Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2929 (24.4.1927)
- Date
- 1927-04-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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\ \ \ Polen: SS groggy j Wi on: Znm Ahholen indet Expedition, H.,Taborstr 1-8 oder in oinorVersehleißatelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenrerkauf in Wien dnrch die Kolporteure der Firma Goldschmied. 1., Wollzeilo 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tsehecho Slowakei*. Mon.K22. Jugoslawien: Mon.Din.60 Polen :Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Fr an kr eich, Belgien: Mon. Free. 85 tfftflhaahl«ngen dbi Prata- •rhshanff«« rar bah al t«o. \ \ Wiener orgenzettung I Preis ata g | Englan d:Mon.4Schilling Italien: Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bul gar ien:Mon.lOO Lewa. S c hw e i t und das übrige Ausland monatlich Frcs. & Redaktion, Administration: Wien, ü., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38. 43-3-19 Ab 6 Ohr abends Telephon Nr. 31-0-86 Vll., Lerchentelderstraße 1 (Druckerei „Inva*) Oesterreichisches Postsparkassenkonto Nr. 150 693 Rr. 9,m ffiler, Sonntag, 24. SUwil 1927 (22. Sifnn 5687). S. Fahrgang Heule Ist Wahltag! Wählet: In den Hntionnlrat Inden’ In die Bezirhsveptpetung Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen ' sind dnrch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. ALLEINIGE ANZEIGEN-ANNAHME ANNONCEN Sic0!! SCHALEK WIEN, I., WOLLZBIbE 11. - TBL. 76-0-B1, 76-0 82 M»Ienbst> Hotel Walhalla Sohillerplatz. — Strengrituell. — Telephon 104. 192? vollständig , umgebaut, fließendes Wasser und Zentralwarmwasserheizung in allen Zimmern. Appartements mit Bad und Toilötte. Erstklassiges Restaurant^-Vor-1 un;d Nachsaison Pensionsarrangements zti; bedeutend ermäßigten - Preisen. Treffpunkt der Zionisten., Bes. C. Löwenthal. Drei Erzbischöfe aus Mexiko ousgetoiefen. Am 3ufommen(mng mit Dem eiftnSoMDufaa. Mexiko, 23; April. Wie offiziell bekannt-gegeben wird, wurdell in der Nähe von San Diego, einer.Stadt in Guanaypato, 13 Mitglieder der R ä u b e r b a n d e, die vor einigen Tagen einen. Eisenbahnzug überfallen hatten, getötet und drei g.e f.a n g e n g e n o m m e n. In dem offiziellen Bericht werden die Räuber als „katholische Extremisten" bezeichnet. Der Erzbischof von Mexiko und zwei andere Erzbischöfe sowie fünf Bischöfe ivurden auf Verfügung der Regierung ausgewiesen. In politischen Kreisen wird hervovgehoben,:.daß. die Ausweisung erfolgt ist, weil der Episkopat Aufstände begünstige- und damit für den U,eb e rf a H; w ir f. den E i s e.n b a h n z u g verantwortlich sei, wo Vertreter der „Liga für religiöse Freiheit" sich - als An s ü h rer beteiligt hätten. Ae «e«e ägyptische Negier««». Kairo, 23. April. Sarw a.t P a.schiä, d^r iu dem zurückgetretenen Kabinett das Ministerium des Aeußern innegehtzbt hat,' hat sich bereiterklärt,-' Lie-B'il-bumtz der ne,uen Regierung zu übernehmen. (Sarwat schürt'der nätionalistischen Zaghlulpartei an. Red.) Achtung vor dem sozialdemokratischen Wahlschwindel! In einzelnen Bezirken verteilen die Sozialdemokraten eine nach denk Muster der bei früheren Wahlen üblich gewesene Legitimationen hergestellte „Wahlrechtsbelehrung", die wie ein amtliches Dokument aussieht. In das zusammengefaltete Blatt sind sozialdemokratische Stimmzettel eingelegt. Es handelt sich hier um einen plumpen Wahlfchwindel, vor dem nicht mtchdrttkklich genug gewarnt werden kann. Alle Zustellungen mit der Aufschrift „W a hlrechtsbelehr«ng zur Ausübung des Wahlrechtes", in denen sozialdemokratische Stimmzettel liegsn, sind wegznwersen. Der ' " Sarantiepakt vor dem Äbfchlub! Handelsvertrag und pol nische Besriedigung. Warschau, S». April. (Tsch. P. B.) Wie die hiesigen Blätter melden, stehen die in Moskau geführten Verhandlungen Wer einen polnisch-russischen Garautiepakt unmittelbar vor dem Abschluh. . Es wurde b^rcits gemeldet, daß Rußland sich ernstlich bemüht, mit Polen zu einem Garantie- und Nichtangriffsvertrag zu kommen. Dafür stellt die Sowjet-Regierung Polen eine Reihe von handelspolitischen Vorteilen in Aussicht, u. a. die Meistbegünstigung im Handelsverkehr. Die Verhandlungen wurden in der letzten Zeit sehr intensiv geführt, wobei vort russischer Seite das handelspolitische Moment stark in den Vordergrund gerückt wurde. Polen steht allerdings, wie sich, aus offiziösen Zeitungsstimmen ergibt, aus deni Standptmkt, daß ein Junktim zwischen politischen Fragen und Fragen des Handelsvertrages, das von russischer Seite angestrebt wird, durch den Rigaer Vertrag ausgeschloff.n sei. Inzwischen scheinen die Verhandlungen über den Garantiepakt bereits soweit gediehen zu sein, daß mit einem positiven Resultat zu rechnen ist, welches für die -europäische Politik von wevttragender Bedentuna wäre. Lar neue polnische Preßqesetz. Eine zweite Auflage der zurückgezogenen Presseverordnnng. Warschau, 23. April. Der Ministerrat hat gestern den neuen Entwurfdes P re ß ge setz e Z. angenommen, der' nach Einholung' von Vorschlägen, der journalistischen Vereinigungen Polens ausgearbeitet wurde. Die Vorschläge der- Journalistensyndikate sind jedoch in dem neüen Entwurf nur i N s eh r g e r ing e m Maße b erücks ich t i g t, vielmehr stellt er sich als eine neue, fast unveränderte Auflage jener Verordnung über die Presse heraus, die vor einigen Monaten von der Regierung erlassen, jedoch dann vom Parlament ab gelehnt wurde, da dieses sie als schwere Einschränkung der Preßfreiheit empfände Der neue Entwurf hat die drückenden Bestimmungen der alten, vom Parlament beseitigten Verordnung zum großen Teil b e i b e h a l t e n, u. a. auch jene Vorschriften, welche eine K r i t i k von R e g i e r u n g S m a ß n a hm.e n unmöglich machen. Der Entwurf soll bereits i n den nächsten Tagen im Verordnungswege Gesetz werde".- RSchtUche Verkehrijperre i« Kowno- B e c l i n, 22. April. N-ich einem Telegramm des „berliner Tageblatts" aus Kowno ist, nachdem drei Nächte.lang die Perlehrssperre in Kvtvno aufgehoben war, 'nunmehr aufS neue jedes Betreten der Straße von 9 Uhr abends bis 5 Uhr früh unter Androhung hoher Gejängnisstrasen verboten Müden. In der Nacht sind nämlich wieder g e*» heim e Flugblätter verteilt worden, die sich gegen dlü Regierung NolemaraS richten und auch unter dem Militär Pevbreitung gefurrden.haben. Im Anschluß daran wurden meyrerv Verhaftungen vorgenommen. SMuDtmlffiOIK». : Kowno, 23.' Apoll.-Me blt;1,. Rundschau^ meldet, habest Fiyanzminister. Karwelin und Kultusminister Bist r a s/ Äe der - chrisUichdemokrattschien Partcki angehören, sowie der Verkehrsminister I an k o v i t-s Hins von der Landwirtepartei ihren R ü ck i r i t t a u s d e f Kabinett erttärt. * Wrangel redivivns? Graz, 23. April. Die-„Tagespost" meldet aus Belgrad: General Wr-angel ist gestern nachmittags hier eingetroffen. Seime Ankunft rief in der Oeffentlichke'it und in den diplomatischen . Kreisen, sowie in Kreisen der russischen Emigrantenlebhafte Aufmerksämkoit hervor.. Man behauptet, daß General Wrangel die Mission habe, seine Armee wieder aufzurichten und sie ln dem Kamps gegen die Bolschewiken in Nord chi na zu verwenden. Die General Wrangel nahestehenden, russische«' Kreise verhalten sich vollkommen reserviert; Der AbrWllngsschwindel. La» 6enfet srteDcnsbliro gegen dii» flbitlitungs-ftotnitee ■ G e n s, 23. April. (Schw. . Dep.-Ag^) Während die Beratung des Komitees zur Vorbereitung der internationalen Abrüstungskonferenz nur wenig Aufmerksamkeit fand, nahm man in den Kreisen der internattonalen. Presse'mit Interesse von einemManifest Kenntnis, welches. das i n t e r n a tä o n a le F r i^e d e ms b u r e au i n G e n f an - die Mitglieder des -Komitees ' gerichtet hat. In' dem Appell «an die 'Mitglieder des Komitees wird erklärt, dgf der Wett wohl niemals eine größere Enttäuschung bereitet worden sei als diejenige,, die die Beratungen des Komitees zur Vorbereitung der internationalen Abrüstungskaufe r e n z der öffentlichen Meinung geschieden hätten. Wenn die Völker, welche unter den Schrecken des Krieges fürchterliche Leiden ausgestanden haben, genaue Kenntnis von den E i n z e l h ' t e n b ieserBer^andl u--.it gen hätten, so würden sie dagegen den. h e f t i g st e n P r o t e st erheben. ES sei traurig,-feststellen zu müssen, daß dieMi> glieder der Kommission bei ihren wochenlangen, endlosen und inhaltsleeren Beratungen nicht die Energie und sm Mut aufbrachtßn, entscheidende Beschlüsse zu fassen, welche eine tatsächliche Beschränkung der Rüstungen in die Wege leiten würdeit. Das Manifest schließt: »Die Stunde hat geschlagen, wo eö gilt, Farbe, zu bekennen, der Politik des internationalen Mihtrauens/ein Ende zu bereiten und f die Menschheit von der furchtbaren Bedrohmrg der aewattige" militärischen Rüstungen zn befreien." 3807 A15^