Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2928 (23.4.1927)
- Date
- 1927-04-23
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982016--29808-3017971- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 2928 Wien, SaAStag Wiener Meegeirzeitrmg SS. April 1«7 0RK 8 Wahr ist, daß auch bne Ausländer voll beoechügte akademische Bürger sein sollen, also auch jüdische Studenten, die in Czernowitz oder Budapest dem Numerus c'au'es zum Opfer fielen. Wcchir ist, daß dieser mein Gesetzantrag auf Verlangen der sozia'isti scheu Studentenschaft Wiens zur Angleichung an die studentenvechtliche Regelung im Deutschen Reiche eingebracht wurde. — Karl Leuthner." Herr L e u t h n e r widerholt und bekräftigt sonnt das, was er zuerst als unwahr bezeichnst. Die ausländischen Juden kommen nicht in die Studentenkamntcnt; aber sie sind vollberechtigte akademische Bürger, das heißt sie dürfen zahlen. Wertvoll ist die Mitteilung Leuthners, daß sein Antrag auf Verlangen der sozialistischen Studentenschaft erfolgt ist. Wenn das später abgeleu-gnet werden sollte, so werden wir uns auf den Herrn Leuthner berufen können. Lee Revolver int Wahlkamps. Ein Schuß gegen das Auto des Badener Bürgermeisters. Vorgestern um halb 1 nachts fuhr der Badener Bürgermeister Kollmann, der im Kabinett Name! Finanzmmlster gewesen war, im Auto bei der Wiener Pvlizeidirektion vor und erstattete beim Journalbeamten -des Stadtkommissariats d'e Anzeige, daß um Kll Uhr nachts in Hain bürg gegen sein Auto ein Revolverschuß abge feuert worden sei. Er schilderte den Vorfall, wie folgt: Die Christlichsozialen hätten in Hainburg im Hotel „Lamm" eine Versammlung abgehalten. Das Versammlungslokal sei von etwa 2000 Sozialdemokraten blockiert worden. Nach Schluß der Versammlung bestiegen K o l l m a n n und seine Begleiter das im Hof des Hotels wartend Auto. Der Kommandant des etwa 40 Mann betragenden Gendarmerieaufgebotes empfahl, von der Hauptstraße abzubiegen, weil diese von Sozialdemokraten beseht sei. Als diese bemerkten, daß das Auto einen anderen Weg einschlug, begannen sie zu pfeifen und stürmt en.au f d en Wagen los. In diesem Augenblick fiel plötzlich ein Schuß. Das Geschoß durchschlug das rechte Wagensenster, durchbohrte den Vorhang, sauste dicht am Kopf des Ministers vorbei und schlug auf das linke Fenster aus, wo es einen-deutlich sichtbaren Kratzer hinterließ. Nachdem der Schutz gefallen war, gab der Chauffeur Vollgas und unter wüstem Geschrei der Soziaildemokraten fuhr das Auto auf und davon. Ans diese Anzeige hin, wurden ztvei Kriminalbeamte nach Hainburg entsendet. Auch die Gendarmeriegeneraldirektion und d'e Bezirkshauptmannschaft Bruck a. L. ordneten-Erhebungen an, doch fehlte bis gestern abends jede Spur des Täters.. ' Der .Hainburger Bürgermeister Begitz erhielt von dem Revolverschuh erft aus den Zeitungen Kenntnis. Er wendete sich, sofort-an den Gendarmerieposten, der ihm jedoch dezidiert erklärte, daß ihm v o n -d e r 'S a ch e nicht das geringste b e ka nü t sei. Der Gendarmerieinspektor, der auf dem Trittbrett des Autos stand, hat ebenfalls nichts Verdächtiges bemerkt. Der Bürgermeister erklärte in einer Unterredung mit Zeitungsberichterstattern, er habe zahlreiche Personen einvernommen, doch hätten diese weder von einem Schuß noch von einem Steinwurf etwas wahrgenommen, obwohl sie sich an der von Kollmann, bezeichneten Stelle vorgestern nachts zur kritischen - Zeit befanden. Uebrigens hätte das Auto beim Gendarmerieposten, wo keine Ansammlungen Anasug s 65*— aus orig. engl. Schafwollstoff HerrenklelderhansHeisriehWeinlierger I.» Singerstraße 6. waren, Halt machen und Kollmann dort sofort statt nachts in Wien die Anzeige erstatten können. Bei der nachträglichen Untersuchung durch die Staatspolizei wurde festgestellt, daß die Fensterscheiben des Autos durch einen Durchschuß zertrümmert worden sind. Mißbrauch des Plakatlerungsmonopols ver Gemeinte Wien. Die „W rp ag", bekanntlich das PlakMerungSinstttuL der Gemeinde Wien, durch daS sich Vie fozialdeinEratische Partei in den Besitz fast der ganzen Anschlags fläche Mens gesetzt hat, Hut gestern — also anderthalb Tage vor dem Wahltag — der Wiener christlicMMlien Parteileitung 1200 Wahlplakate zurückgestellt und mitgeteilt, daß sie dieselben nicht nreyr anschlagen kam' Ser Meldezettel «enSgt nicht ais Wahldolnment. Die Hauptmchlbeyörde hat sich in 'ihrer letzten Sitzung mit der Frage beschäftigt!, ob ein Meldezettel als Jdentitätsdokument im Sinne der Bestimnrungen der Wal?.ordnung angefchen werden lönne. Die Haup-Livahwehürde hat sich grundsätzlich dagegenauSgesproch en, daß dem Meldezettel eine solche Eigenschaft zugebilligt werden Wnnte, hat aber in Anbetracht deS Umstandes, daß viele Wähler ihre Dokumente bei Behörden erliegen haben, den Meldezettel als Ausweis gelten zu lassen, wenn außerdem eine amtliche Bescheinigung beigebracht wird, daß ein MentiWSdMvment des Wühlers bet einer Behörde erliegt. Als solche amtliche Bescheinigung wird nach Ansicht deS Magistrates insbesondere eine sogenannte Präsentationsrubrik anMsehen sein, worin von der Behörde bestätigt ist, daß ein Ansuchen z. B. um Heimatrecht bei ihr überreicht wurde und in der Regel auch der Anschluß der notwendigen Beilagen bestätigt nürtz* Um aber die Wähsser auf jefreit Fall in die Lage zu versehen, ein Dokument vorzuweisen, hat der Magistrat verfügt, daß sowie in den letzten. Tagen auch am Samstag, den 23. April, ununterbrochen! vis 6 Uhr abends und am WaUtag selbst von 7 Uhv früh bis 4 Uhr nachmittags in den nmglkstratischen Bk- MWämtern Dokumente, die sich bei ^Ansuchen, insbesondere um Verleihung des Heimatrechtes befinden, aus!» gefolgt werden. Der Wähler kann am besten «seine Identität durch Urkunden Nachweisen, wie Gevurts-, Trau-, Heimatsscheine, Pässe, Legitimationen Leder Art; Gewerbescheine, überhaupt unter Beidruck eins Amtsstemipels ausgefertigte Urkunden, welche seinen Personenstand erkennen lassen. Andere Nachweise darf er 8eA Wahlbehörde weder vorlegen, nach dürfen diesevon fr'- Ortswahlbchorde entgegengenommen werden. «Ne» Mel" >>.. SietusanfTe U. Sämtliche Mitglieder werden ausgefovdert, Sonntag am Wahltage, sich um halb 7 Uhr früh im BereinÄlokal«, 2. Bez., Zirkusgasse 33, einzufinden. Erscheinen Pflicht! Stimmenanzahl, di« auf die jüdische Wa-hlgemeinschaft entfiel. In der Leopoldstadt bekamen sie nicht einmal ein Sechstel der Stimmen der jüdischen Wahlgemeinschaft, und im ganzen 4. Wiener Wahlkreis, der die Gemeindebezirke 2, 20 und 21 umfaßt, standen 10.001 Stimmen der jüdischen Wahlgemeinschaft ganze 1814 Stimmen der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft gegenüber. Jetzt will dieses Grüppchen unter der Flagge „Demokratische Partei" jüdische Stinunen kapern. Scho« ihre absolute Bedeutungslosigkeit müßte jeden Wähler Malten, dieser Kaffeehausgesellschaft seine Stimmen zu geben. Gerade diese Bedeutungslosigkeit wurde von Seipel richtig erkannt. Er hat ihr die kalte Schulter gezeigt, die jüdischen Wähler werden ein Gleiches tu». Keine jüdische Stimme den Demokraten! An Sie Wischen filtern Wien«! ^ias Wahlkomitee der jüdischen Studen.enschast hat irr der „Wiener Morgenzeitung" am 21. April einen Aufruf veröffentlicht, in welchem aus die antijüdi'chs Tendenz des Leuthner'cheu An rage; be^üg ich de.' Süden en am er - hingewiesen wurde. In dem Aufrufe hieß es: „Im Nationalrat brachte der sozialdenwkratische Abgeordneter Leuthner einen Antrag be.üzlich der Stndentenkammern ein. wonach nur Deu tsche aus Oesterreich und dem Deutschen Reiche volle Rechte als akademischer Bürger genießen sollen. Di- Ausländer (lies: Juden!) sollen gemäß dm Grundsätzen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit Bürger 2. und 3. Klaffe sein. «Ein jüdischer Student, der in Czernowitz oder in Budapest dem Numerus clau us zum -Opfer siel, soll in Wien auch auf der Stätte höchster Bildung seine Minderwertigkeit als Jude zu spüren bekommen. Das müßt Ihr Euch merken, das verlangte nicht ein Halenkreuzlier, sonderul ein Mann, der „international" denkt und jedweden Nationalismus ^ifs schärfste bekämpft." Die „Arbeiter-Zeitung" erklärt mm diesen Ausruf als plunrpe Wahldemagogie, um aber gleich darauf den Inhalt des Vorwurfes zu bestätigen. Es handelt sich bekanntlich um die Ausländw (lies: Juden), denen das Recht der Vertretung in den Studenten kümmern ab gesprochen wird. Leuthner verlangt, wie die „Arbeiter- Zeitung" erklärt, daß alle österreichischm und reichsdeutschen Staatsbürger Mitglieder der „Deutschen Studentenschaft" sein sollen und in die Vertretung das volle Wahlrecht besitzen. Ja, tvas ists nun mit dem Recht der aus dem! Ausland kom menden S tu dienten? S'e si d doch nicht Staatsbürger und auch Leuthner will sie nichl in die Studentenkammern wählen lassen. Etwas anderes hat doch der Aufruf des Wahlkomitees der jüdischen Studentenschaft gar nicht'behauptet und mail kann der „Arbeiter-Zeitung" nicht.dankbar genug sein dafür, daß sie dies bestätigt. ' Herr Leuthner sendet uns eine preßgeseH^iche Berichtigung, in der er schlankwegs die Behauptungen des Aufrufes für unwahr erklärt und dcum mitteilt, daß sein Antrag fast wörtlich der Verordnung des preußischen Uuterrichtsministers fo^gt. Er schreibt uns: ' „Wahq. ist, daß auf Grund dieses Antrages alle österreichischen und deutschen Staatsbürger, a'so auch die Jr'den. das Wahlrecht in die Studentenkammer haben sollen, baß dadurch erst der sogenannte „völkische" Aufbau der Studentenkammern durchbrochen wirb, a so keineswegs die Juden irgendwelche Bürger 2. oVr .3 K^a^se . r'i” '‘"'Mt Von Kurt Münzer. Jetzt, wo rings um Berlin die sauren Kirschen blühen, wo vom Säugling bis zum imlm'nettrden G eis nll'S an Erdbeerwein sich betrinkt, vom.Proletarier, der mit dem Vorortezug nach Werver fährt, ois zur Dame, die chr Auto selbst steuert — in dieser Zeit wird Berlin still, leer; alles ist verrauscht: die PreMisrensonsationen, die großen Konzerte, die phantastischen Filme. Dazu di« Wochenend- Ausstellung, kilometerlang, mit Parroramen und Modellen, richtig «ine Ausstellung für die großen Kinder. Sechzig Häuschen stehen da, durch die Fenster sieht man in künstliche Landschaften. Ein ganzer ewiger Winter ist da — Gott steh uns bei! — den Sommer lang eine Rodelbahn, Skigelände, Sprungschanze. Man kann Unterricht nehmen im Telenvack und Bobsteuern! Auf künstlichem Schnee, blendend, glitzernd, sogar abwaschbar, in Berliner Sommersonn«. Ja, Goft hat endgültig abgewirtschaftet, seine Schöpfung ist überholt, die Welt des Menschengehirns ist angebrochen. Melange wird man noch die Alpen stehen und di« Meere wogen lassen! Beeilen mir uns! Jede Reise kann die letzt« sein. In der Berliner Fnnkhalle stehen schon Schneefelder- GÜttscher, Firne. Nach St. Moritz werden nur noch die Naiven gehen! Es ist vorbei lmit dem Frost, wenn in Berlin dfo Kastanien blühen wollen und der Tiergarten voll ist von Krokus und die Enten im Neuen S^e brüten und die Liebespaare nach Treptow und Wannsee aufbrechen. (Treptow ist fünfzig Prozent billiger und bürgerlicher.) Di« „Kammerspiele" haben darum schnell die ernsthafte „Toni" abgesetzt und versuchen es mit „L o ck v ö g e l". Das ist etwas Amerikanisches — aber so etwas wächst auch bcii unserem „Bach und Stein", auf unserelt „Weinbergen". Harmlosigkeit ist frivol dagegen, indem drei Gattinnen ihre ungetreuen Gatten eifersüchtig machen wollen durch drei gemietete Studenten. Selbige also sind die Lockvögel, künstliche, bunte Blechatrappen, die die echten lebendigen Männchen anziehen sotten. Sind die da, so haben die ülecherueu ujue «chuldigüeir gaau uuo werden für bte nächste Jagd verwahrt. Und dazu, Herrschaften, der Griff nach Nebersee! Wie leer zieht man ab nach so zwei Stunden. Jil die regnerische Nac»).. Hagel. S-chuee. Bitterkalt. Die Bettler iet&ft bleiben zu .Haus bei opulentem Souper. Einer, neulich, gestand sterbend, daß er täglich sechsunddreißig Mark gemacht habe, auch Sonntags. Das nennt mau ein Einkommen! Ich gehe ernstlich mit dem Gedanken um-- Vorher aber ging ich zur göttl . . . nein! viel mehr: menschlichen Hansi Niese! G^ade zu Osten: fiel ^»e. aus schönerer Welt kommend. Uer ein,. im abseitigen Nedenziheaterchen. Das lvar war einmal — schier dreißig Jahre sind es her! Keine Großmutter mehr erinnert sich,, es war vor ihrer Zeit — das war einmal — kein Atüvchen! — das eleganteste Theater der Residenz. Dahin gingen die Lebeherren, die jeunesse doree, die Damen, bei denen man sich damals noch nicht langwMe, die Ehefrauen, die fürchterliche Sensation suchten, die tteinen Hochstapler neben den großen. Junge Mädchen mußten erröten, wenn: ..Residenztheater" fiel. Sie dursten nicht, hin. Wenn — dann waren es so gut wie gefallene. Damals gab es noch gefallene Mädchen. Seitdem ist es Stufe der Entwicklung zun Persönlichkeit geworden. Nämlich: dort spielte man die verruchten französischen Schwänke! Mit Ehebruch, Unterrock (Seidenvolants!!), Unterhose, Nachthemd. Es gab weder Pyjama noch Kombination — damals! Seitdem —. Nun, schweigen wir. Mssen wir nicht alle alles?... Dort spielte, einen Abend vor Ostern, die ewig« Hansi im „Autowildling". Man vergaß — natürlich! — das Stück über ihr. Noch immer: sie gewinnt das Herz, wenn nur erst der Schatten ihres unvergänglichen Busens auf die Bühne fällt. Selige Zeiten! Sie hat ihn noch immer wie auch ihre liebe vertraute Stimme (die dennoch ganz zart sein kann!), ihren Humor, der noch km> Drastischen wahr und natürlich bleibt, ihre kleinen Nuancen, die so stark wirken, sie hat ihr Herz!. Herz! Herz! Das sonst doch gar nie mehr auf Bühnen schlägd. Leider ist die Aufmachung dieses Gastspiels falsch, in dem Theaterchen im Osten, mit dem Borstadtpublikum, dem Bierfoyer. Warum spielt diese prachtvolle Frau, dieses pralle, warme Meatscherüoesen, nicht im staatlichen Schauspielhaus, im Deutschen? In ernsthaften Stücken. Bor Leuten, die statt zu kreischen, schrnunzeln können! — Wenn man einsam sein will, geht mau. in fcfeit „Sturm". Nicht von Shakespeare, sondern von Hevtvarch Walden. Das ist ein Kunstsalon, in dem immer das Kühnste gemacht wird, wenn es nur Mus ist. Futu-, Kubis-, Expressionismus. Allein auf beschränkter Flur steht man da vor Rätseln und Mystizismen. Aber diesmal ist es, allen verständlich, ein Kirschbaum. Er trägt L-hagall- Früchtchen möchte man, geistvoll, wie man sich bemüht, sagen. Aber das ist zu billig für Geist. Warum! soll «in Werdender nicht einen Meister haben? Also der junge Maler I. d. Kirschbaum nicht den großen Lhagall als Vorbild? Ein jüdischer Maler, der Jüdisches malt, der jüdisch malt! Gibt es das? Jüdisch malen? Viellelicht. Seht euch die Inbrunst mancher Bewegung, das geistig Eindringliche mancher Farbe an — ganz abgesehen natürlich vom Vorwurf des polnischen Milieus, das er bevorzugt. Man kann Soharstudenten,'Lhazot, Beth hamidrasch auch westlich, europäisch malen. Aber Kirschenbaum ist ein malender Jude. Das gibt seinen Zeichnungen (Tusche, Aquarell, Kreide) ein Fluid, das besonders ist. Der'juWe Künstler hat, fast in jedem Blatt einen Strich, eine Gebärde, Ausdruck oder Einstellung, die verspricht. Einmal wird er eigene Früchte tragen. Er muß nur das. Erlebnis, das er offenbar schon Hnter sich hat, auch in sich haben, es ist ihm noch nicht völlig in Auge und Rnger geströmt Jedenfalls: eine jüdische Hoffnung. Immer noch gibt es, hier und da, Abende, wo ^Berlin" sich zusammenfindet, so etwa, wenn das musikalisch sehr begabte Mädchen Martha L^nz Gfiige spielt. Es gab, unlängst, sogar Gelegenheit, sie als Mrigentin forsch, flott, energisch in diskreürr, geschnmckdollc-r Toilette zu bestaunen. Sie ist eine von den wenigerr, dis — im sparsamen Berlin! -— mit Blumen überschüttet wurden. Es baute sich betörend auf dem Podium aust von