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Wiener Morgenzeitung · 1927-05-06 · Heft 2941 (6.5.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2941 (6.5.1927)
Date
1927-05-06
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Wien, Freitag Wiener Morgenzettnng 6. Mai 1987 Bit, 2941 Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kulturgemeinde Bleu. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde hat beschlossen, fortich periodisch in der ,/W i e n e r M o r. genzeitung" imd in den Wochenschriften „Die Wahrheit" und „Jüdische Presse" solche Angelegenheiten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, welche für die Gemeindemitglieder von Interesse sind, amtlich zu verlautbaren. Der Kultusvorstand erwartet von dieser Neuerung eine Steigerung der Anteilnahme -er G e - meindemitglieder an jenen großen und wichtigen Aufgaben, welche der Kultusgemeinde obliegen und faßt eine Ausgestaltung dieser offiziellen Mitteilungen in der Weise ins Auge, daß dieselben auch in Angelegenheiten des Kultus, des Uuterrichtswesens und der Fürforgeaktionen der Gemeinde als zweckdienlicher Auskunstsbehelf gewertet werden können. Zunächst werden die Verlautbarungen z« Beginn eines jeden Monates vorgenommen werde». Wien, 3. Mai 1927. Der Borstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Aas der Plenarfitzaaa des Kultusvorstandes vom 27. April 1927- Im Anschlüsse an die Oeffenttiche Plenarsitzung, in welcher die Genehmigung des Pen sions «normales für die Angestellten, die Erledigung des Rechnungsabschlusses für das Vevwaltungsjähr 1926, die Beschlußfassung über die Zuwendung von S. 50.000.— für PalästrnaausLaugwecke und die Genehmigung der aus-Anlaß des Passahfestes mit einem Aufwande von S. 60.000 durchgeführten Hilfsaktionen erfolgte, fand eine vertrauliche Sitzung des Kultusvorstandes statt, in welcher konform den Anträgen der Fachkommissionen, bezw. des Vertreterkollegiums u. a. folgende Beschlüsse gefaßt wurden: Me Vergebung eines Betsaalanbaues an den Ottakringer Gemeindetempel an die Baufirma Oskar Dvhan wurde genehmigt und eine Reihe von Jnstandsetzuugsarbeiten in der Israelitischen Versorgungsanstalt, vn. Spitale der Kultusgemeinde und in verschiedenen Gemeirrdeobjökton im Rahmen der im Voranschläge vorgesehenen Ausgaben bewilligt. Zum Assistenten an der Chirurgischen Abteilung des SMales wurde Herr Dr. Hans Schnitzler bestellt. Herr Gemeinderabbiner Dr. I. T a g l i ch t wurde o!§ Mitglied in die „Historische Kommission der Israelitischen Kultusgemeinde" kooptiert. Me Instandsetzung von Grabsteinen am alten WLhringer Frietchose mit einem Kostenauswande von S. 3255.— wurde bewilligt. An 12 Bet Haus vereine wurden Subvenr i o n e n im Gesamtbeträge von S. 38.500.—, an 38 Lehranstalten und Vereine für Unterrichtsszwecke S. 124.087.— und an 35 Für sorgevereine und Anstalten S. 36.470.— für das Jahr 1927 -verkannt. In die Bezirkskommiission für den 3. und 11. Bezirk wurde Herr Dr. Eduavd Dubsky berufen, ferner wurden zu Mitgliedern der Bezirkskommission für den 4., 5. und 10. Bezirk die Herren Vßktor Knie, Max Strauß, Artur Holzer und Mayer Schreier ernannt. Es gelangten schließlich Steuerrekurse und Personalaugelegenheiten zur Erledigung. ßrneuernng des Mietverhüttniffer der Tempelfitze ia den Semeindebettzfinser« Stadt und Leopoldftadt. Die Erneuerung des Mietverhältnlsses der Tcmpelsitze hat bis l ä n g st e n s 31. M a i e i n e s j e d e n I a hr e s zu erfolgen. Die Parteien werden dringendst ersucht, diesen Termin genau einzuhaltem, da jene Tempelsitze, die bis dahin nicht bezahlt sind, ohne weitere vorherige Verständigung anderweitig vergeben werden. Bei Nichteinhaltung dieses Termines ist eine weitere Reklamation unzulässig. Dem Inhaber eines Tempelsitzes steht im Falle der Auflassung desselben keine Jngerenz bezüglich der Weitervergebung zu. Der Eintritt in den Tempel an den hohen Festtagen i st in u r gegen Vorweisung der Eintrittskarte gestattet. Betsttzkarten sind an der Hauptkaffe, Wien, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 1. Stock) während der Amtsstunden von 9 bis 1 Uhr erhältlich. Ae Iugend-Gottesdieufte für Volks-. Bürger-. Mittelschüler «ad -Schülerinneu lm Maate Mal. Die Jugendgottesdienste finden am 7., 14., 21. und 28. Mai in folgenden Synagogen statt: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2, Bez., Tempelgasse 3, 6. Bez., Siebenbrunnengasse 1 a, 6. Bez., Schmalzhofgasie 3, 8. Bez., Neudeggergasse 12, 9. Bez., Müllnergasse 21, 10. Bez., Hum'boldtgasse 27, 15. Bez., Turnergasse 22, 16. Boz., Hubergasse 8, 18. Bez., Schopenhauerstraße 39, 19. Bez., Dos? linergasse 3, 20. Bez., Kluckygasse 11 umd 21. Bez., Holzmeistergasse 12. Beginn 3 Uhr nachmittags. Biblkothek der Israelitischen Kuitusgemeinde Wie«. 2. Bez., Ferdinandstrabe 23. Me Leseräume der Gemeindebibliothek sind an den Tagen: Montag bis einschließlich Donnerstag von 2 bis 8 Uhr nachmittags, Freitag von 8 Uhr früh bis 2 Uhr nachmittags, Sonntag von 8 Uhr früh bis 1 Uhr nachmittags geöffnet. Die Entlehnung von Büchern aus der Gemeindobibliochek kann an den Tagen Montag bis Donnerstag nur in der Zeit zwischen 4 und 6 Uhr nachmittags, am Freitag und Sonntag nur zwischen 10 und 12 Uhr vormittags erfolgen. Rituelles Bad lMikwah) der Fsraelktifchea Kuitusgemeinde Wien. 2. Bez.. Floßgasse 14. Bis aus weiteres sind die Benützungsstunden für das rituelle Bad wie folgt festgesetzt: Frauenbad: Sonntag bis Donnerstag nachmittags von 2 bis halb 9 Uhr, Freitag von 2 Uhr nachmittags bis zur eintretenden Dunkelheit. Männerbad: Täglich von 6 bis 10 Uhr vormittags. Im Sinne der Bestimmungen Anhang 3 des StaiakLs der Israelitischen. Kultusgemeinde Wien (Tarif für Wgaben, Taxen und Gebühren) werdendie Gebühren für die Benützung der rituellen Badeanstalt (Miklvah/ ab 1. Weil 1927 bis auf weiteres wie folgt festgesetzt: A. Frauenbad: 1. Klasse S. 3.—, 2. Klasie S. 2.50, 3, Klasie S. 2.—. B. Männerbad: 1. Klasse: Dusche, Tauchbad, Wäsche, S. —.80, 2. Klasse: Dusche, Tauchbad ohne Wäsche S. —.50, Kaltes Tauchbad ohne Wäsche S. —.20. Unbemittelten wird die unsntgeltliche Benützung der rituellen Badeanstalt über Einschreiten bewilligt. Geflügel-Schlachtlokal der Israelitischea Kallasgemelade. Zur Vornahme der rituellen Schlachtung von Geflügel durch die seitens des chvw. Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde hiezu autorisierten Schächter der Kultusgemeinde besteht im 2. B ez.. Im Word 3 (Karmeliterplatz), ein eigenes Geflügelschlachtlokal. Die Gcmeindemitglieder werden auf diesen Umstand mit dem Hinweise aufmerksam gemacht, daß seitens des ehrw. Rabbinates der Israelitischen Kultusgemcimde Wien für das Kaschruth der Geflügelschlachtung nur in jenen Fällen, in welchen dieselbe durch vom Rabbinate autorisierte Organe vorgenommen wird, die Verantwortung übernommen werden kann. Verpflegsgebühren km Spttale der Ifraelttkschen Kultusgemeinde Wien. 18. Bezirk. Wöhrlnger Gürtel 97. Bis auf iveiteres sind die Verpflegsgebühren für Klasscnpatienten im Spitale der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wie folgt festgesetzt: 1. Klasie (einbettiges Zimmer) S. 22.— pro Tag, 2. Klasie (zweibettiges Zimmer) S. 15.— Pro Tag. Mittelstandsabteilung (dreibettiges Zimmer) S. 13.50 pro Tag. Mittelstamdsabterlung (vierbettiges Zimmer) S. 12.50 pro Dag. 3. Klaffe S. 8.50 pvo Dag. Operationstaxen. Spezialuntevsuchuingen, Abteilungsguschläge und Operationssaalbenützung werden fallweise von der Direktion bemessen. Koscherfleischbüake unter Aufsicht des ehrw. Rabbinabes der Israelitische» Kultusgemeinde Wien. Solche KoschevfleischLänke bestehen derzeit: tm 1. Bezirk (1), im 2. Bezirk (16), im 3. Bezirk (1), im 9. Bezirk (1), im 10. Bezirk (1), im 14. Bezirk (1), im 15. Bezirk (1), im 16. Bezirk (2), im 18. Bezirk (1), im 20. Bezirk (8), im 21. Bezirk (1). Die Aufsichtsführung durch das ehrw. Rabbinat der Jsraelitschen Kultusgemeinde ist auf jeder dieser Fleischbänke durch eine eigene A n k ü n d i g u n g s t a s e l ersichtlich gemacht. Das Verzeichnis dieser Fleischbänke ist an allen AnNndlgungstafeln der Kultusgemeinde, sowie der Tempel- und Bechausvereine angeschlagen. gelegten Berbondszielen eine wirksame Förderung der Reklame und im weiteren Umsange auch unseres Wirtschaftslebens erblicke; er selbst sei ein Freund der Reklame, und habe für alle Vorgänge auf diesem Gebiete das regste Interesse. Insbesondere sagte Vizebürgevmeister Emmerling auch die weitgehende Umerstützung der Gemeindeverwaltung zur Förderung der Berbandsbestrebungen zu. Tschechoslowakisch-polnische Eisenbahnkonvention. Aus Warschau wird gemeldet: Die zwischen der Tschechoslowakei und Polen geWrten Verhandlungen über eine Ersenbahnkonvention, die mit großen Unterbrechungen bereits zwei Jahre andauern, sind in den letzten Wochen so weit gediehen, daß mit der Unterzeichnung eines solchen Abkommens in Prag für die nächsten Tage gerechnet werden kann. Jtefctt Weizeneinfuhrzölle in Polen. AuS Warschau, 4. ds., wird telegraphiert: Das Wirtschaftskomitee des Minffterrates hat den Vorschlag des Ackerbaumimsteriums auf Einführung von Einfuhrzöllen aus Weizen abgelehnt. Einfuhr von Warenmustern nach Polen. Das polnische Verkehrsministerium hat an die Zollämter der Post die Weisung ergehen lassen, daß für Warenmuster, die per Post ankommen, die Einfuhr gestattet und ein Ursprungszeugnis nicht ersord.erliöh ist, gleichviel, ob ei sich u-m Waren handelt, dis auf der Berbotsliste stehen oder nicht, ob es sich um Güter handelt, die verzollt oder unverzollt eingeführt werden. S Millionen Zloty zur Unterstützung de» polnistchru Exports. Aus Warschau wird berichtet: Der Verkehrsminister hat den Betrag von 5 Millionen Zloty aus dem Ueberschutz der Staatseisenbahnen zur Deckung der T a r t P ermäßigungen ausgeworfen, die zur Förderung der Ausfuhr polnischer Waren notwendig sein sollten. Int doch die HÜTE m, Kalsarttrala 129 WltN IJL, AlsantfMa Nr. * Einverständnis mit den zuständigen Ministerien und den maßgebenden Wirtschaftskreisen ist eine Liste der Waren aufgestellt worden, die zu ermäßigten Tariffätzen ansge führt werden dürfen. Die Begünstigungen sind einstweilen auf die Dauer von sechs Monaten eingeführt worden. Die Dividende der Banra Commereiale Triestina. Die Banca Eommerciale Triestina in Triest wird pro 1926 eine Dividende von 8 Prozent (das.sind 40 Lire pro Aktie), wie im Vorjahre zur Verteilung bringen. Der Reingewinn beziffert sich auf 10,106.618 Lire. Die Misrachi-Bant in Palästina hat, wie uns ans Jerusalem berichtet wird, in ihrer vor kurzem stattgefundenen Generalversammlung die AuÄchüttung einer Dividende von 3 Prozent beschlossen. Der bisherige Verwaltungsrat wurde wieder- und Herr Solomon L e v i n aus Chicago hinzugewählt. Wie«« Börse. Schwach. Schwächere Tendenzbevichte aus Berlin, Prag und Budapest, Realisierungen der Spekulation und die Nähe der Versorgung brachten gestern schon bei Eröffnung des Verkehrs auf fast allen Gebieten der Kulisse niedrigere Kurse. Der schwächeren Gesamttendenz konnte auch die Oesterr. Kreditaktie, trotz der ausgezeichneten Eindruckes, den die Bilanz der Kredit- Anstalt hervorgerufen hat, nicht standhalten, wiewohl sie im weiteren Verlaufe vorübergehend bis auf 85.50 angezogen hatte. In der Folge gab es auch mehrfach Schwankungen, namentlich in ungarischen Werten, doch erfolgte der Schluß größtenteils in matter Stimmung, wobei sich am widerstandsfähigsten noch die B a n k w e r t e behaupteten, während die beiden H o f h e r r und Felten sogar mit Steigerungen von etwa einem halben Schilling den Markt verließen. Im Schranken waren die Kursabschläge namentlich in den wochenlang favorisierten Ungar. Kohle beträchtlich ,aber auch Arykani bröckelten weiter ab. Tschechoslowakische Werte waren gleichfalls überwiegend schwächer, doch behaupteten sich Novdbahn auf dem letzten Stand, während Nordbahn GenuMetne sogar 6 Schilling gewannen. Auch die tschechoslowakischen Textilaktien waren fester. Im übrigen war die Tendenz im Schranken ungleichmäßig. Bei überwiegenden KurSabschwächuNgen gab e8 auch auf zahlreichen Gebieten Kursbesserungen. Polnische Werte lagen mit Ausnahme der Lemberger Naphthaim Einklang mit der festen .Haltung der polnischen Effektenbörsen fest. Auf dem Anlagemarkt haben sich EiseNbahnobRgatione« erholt. Kassakurses Donau-Verj^A.-G. 146, Bodenkredit S4, Kompaß 1.02, Ländevbank 18, Unionbank 6.00, Bankverein 36.35, Britisch-ungar. Bank 116.35, Oesterr. Kredit 82L0, Niederöstevr. EAompte 26.75, Donau-Dampfsch. 136.50, Donau- Save-Ädria 21, Nordbahn Genuß 594, Graz-Wflacher 94», Staatsbahn 45.50, Könighoser 718, Perlmooser 356, Branbank 28, Lemberger Brau 181, Reininghaus 161-60, Elin 44.25, Slavonija Holz 3.45, TrifaUer 60.50, Ungar. Kohle 883, Alpine 48.50, Heid Majch. 1.74, Mannesmann 44, Waffen 6.80, Oesterr. .Hofherr 15.05, Kabel Draht 29, Ungar. Wagg., 88, Waagner 10.72, Elbemühl 7.60, Fanto Gens 10.60, Karpathen 36, Gerngroß 9.80, Semperit 20.25. Quoten: Franz-Josefsbahn-Schuld 2.82, Franz-Josefsbahn-Prior. 425. Exoten: Mraznioa 2.30 bis 2.40. Wiener Blohmärkte. JungviehmarSt. Auftrieb: Kälber, lebend 34, Weibmer 2566, Schweine, Weidener 855, Schafe, Weidener 16, Lämmer, Wsidener 423, Kitze, Weidener 909. Gz notierten; Kälber, lebend 1.60—2.50, Wewenor 2.00— 2.86, Fleischschweine 3.20—2.70, Fettschweine 2.50—2.86, Schafe im Fell 0.80—1.40, ohne Fell 1.00—2.00, Lämmer, Wetdener 1.20—2.60, Kitze, Weidener 1.40—2.40 daS Kilo. MlLer um 5 As 20 Groschen teuerer. FleWschtveine 10 bis 30 Groschen, Fettschweine 5 bis 10 Groschen billiger.' Wiener Börse für landroirtschastliche Produkte. Die Auswärtsbewegung der Preise ist gestern zun; Stillstand gekommen. Alttveizen uno Altroggen waren jedoch infolge der knappen Offerte gut behauptet. Mais unverändert, Hafer fest. ES notierten für 100 Kilo in Schilling: Weizen, Wiener Boden, 43.75. Roggen, Marchkelder, 43, Mars 25.51h Hafer, inl.. 33.50. Am besten sind Ceschka-

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