Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2975 (10.6.1927)
- Date
- 1927-06-10
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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PH -! ß ‘ l4|’ ' ■• | ■ ft: tfv Ji ©rite 8 Wien, Freitag Wlem» MsrgenzetLmrg W. Pmr 1927 Nr. 2SW Jas Serglusverfahreu bei der SalgoKohlen^ A. O. Dnd <t pejt, 9. Juni. (Tel.-Co-mp.) „Magyarorszag" zufolge hat die Salgo-Tarianer Kohlenbergbau A. G. VarhandlN'Nge'N mit der I. G. F a rbeu.i nd ustri e-Gefellschafit eingelc^-tet, um das Professor B-ergrwHchc Verfahren zur Fll'lssi-gmachun-g der Stein« kohle ftrr thr$a*tt ga erwerben. i E Menurbank. Am D. Juni hat die 39. ordentliche Generalversammlung der Mercurbank stattgefunden. Der Rechnungsabschluss pw 1926 ergibt einen Bruttogewinn von S. 8,570.400.46 und abzüglich der Lasten ein Neinerträgnis von Schilling 1^274.581.78. Cs tvurde beschlossen, eine Dividende von S. 0.46 für jede Aktie a K. 3000.— Nom., d. i. S. L.50 für jede All re a S. 20.— Nom. zur Ausschüttung zu bringen, dem ordentlichen Reservefonds S. 100.000 zuzrrwersen und den Rest von S. 77.095.76 auf neue Rechnung vorzutragen. Irr Geldmarkt in Polen. Stufende Tendenz des Zinsfußes. Ans einem Bericht der Lcmberger Handels-?<Nnmt?r über die finanzielle nnd wirtschaftliche Lago Polens entnehmen wir folgende Betrachtungen über die Lage des Geldmarktes: Die Bank von Polen behandelt -nach lviie vor die Frage der k u r z f r i st i -g e tt Kredite in liberaler Weife, wie dies deutlich in der ständigen Zunahme des Wechseleskomptes und des Loanibvirdtes des NotemnstitudZ zum Ausdruck kommt. Auf offenem Markt gibt es jedoch nur sehr wenig erstklassiges Wechselmaterial; in dem dem Bestreben, dieses Material an stch zu ziehen, machen die Banken einander ziemlich starke Konkurrenz, so daß sie oft bei der H»ereinnahme erster Wechsel unter den o Miellen Satz herabgehen. Die stutzende Tendenz des Zinsfußes ist auf dem polniischcn GÄdmarN uwvevkennbar. Was die Frage des langfristigen Kredits betrifft, so ist auch hier eine Besserung zu beobachten. Dank der Konsolidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Polen konnte in der letzten Zeit eine beträchtliche Menge von Pfandbriefen und Obligationen sowohl fort Inland wie int Ausland untergebracht werden. Die Regierungskreise - erachten jedoch eine Ausfuhr solcher Werte in großem Maßstab in einer Periode, die der polnischen Staatsanleihe vorangcht, als nicht wünschenswert, da.sie von der Voraussetzung ausgehen, daß das Angebot polnischer Werbe aus den ausländischen Märkten die in Vorbereitung besind- Whe große Maatsanlviihe beeinträchtigen könnte. Amerika nnterstlitzt dke palMnenfische Helmindnftrle. Jerussalem, 8. Juni. (I. T. A.) Amerikanische Byouteriewarenfabrikanten bestellten in Palästina 5M.000 HolzetuL und verpflichteten sich, im Konvenienzfalle weitere noch grössere Bestellnmgen dieses Erzeugnisses der Heimindustrie Palästinas zu machen, um so eine Anzahl Hermwerkstätten zu beschäftigen. Me Bmrbewegmrs ln 2el Awlw. In den vier ersten Monatoa des Jahres 1927 (Jänner bis April) hat der Stad trat von Dcl Awrw HU Lizenzen für die Errichtung neuer Bauten oder für den Bau von Erweiterungen bereits bestehender Bauden erteilt. Die Zahl -der neuen Bauten, die in dieser Zeit errichtet wurden, beträgt 81, bile Zahl der neuen Geschäfte 36. . Die deutfch-englsschen Jnduftriebesprechungen. Ans Ber i*la wird gemeldet: Der englische Bevkehrsmincher Ashieh, seine Gattin sowie der Führer des englischen Jndustriellen- Verbandes, P. E. Hanon, beide Mitglieder des engllschen Unterhauses, find zu Besuch des Direktors der Deutschen Bank, OÄar Wassermann, nach Berlin gekommen. Es handelt sich um die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen englischen und deutschen Wirlschaftsführern. Die deutschen Wirtschaftssührer waren im vorigen Jahre Gäste aus S'.r Wilfrid Ashleys Landsitz Romsay. Jetzt sind die Engländer Gaste der Deutschen. Einer der repräsentativsten Jndustriesührer, Geheimrat Duisbevg, wird der Gastgeber bei den eigentlichen Besprechungen sein, die vom 11. bis 13. Juni in Leverkusen stattfinden. Die Devisenpresse. Mailand hat gestern wieder ein wenig angezogen, Bukarest gab weiterhin nach und derzeichnete einen KuiS von 3.08 gegen Zürich. Madrid hat seine vorgestrige Kurseinbuße zürn Teil wieder hereingebracht; Pfunde Madrid stellten sich auf 28.10 nach 28.25. Bilanzreassumierung der Nöe Stroß A. G. Die Nüe Stroß A. G. der Vereinigten Textilfabriken Liebauthal und Bula, beruft zum! 22. o. M. eine außerordentliche Generalversammlung ein, in welcher die Reassunrierung der Bilanz für 1925 beantragt werden wird. (In dieser Bilanz wurde ein Gewinn von 1,780.123 Kronen ausgewiesen.) Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröfftret über Werkzeug- und Maschinen-Ges. m. b. H. Kart Jetzbacher i. L., 3. Bez., Nüdengasse 19; Pauk S t e ine*, 2. Bez., Franz Hochedtinger-Gasse 26; Franz Repver, 9. Bez., Liechtensteinstraße 126; Bruno Unger, 2. Bez., Praterftraße 74; Karl Ehrenhaft, 2. Bez., Bokfertstraße 23. Zwangsversteigerungen. Beim Bezirksgericht Gutenste i n, Zimmer 1, am 13. Juli, einstöckiges Haus rn Vorderbruck 49. Geringstes Gebot 2l.349 Schilling. — Beim Bezirksgericht A s p a n g. Haus Nr. 8 in Hasleiten, Grundbuch Feistcih am Wechsel, E. Z. 92, Schätzwert 90.006.14 Schilling, geringstes Gebot 6004.10 Schilling. Kongreß der tsthetzosloirnkischen Znckermdustrtellen in Preßbukg. Ans P r e s; b u r g, 9. o. M., wird telegraphiert: In Anwesenheit von ungefähr 200 Delegierten und Vertretern der Zuckerkndustrie ans der ganzen Revuvlik wurde gestern der Kongreß der Zuckerindustriellen eröffnet. Carbokundmn. Aus Prag, 9. d. M. wird telegraphiert: In der gestern abgehattenen B'lanzsihung der Vereinigten Carbornnoum- und Elcktrikrvcrke A. G. wurde beschlossen, der für den 23. d. M. einzuberufenden Gencralverstunmlung vorzuschlagen, den Reingoivinn für 1926 pro 34.000 Krmren auf neue Rechnung vorzutragen. Erhöhung des Pavierzollcs in Ungarn. Die ungarifche Regierung hat dieser Tage eine Veroronung yerauSgegeven, nach welcher der Einfuhrzoll für Papier besserer Qualität pro 100 Kilogramm von 1.80 Goldkronen auf das Zehnfache erhöht nmrde. Da cs sich hiebei in erster Linie mn die Verteuerung des Buchpapieres handelt, werden die ungarischen Verleger mit einer neuen Schwkcn'gkeit zu kämvfen haben. Wie in Kreisen der Lerlegier verlautet, verfolgt die Regierung bei Erhöhung des Einftrhrzolles für Papier den Zweck, die Interessen der einzigen ungarischen 'Papierfabrik in Di os ghd r "zu schützen. Ligne Ereeo-Mtrichienne. In diesen Tagen fand in Athen die konstituierende Versammlung der Ligne Greco- Autrichicnue des österreichischen HanoclSmuseums statt. Zahlreiche gNeckiischc Firmen haben ihren Beitritt zu dieser neuen Vereinigung angcmelbet, die sich die Aufgabe stellt, neue Verbindungen zwischen der griechischen und der österreichischen Geschäftswelt zu schaffen. Das Nationaleinkommen der Bereinigten Staaten. Aus New York, 9. d. M., wird telegraphiert: Nach den Schätzung gen der nationalen Jndustriellenkonfcrenz erreicht das Nationaleinkommen der Bereinigten Staaten im Jahre 1926 die Rekordziffer von 78.649 Millionen Dollar gegen 77.313 Millionen im Jahre 1929 und 70.768 Millionen im Jahre 1924. Wiener Börse. Gefchästslos. Die Börse erösfnete unter dem Eindrücke günstigerer Berichte über den Verlaus der Frankfurter Mendbörse vom Mittwoch und der gestrigen Berliner Vorböse rn einer etrvas freundlicheren Stimmung, die namentlich den von Budapest abhängigen Papieren, ferner den Aktien der Poldihütte sowie den österreichischen Elektrizitäts- und Kabel-Aktien zustatten kam. Im fließenden Schrankenverkehr waren anfangs Ungar. Zucker, Dampfschiff, Ungar. Kohle höher, während Urikany matt lagen. Im weiteren Verlause des Verkehrs griff auf allen Gebieten der Kn liste und des Schrankens die Gefchäftslosigkeit um sich und die Kurse bröckelten zumeist ab. Staatsbahn, Nima und Salgo wichen schließlich unter die Schlußkursc vom Mittwoch und auch die übrigen Kategorien, mit Ausnahme von Siemens und A. E. G. Union und Ungar. Hosherr, konnten ihre anfänglichen Kursbesterungen nicht behaupten. Der Schranken war ungleichmäßig gestimmt, doch übenvogen die Knrsabschwächungen. Aus dem Anlagemarkte waren die festverzinslichen Werte des Bundes behauptet, Renten abgeschwächt, Eisenbahn- Obligationen haben wieder.eine Kleinigkeit angezogen. Ka s s a k u rse : Unionbank 6.80, Verkehrsbank 3.65, Bankverein 33.40. Bodenkredit 129.75, Brit.-uNg. Bank 114, Oesterr. Kredit 73, Niederösterr. Eskompte. 25, .Barcs-Pakraczer 153, Solo (Helios) 260, A. E. G. Union 7.45, Siemens 24.25, Oberösterr. Wasserkraft 2öj25, Steir. Magnesit 73, Alpine Montan 42, Mannesmann 40.50, Simmeringer 16.60, Zieleniewski 16.30, Rima 155.75, Waffen 30.75, Karpathen 33, Stroß 96, Kroat. Zucker 61.25, Oesterr. Eisenbahnverk. 54, Etti Berge! 10. Im Stellagenverkehr notierten per Ultimo Juni: Oesterr. Kved'.t 15—18, Staatsbahn 10—12, Alpine 10—12, Rima 30—33, Salgo 24—37; per Ultimo Juli: Oesterr. Kredit 23—26, Staatsbahn 14—10, Alpine 14—16, Rima 36—42, Salgo 32—36. Quoten: Franz-Josefsbahn^Schuld 2.42, Nordwestbahn- Schuld Qßb, Franz-Josessbahn-Prkor. 3.80, Oesterr. Lokalbahn- Prior. 0.78, 3L proz. Nvrdwesbbcchn-Prior. 0.45, 4proz. Nordwesöbahn-Prior. 037. Wiener BichMärrtc. Jungvieh m a r k t. Auftrieb: Kälber, lebend 488; Weidencr 1151; Schweine, Weidener 528: Ächafe, Weidencr 22; Lämmer, Weidencr 32; Kitze, Weidener 23. Kälber, lebend 2.20—2.80, Weidener 2.40 —8.20, FleischWveine 2.50-3, Fcttschweine 2.50-2.75, Schafe im Fell 1-1.60, ohne Fell 1.20—2.10, Lämmer, Weidencr 1.40-2.40, Kitze, Weidener 1,40—2.40 das Kilo. Verkehr lebhaft. Wiener Börse für landwirtschaftliche Pre-vEte. Die Tendenz war in allen Artikeln ruhig, nur prompter Hafer sprach sich fest aus. Die Notierungen blieben unverändert. Budapester Gctreibeterminmartt. Die Tendenz des gestrigen Marktes war lustlos, weshalb die Kurse obbröckellten. Die Notierungeit lauten in Pengö: Ortoberweizen 31.14, Oktoverroggen 26.34. Ausländische Börsen. Berlin: Die Börse cröffnete recht lustlos. Doch nmrde bald die Haltung entschieden fester, dn die befürchtete Diskonterhöhung Londons nicht eingetreten ist. Die anfänglichen Verluste rmiröctt namentlich am Montanmarkt wieder voll eingeholt. Btelfach hoben sich die Kurse über den 'vorgestrigen Schlussstand hinaus, so für Simnens u. Halske, Schuckert »lnd Farvenindustrie und Glanzstofs. Das Geschäft bewegte sich aber nach wie vvr in engen Grenzen, da sich das Privatpubliknm nicht he-- tciligte. Im späteren Verlauf wirkte auch die Meldung von einer Besserung des Absatzes beim Rh>ein-Westfälischen Kvh-lenshndikat anregend, so dass die Befestiamrg entschiedener in Erscheinung trat. Gute Kauflust bestand für Dessauer Gas, die gegen den Anfangskurs 27 Prozimt anzogen. Bemberg stellten sich um 25 Prozent höher. Taggeld mar zu 5.5 vis 7.5 Prozent zu haben. Der Satz für MonatSgeld blieb unverändert. — .Prag: Der Verfehr letzte in Mer Haltung ein, da es 'aber im VKrlarff an täglicher Anregung fehlte, stagnierte ngck Erledigung der ersten Arssträgc das Geschäft fast vollständig. Der Verkehr wurde uneinheitlich, wobei aber die Mschwächungen überwogen. Gänzlich vernachlässigt blieben Brauerei-, Kvhlen-- und Baupapiere. Durchwegs schwacher tendierten Zuckerwerte aus ungünstige Berichte vom Zuckermarkt. Anlagepapiere blieben behauptet. — Budapest: Die Börse eröffnete in freundlicher Stinnnung und die Kurse setzten über dein vorgestrigen Schluss ein. Das Geschäft stagniert jedoch nach Erledigung der ersten Aufträge und die anfangs erzielten Kursgewinne mussterr zum grössten Teil wieder abgegeben werden. Die flaue Stimmung hiell dann bis zmrr Schluss an. Die Einbußen waren aber auf keinem! Gebiet beträchtlich und gingen über 3 Prozent nur sehr selten hinaus. Sevlfenknrfe. Zürich, 9. Juni. (Schlußkurse.) Paris 20.36 (20.36 London 25.251/6 (25.25K), New Tork 520.— (520.—), Belgien 72.2214 (7233), Italien 28.71 K (28.73%), Spanien 89.90 (89.55), Holland 208.2714 (206.33), Berlin 133.18 (123.20), Wien 73.17K (73.17H), Stockholm 139.10 (139.16), Oslo 134.55 (134.75), Kopenhagen 138.95 (138.95), Sofia 3.75 (3.75), Prag 15.40 (15.40), Warschau 58.10 (58.10). Budapest 90.65 (90.65), Belgrad 9.13)6 (9,13)4), Athen 6.91 (6.90), Konstanttnopel 271.50 (271.—), Bukarest 3.10 (3,141*), Finnland 13.07^ H 3.07)4), Argentinien 220)4 (200,25), Japan 241.— (341.—), Privatdiskont 3.43% (3.43%). Prag, 9. Juni. Amsterdam 1350.75 (1651.50), Berlin 797% (798.—), Brüssel 468.— (467.50), Zürich 6475% (647%). Oslo 874.— (871.—), Kopenhagen 809.75 (900.—), London 163.43% (166.40), Madrid 560.— (560.—), Mailand 186.30 (186.42)4), New Yovk Kabel 38.61)4' (831,1)4). Paris 131.75 (131.82%), Stockholm 901.— (901.—), Belgrad 59.16 (59.17&), Budapest 587.75 (588%), Bukarest I960 (20.10). Konstanttnopel 17.67% (17.67%), Sofia 24.30 (24.30), Warschau 375JZ5 (376%), Wien 473% (473%). Budapest, 9. Juni. Amsterdam 229.40—230.10, Belgrad 10.05%—10.00%, Berlin 135.76—436,15, Bukarest 932.60— 342.50, Brüssel 79.55—79.80, Kopenhagen 153.05—153.50, Oslo 148.30—148.75, London 27.81%—27.89%. Mailand 31.55— 31.86, New York 572.05-574.35, Paris 32.42%—22^2%, Prag 16.96—17.01, Sofia 4.13—4.16, Stockholm 153.30—153.75, Warschau 68.55—64.75, Wien 80.57%—80.82%, Züttch 110.17%—110.50. Warschau, 9. Juni. Holland 397.45—35025, London 43.34— 48.65, New York 891.-—895.—. Paris 94.91—85.09, Schweiz 171.59—172.45, Prag 26.44—36.56, Wien 125.54—12646, Italien 49^8—49.62. Belgrad, 9. Juni. Paris 232.40—324.40, London 376.10— 276.90, Ne»v Yovk 56.70—56.90, Mailand 914,-316.—, Prag 168J20—169.—, Wien 799.75-802.75, Budapest 993.-996.—, Berlin 1346.-1351.—. Genf 109050—109650, BdÄstel 792.50—705.60. ' FILM UND KINO Der heilige See. Ein neuer Afrika-Film der Urania. Fast in der Mitte des aftitßanivschen Kontinents, an der Grenze zwischen der öden Sahara und dem fruchtbaren Sudan, liegt ein riesiger Binnensee, von den Eingeborenen der Tschad, das ist „das große Gewässer" genannt. Dieser Süßwassersee ist mi-gefähr so groß wie die Insel Sizilien, doch ähnlich dem Neusiedler-See von geringer Diese (Im Durchschnitt kaunl vier Meter) nnd geht, oblvolhl er ans eigenartige Weise mit dem Atlantischen Ozean kamnmir'lziert, langsam, doch unautjlhcvltisam der völligen Emtrocknung entgogou, da seine einstmals mächtigen Zuflüsse iimner mehr versiegen. Der Tschadsee ist einer Reihe von Ein'geborenen^tänmlen, die an seinen Usern wohnen, heilig, und den Europäern, die ja die Wovke der Natur gemeistert, also in gewissem Sinn sich entheiligt haben, blieb dieser See, obwohl es schon im Wltertnm Knude von ilhm gab, lange ein Rätsel, das erst geigen Ende des 16. Jaihrhunderls durch die Forschungsreisen Sitanleys sowie drnffcher und französischer Rasender ainijgevmaßen gelöst tvurde. In das Gebiet dieses Sees, das heute zunr Bereich der sranKüsischeu Kolonialhenuschaft in Afrika . gehört, führt am von dem smnzölsvschen Forscher Chanmel a-uGenommener Reisssilrn, der Heute in der Uraniia zum I erstenmal -dom großen PnibtzMm vorgeftchrt wird. Der FiUlm bringt neben, wertvollen Bindern, die das eigenartige Wesen der nvit'telafviikanischen Landschaft anschaulich iriachen, zahlreiche Szenen aus dem Leben der Eingeborenen. Die primitiven Stämme der Mudang geben dem Beschgiuer die Vorstellmvg aus den ,Urzeiten der Menschhl-it, und die Lehmburgen, die Panzer und Turniere der kriegerischen Fulde, eines helläugigen hmniti'schen Stammes, erinnern.,cm >das europäische Mittelaller. Einen besonders interessanten Mschnttt des Films bilden die Tänze der FuLbe, welche die Männer in F r a u e n rk l >e i d e r rr vor führ en; diefies transvesditischa Eilornent .ist für d,ie Psychologie des Tanzes von Bedeutung. ' Die Bearbeitung des Films von Dozent Dr. Robert Bleich st einer gM im verbindenden ^-ext reiches lgefchichtliches Md «VMurWorisches Material. Dsie Urania h>a.t mit diesem A-frika-Film ihr Programm «m sine wertvolle DarDietlmg bereichjflrt. i —tz. Et« verbotener Asm NielfelvFllm. Der Mnt «Laster der MenMeit" mit Asta, Nielsen in der Hauptrolfe sst in Dänemark, der Heimat der Künstlerin, verboten worden. Die Zensurbehörde gab als Begründung an, dieser „Aufklärungsfilm" gegen Kokaingefahren habe für das däuischL VM denr das KMstMimWn diMg mMamrt