Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2932 (27.4.1927)
- Date
- 1927-04-27
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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@eta 8 Men, Mittwoch Wiener Morgenzettung 2? Apr-tt 1927 AWtW TOIKSW1RTSCHAFT Sie europöischea Sollaraoleihen Wie ,Fiewyvrk Times" nvelden, errichten nach der amtlichen Statistik die von Amerika im erlett Vierteljahr 1927 nach Europa gegebenen Anleihen cne Rekordziftier von rund 361 Millionen Dollar. Falls diese Anleihetätigkeit das ganze Jahr über anhält, würden sich die 1927 in Europa untergebrachten amerikanischen Anleihen auf 1,4 Milliarden Dollar belaufen, während sie im vergangenen Jahr nicht ganz eine Milliarde und 1923 nur 377 Millionen Dollar betrugen. Die Amerika-AvieiSea Sugoslawleos. Aus Be t g, rad wird gemeldet: Wie bereits berichtet, hat die Stadt Belgrad einen ü^iprozeutigen Kredit von vier Millionen Dollar für drei Jahre von der Blair- und der Chase Securities-Gruppe. Dieser Kredit soll später in eine langfristige Anleihe umgewandelt werden. Noch während der Laufzeit dieser soll über den Abschluß einer zweiten langfristigen Stadt anleihe verhandelt werden. Soeben wurde die 12 Millionen Dollar betragende jngoslawischcStaatshypothckenbankanleihe aufgelegt. Für diese Anleihe übierninrnrt der Staat die Garantie. Die Anleihe wurde zu 87 Prozent emittiert und ist mit sieben Prozent zu verzinsen. Sio soll in 30 Jahren zurückgezahlt werden. Sie Industrie Palästinas im Fahre 1928. Von Dr. Walter Preuß. Nach der Statistik, die von der „Jndustrieabtsilung" der Zionistischen Organisation über die Situation im Monat Juli 1926 veröffentlicht wurde, befinden sich in Palästina (wenn man von den elektrischen Rntenberg-Stationen absieht, die ja keine eigentlichen Jndustrieunternehmnngen darstellen): 596 Unternehmungen, die 5711 Menschen beschäftigen. Das investierte Kapital beträgt 1,849.227 Pfund, die Zahl der Pferdekräfte 6959. Nach FabvikattonZzimigen geteilt existieren: 80 BGlmaterialienunternehmungen mit 1175 Beschäftigten und 578.225 Pfund iinvestierbom Kapital. 153 Nahrungsmittelmiternehmungen mit 1134 Beschäftigten und 580.928 Pfund investiertem Kapital. 71 Textilunternohmungen mit 718 Beschäftigten und 202.641 Pfund investiertem Kapital. 72 Druckereien und Papierindustrieuniernehmungen mit 671 Beschäftigten und 123.930 Pfund investiertem Kapital. 32 chemische Jndu-strieumternehnmngen mit 226 Beschäftigten und 84.390 Pfund investiertem Kapital. 71 Holzunternehmungen mit 739 Beschäftigten und 94.968 " Pfund investiertem Kapital. 42 Lederunternehmungen mit 350 Beschäftigten und 63.320 Pfund investiertem Kapital. Ö3 Metallindustr ^Unternehmungen mit 490 Beschäftigten und 76.795 Pfund investiertem Kapital. 26 Verschiedene Unternehmungen mit 178. Beschäftigten und 44.130 Pfund investiertem Kapital. Wir sehen also, daß an erster Stelle bis heute die Nahrungsmitbelindnstrie steht, die in hervorragender Weise mit der Landwirschaft verbunden ist (Getreidemühlen, Oelfabriken, Bäckereien usw.), sowie die Baumaterialienindustrie. Erst in erheblichem Abstand folgen die Textil- und Holzbear beitungs- sowie die übrigen Industrien. Die Zahl der Beschäftigten ist dabei nicht identisch mit der Zahl der Arbeiter, sondern umschließt alle Beschäftigten, auch die der selbständigen Meister. Allein diese Statistik ist nicht imstande, uns ein Kares Bild von der Situation im Lande zu geben; schließt sie doch zahlreiche Zwergunternehmungen ein, die überhaupt keine oder kaum Arbeiter beschäftigen. Anderseits erweist schon eine flüchtige Ueberficht, daß zweifellos sehr viele solcher Zwergunternehmungen überhaupt nicht gezählt wurden, wogegen die größeren Unternehmungen wohl alle in Betracht gezogcin wurden. Ferner schließt der Begriff „Beschäftigte" leider keine Unterscheidung von Selbstarbeitenden und Lohnarbeitern! ein. — Um nun das Material genauer »zu untersnchen, ferner, weil die zahllosen Zwergunternehmen „Industrie" selbst im palästinensischen Sinne nicht darstellen, haben wir im folgenden diejenigen Industrien, die mindestens 6 Beschäftigte und mehr und diejenigen, die mindestens 25 und mehr Beschäftigte aufweisen, getrennt anfgeführt. Dann ergibt sich folgendes Bild: Nach der (Sesamtzählung waren beschäftigt: niehr als 6 Arbeiter in 243 Unternehmungen, zusammen 2321 Beschäftigte; mehr als 35 Arbeiter im 45 Unternehmungen, zusammen 2302 Beschäftigte. Wir sehen also, daß iu den verbleibenden 304 Zwergunternehmungen (-von insgesamt 592) nur 1086 Menschen von insgesamt 5711 beschäftigt sind, in 243 mittleren 2321, und in 45 größeren fast ebensoviel, d. h. 43 Prozent aller Beschäftigten. Wenn wir nur die Arbeiter und nicht die Selbständigen in Betracht ziehen würden, würde sich dieser Prozentsatz aber noch bedeutend steigern. Wir werden ims im folgenden im wesentlichen mit diesen Unternehmungen besaßen, die als Jndustrieunternehmnngen allein Bedeutung für ir»s besitzen: Von ihnen befinden sich: tn Tel Awiw 20 mit 914 Beschäftigten, also im Mittel mit 45 Arbeitern pro Unternehmung; in Haifa 3 mit 673 Beschäftigten, also im Mittel mit 84 Arbeitern pro Unternehmung; in Jaffa 9 mit 432 Beschäftigten, also im Mittel mit 48 Arbeitern pro Unternehmung; in Jerusalem 8 mit 283 Beschäftigten, also im Mittel mit 33 Arbeitern pro Unternehnmng. Aus dieser Tabelle geht die Bedeutung Haifas als Mittelpunkt größerer Unternehmungen deutlich hervor, während Tel Awiw zwar eine größere Zahl, aber inehr Untern eh in ungen mittlerer Größe in sich birgt. Wie sehr diese 45 Unternehmungen an Wichtigkeit überwregen, zeigt auch die Tatsache, dgß von denk investierten Gesamtkapital von 1,8 Millionen Pfund 1,09 Millionen in diesen 45 Unternehmungen investiert sind; von 6959 Pferdekräften arbeiten 4390 in ihnen. Was 'das investierte Kapital betrifft, steht Haifa mit den in seinen Fabriken investierten Kapitalien von 661.200 Pfund und einem Maschinenantrieb von 3320 Pferdekräften an erster Stelle, ,'n weitem Abstand folgen Tel Awiw (258.760 Pfund, 663 Pferdekräften); Jaffa (100.630 Pfund, 229 Pferdekräften); Jerusalem 70.140 Pfund, 177 Pferdekräften). Von diesen 45 größeren Unternehmungen, den eigentlichen größeren Jndustrieunternehmungen, gehören an: der Bauindustrie 10 mit 697 Arbeitern, 476.200 Pftmd Kapital und 3458 Pferdekräften; der Nahrun-gsmittelindustrie 9 mit 486 Arbeitern, 321.500 Pfund Kapital und 599 Pferdekräften; der Textilindustrie 7 mit 299 Arbeitern, 103.140 Pfund Kapital und 52,25 Pferdekräften; der Druckerei- und Papierindustrie 7 mit 228 Arbeitern, 33.230 Pfund Kapital und 126 Pferdekräften; der Holzindustrie 5 mit 239 Arbeitern, 68.110 Pfund Kapital und 110,50 Pferdekräften; der Metallindustrie 4 mit 186 Arbeitern, 62.300 Pfund Kapital und 38 Pferdekräften; der Lederindustrie 2 mit 67 Arbeitern, 7.500 Pfund Kapital und 6,40 Pferdekräften; Verschiedene 1 mit 100 Arbeitern und 20.000 Pfund Kapital. Es ergibt sich also, daß auch von den ei-gentliöhen Jndustriemlternehmungen im Lande der Bau-, Nahrungsmittel- und Textildustrie, sowohl was Zahl der Unternehmungen, Zahl der Arbeiter und des investierten Kapitals betrifft, der erste Platz zukommt. Eine nähere Untersuchung über die Herkunft des in der palästinensischen Industrie investierten Kapitals liegt leider bisher nicht vor. Wie bekannt, entstammt das Kapital gerade der größten Fabriken (Nesher, Grands Monlms, Silikat, Mazzoth--Fabrik, Salzfabrik usw.) nur zu einem kleinen Teil privaten Quellen, wenn man unter privaten Quellen Investitionen privater Besitzer versteht. Zumeist resultiert sich dieses Kapital aus Beteiligung der „Pica", des Palest ine Economic Board, verschiedener Banken usw. Fasten wir das Gesagte zusammen, so ergibt unsere Untersuchung, wenn wir aus ihr Folgerungen für die Antwort auf unsere Anfangsfragen ziehen wollen, daß heute mit einem Jnvestitionskapital von 1,09 Millionen Pfund im ganzen 4300 Arbeiter beschäftigt -werden; das bedeutet ein Jnvestitionskapital von 475 Pfund pro Arbeiter; die Juvestttionssumm-en pro Familie in der Landwirtschaft sind zwar bedeutend höher, wenn man auch die für den Boden aufzubringenden Summen in Betracht zieht; legt man aber den Soskinschcn Si-edlungsplan als Maßstab an (und gerade die Verteidiger der „Industrie-Kolonisation" berufen sich ja stets aus diese Art der landwirtschaftlichen Siedlung), sv ergibt sich, daß die Unterschiede der Pro Kopf nötigen Jnvestition'ssummen nicht bedeutend sind; vor allem aber ist in Betracht zu ziehen, daß eine Reihe der Jndustrieunternehmungen ihre Arbeiter keineswegs regelmäßig beschäftigen, sondern in 2 bis 3 Tagesschichten, und daß einige in der Zählung der Zionistischen Organisation erwähnte Betriebe (und gerade größere, wie „Silikat", Lederfabrik L-ewkowitz, das Textilunternehmen „Manor") nicht arbeiten, andere ihre Arbeiter nur einige Monate im Jahr beschäftigen, wie die Mazzothsabrik in Haifa (was alles für die Landwirtschaft nicht zutri-fst). All dies läßt die Forderung, einen größeren Teil des Keren-Hajessod-Budgets für Industrie statt für Landwirtschaft zu verwenden, nicht als begründet erscheinen, wenn man die Frage von der Seite der Vermehrung der jüdischen Bevölkerung im Laude her stellt, zumal wenn man in Betracht zieht, daß eine ganze Reihe von Unternehmungen noch weiteres Jnvestiti-omskapital erfordern dürften. Die Spekulationsvaluta. Die Lira war gestern ebenso wie in den vorhergehenden Tagen Gegenstand wildester Spekulationen auf den internationalen Devisenmärkten. Diese Bewegungen sind ein deutliches Symptom dafür, wie ftftvach fundiert die währungstützenden Maßnahmen für die Lira sind. Devise Mailand schnellte gestern zu Beginn des Verkehrs von 28 auf 30.80 Parität Zürich empor, um dann durch größere Lireavgaven ebenso wieder zu sinken, und schloß in Zürich 29.31. Nachbörslich sank der Kurs weiter bis auf 29. Der Leu notiert unverändert 3.35, Devise Madrid ist von 90.76 auf 91.50 gestiegen. In den übrigen Devisen ergaben sich keine wesenmchen Veränderungen, Der S ch i l l i n g ist weiter fester gehalten (73.193/4). Die EinlviirmensteucrLelasiung i« Oesterreich. Nach. den in der sorben erschicnen-'n reichhaltigen Nummer der vom Bundssamt für Stalisiik hcrausqe>>:deuru „S'alistiftien Nachrichlcu" lVc'.'Wallung: Wien, I. Bezirk, Hohenstaufengasse) verösfenl. lichten amtlichen Glalistilcn betrug die Steuerbelastnng durch die Eiirlvmmenstener bei den im Be Messung Ave ge Besteuerte» 218 Schilling für 1923, bei den im Abziigswege Besteuerten 18 Schilling. Die durchschnittliche Belastung der Besteuerten überhaupt 'betrug 71 Schilling. Auf einen Einwohner entfallen an En7konrincr:s!eiier im Bnrgeuland 5 Schilling, in Steiermark und Tirol 8 Schilling, in Niederösterreich und Kärnten 10 Schilling. in Obervsterreich und Salzburg 11 Schilling, in Vorarlberg 1« 'Schilling, in Oesterreich überhaupt 21 Schilling und in Wien 49 Schilling. -Frachtnachlaß für tschechoslowakische ExportMM nach Oesterreich. Aus Prag wird berichtet: Die tschechoslowakischen Staatsbahnen bewilligen für die Ausfuhr von Braunkohlen von Triebschitz, Ofseg, Brüx, Kartzitz und Dux nach Gotting - Altenau und Gummern, eine f ü n f p r o z e n t i g c F r a ch t c r m ä ß i g u n g vom tschechoslowakischen Schnittsvachtsatz. In der Gültigkeitszeit, d. i. bis zum Ende des Jahres 1927. müssen mindestens 4M Tonnen aufgegeben werden. Die Ermäßigung gilt im RückvergütungSweg. Die gleiche Frachtermäßigung (o Prozent vom tschechoslowakischen Schnitt) wird bei Beförderung von Bruch, Wiesa-Oberlentcnsdorf und Maria-Ratschitt nach Trieben und Wartberg-Mürztal (Mindestquantuln 4500 Tonnen), weiters von Oberleutensdorf und Kartzitz nach Men-Ostbahnhof (Mindestquantum 8000 Tonnen) zugestanden. Die Balorificnrng tschechoslowakischer Markprioritäten. Aus Prag wird berichtet: Die tschechoslowakische Regierung hat der deutschen Regierung eine Note übersandt, in der'sie bekannt gibt, daß sie grundsätzlich auf dem Standpunkt steht, den Besitzern voll Marktitreö der ehemaligen österreichischen Schuld nur Papiermark zu schulöen, aber gegen eine freiwillige angemessene Valorisierung nichts einzuwenden habe. Die Reparationskoimnission hat, wie in der Note daraelegt wird, den Standpunkt der Tschechoslowakei als berechtigt anerkannt und es sei daher kein Anlaß zu irgendwelchen vorhergehenden Verhandlungen rnit den betreffenden Gläubigern gegeben. Nun auf die ausländischen Banken in Peking. Aus Peking kommt die Nachricht, daß ein Nun auf die ausländischen Banken eingesetzt hat, da Gerüchte umlaufen, daß alle Banken Pekings in Bälde schließen werden. Die Berichte in der chinesischen Presse, daß mehrere Banken insolvent sind, haben die Lage zngespiht, so daß eine Panik zu befürchten ist. Zur Wirtschaftslage Deutschlands. Ink Gegensatz zu allen früheren Perioden ansteigender Konjunktur ist diesmal in Deutschland zugleich rnit der Steigerung des Warenumsatzes nicht eine Erhöhung, sondern ein Fallen der Warenpreise in den letzten Monaten zu beobachten. Diese ausfallende Erscheinung wird auf die durchgeführte technische Rationalisierung und die damit zu-, sammenhängende Steigerung, des Ertrages zurückgeführt. Die gleichzeitig beobachtete Stabilität der industriellen Rohprodukte wird aus der Organisation des Verkaufes und den langfristigen Verträgen der Syndikate erklärt. Da zugleich mit der Preissenkung bei industriellen Fertigwaren der durchschnittliche Wochenlohn des gelernten und des ungelernten Arbeiters gestiegen ist, wird behauptet, daß die Rationalisierung eine Steigerung des Realeinkommens , des Arbeiters mit sich bringe. StaatÄboykott gegen eine Handelsfirma. Aus Berlin wird berichtet: Großes Aussehen erregt es, daß die bekannte Holzhandelssirma Gebrüder Himmel s b a ch in Freiburg im BreiSgau sich unter Geschäfts« ussicht begeben hat. Der bilanzmäßige Verlust beträgt 9.2 Millionen Mark. Von der Firma wird gegen die Forst- Verwaltungen Preußens, Bayerns und Hessens sowie gegen die zuständige Reichsstelle der Vorwurf erhoben, sie durch planmäßigen Boykott ruiniert zu haben. Die Firma macht auch Schadcnersahfordcrungeu in der Höhe von 20 Millionen Mark geltend, über die beim Reichskanzler Verhandlungen schweben. Bevorstchvnde Verschärfung der polnischen Import» rcjglementterung. Aus Warschau wird uns berichtet: Die fortschreitende Abnähme der Aktivität der polnischen Handelsbilanz, die eine Folge der stets zunchmenden Einfuhr bei sich gletchbleibcnder Ausfuhr ist, hat die kompetenten Regierungsorganc bewogen, zu einer Revision der bestehenden Einfuhrbestimmungen zu schreiten. Nach Ansicht dieser Organe entsprechen die Reglemcmtierunasmaßnahmen, die im Herbst 1926 eingeleitet wurden, nicht mehr den gegebenen Verhältnissen, so daß eine Verschärfung dieser Maßnahmen durchgeführt werden müsse. Zu diesem Zweck ist im Nähmen des Handelsoels- und Jndustrieministeriums eine Sonderkommisfron eingesetzt worden, die aus Prof. Okolski, denk- Abceordneten Wislicki. Dr. Sand, Dr. Battaglia und dem Abgeordneten Wierzvicki besteht, und die mit der Aufgabe betraut ivvrden ist, geeignete Vorschläge auszuarbciren, die dm steigenden Import nach Pole» e a n d a m m e n könnten. Um die Hebung des politischen Kohlenexportes. In der vergangenen Woche hat in Warschau eine intern-cinmerietta Konferenz stattgefunden, an der Vertreter deö Handelssotvic des VerkehrsministcriumS teilnahnien und die die Berteilmw von Kohlenausfthrkontingentön zwischen den einzelne»» Grnbon zum Gegenstand hatte. Die Kontingentvertetkung »Mrdc. in» Einverständccis mit den Vertreten: der Kohlenindustri« in vor Weise geregelt, daß eine Konkurrenz zwischeir den einzelnen Firme.", ausgeschlossen und den polnischen Kohlenindustriellen so ein einheitliches Auftreten auf den Auslandsmärkten ermöglicht wird. Gleichzeitig wurden den Exportfirmen Waggons fiir den Monat Mai zugeteilt. Aushebung des Konkurses der Deutschen Bodenbank? Der Konkursinasseverwalter hat die Aufhebung des Konkurses der Deutschen Bodenbarck mangels Deckung der Kosten beantragt, und es findet hierüiber am 19- Mai um 10 Uhr int Versteigerungssaale des Handelsgerichtes eine Gläubigervevsainmlung statt. Der Konkurs wird nur fortgeführt, wenn seitens der Gläubiger ein Kostenvorschub von 6000 Schilling binnen acht Tagen erlegt wird. Internationale Getreidekonferenz in Rom. Aus Rom, 25. d. M., >vivd gemeldet: Heute vormittags wurde im Internationalen Ackerbauinstitut die Jnternatioale Getreidekonfereniz eröffnet, an der 36 Staaten mit zirka 200 Delegierten teilnehmen. Die Konfereng wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. / Die englische Regieru»rg fördert die Reklame. Die englische Regierung hat kürzlich elne Million Pfund für die Propaganda erkglischer Waren im Auslande bewilligt. Dieser Schritt wurde veranlaßt durch die Forderung der kanadischen Tex-tilindrtstrie, die Zölle auf englische Waren zu erhöhen.