Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1927-05-18 · Heft 2953 (18.5.1927) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2953 (18.5.1927)
Date
1927-05-18
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2979076-2981905-2982041--30076-3018264
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sekte 8 Wien, Mittwoch Wiener Morgenzettung 16. Mai 1927 Nr. SKK fah r t s d i e n st e s erfolgen; in dieser Hinsicht sei nun im abgelaufenLN Jahre von seiten der Tonan-Tarnpfschjsfahtts-Gesellschaft durch Vereinbarungen mit ihr na!'> stehenden Sä>ifft.hrtsgesellschaften eilt bedeutender Schritt nach vorwärts getan worden. Der vargclcgte Bericht über das Geschäftsjahr 1926, mit dem wir uns bereits eingehend beschäftigt haben, wurde von der Generalversammlung ejnstimmmig genehmigt. In der Debatte regte Aktionär Hofsmann an, den Interessen der kleinen Aktionäre dadurch entgegcnzukommen, daß statt auf je hundert Aktien bereits auf je zehn Aktien eine Stimme entfällt; dje Anregnng wird von der Administration geprüft werden. Gemäß dem Antrag der Verwaltung beschloß die Generalversammlung, von dem ausgewiesenen Reingewinn per Schilling 2,066.029.24 nach statutenmäßiger Dotierung des Reservefonds und Abzug der Tantieme der Administration eine Dividende von 6 Schilling pro Aktie (im Vorjahr 4 Schilling) zur Ausschüttung zu bringen; der Dividendenkupon gelangt ab 1. Juni zur Einlösung. 300.000 Schilling wurden einem Speztalreservefonds zugetoiesen und Schilling 82.002.08 sowie der Gewinnvortrag aus dem Jahre 1925 per Schilling 382.547.55 auf neue Rechnung vorgetragen. Die Generalversammlung genehmigte ferner den Vergleich der Gesellschaft mit den Markpriorit Liren, nach dem die Schuldverschreibungen für je 400 Mark in solche zu 50 Schilling nmgewandelt werden. Ferner hat die Generalversammlung der Administration d-ie Ermächtigung erteilt, behufs Liquidierung der schwebenden Schuld eine Obligationenanleihe im Maximalbetrag von 15 Millionen Schilling zu begeben. Die statutenmäßig durch das Los zur Ausscheidung bestimmten Mitglieder der Administration, Vizepräsident Friedrich Czatary, Dr. Fritz Czedik und Ciecil Dillen, wurden einstimmig mit vierjähriger Funktjonsdaue« wiedergewählt und ftw ein vakantes Mandat in -er Administration Hofrat Albert Frankfurter ^S?Tot)b Triestine) neugewWt. Darlehen zur Bekämpfung der Arbelrlofigkett ln Pole«. Aus Warschau wird berichtet: Der Minister für Arbeit und soziale Fürsorge hat im Einvernehmen mit den. Ministern für Finanzen, innere Angelegenheiten, Handel WÄ Industrie sowie öfsenckiche Arbeiten eine Verfügung erlassen, welche besagt, daß Arbeitgebern für die Beschäftigung von Arbeitslosen Darlehen gewährt werden können; in Betracht kommen hierbei nur Arbeitslose, welche Beihilfen aus staatlichen Mitteln beziehen. Darlehen können gewährt tvechen: a) Kommunalverhänden oder einzelnen Betriben zum Bau von Häusern wirtschaftlichen Typs, zur Durchführung von Wege-, Meliorations- Und Kanalarbeiten sowie solchen, dis zur Erschießung von Rohstoffen bestimmt sind, desgleichen b) im Betriebe bestwdlichen Anlagen, in denen mindestens 75 A rbeiter beschäftigt sind, zur Erhöhung des'Beschäftigungsstandes Um wenigstens 25 Prozent. Die Verzinsung des Darlehens, das im( Laufe von sechs Fahren zurückzuzahlen ist, erfolgt nlit 6 Prozent. Die besagte Verfügung wird noch durch eine Instruktion ergänzt werden, worauf die Entgegennahme der Gesuche erfolgen wird. Englische Kredite für die Elettrisiriernng PMftinnr. Wie die Londoner „Jewish Times" berichten, wird in einem Weißbuche des englischen Handelsmini Zeriums unter anderem darauf verwiesen, daß England ztvecks Schaffung besserer Handelsverbindungen Kredite von über 74 Millionen Pfund garantiert hat. Darunter befindet sich auch ein Kredit v o iq 200.000 Pfund für die Pale st ine Electric Corporation Ltd. für den Einkauf von Maschinell und Inventar für das hydro-elektrische Werk. E Der Werdegang der Kredltvereinrr der gentralsparkaffe der Gemeinde Wien. Ein für die Volkswirtschaft sehr wichtiger Geschäftszweig der Ze ntralsparkaffe der Gemeinde Wien, die die größte österreichische Sparkasse ist, ist die Gewährung von Kreditvereinskrediten. Während die Kredit- Vereinskredite Ende ltzS4 an Gewerbetreibende 2,207.000 Schilling ausmachten, erreichten sie 1086 die Höhe von 8,890.000 Schilling und stiegen Ende 19S6 aus 15,366.000 Schilling. Ebenso ist die Zahl der Gewerbetreibenden, die durch den Kredit verein der Zentralspavkasse billige Kredite erhielten, gestiegen. Ende 19S1 betrug die Zahl der Gewerbetreibenden 1559 und am 1. Jänner dieses Jahres waren es bereits 3682, di« durch den Kreditverein der Zentralfparkasse Kredit« erhielten. Die gesamte Kreditsumme hat sich seit dem Jahre 1914 vervierfacht. Mit Zustimmung des Gemeinderates wirb die Maximabkreditsumme aus 40.000 Schilling erhöht, was eine neuerliche Steigerung der Geschäftstätigkeit des KredidvereineS zur Folge haben wich. Der Zinssatz wurde für alle Geschäftszweige mit 6 Prozent festgesetzt. Ne'benspesen irgend, welcher Art werden nicht berechnet. Mit besonderem Nachdruck sei daraus hingewiesen, daß sich kein Kreditwerber bei der Einreichung eines Vermittlerbedienen braucht. Alle Krevilanfuchen werden vom Kredikverein der Zentralspartasse genau in der Reihenfolge ihre- Einlange ns erledigt. Jede Vermittlung erhöht natürlich die Kreditkosten, Uttd es muß daher streng darauf Bedacht genommen werden, die gänzlich überflüssigen Anbote von Vermittlern ab zu lehnen. Kredilwerber -chützen ihr eigenes Interesse, wenn sie sich ausschließlich direkt an den Kreditverein wenden, der seine neuen Bureauräume in der Mariah eiferst rage 70 hat. Di« Lira steigt wieder. Nach dar matten Haltung der letzten Tage setzte sich gestern wieder eine AustvärtZbewchung der Lira durch, die in Zürich von 28.15 aus 28.45 anzog; nachbörslich wurden Notieruirgen bis 23.55 fostgestellt. Dementsprechend hat auch Devise Madrid etwas angezogen (bis 91.30). Der Leu lag dagegen bei 8.25 schtvächer. In den übrigen Zahlungsmitteln ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Der'Schilling notiert unverändert 79.1 TH. BrtriebsdeMt der Tschechoslowakischen Dommdampsschissfahrtsgescllschast. Aus Bratislava wird uns geschrieben: Der Verkehr der Dschechoslotvakifcher, Donaudainpfschifsahrtsgesellschaf' hat sich im vergangenen Jahre gesteigert. Auch die finanziellen Erträgnisse weisen gegenüber dem Vorjahre eine Besserung ans, obgleich sich die Gesellschaft der Detriebsgemeinschaft der Donauschiffahrtsgeselvschas ten nicht angeschlossen hatte. Die zusammengezogene Bilanz 1022—1924 schloß mit einem Verlust von über fünf Millionen tschechische Kronen» der sich Ende 1925 infolge von Mschreivungen auf 10.0 Millionen tschechische Kronen echöhte. Im abgelaufenen Jahre wurde auch ein Betriebsdefizit von rund 8H Millionen Hchechische Kronen ansgewiesen, wobei die Abschreibungen 4.88 Mill'.onen tschechische Kronen betrugen. Gin einheitlicher Jnbustrieklcnverband tn der Tschechoslowakei. Aus Prag wirb gemeldet: Die Verhandlungen füber die Bildung des Reichsverbandes der Industriellen sin der Tschechoslowakei sind beendet, so daß es zur formellen Konstituierung dieser Zentralorganisarion der Industriellen in der tschechoslowakischen Republik ohne Unterschied der Nation schon tn absehbarer Zeit kommen wird. Zum Präsidenten des ReichSvervandes wird entweder der ivberdircktor der Zkvnostenska Banka Dr. Preis oder der gewesene Handelsminister Ing. No Vak gewählt werden. Die Bizepräsidentenstelle wird wahrscheinlich dem DjreLtor her Mttkowiher Eftenwerke Dr. Sonnenschein itvcrtragen werden. Einführung einer ständigen Vermögenssteuer in Polen? Aus Warschau wird gemeldet: Der Finanzrat arbeitet gegenwärtig an einem Gesetzentwürfe zur Einführung einer ständigen Vermögenssteuer, demzufolge von allen beweglichen und unbeweglichen Vermögen über 10.600 Zloty eine Vermögenssteuer von einem halben Prozent eingehoven werden soll. Ein polnisches Zwangskohlensyndikat. Aus Warschau wird uns berichtet: In den letzten Tagen fand hier eine Reihe von Konferenzen statt, di« sich mit oberschlestschen Fragen beschäftigten. In einer Koblerckonferenz wurde die Aufrechterhaltung der Konlenkonvention beschlossen. Mit Rücksicht darauf, daß infolge des Austrittes einiger Kohlengruben Schwierigkeiten in Vieser Richtung bestehen, wurde der Beschluß gefaßt, im Verordnungswege em Zwangssyndikat ins Loben zu rufen. Die wachse»rden Götreideimporto nach Polen. Aus Warschau wird berichtet: Der Import von Getreide u,rd Mehl nach Polen wird gegenwärtig aus eine Million Zloty täglich geschätzt. Größere Roggentransporte kommen aus Soivjetrußland. Weizen wird aus Kanada und den Bereinigten Staaten eingeführt. Sehr stark ist auch die Einfuhr von amerikanischem Weizenmehl. Riesen-Jnsolvenzzifsern in Amerika. Wie im Dkn-Bericht von Barclays Bank mitgeteilt wich, wurden während der ersten drei Monate des laufenden Jahres aus den Vereinigten Staaten 5988 Insolvenzen gemeldet, deren Passiven sich insgesamt auf zirka 238 Millionen Dollar belaufen. Die Zahl der Insolvenzen ist die größte, die seit dem Jahre 1922 ve^eichnet wurde, und außer im Jahre 1924 waren die Passiven niemals auf solcher Höhe. Unter den Zahlungseinstellungen ivährend des ersten Quartals befinden sich 174 Ban-kfirmen mit Passiven von zirka 60 Millionen Dollar. Bor der Einführung des metrischen Systems in.Palästina. Wie „Mischar Wetaasial/ berichtet, bereitet die palästinensische Regierung tue Emführung des Metermaß-Systems in Palästina vor, utt'b zwar sowohl als Längen- und als Flächenmaß wie auch als Gewichtsmaß. Es wird erwartet, daß die Verordnung noch vor Ende des laufenden Jahres herauskommen wich. Der palästinensische Omngenmarkt. Nach dem Referat des Agronomen Jaspe in der Agronomenvereinigung von Del Awiw hat die diesjährige Orangenernte einen Ertrag von etwa zwei Millionen Kisten ergeben; davon sind zirka 500.000 Kisten, also ungefähr ein Viertel, von Mischen Pflanzungen. Sobald die neuer: Pflanzungen Frücht« tragen werden, wird der Ertrag elwa vier Millionen Küsten erreichen, für die, da auch außerhalb Palästinas der Orangenanbau vermehrt wurde, rechtzeitig neue Märkte gefundeu werden müssen. Ferner muß für Verbesserung der Verpackung gesorgt werden, durch die Absatz und Preise beeinflußt werden. Da sich der Orangenhaudel in den Händen unverantwortlicher arabischer Spekulanten befindet und dadurch großen Schaden erleidet, müssen die jüdischen Berkaussorgani'satüonen, vor allem die Gesellschaft „Parves", gestärkt werden. Die Touristennummer von „Palestine and Near East Eeonomic Magazine" (irr englischer Sprache im Verlag der palästinenstschen Wirtschaftszeitschrift „Mischar Wetaasiah" in Tel Awiw herausgegeben) ist ein umfangreiches, mit mehr als 200 Illustrationen versehenes Heft, in dem das Palästina der Vergangenheit und Gegenwart von berufenen Kennern des Landes, darunter berühmten Vertretern der Gebiete Wissenschaft, Politik, Wirtschaft« Kunst usw., plastisch dargestellt wird. Unter anderem enthält das Heft Aufsätze von Sir Herbert Samuel, dem früheren Oberkommissär von Palästina, von denl bekannten englischen Industriellen Sir Alfred M o n d, von Colonel Kijh, dem berühmten Mischen Gelehrten Professor Klausner, dem Kolonisationspraktcker Dr. Artur Nuppin, dem Pazifisten Generalmajor Dr. Schönaich, dem Folkloristen Ar. T. Canaan. ferner vom anglikanischen Bischof von Jerusalem M a c I n n e s u. v. a. Die Bedeutung Palästinas für die Religionen, die Wirttchast und die Kulturgeschichte der Menschheit wird in diesen Aussätzen scharf Umrissen. Eine Übersicht über die Veriehrsverhältnme und Verkehrsmittel des Landes (Eisenbahn- und SchüfsSveroindungen sowie Fahrpreise) ergänzt das Heft praktische Die palästinensische Bauaenossenschaft „Solel Boneh" hat im März d. I. Arbeiten im Betrage von 16.040 ägypt. Pfund durchgeführt. Der „Solel Bpneh" hat jetzt verschiedene Kontrakte im Betrage von 67.723 Pfund in Händen, wovon Kontrakte in der Höhe von 3096 Pfund im Monate Mävz abgeschlossen wurden. Die meisten dieser Arbeiten betreffen Jerusalem und die Borstädte voir Tel Awiw. Die Regierung-- und Munizipal« arbeiten betressen insgesamt nicht mehr als 1000 Pfund. Im Monate März waren im „Solel Boneh" 1670 Arbeiter beschäftigt. Wiener Börse. Ungleichmäßig. Die Börse erüffnete bei geringem Geschäft« schwacher, besonders im Hinblick aus die schwächeren Meldungen aus Berlin; doch hatten diese im tveiteren Verlaufe keinen nennenHvetten Einfluß auf die Stimmung, die sich später zum großen Teil besserte. Die ösierreichischen und tschocho slowakischen Wert« konnten ihre anfänglichen Kurseinbuhcn zumeist wieder einbringsn, dagcgcn lagen die ungarischen Papiere andauernd schwach, wozu unter anderem auch die Meldungen über den Zusammenbruch dreier Budapester Börsenfirmen beitrugen. Der Börsenschluß war uneinheitlich: die ungarischen Werte und StaatSbahnaktien gaben nach, tschechoslowakische Werte, Lombardei:, Felten, Petroleumtverte zogen an. Geld war zu 51/z Prozent angeboten. Auf dem Anlagemarkte notierten Rudolfs-Bahn-Schuld 3 Schilling 17 Groschen und -Prioritäten 14 Schilling 30 Groschen, Elisabeth- Bahnj 1 23 Schilling, II 59 Schilling, 45 Schilling 30 Groschen, Oesterrcichische Eisenbahnanleihe 5 Schilling 63 Grofcheit. Exoten: Mraznica 2.50 bis 2.60. Quoten: 1887 Nordbahn-Prior. 1.85, Frnnz-IosePhsbahn- Prior. 8.90, Nordwestbahn-Prior. 2.10. iKassakurse: Bodcn-Credit 23.76, Unionbank 0.90, Berkehrsbank 3.75, Bankverein 36.95, Brit.-Ung. Bank 116.50, Oeslerr. Credit 80.25, Nied.-Oest. Escompte 27-75, Nationalbank 248.—, Nordbahn 1105.—, Staatsbahn 42.40, Perlnwoser 331.—, Upivprs. Bau 12.20, A. E. G. Uition 7.50, Linzer Elektr. 19.60, Nied.-Oest. Elektr. Wirtsch. —.85, Siemens 26.—, Stern u. Hafferl 20.70, Elin 42.25, Trifaifer 59.50, Steir. Magnesit 78.—, Flesch 11.50, Prager Eisen 29Q.—, Sunmeringcr 16.75, Waffen 6.90, Felten 57.50, Uirgar. Hofherc 26.15, Hutter u. Schrantz 41.75, Kabel Draht 26.—, Krupp 27.35, Rima 153.—, Waldheim-Eberle —,28, Karpathen 38.—, Cosmanos 78.—, Gerngroß 10.—, Eisenbahn Leih 39.—, Semperit 19.—. Wiener Warenbörse. Die gestrige Börse war bei sehr schtvachem Besuch lustlos. Zu Abschlüssen kam es nur in vereinzelten Fälle», wobei die Preise größtenteils die Höhe der VoMrse beibehielten. Von Kolonialwaren wurden nur die Notierungen für Pfeffer und P'imeut erhöht, jene für Reis ermäßigt. Pfeffer notierte S. 625 (-s- 5), Piment 610 (4- 20), ital. Glacereis 165 (-j- 3), Siam enäl. Schilling 24 (— 8) und Patnaiig engl. Schilling 33 (— 3). In Zucker ist die Zurückhaltung^ groß, nachdem die Anbaulschätzungen günstig lauten und man abwarten will, wie sich die Lage gestalten wird. Auch Kaffee liegt interesselos, vbwohl Rio-Sorten knapper geworden sind, jedoch ist das Ausgebot im großen und ganzen weit größer als die Nachfrage. Bon S ch w e : n efe tle n haben sich nordamerikanische Sorten befestigt und 'lautete die Forderung Dollar 31.75 (-f- 0.70), dagegen konnte mau ungarisches Schweinefett um 1 S, billiger, um S. 205 ab Budapest erhalten. Wiener Ware notiert unverändert S. 275. Von Chemikalien ist das Interesse für Schellack und Weiusteinfäure sowie auch für Leinöle am Weltmarkt leibhaft, hier kommt es fast zu keinem Geschäft. Trotzdem mußten die Preise im Einklang mit den Weltmarktnotierungen erhöht werden utt’b werten Schellack TN Orange S. 880 (-1- 40), Meinsteinsäure 560 (-s- 10), Leinöl 142 (-s- 3), Leinölfirnis 157 (-j- 3) per 100 Kilogramm. Textilien und Leder blieben unverändert. Von Rohle de r erhöhten l'ich Nindshäute um 5' Groschen auf S. 1.75 bis 1.85 und Kaibfelle um 10 Groschen auf S. 3.30 bis 3.40 per Kilogmmm. Zum öffentlichen Verkauf gelangen Donnerstag, den 19. d. M., 11 Uhr vormittags, 36 Stück zirka 670 Meter Schastvollstofse, verizollt, ab Wiener Lager, Vadium S. 500; um 12 Uhr zrvei Rund.strickmaWnen, Vadium S. 800; ferner 320 Meter Seidenstoffe, 175 Meter Schafwollstoffe, 18 Pakete Haitdiücher, Tischtücher und Servietten, tvansit Wien, Vadium 3. 600; dann 2560 Dutzewd Schuhmafchiuenmesser, Größe 8—11, 000 Stück Schuftechämmer, verzollt Wien, Vadium S. 200. Mldapester Getreideterminmarkt. Im Einklänge mit den billigeren amerikanischen Notierungen haben sich die Kurse erheblich ahgefchwächt. Nie Notierungen lauten in Pengü: Maiweizen 38-70, Okldherweizen 29.14, Augustroggen 23.48, Oktoberroggen 23.43. Mener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Die flaueren Berichte Amerikas und Budapests und hier KaufunAft bewirkten Ermattung des Verkehrs. Der Umsatz blieb sehr gering. Alte Maro hat den Preis nicht geändert und Hafer tendiert schwächer, dal die schlvimmenden Schlepper schon in Sicht sind. Rumänischer Hafer wurde unt 1/4 Schilling billiger, er stellte sich auf 84.25 bist 34.50 Schilling. Dia übrigcit Preise blieben unverändert. Mener Biehmärkte. Borsten v i e b mar 1 t. Au.fg«trk'ben lvurdeu: 9904 Fleischschweine, 6004 Fettschweine. Es notierten: Fleischschweine 1.85 bis 2.25, Fottschweine 1.90 bis 2.30 pro >tzila Lebendgewicht. Fleischschweine um 5 Groschen, FettschweiN« bet langsamem Abverkauf 10 Groschen billiger. —- Pferdemarkt: Auftrieb r GebrauchSpfer'oe '164, Schlächterpfevde 880, ans dem Schlachthaus 16 und aus der Koittumazabtetliung?33. Es notierten: Kutschpferde 600 bis 1200, leichte Zugpferds 800 bis 1200, schwere Zugpferde 600 bis 1400 pro Stück. Schlächter- Pferde Prima (Fohlen) 0.95 bis 1.10, Sekunda 0.75 bis 0.90, Bankvieh 0.60 bis 0.70, Wurstdich 0.30 bis 0.45 pro Kilo Lebendgewicht. Verkehr sehr lebhaft. AEArtige Börsen. Drag: Der Börse fohlte er'an sveMlen Motiven, welche die Tendenz nnv den Umfang der Geschäftes beftinnnt hätten. Daher bewegte sich der Verkehr bei fester Grllndstiimnung in rnhjgetl Bahnen nnd erreichte auf keinem Gebiet einen größeren Umfang. Jene Mette, in denen die Spekulation iveitere Käufe vornahm, besserten sich von Notierung zu Notiernitg, ivährend andere Papiere, in denen die kleine Klientel die bisherjgen Stejgcrungett für genügend erachtete, unter Realisationen zu leiden hatten. Die Haltung war daher für diese Mette schwach, doch hievten sich die Einbußen in engen Grenzen. Jin nieiteren «Verlauf konzentrictte sich die Umsahtätiakeit auf einige bevorzugte Papiere. Infolgedessen n-urde die Haltung der Börse vorteilbaft beeinflußt und es kam zu einer allgemeinen Befestigung. Die durchschnittlichen Besserungen veitnagen rund S Prozent und gehen nur ketten darMtzr

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.