und 1928 fälligen Tranchen der Staatsschuld ist sehr befriedigend ab Klausen, da 18,2 Millionm Francs in einen kvnversivnssähigcn Gesamtbetrag von 21,560 Millionen Francs umgetauscht worden stud. Die spanische Valuta hat eine Wschivächung aufzuweiseu; der Ben hat in der letzten Woche ein: Erhöhung von seinem Tiefstand erfahre«. Die veränderte Lage am Geldmarkt un.d die außenpolitischen Einflüsse haben auch am Effektenmarkt eine ruhigere GesthLftsentwickiung zur Folge gehabt. Englische Staat sipaptere haben kleinere Kursrückgänge aufzuwvisen, jedoch die kolonialen Fonds sind fortdauernd günstig disponiert Und haben vielfach Preisverbesserungcn erfahren. Einheimische Eisenbahnprioritäten und Aktien gut gefragt, b.o/n London, Midland u- Scottch Railway sind auf ihren Nennwert, d. h. 3p/0 über Emissionskurs, gestiegen. Auch Stadtanlechen bleiben in guter Nachfrage, obwohl dt« kürzlich neu aufgelegte Bradfordanleihe kein Erfolg war. Unter den ausländischen Fonds haben sich Mitteleuropäer im ganzen gut behauptet; in einigen Fällen, wie bei der Kalianleihe llnd Ungarn, sind Gewinne zu verzeichnen^ Die 7o/oigc Seinc-Attleihe hat sich auf ^105 befestigt, Türken und Rumänier waren schrvecfällig, letztere auf den erneutem Kabinettswechsel hin. Für Chinesen herrscht günstigere Meinung, Japaner verkehrten uneinheitlich; Brasilianer und Mexikaner ruhig. Der Petwleumaktienmarkt steht unter dem Einflüsse der amerikanischen Ueberproduktron. Mo Phönix Oil - Gruppe hat im verflossenen Monat eine Nekordnusbeute von -14.300 Tonnen zu verzeichnen gehabt, die die bisherige Höchstzisse,- um fast 10.000 ToNNen übcrtrrfft, Am Kautschukakticnmarkt hat die schwächere Halttmg des Rohstoffes verstimmend gsivitkt. Obwohl die den: Stephenson-Plan unterliegenden Gesellschaften chre Produktron nunmehr auf 60 o/ö einschränken, Zeigt sich keine Abnahme des Londoner Kautschukbestandes, und es scheint, daß das Mindererzeugnis der englischen Kolonien durcb das Mehrerzeugnis der holländischen völlig ausgeglichen wird. — Kunstseidewerte erfreuten sich großer Beliebtheit. Courtaulds haben sich in der Erwartung der Dividendenerhöhung befestigt. — Celanese-Werte erfreuten sich eines großen Interesses, obwohl American Celanese nach einer Riesenhausse von über 60 Pfund Sterling einen Rückschlag erfahren haben. British Celanese tveiter steigend. — Tabakaktien waren ruhig und unentschieden; in Schiffahrtsaktien entwickelte sich großes Geschäft, da das Interesse für diese Werte durch iFuKonsgerüchte wachgehalton 'wird. Am Metallurgie-Aktienmarkt machte sich zögernde Stimmung geltend, man verspürt noch vielfach den Eindruck der. Verluste der Armstrong-Whitworth Gesellschaft. — Diamantaktien von,Südafrika gefragt, was auf die zu erwartende baldige Annahme deS Diamantgesetzes zurückzuführen sein dürfte; die befriedigende Regelung des Alluvialproblems dürfte vor allem dm De Beers und Jagersfontein zugutekommm. DK Kallaiirbeute des Toten Meeres. Wir berichteten bereits., daß die englische stteLierun^. anet jüdischen Gesclisch aft die Konzession zur Ausbeute der mineralischen Schätze d es Toten Meeres erteilt yat. Dazu berichtet der Londoner Handelskorrespondent der „Bossischen Zeitung": „Um den englischen Export zu steigern, hat man ftch im englischen Kolonialministerium endlich dazu entschlossen, die schon solange ins Auge gefaßte Ausbeutung der Kalilager am Toten Meere freizugeben. Eine wissenschaftliche (Spedition, vre die Gebiete einer eingehenden Prüfung unterzogen hat, ist von der Reichhaltigkeit der Kaltlager und deren erfolgreichen Ausbeutung überzeugt. Daraufhin bat die Regierung dem ersten Antragsteller, der Firma Nowvmeiski u. Tüll och, die Lizenz erteilt, die Kaligebiete anr Toten Meer zu erschließen. Die Sachverständigen haben berechnet, daß eine Tonne Kali ab Lager nicht über 30 englische Schilling kosten würde. Die Transpvrtmöglichkerten sind jedoch ebenso schwierig wie teuer. Die nächste Eisenbahnstation, Jerusalem, beftndet sich über 50 Kilometer entfernt, und die einzige Verbindung von den Lagern am Toten Meer nach Jerusalem ist die berühmte Jerichostraße. Ein Transport auf dieser Straße würde 1 Pfund pro Tonne Kali losten und der Weitertransport von Jerusalem bis an Bord der Schiffe in Haifa dieselbe Sunrnrc, so daß eine Tonne Kali schließlich fob Haifa 3.5 Pfund kosten dürste. Dieser Preis ist zwar keineswegs unrentabel, jedoch muß berücksichtigt werden, daß die Kalilager auch die sehr erheblichen Summen zur Verbesserung der Jerichostraße und zum Ausbau des Hafens von Haifa abwerfen müssen. Es ist zwar beabsichtigt, zu diesem Zweck mit einem A n l e i hege su ch an London brranzutreten, jedoch ist man in der Londoner City von dem ErjvlL einer solchen Anleihe kaum überzeugt. Daß die Kalilager am Toten Meer überaus ergiebig sind, ist eine erwiesene Tatsache; ob aber deren Ausbeutung unter den gegenwärtigen Zuständen ein so großer Erfolg sein wird, nne nian in. England in weiten Kreisen annimmt, lnuß dahingestellt bleiben." Re Arbeitslose i« PaiWaa. ttever die Arbeitstage in Palästina berichtet das Kapai- Dulletin: Tel Awiw zählte am 1b. Mat 3798 Arbeitslose, von denen 3020 Arbeitslosenunterstützung erhielten und 320 bei Reservcarbeiten beschäftigt waren. In Haifa zählte man am 20. Mai 187b Arbeitslose. Durch Arbeiten in Djedro, an der Kischonrnündung, den Chausseen Roschmiah—Hadar HakaktNel und Kckrmel—tzadar Häkarmel, bei den Bauten in den Äniek-Wirtschaften, um deren Beginn und auch anderer Arbeiten die zionistische Exekutive sich bemühte, um die Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung einsteklen zu können, besteht die Aussicht, etwa 1170 Arbeiter täglich zu beschäftigen. In Jerusalem zählte man am 1b. Mai 1091 eingetragene Arbeitslose, in A f u l e h, wo es 260 Arbeiter gibt, sind gegen 200 arbeitslos, für die es nur 20 Arbeitstage zur Verteilung gibt. In Liberias gibt es gegen 100 Arbeitslose. Der Bau der Chaussee in Kiriath Samuel ist beendet, so daß nur noch beim Bau des Krankenhauses eine kleine Zahl von Arbeiter« beschäftigt ist. Man hofft, das; der neuettvählte Stadtrat, in dem die Juden die Majorität haben, die vor der Wahl erfolgten Versprechungen Inhalten Mid jüdische Arbeiter beschäftigen wird. In PetachTikwah waren am 20. Mai 513 Arbeitslose eingetragen, in S i ch r o n Jacob am 23. Min 75, invt e chobvth 200, in Ne ß Zi o« a 175, tn Ris chole-Zion 75, in Che dera 150, also insgesamt in den privatwirtschaftli chen Kolonien 1100 Arbeitslose. Me Devisenmärkte verzeichnten gestern nur geringe Umsätze und die Kurse der Zahlungsmittel wiesen leine nennenswerten Veränderungen auf. Die Lira erhöhte ftch in geringem Ausinaß von 28.68 auf 28.75 Parität Zürich und damit m Zusammenhang verzeichneten auch Devise Madrid und Devise Bukarest kleine Steigerung?«. Der Schilling notierte 73.163/4. Gründung einer jugoslawischen Textilfabrik mit öfter« rerchjschem Kapital. Wie „S. O.P." aus Belgrad berichtet, weilte vor kurzem der Präsident der Vereinigten österreichischen Textilindustrie A. G. in Jugosia'ivien, wo er mit Vertretern verschiedener Industrie- und Ftnanzgruppett über die Gründung einer Textilfabrik verhandelte, an der die Textilindustrie A. G. eine große Beteiligung Äbernehnien soll. Ueber diesen Plan kam eine prinzipielle Vereinbarung zustande, die Detaikr^rhandlungen über die Fabriksgründung worden tn einem späteren Zeitpunkt geführt werden. Notlagung der österreichischen Sägemdustrie. Wie der Internationale Holzmarkt" Wien meldet, bereitet die österreichische Sägeindustrie eine große Nottagung in Salzburg für den 28. Juni d. I. vor, tiri: die österreichische Oeffeutstchkelt und die maßgebenden Stellen für ihre schwere Krise zu interessieren. An dieser Tagung werden nach obiger Meldung die Sägeindustriellen gus allen Bundesländern tcilnehmen; die Regierung wird eingeladen werden. Ern österreichisches Konsulat in Kowno. Die österreichische Bundesregierung hat in der Hauptstadt Litauens, K o w n o, ein Hottorärkonsulat errichtet. Zuni österreichischen- Honorarkonsul wurde Andteas Voshlius ernannt. Kerne SamStagbörse in Berlin. Im Juli und A il g u st wird, wie aus Berlin gemeldet wird, an Samstagen keine Börse stattsinden. Bor einer Erhöhung der deutschen Kohlenpreise. Ww die „Deutsche Bergivcrkszeituug" meldet, hat das Rhein:sch-westfälsiche Kohlensyndikat den kürzlich ab gelehnten Antrag ans Erhöhung der Kohlenpreise neuerdings denn ReirhS-Koljlenvat eingebrachl. Der Antrag bezieht sich nur auf Kohle, für die -eine Erhöhung bn VA Prozent gefordert wird, während für Koks eine Erhöhung nicht vorgesehen ist. Erhöhung deS. Einlagenzinsfutzes ln Berlin. Die Vereinigung von Berliner Banken und Bankiers hat im Einvernehmen mit den auswärtigen Bankenvereinigungen beschlossen, m'.t Wirkung vom 14., d. M. an den Aussatz von Einlagen von 15 Tagen bis zu einem vollen Monat oder mit entsprechender Kündigungsfrist von vier auf fünf Prozent zu erhöhen. Konzessionierung stemder Versicherungsanstalten in der Tschechoslowakei. 2lus Prag wird gemeldet: In der Frage der Konzessiv,iierurvg ausländischer Versicherungsanstalten in der Tschechoslowakei wurde grundsätzlich entschieden, daß ausländische, ö ste rre i ch i s che, deutsche oder ungar'sche Versicherungsanstalten nur zeitlich begrenzte Konzessionen erhalten. Den Feuerversicherungen wird sie aus fünf Jahre erteilt. Eine etwas längere Konzession erhalten d'e Lebensversichevungen um ihnen die Amvrtisiernng der. erlittenen Kursverluste zu ermöglnheu. Nach Ablauf der Frist wird neuerd'ngs über Erteilung oder Entziehung der Konzessionen entschieden. Eine dauernde Konzession erhalten nur die italienischen Vevstcherungsgckellschaften, da in dieser Hinsicht ein finanzrecht-- liches Abkommen mit Italien besteht. Voraussetzung für die Konzessionserteilung an österreichische VersicherunaSgesellsrhajten ist die Gewährung von Garantien,, daß die Nentenknpons der tschechischen Staatsangehörigen, die einen Beirag von 67 Millionen tschechische Kronen ausmachen, ausgezahlt werden. Zündholzmonopol in Ungarn. Wie „Sop" berichtet, Hut der ungarische Finaiizminister seinen Gesetzentwurf über die Monopolisierung der ungarischen Zündl>olzfabriken dem Varlaiiient zwecks Genehnligung 'ooraelegt. Der Gesetzentwurf sicht die staatliche Kontrolle für die Zünd'holzfnbriken vor, und zwar in der Wcüse, daß jedwede Eisentumsübertragung, Betriebsetweiterung ilsw. an eine staatliche Erlaubnis geknüpft wird. Mit der Regelung der Jahresproduktion der Zündholzfabriken Wurde -der Handels min ist er betraut, der an einem diesbezüglichen (tzesetzenttvurf bereits arbeitet. (Das neue Gesetztz verfolgt anscheinend den Zweck, die Gründung neuer, außer Kartell stehender Zündholzfabriken zil erschweren und richtet sich zum Teil! gegen die Bestrebungen des schwedischen Zündholzrrusts, in Ungarn Fuß zu fassen» D. Red.) Errichtung nwderner RetSWiHlen in Polen. dlus Warschau wird. gemeldet: Das Reisfchälunternehmen Luszezariiie i Mlhnh Kräkotvstte (Krakauer Schälereien und. Mühlen), welches unlängst in Krakau eine ReiSmühle mit einer Kapazität von 200 Tonnen täglich in Betrieb gesetzt hat, baur gegenwärtig im Hasen von Gdrngeu neue Mvderne-MeMrWlen. Mr.eknp,Mtühk.PMdu^^ 240 Tonnen. Diese in Polen bisher vereiMtt dastehende industrielle Neilgründung avf dem Gebiet der Nahrungsmittelindustne schickt ftch unter starker MlUvirkung englischen Kapitals an, de« ganzen polnischen Markt und jenen der baltischen Lander zu erobern. Jni Anschluß an diese Werke wird demMchst in rationeller Ausnützung der Nebenprodukte eine ReiSstärkefaVrik errichtet werden, die insbesondere die Lodzer und Bielitz-Bialaer Textilindustrie versorgen soll. Belevnng deS Lodzer rextilmakttes. Bor einigen Tagen trafen in Lodz, wie von dort berichtet wird .die Vertreter der zwei größten rumänischen Textilflkman „Bernstein und Zoneis^ und „Brenner und Perper" ern, um größere Posten Winterware für Rumänien anzukaufen. Dte Vertreter dieser Firmen haben Vollmachten zum Abschluß größerer Transaktionen. Syndizierung der polnischen Farben- und Lackltidustrie. Aus Warschau wird berichtet: Der Kongreß der polnischen llnd Danziger Farben- und Lackindusiriellen, der hier kürzlich stattfand, hat beschlossen, einen Verband zum Schutze der Jnkevessen dieser Industrie und namentlich zur Wahrung oieser Interessen beim Abschluß van Handelsverträgen mit fremden Staaten zu gründen. Sitz des Verbandes ist Warschau. Die KrteaSschaden im rumänischen Petroleumgebi«t. Dte Verhandlungen zwischen der rumänischen Regierung einerseits und der französischen und der englischen Regierung andererseits über die Frage des Ersatzes dev Schäden an den während des Weltkrieges verwüsteten Petroleumquellen, die bereits niehrsach geführt worden ivaren, sind nnNinchr, wie „S. O. P." aus Bukarest berichtet, tont dem Beauftragten der französischen und der englischen Regierung V e n g n e r mit den Vertreter,i der neuen ruMnischen Regierung wieder aufgenonntvcn worden. Monsieur Bengner erklärte, die Bereinigung dieser Frage sei eine Bedingung der englischen Regierung für die Befürwortung einer englischen Anleihe an Rumänien. Denrgemäß ist anzunchntett, daß die Verhandlungen über diese Kriegsschäden nunmehr einen beschleunigten Verlauf nehmen werden. Amerika unterstützt die palästinensische Heimindustrie, berichtet, in Palästina 500.000 HolzetuiS bestellt und beabsichtigen, tm Konvenienzfall weitere, noch größere Bestellungen dieses Erzeugnisses der Herniindustrie Palästinas zu machen, tmtl so eine Anzahl Heiniwerkstätten Zu Sefchästigen. Wiener Börse. Geschastslos. — Schwach. Die Börse erösfnete gestern bei fast völliger Jnteresseloftgksit: beö Publikums und der lokalen Spekulation sowie auf Grund der schwächeren Berichte von den auswärtigen Plätzen in mNtter Stimmung. Insbesondere gaben ungarische,Werte nach. Im dvvitvren Verlause hielt die Geschäftslosigkeit an, doch konnte sich auf Grund von Deckungen in ungarischen Montanwerten dev 'StuxB dieser Papiere etwas bessern. Sonst sedoch war in -der Kulisie wia im Schranken die Tendenz lustlos. Auch auf dem Rentenm ark ti herrschte geringer Verkehr, doch waren J-unv- und lApril- . renta etlvaS gebessert. > f Auf dein A n l a g c nc a rk t notierten RudolfSbahn-Schuld 'S. Z.20 and -Prioritäten S. 1-1.65, Elisabethbahn erste Enüssion S. 24.75 und dritte Emission S. 44.25, Wiener Verkehrsanleihe S. 2.80, Wiener Anleihe, Emissio»l 1918 50.5 Groschen Mid Einission 1921 S. 4.70. ' - > tK a s s a k u r s e : Länderbank 15.90, Mereurbank 5.70, UuHmbank 6.80, Verkehrsbank 3.76, Bankverein 33.25, Bodenkvedit 128.75, Oesterr. Kredit 71.60, Niederösterr. Eskompte 26.-—, Rationalbank 246.—, Donau-Dampfschifs 117.—, Lemberg-CzernD-» tvitz-Jassh 73.—, Donau-Savc-Adria 18.40, Wiener Baugeselhsct)aft 6.20, Korkstein 20.45, Univers. Ban 11.30, Hauser n. Sobotka 11.70, Alpine Ehern. —.48, A. E. G. Unimr 6.85, -Siemens 24.10, Vor. Elektr. 49.—, Elin 41.75, Jnwald Glas 53.60, Salgo 89.—, Steir. Magnesit 74.50, Flesch 11.—, Manne sin cum 41.10, Prager Eisen 269.—, Schoeller Stahl 1L5, Austria Emailt. 20.25, Oestcrr. Hofherr 13.80, Rima 153.25, Waffen 89.85, Waagner 9.—, Leykam 13.—, Rikola —.04, Karpathen 32.75, Ebreichsdorfer Filz 12.20, Oesterc. Eisenbcchnverk. 53.25, Ungar. Eisenbahnverk. 44.26, Seinfterit 17.0t, S t c l l a g e >i *: Es notierteir per Ultimo Juni: Oesterr. Kredit S. 15 bis 18, Staatsbahn S. 10 bis 12, Alpine St M bis 12, Rima S. 90 bis 33, Salgo S. 24 bis 27; per Ultimo Juli: Ocfterr. Kredit S. 23 biö 86, Staatsbahu S. 14 bis 16, Alpine S. 14 bis 16, Rima B, 38 bis 42, Salgo S. 32 bis 36. Quoten: Franz Josefsbahn Schuld 2.90, Rordweftbatzn Schuld —.33, 1887 Nordbahir Prior. 2.10, 1904 Nordbahn Prior. —.46, Franz Josefsbahn Prior. 4.—, Qefterr. Lokalvahar Prior. — .95, 3.5proz. Nordweftbahi: Prior. —.71, üpcoz. Niordwesh bahri'Prior. 3.40. - E x o t e n : Atrazirica 2.20 bis 2.26. Wiener Warenbörse. Auch die gestrige hatte, lute in den vorangehenden Tagen, nur eme gerirtge B»« sucherzahl, weshalb es nur zu kleinen Geschäsisabschküssvii kanl. Die Markttage in Kaffee ist unverändert schwach. Die Preise behielten die -Höhe der Bokbörse. Der Matkc m Pfeffer hat sich etwas beruhigt, ohne daß dte Preise eine Einbitße erlitten hätten. Bon Reis sind indische Sorten fest, italienischer Glacereis verbilligte M um 5 Ltte auf 150 Lire per , 100 Kilograinm prompt ab Tartzis. Bon Südfrüchten ermäßigten sich Sultaninen um 20 auf 300 Schilling. Die Schwäche des Zuckerln ar kt es hält an. Die Ausgeboto sind reichlich, dagegen das Kaufinteresse Verhalten. Einigem Interesse begegnete rmr österreichischer Kristallzucker, der zu 90.60 Schilling per 106 Kilogramnt frachtfrei Waggon Wien, versteuert und Wieiter Lagerkristalle, die zu 91.75 Schilling (—• 0.25) ausgeboten waren. Dte Preise der übrigen Zuckersorten bliebetr unverändert. In Schweinefetten kam eS zu keinem Geschäft, obwohl dte Tendenz, zumindest für nordanienkanische Ware, fester geworden ist. Man nvtterte 32.60 Dollar (-f- 0.25) cif Hamburg. Bon CHenrikalreu begegnete nur Schellack und rusf. weißes Terpentinöl einiges Interesse. Ersterer wurde zu 9Ä) Schilling, letzteres u 135 Schilling ausgeboten. Von Textilien ermä-;igten sich (ba.rue und Zlmrue unr je einen 'halben Punkt, Sauinwollgewebe blieben unverändert, soauch L^der und Nohhäute. Oeffentlich verkauft wurden drei Ballen HausschuWlz m 950 Schilling. Heute Mittwoch, 11 Uhr vornlittags, werden öffentlich verkauft: diverse HolzbearbeitungsinaschiUen, 14 Eisendauerbrandöfen und vier Kisten (2030 Gros) Steinnußknüpfe. Vadium für alle drei Posten Atm mmm

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