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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-31 · Heft 2966 (31.5.1927) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2966 (31.5.1927)
Date
1927-05-31
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sekte 6 ^Yen., Dien«ni„ Wiener Morgenzeitung 3*. M» rtfSPV Äfe SAN drrmgen ftc im Augttst v. I. in Seckirchen in ein Hotelzimmer ein. das die Kaufleute Dr. Leopold Dirnfeld und Mfred Mery bowohnten und zwange,: die Ileberfallenen mit vorgebulterienr Revolver, ihnen Geld und Schmuckfachen auszu folgen. In Gmunden überfielen sie eine Tabaktrasrkantln, rauvten ihr eine .Handtasche mit 5 Schilling. : Noch am selben Tage brachen sie in einen: Kaffeehaus in ’ Altmünstcr ein, wurden aber verscheucht. 'Dann ivandtcn sich , beide nach Salzburg und verübten dort eine Reihe von! Ueberfällcn. Am 7. September erschienen sic mit Stricken; ausgerüstet im Bureau des Pappeudeckelfabrikanten Josef > Dich, i'cherfielen dort die Beamten Unrein und Buch- \ Winter und banden sie mit den Stricken am Se s s el fest. Bei dem einen erbeuteten sie 4 Schilling und verließen nach einem vergeblichen Angriff auf die Kasse das Haus, nachdem sie noch beide Beamte geln ebelt hatten. Dann ginger: sie in das Bureau des llhrenhändlers Schlenker, zwangen ihn mit vorgehaltenem Revolver, die Hände hoch zu halten und fesselten ihn an einen Sessel. Franz Spieß raubte aus seiner Brieftasche 460 Schilling. Unterdessen kan: Frau Schlenker in das Lokal, und auch sie wurde mit dem Revolver bedroht. Sie begann jedoch laut zu schreien, so daß die Räuber die Flucht ergriffen. Nach einer aufsehenerregenden Jagd wurde Franz Spieß verhaftet. Karl Spieß konnte entkommen. Er machte dann auf eigene Faust noch einen Ranbüberfall ans den Bankier Spengler, der jedoch mißlang und auf den Schriftsteller Dr. Pre h a u s e r, bei dem er 7 Schilling erbeutete. Karl Spieß wurde dann in St. Peter verhaftet. Beide Angeklagte sind geständig, behaupten jedoch, daß sie niemanden durch die Schüsse verletzen wollten. Beide sind bereits oftmals, schon seit ihrer frühesten Jugend vorbestraft. Auf eme Frage des Vorsitzenden, ob es nicht doch möglich gewesen wäre, daß sie von ihrer Berbrecherlaufbahn ließen, antwortete Karl Spieß: „Solange die derzeitigen sozialen Verhältnisse existieren, ist es für einen einmal Vorbestraftei: nicht möglich, Arbeit zu finden, und er muß immer und immer wieder zum Verbrecher werden." Es wurden sodann eingehend die einzelnen Raubsakten erörtert. Das Urteil dürfte heute gefällt werden. Ser neue SbeMchter für Palästina. Ieru salcm, 30. Mai. (I. %. 31.) Der ueuccnanute Obcrrichtcr für Palästina, Michael Franc iS v ' h Mac Donnell, ist vor kurzem in Palästina :: : hat sein Amt angetreten. Palästina im internationalen Vertragssystem. Alts Jerusalem wird uns geschrieben: Wie das „Conunercial Bullcrin" vom 1. Mai berichtet, sind die Bestimmungen des Ausliefern ngsvertrages zwischen Großbritannien und Finnland vom 30. März 1924 auf Palästina ausgedehnt worden. Diese .Verordnung ist am Sb. November 1986 in Kraft getreten. 3 VOLKSWIRTSCHAFT Sie Kontroverse 86er Die Wiener Anleihe. Die ii: unserer Sonntagsimnuner veröffentlichten Mitteilungen über den Stand der Anlecheverlhandlungen der Gen:eiude Wien wurden gestern von einer dem Rathaufe nahestehenden Seite vollinhaltlich bestätigt. Die Schweizer Bankiersvereinigung hat sich an die Bereinigung der amerikanischen Jnvestierungsbcmken gewendet und von dieser ein Gutachten dahin erwirkt, daß den ausländischen Inhaber:: der Titres der Wiener Jnvestitionsanleihe 1902 das Recht auf Vollvalorisierung zustehe. Demgegenüber steht die Gemeinde Wien auf dem Standpunkt, daß mit den Schweizern ebenso wie mit den holländischen und französischen Gläubigern im Jahre 1923 ein Abkommen über eine Teilvalorisierung in französischen Francs getroffen worden sei, daß nicht einseitig geändert werden könne. Es wird ferner erKärt, wenn der neuen ’äuS'tanbSanleifje durch Mache nschafwn der Schweizer allzu große S ch w i e r i g k e i t e n bereitet werden sollten, werde sie eben unterbleiben, da sich die Gemeinde Wien nichts erpressen lasse. So anfechtbar der Standpunkt der Schweizer Gläubiger sein mag, die von einem Vertrag Zurücktreten wollen, da ihre Hoffnungen auf eine Wertsteigerung des französischen Franc nicht in Erfüllung gingen, so wenig haltbar wäre die Auffassung der Anleihewerberin, die Anleihepläne zurückzustellen. Die Zeche soll wieder einmal der i n l ä n-. difche Steuerträger bezahlen, weil die Schuldnerin — die Gemeinde Wien — mit ihren Auslandsgläubigern der Jnvestitionsanleihe 1902 nicht ins Reine kommen kann. Daß auf die inländischen Mäubiger der Jnvestitionsanleihe 1902 überhaupt keiue Rücksicht zu -nehmen ist, betrachtet man bei der ganzen Kontroverse als selbstverständlich: sie sind längst dem Moloch der Kronenentwer-. tung geopfert worden, jetzt soll nun auch der Steuerträger, dem die neue Anleihe einige Erleichtern,^ bringen möchte, dieser Erleichterung entsagen, weil sich die Auslandsgläubiger störrisch zeigen. Sie Wiener Handelskammer gegen die Handelsfreiheit. Unter dem Vorsitze des Präsidenten Friedrich Tilgn e r hielt die Kammer siir Handel, Gewerbe und Industrie am 30. Mai eine Vollversammlung ab, in der der Vorsitzende auf die seit der letzten Vollversammlung erfolgte Konstituierung des Nationätrates, sowie auf die Weltwirtschaftskonferenz in Genf zu sprechen kam. Die Regierung habe den Wiederaufbau unserer Wirtschaft mit Recht als Ihre erste und vornehmste Aufgabe bezeichnet; von den Ergebnissen der Weltwirtschaftskonferenz dürfte man jedoch unmittelbare Ergebnisse auf unsere Wirtschaft in kurzer Zeit nicht evtvartei:, wenn man berücksichtigt, daß ein hervorragender europäischer Handelspolitiker in seinem Referate aus dieser Konferenz den Zeitraum, welcher erforderlich sein dürste, die Mkehr Europas von dem Protektionistnus zu bewerkstelligen, auf 10, 16, vielleicht sogar 20 ßahre geschätzt hat.' In eindringlicher Weise setzte nun Präsident Tilgner fort: Meine sehr geehrter Herren! Darauf kann und wird hie österreichische Wirtschaft, die man von ihrem natürlichen Worischen Absatzgebiet ausgesperrt hat, nicht Ivarten. Es genügt uns nicht, daß man bei paffenden Gelegenheiten im Ausland immer wieder die Widerstandskraft nnd die Lebensfähigkeit unserer Wirtschaft bewunden: m sollen glaubt. Mit Worten und Versprech:u:gei: auf lange Sicht kann unserer Wirtschaft nicht neues Leben eingehaucht werden. Bei der derzeitigen handelspolitischen Einstellung Europas wird der Wiederaufbau unserer Wirtschaft mit den normalen Mitteln der Handelspolitik nicht erreicht werde::. Wenn Europa zaudert, den Weg zu betreten, der beschritten werden muß, mn unseren Kontinent von der Krankheit des Protektionismus, von welcher er befallen worden ist, zu heilen, fo werden wir unsere Handelspolitik neu orientieren müssen, um unsere Wirtschaft aus der Vereinsamung herauszuführen, in welche sie gegen ihren besseren Willen geraten ist. Wir wissen, wenn wir diese Forderung vertreten, daß wir die Landwirtschaft, deren Schicksal mit dem unfrigen auf Gedeih :md Verberben verknüpft ist, dabei > •' an unserer Seite finden und wir werden danach zu handeln wissen. Es gelangte hierauf ein vom Kammersekretär Regierungsrat Dr. Becker vertretener Bericht des Justizausschusses zur Verhandlung, desser: Antrag dahin ging, an die Bundesregierung das Ersuchen zu richten, daß eine sondergesetzliche Regelung des Registerpfandrechtes an Kraftfahrzeugen, und sowohl an Automobilen als auch an Motorrädern in die Wege geleitet werde. Der Bericht dos Justizausschusses wurde zum Beschlüsse erhöhen. Anhaltende Ruhe auf den Devisenmärkten. Bei geringen Umsätzen verzeichnete Mailand einen Kurs von 22.371/2 bis 28.40, Bukarest von 3.13i/s bis 3.141/s, Madrid gleichfalls wenig verändert, Pfunde Madrid 27.60. Tagung der Österreich,ischrn Kaufmannschaft in Klagensurt. Die Vertreter der dem Haupkverband der österreichischen Kaufmannschaft angehörenden kaufmännischen Körperschaften Oesterreichs werden zur Beratung wichtiger, die aarn geklagt werden, falls sie in Ungarn eine Fivkald d. I. zum 6. ordentlichen Ver'öanbstag des Hauptverrbandes in Klagenfurt zusammentreten. Vor dem Abschluß der polnisch-amerikanischen Anleiheverhandlungen. Die seit längerer Zeit in Schwebe stehenden Polnisch-amerikanischen Anleiheverhandlungen stehen, wie aus Warschau gemeldet wird, vor dem unmittelbaren Abschluß. Der Direktor des Geldverkehrsdepartements des polnischen Finanzministeriums Dr. Baranowski ist aus Paris nach Warschau zurückgekehrt. Gleichzeitig traf auch der Rechtsvertreter des amerikanischen Anleihekonsortiums sowie zwei Beamte desselben in Warschau ein. Anfang nächster Woche treffen in Warschau die Vertreter des Konsortiums M 0 n n e t und Croß ein, worauf der Anleihevertrag definitiv festgesetzt werden soll. Die Verzinsung der Anleihe wird zu 7 oder 7% Prozent berechnet werden. Die Unterfertigung des Anleihevertrages dürfte noch im Laufe dieser Woche in Warschau oder Paris erfolgen. Insolvenzen. Ueber die Firma Daniel Ob erbaue r, Alleininhaver Otto Stix, 7. Bez., Zollerlasse 9-11, wurde der Konkurs verhängt. — D' Ausgleichsverfahren wurde eröffnet gegen' die Firma Si. 0 erstein u. Co., Handel mit Autozugehör, Inhaber Richard Silberstein, 1. Bez., Domtnikanerbastei 22. Aktiven 84.000 S., Passiven 197.439 Schilling. Anbot 35 Prozent in acht Monatsraten. — F. Kaliwoda u. Sohn, 3. Bez., Hetzgasse 27; Gerne rbeaenossenschaftskasse reg. Gen. m. b. H., 1. Bez., Zedlitzgasse 8; Alfred Frömel, 10. Bez., Atzingergasse 34; Artur Probst, 9. Bez., Rögergasse 22; Otch und Marie Grundier, Hausbesitzer, 1. Bez.. Dorotheergasse 3; Willi Leder, Kaufmann in Wr.-Neustadt; Barbara Zenker, Spielwarenhändlerin in Hirtenberg 102. Zwangsversteigerungen. Beim Exekutionsgericht Wien, Mt. V, Zimmer 4, am 16. Juli, vorm. 10 Uhr, Haus/ 2. Bez., Josef Gall-Gasse 8. — Beim Bezirksgericht Hietzing, Abt. V, Zimmer 6, am 11. Juli, vorm, halb 10 Wr. Versteigerung des Hauses 13. Bez., Eltzlergasse 22. Geringstes Gebot 185.900 S. — Beim Bezirksgericht Fünfhaus. Zimmer 11, 2. Stock, am 8. Juli, vorn:. 11 Uhr, dreistöckiges Wohnhaus, 14, Bez., Beckmanngasse 43. Geringstes Gebot , «XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX)« KUJB RADIKALER ZIONISTEN. Morgen Mittwoch, den 1. Juni, halb 9 Uhr abends, h» Cafe Atlashof, I., Aspernplatz (iKIublokal), Versammlung Tagesordnung: „Die gegenwärtige zionistische Lage/* „Der kommende Kongress.“ Referenten: Oberbaurat R. Stricker — Dr. L. Phsschkes. OOOQOQOOOOOOOOOOOQOOOOOOOQOOOOCOOOOOOO 7200 S. — Fahrnisse: Am 1. Juni 1927: nachm, halb 5 Uhr, 6. Bez., Linke Wrenzcilc 24, Biktualien, Motorrad ustvi; nachm. 6 Uhr, 4. Bez., Naschmarkt, Stand 611, Viktnalten, Geschäftseinrichtung, Waage usm, und nachm. halb 6 Uhr, 5. Bez., Margaretenstraße 52, Wohnungseinrichtung, Klavier ufw.; nachm. 6 Uhr, 10. Bez., Lccbgasse 4-6, Wer^kzeugschleistnaschine, etfemc Kasse, Bureaueinrichtung ufw'.; nachm. 6 Uhr, 19. Bez., Heiligenstädter Straße 168, Geschäftsauto usw. Diese Gegenstände können je eine halbe Stunde vor Begirm der Versteigerungen in der: oben bezeichneten Häusern besichtigt werden. Zuständigkeit ungarischer Gerichte für vormals ungarische Firmen. Solche Firmen, die durch den Vertrag von Trianon zu ausländischen geworden sind, können in Ungarn geklagt tverden, falls sie in Ullgarn eine Feleale haben. Die Filialen sind vom ungarischen Register nicht zu streichen, ihre frikherc Bezcichnltng bleibt weiter erhalten, sie gelten als inländische ungarische Filialen und werden vor ungarischen Gerichten geklagt. . „Mischer rr/taafla" (Zeitschrift für Palästinaindustrke und -Handel). Die Nummer 8 vom 10. Mai ist erschienen. Inhalt: Monatsbericht — Haiimseum l Dozercth Haaratez — Die Möglichkeiten der Textilindustrie in Palästina, von I. Roscll — Die Textilindustrie in Tel Arviw, vor: Ben Israel — Die Fortschritte in dem Frucht- und Gemüfebau, von U. Feldmann — Der Frnchthandel zwischen Serien und Aegypten, von E. Achard — Die Touristik in Tel Awiio, von Bar-Safra — Unsere Leser: Der Orangenhandel — Wirtschaftschronik: Handel und Industrie — Land-- iwirtschast — Arbeit — Ban — Finanzen. Wiener. Börse. Geschäftslos. Der gestrige Verkehr hielt sich in sehr engen Grenzen. Tschechoslowakische Papiere gaben im Kurse etwas nach, ungarische Papiere nahmen dagegen e:nen Anlauf zur Besserung, ohne daß'die Umsätze wesentlich zugenommen hätten. Im großen und ganzen zeigte die Börse eine große Widerstandsfähigkert und es kam ihr insbesondere auch der Umstand zustatten, daß die Berll.ner Börse gestern ein ruhiges Gepräge auswies. Der Schluß stand im Zeichen hochgradiger Geschaftsstill«. Bemerkenswert war die Ab'schwächung der Alpine- Montan-Aktie, von der es bereits feststeht, daß auch für das Jahr 1666 keine Dividende zur Ausschüttung gelangen wird. Für Heinrichsthaler Aktien zeigte sich im Zusammenhänge mit Meldungen, daß deren Einführung an der Prager Börse bevorstehe, einiges Interesse. Der Anlagemarkt verharrte in der gewohnten Geschäftslosigke'.t. Eisenbahn-Obligo ti 0 neu bröckelten zumeist wieder ab. Kassakurse: Kompaß 1, Merkurbank 6.40, Unionbank 6.60, Bankverein 34.30, Bankverein Anteilscheine 8.55, Bodenkrevit 135.50, Pester Kommerzial 162, Oesterr. Kredit 76, Ungar. Kredit 115.10, Anglobank 7.20, Niederösterr. Eskompte 25.90, Nationalbank 248, Staatsbahn 39.60, Port!. Zement 51.50, Univers. Bau 12.25, Reininghaus 169.50, A. E. G. Union 7.35, Siemens 24.80, Der. Elektr. 51, Entmann 36, Körner-Werke —.87, Hotel Continental 31, Steir. Magnesit 75.50, Ungar, allgem. Kohlen 836, Brunner Masch. 9.70, Heid Masch. 1.66, Felten 55.75, Kabel Draht 26, Waffen 31.66, Styria 16.10, Ungar. Wagg. 97.60, Fanto Genf 9.40, Gal. Karpathen 33.40, Tarbouches 105, Wiener Messe 1.17, Oesterr. Eisenbahnverk. 66.50, Semperit 18.85. Quoten: Franz-Josefsbahn-Schuld 2.41r Franz-Josefsbahn-Prior. 3.90, Norivbahn-Prior. 1887 1.75, Norvwostbahn- Prior. Itt. A —.42. In: Stellagenverkehr notierten per Ultimo, Juni: Ocst.'rreichische Kredit 16 bis 18, Staatsbahn 10 bis 12, Alpine 10 bis 12, diima 30 bis 33, Salgo 24 bis 27; per Ultimo Juli: Oesterreichische Kredit 23 bis 26, Staatsbahn 14 bis 16, Alpine 14 bis 16, Rinm 38 bis 42, Salgo 32 bis 36. Exoten: Mrazniea 2.40. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Wie gewöhnlick; zu Wochenveginn war der Markt sehr reserviert. Die Tendenz blieb in allen Artikeln unveräirdert. Die, amtlichen Notierungen behielten den Stand der Vorwoche. Wiener VichmäMe. Rindermarkt. Auftrieb: 2571 Mastrinder und 637 Stlick Beinlvkch. Ochse,: 1.20—1.85, Stiere 1.20-1.66, Kühe 1.20-1.65, Beinlvich 0.60—1.1» das Kilo Lebendgewicht. Ruhiger Verkehr. Stiere und Beinlvich um 10 Groschen teurer. Ausländische Börsen. Berlin: Zu Beginn erfolgten nock; einige Glattsteuungen, so daß die KurSbildung uneinheitlich war. Elektrowerte und chemische Aktien, besonders Farbenindustrie, lagen fester^ Glanzstoff setzten über 30 Prozent, Bemberg iiber 20 Pwzent höher ein. Bezüglich des Interesses für die beiden letzten Papiere, das ÄbrigenS auch auf Zellstoff Waldhof Übergriff, verwies man auf verschiedene Meldungen über die Ausdehnung der internationalen Kunstseidenvereinigung und die Gründung der Tochtergesellschaft der Glanzstofstoerke in Amerika. Im Verlauf bekundete die Börse gute Widerstandskraft, doch blieb das Geschäft belanglos. Am Geldtiinrkt verstärkte sich die Nachfrage für Taggeld, so daß der Satz htefür mit 51/2—71/2 Prozent genannt wurde. Das kaum erhältliche Monatsgeld bedang wie bisher 7^—81/3 Prozent und Gerd einige Tage Mer Ultimo 7—9 Prozent. Der Prlvatdiskvnt

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