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Wiener Morgenzeitung · 1927-06-15 · Heft 2980 (15.6.1927) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2980 (15.6.1927)
Date
1927-06-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Sefte 5 Wien. Mtttwoch Morge«zeitlt1tg 15. Juni 1SZ7 Rr. 2080 (schwermoustrr Sie Beendigung der ßnguete Über di» Aeltwirt e. .7 eltwirtschajtskonserenz. Seit geraumer Zeit ist, aiiogehegd VW. dex vstßrrcichiswen Industrie. Heren Hanptverband mehr als Ose JiOuMje führt, eilte Umstellung der Anschauungen weiter Kresse per österreichischett.Wirtschaft-zu verzeichnen. Schon als Doktor S e i p est.in Pen erstell Monaten btcfc# §<$fe» daran ging,;'tdi eine wirtfcimstliche Wahlplattfornt zu schaffen und zu dicsriu Ende die Vertreter der verschiedensten Erwcrbsschichtcn anhörtc. tonnte Man merken, daß. soweit der Einfluß des Hauptvcrbandes reicht, ein nicht ganz inotivicrtcr Pessimismus über die weiteren wirtschaftlichen Möglichkeiten Platz gegriffen Imt. Und anch ein Zweites war klar geworden, daß Industrie und Landlvirtschaft fast gleichlautende Forderungen stellen, die im tvesentkichcll puf die Erhöhung der Zölle hinausliefen. Auch die. politischen Schlutzsoigerstngen dieser. beiden Gruppen, stinchlten darin-Mercinl daß ' der österrcichischen Wirtschaft auf die Dauer auch -durch die Zölle nicht zu helfen und daß nur der Anschluß an-ein größeres Wirtschaftogebict sic vor'dem gänzlichen Ruin beloahren könne. Diese Richtung in den Anschauungen der beiden.gewichtigsten Gruppen hat sich seither -n ich t g e ä n d e tz-t. Schon in der Erklärungsdcbatte, die im neuen Nationakrat aügcführt wurde, mußte Pr. Seipel nostzedrungcn vor dem Anschluß an Deutschland cin'e akademische'Verbeugung machen und aste Redner der neuen Mehrheit, Christlich- " soziale, Großdcutsche und Landbündscr, ständen auf. und leierten unisono. dflS Sprüchlein von der Lebensunfähig- ' feit Oesterreichs und' von der Notwendigkeit des Anschlusses , ab. Schon damals siel es auf, daß d i c S o z i ä l d e m ok c a t c n. die .sonst bei allen passenden 'stnd' unpassenden Gelegeirheiten mit dem Zusammenschluß auftrumpfen, 'es diesmal geflissentlich-unterließen,, auch' nur mit einem Wort oder einer Geste daran zu erinnern, daß der Anschluß , an das Deutsche ReW für die österreichische Sozsalldemokra-.' tie'stzst ein Punkt ihres Gegcnwärtsprogrammeö goworden ist. . . - . •« Gestern Mrirde die vom Zollausschütz.des Nfltionalrates vemnstastetI, EnMete scher die'.Geister WeltwirtsckMtÄon- . ferestz eDkesMossen. Auch hier konstt'e map Von. allen Der- . Lretexn dM^-Lndustrie /hpren, daß die österreichische Wirt- . schaff und darüber, hinaus vielleicht ' t.; tg. '• ’V* V' £ *• ' f; * 7. 'db.WW,sch«st''öMt>kle«ÄPaSa?r Hnrr7KarLstroMe??.... stehe. ALg. <3«ir c er uw i tz unterstrich mit noch viel bun -' teren Stiften als öie'''LanÄv1tt^vertreter'"öie Not der S'«|| -tpfI't f. t-Md trat tritt noch viel - gLoAexssr'. B e r'b' e für öie"E rH oh st n g 'ö^e'x 'A g Pa r zö l l'c Pin äls..die..H.exxcn F ö d c'r m a h e r" und M»nsorte'n. Diesex Vertreter der Industrie im österreichischen Parlament äppelliextß'an. die Amerikaner, sie'mögen'auf einen großen Teil der europäischen Schulden verzichten, andernfalls Ivürpe, Eüropa gänzlich verarmen und"absterben. In den s'chtvärzesten Farben malte er - : « täe Zukunfk de« ästerrnnchstchen und dir mittol- , . ' eMjspüifchW Industrie überhaupt aus. Alle guten L-Sh^n.-hon Genf seien nutzlos - in-die Luft Pespvochen, da A m e r ik a fast über alle Roh«-,-, stofse yfVfW'«ud7Mi-t,uns htusiHtlkch.der -Dreist.,, Wch Belieben umchrju^n könnss, DK-bediyge für Dest-erxeich die schwerste Abhängigkeit un.!t,-hindere uns von vorneherein, tzen Weltmarkt erfolgreich, zu betreten. Dys BoWpermögen Amerikas habe sich gegenüber der Bor- ' kri^gszeit um 60 .Prozent erhöht,'das Europas um mehr ils 50 Prozent verringert, " ■ 1 jMr IKpropDp sej MgsfährM Amerika 100 PollU ' schstwis. ' Aus eigenem könne Europa diest Schuld ' weder vier« zinsen st-ych tilgen. Das seien,Uragen, die weit über die ' in Genf behandelten hinausgHe'ü.. >.Es war?nun interessant, dpß' Dr. Bauer dieser, pesstmistifche-n -Färbung der- Wirtschaftlage Oesterreichs ja Mitteleuropas, mit einer Erklärung entgegentrat, ist der er... - ste - als - h e'in 'm U N g s l o s e 1l e b e r« t reib u n ge n'-zu brandm'ärken suchte. Noch im Jahre 1923 wären solche pessimistische- Behauptungen begreift lich gewesen. Wer aber im Jahre' 1927 so-spreche-, untersHÄ die htzdeptende. wirtschstftl-ichtz Entwikkluug, ' die. Mitteleuropa seither -durchgstpachs habe. Gewiß, die Uaöer-viHupa der wirtschUtlichen-'Krise xsche nur sehr - langsam una schmerzvoll vor sich, aber man müsse sich doch fragen, cb es nützlich fest der Bevölkerung den Eindruck zp bstkest/.als oh nur gln. wirtschaftliches Wunder, wie der Bereicht' Amerikas aus ästige Schulden, Hilfebringen könne. Der Führer der Sozialdemokratie leug- - nete nicht die e r n st e u n d schwere N o t l a g e, toi,., der^ sich die. Merreichische BolkÄvsrtschaft befindet, aber w betont^ dyß seine Partei absotüt dagegen sei, daß Man übet de'st" berechtigten Pessimismus hinaus soweit" Wer-' trtz'ibe,. daßman nur der Stimme der Hoffnungslasisskekt' Raum gibt. ' Das war so. der Ausklaug^ der Enapete über 'die Geufer WirtsthaWkonstrestz in.Oösterreich. Da ist wohl di?. Frage erlcnch't, wo-hef denii mWich und durch Welch. HSHere Fügung, rechter Hand uM'lin.keb. Hand, alles. ve;-'I tauscht ist. Für den Optimismus'Dr. Bauers'dann vsel-. » sticht eine Erklärung darin gesucht unb gMuptzn werden, . paß hie österreichischtz' SozialdeMokratls' n-icht eiw-ig Oppositionspartei Ueiben wiy untz auch picht kayn, lveis sic doch bei den Wahlen Stinunon und Mandate gewonnen und für ihr positives Programm eine'Äntliche Mehrheit bei -der städtischen Wählerschaft gesunden hat. Zur Regierungssähigkeit gehört aber ein gutes Stück Optimismus, der wenigstens für die nächste Zukunft die Entüvicklungsmöglichkeiten von Staat und Wirtschaft als .aufftrMstd erkennt. Seit der Wvtyknmy nach tmn Westen, die Dr. Renner als StaatSkanzler vollizogen hat, sind -war schon einige Jahre verflossen, in denen die österreichiische Sozialdemokratie daß bittßxe. Brot der ^Opposition essen mußte, und als solche konnte sie sich in Ae Refow der NoWeip kongresie. Von Felix Nosenblüth, Mtglied. der Exetu.tive der Zionistischen Weltovganisation.*) .. Die Debatte über die Reform des. Köngressts,/ die in der'.zionistifcheti Presse der ganzen Welt ringesttzt hat, betvegtsich in verschiedenen Richtungen. Im großen ustd ganzen übörwiegt der Wunsch nach Reförmeil bst-sentimentalen Bedenken derer, die, alleii Erfahriuigen' der .letzten Jahre zürn Trotz, an der hergebrachten Tradition feschälteru ivoll-eN. Aber die Rcfornwr sind unter sich keineswegs einig. Während'- der eine die Z u s a MM e-nf'e'tzu-n g des Kongresses ändern will, sieht der andere' das'Heil in einer Ausdehnung der V e rh an d lu n g s d a Ue t. Die,- wie mir scheint, richtige Meinung verlangt eine-' Neubesinnung über Wesen und Aufgabe des-Kongresses? Sie'vertritt den Grundsatz, daß der Kongreß Ziel -Und Richtu'iig-' der zionistischen- Arbeit und Politik. anMgebep hat, daß er aber nicht bloß Ausführwig, fmchepr. ^güch.^BeMnmstiK her .Mnzxlheiten ,den Männern der Exokutitzc .und -des-'Aktionskomitees zu Mer.lassen..hat, mit deren Hühl er. die höchsten'undentscheidenden SoÜ.öeränitätMchteDes^.zfönHi-scheN''SoNeZ aus- Übt. '. '■;t' D c r K o it g"r e tz °i.st d i e .'h ö'chst e I n st a' ü' z d-ei' 3 i.o’n i st i s ch e n O 'r g .an i s'a k i o n. "Aber .seine. Hoheit findet ihren Abglanz nicht sn dein Beschluß, dgtz das J-smnigratiousdepartement in Jerusaleni eine' zentrale 'Txany-: portqbtcilung einzürichten hat (Beschluß .des '14? Kongres- . scs)', nicht in der . Forderung, daß vor'Besorgung einer Einreisehetvilligung jeder Anslvylt.derör durch Vertrauensärzte untersucht werden' soll'(Beschluß des '13, Kongresses) , und selbst nicht in der Elnpfehlüng, däß''das'lä!ldtvixtschaft'-' liche Versuchslvesen zu einem der' WiversE ange^liedssr-' tem Institut für Lagd-,..-Forste und Wafferjvirtschyft yusgssbaut lycrdssn soll (Beschluß des 12, Kongresses). Der Kongreß entscheidet'über dys Schicksal der'B'etvegung durch .LKsstellung ' verpflichtender Unb büadjgcr?pol'jtischer, Wirt? schaftlicher und orgynisqtionspolitischer '' Grundsätze, unÜ durch Erwählung der Männer seines Börträueus, dte, im Ein'klailg mit den vom Kongreß gefaßten Beschlüffen, scülen Willen zu vollziehen haben, Nyr ilssoferu per ' Ingreß Grundentscheidlmgen trifft,-ist er tu Wahrheit höchste Instanz. Indem er sich in-administrative-Ginzelfragen-vinmrscht, steigt er nicht zur HAhe--'eines Parlcrinents Mnauf, wie manche glauben, sondern er sinkt hinab in die Nstdcrnngcn selbstgefälliger Vereinsmeierei.- Wie es unter der Würde des Kongresses ist, unwvi'etttliche Einzelheiten zu behandeln, so -mrtergräbt' es - :im.- Grunde seine hohe Stellung noch mehr, wenn sich der Konmit Fragen befaßt, die zwar lvichtig sind, zp--deren En-tischeidung er jedoch'nur formell, ab^tz nicht sachlich kam-- Petent ist. Ich möchte rnich han vorne-heretn gegen hiejewigen abgrenzen, die aus allgemeinem Mißtrauen gegen d.ie.DolUokratie als solche eine demokratisch gewählte Körperschaft au sich für unkompetent erklären. Am qÜerwenigstkUl Iqnu in etiler auf der freiwilligen Ergebenheit ihrer Mitglieder ausgebauten Gemeinschaft därauf 'Verzichtet -werden,' daß das Gefühl'der Veranblvörtung gleichmäßig alle ihre' Kreise durchdringt. Jeder Angriff- Müs die zionistische Deniokrätie muß aber dieses GeMl dür Mistemnbwartuug ln Meisi den Zentralinsta.nze-n feruerstrhendon.-. dichten untergraben. Es.ist jedoch mit dem Äesen der Demokratie keineswegs unvereinbar, rMig.verstandene- ^>eHakratsß,etfochert ps vielmehr geradezu, daß Massenrechte, M Rßpchseptapten .übertragen werden, und wie die zionistische Mähl-erschaft ihre Rechte auf den Kongreß überträgt, .so mutz der Kongreß an unlösbaren Aufgaben zerbrechen.,.wenne-r nicht in kluger Selbstbeschrän'kung' eM-en .Tejl seiner Rechte-weiterde'tcgiert. . . '- Diese SelhMfchräniKntz ist nohweMg.- -Das ü technil'chd Problem des Kongresses ist Zeit t|i yngel, und diese Zeitnot ist es, die dem Kongreß in mancher Beziehung -eine sachliche Inkompetenz arisßjtvlngt, die den Vergleich mit >*) Der Artikel ist -eine persönliche. MewuniMußeming des BerfMrsk dem ständigen Betonen. der Notweudigksit des An-! schlusses ün dos Deutsche Reich ausl-eben. Daß jetzt ihre Führer vom Anschluß nicht reden, spricht , dafür, daß sie sich tax, Viag zur Macht wieder sroileycn Wllen, Eims der schwersten Hinder-. nissc, das steüberwinden ntüssen, ist dar Hauptverband . der -Industrie, und seine gegenwärtige politische Führung. E« M sich mit Tod und Leusel zusamingWet-an, mit Len Nnragrariern susioni'crt und entrollt jetzf ditz Fahne des Änschlnfseß.'Die W-eye des SchwarzeEH-Platzes sind dunkel, Wer syviel ist pchneweiters klar, V’M) ‘ die ' Alpin« Montangesellschaft und die' von ihr mehr oder minder abhängige Schwerindustrie jN dem klsingeworLenen Oesterreich eine Hemmung für ihre-Weiterentwicklung sieht, und daß ihr - ' dor Wegfall der Gnonzo im Wostm heutß, da sie davon, eig-c weder durch Zoll-, noch durch' Oiehi e tsabspe rr u n g e'n beschränkte ExpansionZmöglichkeit erhofft^ als sehr begehrenswert erscheint. Die Schwer« indüstrie? hat ' alle übrigen Industrien," die Ländwkrtschaft npd andere Erwerbsschichten, ins Schlepptau genommen. Ihr Kurs ist heute auch der der österreichischen Regierung. ' Parlamenten ad absurdum führt. Auch in anderen Parlamenten, werden Fragen behandelt, deren sachliche Entscheidung ein hohes Maß von Sachkunde und Detailkennfflis erfordert, wie z. B. das Budget. Aber abgesehen davon, daß zwischen PÄrlamentariern und Gelegenheitsparlamentaricrn immerhin ein Unterschied besteht, verfügen' andere' Parlaincnte über ausreichende Zeit zur Jnsormierung der Nichtinformirten. Es gibt keilt anderes Parlament der Welt, das eine nur Avölif-.bis v'rerzehntägige GitzungSdauer hätte. Der Kongreß in seiner heutigen Form.ist aber risit einer Fülle von Stofs überladen, zu dessen Verarbeitung Parlamente Monate gebrauchen würden. Auf die Delegieren und Führer, die sich vor politische', finanzielle, kolonisa-. tprrsche und personelle Probleme gestellt sehen —. ..deren zeitliches Charakteristikum es ist,/daß sie alle s p s o r t ge-. -W werden müssen" (ich zitiere einem früheren Artikel). — shürmen gstichzstitig' sg vjele Gorgen ein, daß.-sie siehexsicht. und Ruhe verlieren müssen. „Sp entsteht die KongretzpsYchose, die ständige. Begleiterscheinung. aller -NaWxiegskongrcsse."'. ' . . ' . .. .?' , ' ...' Fast niemand verschließt sich der Perechtigung dieser ' .Kri-tif. Während aber die einen.,!pie neuerdings Arlosoxaff lin einem- Artikel im ,,-Hapoel' Hgzyir", die - Kogsequeirz UztehM, -yß Per Kongreß entlastet und z. -B. die Eutscheiiduug Mtzr dg.s .Budget, hem Wtjonskomitoe übektxygen-w.esf.- dss.-n mutzi. glfl-ubeu. andere:-.aus.-)einfachere... Weise ...Atzhiffe . . schaffen zu können. Wan. schlägt-vor: - . . . . 1. Die Verhandlungsdaüer des Kongresses soll auf un'mdestenS 4 Wochen verlängert und die Zahl der Delegierten gleichzeitig verringert werden. 2. Der Kongreß soll durch Vorlagen der Exekutive so vorbereitet luevdeui daß auch komplizierte Fragen, wie z. B. die'Bndtzetfrage, sachgemäß und rechtzeitig enffchicden werden källttlill. , - - ' ’.-• ■ D i e A u s d e^tz u u n g d e r V ö x h a n d l'U-fl g s-. d a u e r auf '4 Wochen und die dadurch bedingte Verringerung der Zahl der Delegierten würde praktisch bedeuten, daß der Kongreß eine Domäne der zionistischen Oligarchie upd Bu.reflMratir )v?.rdjr.n würd?. Wer außer den zionjsti- . scheu Beamten und einer Anzahl besoldeter oder uubesolds- .tsr VerbandSführcr. kann"4 Wachen' .für' den Kongreß ernibrigon? Wer außer ihnen ivürde ein Mandat erhalten? Heute besteht eine joesentlichtz' und iiotlpendige Funktion des - Kongresses gerade darin, daß er die für die zionistische Aribert so Ivichtigen freiwillig-eii Mjarbßster -und die Führer zweiten und dritten Ranges mit den leitenden Kreisen der Boivegung in Berührung hrsngt. Der Kongreß würde durch esue solche Reform' seine Volkstümlichkeit und damit gerade dje Eigenschaft einbüßen, die, wie noch aus^lfiihxen sein wird, besonders wesentlich ist. Der Kongreß kämt durch s a ch g e m ä h e Vorbereitung zilveifellos sehr gewinnen, aber selhst beste Bor- . sorge wird die Gefahren der Zeititot nicht, üsseitigen. Man darf, nie vergessen, daß der Kpngreß und die Dagunge»! des Mtioiiskomitees die' einzige Helegönheit quch für Beratungen der Gesatntexekutsve. bieten. Die MtyliHer der Gesqmtexekntive ausreichende, das .heißt gerauNw Zeit vor dem Kongreß zusämntenznberufen. hat sich jttäkti-sch noch nie als nwglich erwiesen. Es ist sehr jyiMg/Mß der Exektztibe noch wahrend der Tagungen silbst Zeit zuMeratungssn gelassen wird, und auch dies ist ein .Argument gegen . dse Zufainmeil-drängtmg -überreicher Stoffgebiete in einen kurzen Zeitraum. , wiederhole daher meinen schon nach dem letzten Kongreß öffentlich vertretenen.' neuerdings von Arlosoroff nsr „Hapoel Hazair" unterstützten und begxtinde'Lsn Vorschlag, v o r all e m die Bes ch'l U h f a s su-n g über das Budget de m Aktiv n s ko in i i e & z u ü b e rl äff e n. Mer Ivas für das Budget gilt, muß auf asten! VevhandluNgs-stoff misgedehrtt werden, dessen Bearbeitung ein hohes Maß vmt ZBachffmde, Detailketuttnis, Ruhe und Kanzenträtiönsfähigkeit erfordert — Eigenschaften also, dse in der Morhitzten Tentperatur dvr Kongresse nicht gedeihen. Das Aktiönskomitse ist in Wahrheit ein-'Ausschuß des Kongresses, das seine LträstsverWtnisse widerspiegelt. -Demokratische Grundsätze und Gruw'ütinteressen sind durch dgs Aktionskomitee nicht anders und schlechter vertreten als durch deir Kongreß, der das Mtio-Nskomitee wäblt.

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