Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2974 (9.6.1927)
- Date
- 1927-06-09
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 8 Wien, Donnerstag WßMre Mveg«nzettuitg K. Juni E Nr. 8674 Den Moderne Haushalt ttehet Teppiche, Deren Wert, Srhaltmig nnD 9 Reinigung. Bockrag, gehalten van F«my Fremckr°Msrtu§. TI. Der Grad der Entstaubung ist verschieden nach der Stävke der EntstaubungZanlagc oder des Staubsaugers. \ D-e Entstaubung eines großen DmvrnateppicheS er-- ^gab folgeirdes Resultat: Staubmenge, entfernt mit einem Heine« Staubsauge- . apparat \\ Kilogramm; StauLuncngc, entfernt mittels der. ' großen Vacuum-Cleaner-Maschine und Rüttelmaschine - 3 Kilogramm 60 Dekagramm. Sell'swerstandlich wird sich? bei rationeller Pflege der Deppiche niemals eine Siaubmenge! -von 3 Kilogramm anfammeln. Nicht unerwähnt soll bleiben-, daß das Hantieren mit dem Mundstück des Apparates, fps- \ Se&t luer Meint WWW | naooaQCiDiappiniQiniainüin' ■.„Excelsiof i ■ i. ) Eigentum der Wiener Hotels und Sanatorien - Wien, V., JolneanmeaiHMMM» 341 ' Telephon 54-5-81 Ebemlnmit jede Art Teppiche, Vtfrh&nge und Decken zur Reinigung und Aufbewahrung aus Instituten und Privathaushalten j Offerten kostenlos — Besuch Ober telephonischen! Anruf unverbindlich s«lSWKW1lMWW«M nnon um i ■ in unsere Mand Modern« Teppldi s. MO»eH>fleße lüHsditß - Gardcmeublc A. 0. Wien, xxi », naddenanislraoe Ti Telephon <0-8-80 bis 43-5-82. Aach Belehnung. izrelt bei locker gewMen oder schadhaften Teppichen, die jWollftrsern beschädigen kann, Iverm nicht mit Vorsicht um- ,gegangen wird. Natürlich kommt die Entstaubung der Teppiche mit ^Wirren <Aaub>saugeapparaten in erster Linie im Winter in Vetracht, nachdem man die Wohnung um diese Jahreszeit!nicht gerne ohne Teppiche — wenn auch vorübergehend — >läßt und keine Einbuße an Wävm-e und BehagliiMekt in Kauf nehmen will. Was nun das Klopfen der Teppiche zu Hause betrifft, jift -wohl dieses auZ angeführten Gründen weniger zu emplfthlen, bei den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen aber Zu verstehen und führtschließlich, richtig gehandhabt, speziell bei gewöhnlichen inländischen Erzeugnissen zum erif „Vacuam Cleaner; Etablissement zur Reinigung und Konservierung von Teppichen und Mob ein Wien, 111., Ungargasse Nr. 4 Telephone-: 95-405 und 95-406 -Entstaubung Wiederaufnahme;, -Entmottung Entstaubung im Hause TEPPICH-Aufbewahrung ---- -Wäscherei m,ttels un!,erer Stro8en -Kunststopferei fahrbaren Maschinen schieht, die Mühe nehmen wollten, eine solche Anstalt zu besuchen, um sich konkrete Daten über die Konservierung und Reinigung ihrer Teppiche geben zu lassen. Eine zweite wichtige Frage ist die Erhaltung. Konservierung der Teppiche. Hier geschehen vielleicht noch mehr Fehler als beim Entstauben. Es ist das Rezept aus GrotzmutterS Feiten: Der Teppich wird irgendwo geklopft, dann kreuz und quer gebürstet, daß er zum Schluß wie ein gegen den Strich gekämmter Kater aussieht, mit Tabak oder Naphthalin bestreut, mit Zeitungspapier belogt, eingerollt und eMich in ein angeblich kühles Zimmer gelegt. Dagegen ist zu bemerken: 1. Die moderne chemische Industrie hat einwandfrei bewiesen, Laß Zeitungspapier, Tabak und Naphthalin bevorzugte Nahrungsmittel der Motten sind. 2. Muß es jedem Laien einleuchten, daß jedes Gewebe, unter Luftabschluß gehalten, sozusagen erstickt. 81 Daß jeder Teppich, gleich einem Lebewesen, nichts dringender braucht als Luft. Dreifach sündigt die Hausfrau, die ihre wertvollen Deppiche den Sommer Wer in der Weise aufhebt. Aber, wird manche Hausfrau sagen: „Die letzten Jahre habe ich es stets so gemacht und nichts ist geschehen." Gewiß, nichts ist geschehen, aber die Laxheit in der Behandlung hatte nur deshalb keine besonders üblen Folgen, weil wir seit fast-8 Jahren keincki rechten Sommer hatten.' Dassen Sie aber einmal einen richtigen heißen Sonrmer. kommen und die Lebensdauer ihres schlecht konservierten Tep-' pichö ist bedeutend veMrzt. Jeder wertvollere Teppich soll daher hei Beginn des -Sommers zuerst gut und gründlichst,entstaubt und dann in einem kühlen und luftigen Lokal ausbswahrt werden.. Ist ein solches Zimmer, ein solcher Ranm rm Hause, dann in d-ies«n Raum, wenn nicht, dann ans dem Hause mit den Teppichen. Und die Kosten? wird die Hausfrau sagen. Wohlverstanden, es wivd hier nur von wertvolleren Stücken gesprochen. Für solche Stücke sind die Kosten gering und die ausgelegte Summe rentiert sich auf jeden Fall. Das Erhalten des Teppichs ist eine SparsamlkeitSmaßregel, denn ein Mt erhaltener Teppich behält stets seinen Wert. wünschten Erfolg, Ein Velour-, Axminster- oder Boucleteppich kann, wenn er rationell behandelt und nicht allzu 'groß ist, auf diese Art gleichfalls ziemlich staubfrei gemacht 'werden. Bei diesen beiden Arten der EMskwbung ist schließlich besonders darauf zu achten, daß die Teppiche beim Entstauben nicht umgebogen werden, denn dadurch entstehen häufig, insbcsonders bei inländischen Erzeugnissen, Büge und Brüche des Grundgewebes, Schäden, die nicht zu reparieren sind. . . . Hervorznheben wären noch die großen, transportablen Vacmun-Cleaner-Maschinen, die man vor dom itzriege so häufig sah. jetzt viel seltener in den Straßen Wiens sieht, und die durch das geräuschvolle Arbeiten der Benzinmotoren ziemliches Aussehen machen. Diese Maschinen entfernen —• dank ihres großen Vakuums, zirka 20 bis 26 Zoll den Staub ziemlich gründlich, kommen aber wegen der hohen ^Betriebskosten nur in großen Haushaltungen, Bibliotheken und dort in Betracht, tvo nebst Teppichen auch Polstermöbel. Stofstapeten mrd dergleichen zu entstauben sind. Die rationellste Art der Entstaubung — auch vom hygienischen Standpunkt aus — ist naturgemäß die Reinigung der Teppiche mindestens einmal jährlich mittels Klopf¬ oder Nüttelmaschinen und starken Bacuum-Eleaner-Apparaten, die in der Lage sind, den Stmch aus den zu tiefst gelegenen' Schichten auszusaugen und zu entfernen. Diese Apparate sind natürlich in den privaten Haushaltungen nickst zu finlden, sondern in den großen Neinigiingsanstalten, deren es in Wien eine ziemliche Anzahl gibt. Es kann nicht oft genug hingewiesen werden, daß' wertvolle Teppiche nicht nach einer allgemeinen Methode zu behändeste sind, sondern daß auch beim Reinigen auf die Struktur, den Zustand, in Ivelchem sich die Teppiche befinden, das Gewebe, kurz auf viel Dinge genauest Rücksicht genommen Werder: muß. Es märe wünschenswert, loeim sich die Hausfrauen, wie dies bei vielen anderen häuslichen Angelegenheiten ge- (BOttltttCcuNL Salate und kalte SMsseln. Der Sommer bringt der Hausfrau eine wesentliche Erleichterung in Küche mrd ‘ Haushalt. Die schweren Teppiche, Decken und ^Vorhänge verschwinden und'machen lustigen Batistv.orhängen, leichten Decken und Matten Platz, und in der Küche dominiert die jetzt so sehr bevorzugte und von den Schwärmern der „Linie" so gepriesene Rohkost. Die Rohkost als ganze Mahlzeit, als Obstmahlzeit, soll in her nächsten Nummer des „Modernen Haushalt" eingehend besprochen werden. Heute einiges über Salate. Der Salat, ehemals Luxuszugabe zur Mahlzeit, ist schon lange ein unentbehrlicher Bestandteil des Menüs in allen BevölkerungSschtchten geworden. Vom Salat mit „Gselchten" und llnbdln in der Bauernstube bis zum feinsten „Mllischen Salat" der Großstädter. In anderen Ländern, besonders in den romanischen Ländern, ist ex nicht die Boigabe zu Fisch oder Fleisch, sondern bildet einen eigenen Gang. Kein Gericht erfordert soviel Aufmerksamkeit, ja fast „Liebe" bei der Bereitung, wie die richtige Herstellung der Salate. Oberste Regel ist es, den Salat, bevor Oel zugesetzt wird, ganz trocken werden zu lassen, damit das Oel m Salat hasten kann. (Abtropsen des gewaschenen Salates auf dem Sieb.) Daß nur das allerfeinste Oel genommen tverden kann, versteht sich, fast/von ielbst, da der neutral schmeckende grüne Salat den Oelgoschmack vollständig zur Geltung kommen läßt. Ist der Salat gut mit Oel durchsetzt,^ dann kommt die richtige Mischung von erstklassigem Zu guten Malaten imb Vorspeisen nimmt die praktische Hausfrau stets den köstlichen Hubev-Esfig. tSssta mit Salz und etwas Pfeffer und Zucker dazu. Bei der Wahl des vels sei mn bedacht, nur ein wirklich erstklassiges Produkt zu verwenden, da nur ein einwandfreies Oel den Wohlgeschmack des Salates verbürgt und jene wohltätigen Wirkungen für den Organismus auslöst (leichte Verdaulichkeit, erhöhte Anregung der Verdauungstätigkeit usw.), die das Oel zu einem unentbehrlichen Nahrungsmittel der halben Erde gemacht haben. Beim Zusetzen des Oels halte man sich an das italienische Sprichwort: „Gib Oel wie ein Verschwender und Essig wie ein Geizhals". Der Essig kann je nach Geschmack Weinessig, Betramefsig sein und auch mit einer kleinen Menge feinstem Senf versetzt werden.' Das ganze mit dem Salat gut durchgorüttelt aufs Eis gestellt. Der Salat wird ganz gereicht (vorzugsweise die Salat-,Herzel") oder fein geschnitten mit kalten geteilten harten Eiern oder mit gefüllten Eiern.. .GEGRÜNDET 1887 Das gute fSfUUL •AMBKB OPHJR, Marke :OPHHL Mayonnaise zu Salat wird in der Saueiere am besten! separat gereicht. ■ ' Sellerie, rote Rüben, Kartoffel, . Bohnen, Kraut ergeben ebenfalls gute Salatschüsseln.. Bei Krautsalat ist ein größerer Zusatz von Zucker und etwas Paprika vorzüglich, zu Roten Rüben-Salat wird .feingeschnittener Kren zu den gekochten und eingelegten roten Rüben beigemifcht. Bei allen Salaten ist etwas Zitronensaft zur Geschmack- Verbesserung sehr beliebt. Kalte Fisch- und Fleischschüsseln werden mit roten und weißen Radieschen, die man durch Einkerben wie Röschen hevstellt, verziert. Auf Zitronenscheiben und Eiexscheiben werden kleine Sternchen, aus roten und gelben Rüben ausgestochen, aufgelegt. Häufchen aus geschnittenem Salat mit Mayonnaise übergossen, bilden das Mittelstück. Die Eierscheiben werden, wenn es Fischschüsseln sind (natürlich nie bei Misch), am Rand mit Butter schön gespritzt. Bei kalten Fleischschüsseln werden Kalbfleisch, Rostbeos und faschiertex Braten schön g-elegt mrd bunt garniert, mit Petersilie geputzt. Geflügelbraten wird extra herumgelegt und mit Papierkrauseän - der Knochen verziert. Feinwasehattstaäit „HABSBURG“ schönt Ihre unersetzliche Wäsche. Verwenden . Sie nur altbewahrte /uppen -Würfel WO«'».■i|.riMl>||!;i i; i«Wii iBWw 11. .. ßaronHrt echte natWkt*tt*r. 0m JWmwg und mitohon Waschungen mit (ges. gesclU! I Daß Schönheitsmittel der Saison M Hervorragend gegen Sonnenbrand und aor BrlUMkBf» Ueberall orhftitlioh. Sratieproben durch „Arkana* <j. n». b.H., l*nogaeee 11 a. Telephon R-Ü-77. 230512