Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2926 (21.4.1927)
- Date
- 1927-04-21
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener M-e-enzetta«- S1. UM'M Seite 8 'Kren, Donnerstag VOLKSWIRTSCHAFT Anhaltende Lirahausse. Tie Aufwürtsbewegung der Lira machte gestern weitere Fortschritte. Die Devise Mailand erreichte den Kurs von 26.35 gegen Zürich, Pfunde haben sich in Mailand auf 25.80 abgeschwächt. Maßgebend für die anhaltende Aufwärtsbewegung der Lira sind die konsequent verfolgten Deflationstendenzen des italienischen Schatzamtes, das hiebei durch den Zustrom ausländische Kapitals nach Italien unterstütztwird. Die in der letzten Zeit an den italienischen Staat und einige italienische Städte gewährten Dollaranleihen gelangen zur Umwandlung in Lire, wodurch deren Kurs günstig beeinflußt wird. Ueber den Erfolg des italienischen Schatzamtes in den Fragen des Budgets und der Verminderung des Notenumlaufes wurde gestern in Rom amtlich folgender Bericht veröffentlicht: Das Budget weist am 31. Mürz einen tatsächlichen lieber-- schuß von 249 Millionen Lire auf, was gegenüber dem Voranschlag ein um 107 Millionen günstigeres Ergebnis darsiellt. Falls jedoch die für die Herabminderung des Banknotenumlaufes bestimmten 375 Millionen und die für Ersenbahnbanten bestimmten 187 MMonen, die früher gesondert verrechnet waren, nicht berücksichtigt werden, ergibt sich zu Ende März ein Ucberschuß von 812 Millionen, was gegenüber der entsprechenden Periode 1925/26 eine Besserung um 229 Millionen bedeutet. Die Eingänge an ordentlichen und außerordentlichen Einnahmen überstiegen die Zahlungen für ordentliche und außerordentliche Ausgaben um 489 Mlll. Der gesamte Bank- und Stüatsnotenumlauf ist gegen den Februar 1927 auf 19.483 Millionen Lire gefunken, was gegenüber dem Februar 192? eine Verurinderung von 141 Millionen "ferchet. A«M«ß 2eutschlaodL ist, Lefterreich Der BerMer Valorisationsprozetz gegen die Gsmemd-s Wien. Bor. eimger Zeit wurde von einem deutschen Besitzer von Teilschuldverschreibungen der - Wiener Jnvestitionsanleihe vom Jahre 1902, beim Landgericht 1. in Verl irr eine Klage eingebracht, in der volle Valorisierung in Schweizer Franken, in Zürich oder Bezahlung des Gegen-, wertes.in deutscher Reichswährung in Berlinverlangt wurde. Bekanntlich wurde die Gemeinde Wien aus Grund eines ad hoc geschaffenen Bundesgesetzes vom 27. Jauner 1922 zur vorzeitigen Rückzahlung der Wiener Juvestitronsanleihe 1902 in österreichischen Papierkronen erntächtigt. Dieses Gesetz wurde in voller Schärfe gegen die irilästdifchen Besitzer dieser Teilschuldverschrcibungen angewendet, während die Gemeinde Wien mit den ausländischen Gläubigern einen Akkord betreffend eine teilweise Valorisierung traf, von dem jedoch die deutschen G-lüubäger ausgeschlossen blieben. Die Gemeinde Wien betätigte in dieser Schnldenpolitik praktisch den „Anschluß Deutschlands an Oesterreich", indem sic den deutschen Gläubigern dieselben „Rechte" wie den österreichischen Gläubigern gewährte oder vielmehr den. deutschen Gläubigern gegenüber dieselben Machtmittel zur jAnwerchung brachte, die sie in formal-gesetzlicher Weise den. österreichischen Staatsangehörigengegenüber betätigte. Die vor dem Berliner Gericht angestrengte Klage focht nun das österreichische Bundesgesetz vom 27. Jänner 1922 mit der Begründung an, daß auf dem Texte der Schuldverschreibungen die Rückzahlung in Schweizer Franken verheißen sei und daß, da es sich um eine in der Schweiz zugesagte Leistung handle, die Entscheidung über den Klageanspruch nicht österreichischem, sondern schweizerischem Rechte unterworfen sei. Demgegenüber machte die Gemeinde Wien den Einwand durch U nzarständigkeit des deutschen Gerichtes geltend, da nach österreichisch-em Recht für Streitigkeiten ans Teilschuldverschreibungen ausschließlich der Gerichtsstand des Schuldners, mithin das Handelsgericht Wien zuständig sei. Das Landgericht 1 in Berlin hat nun den Klageanspruch wegen Unzuständigkeit äbgewiesen. Damit hat der Kläger den Prozeß in erster Instanz, allerdings ans bloß formalen Gründen, verloren. Der deutsche Gläubiger hat gegen diese Entscheidung des Gerichtes Berufung eingelegt, und so ist zu erwarten, daß in der Angelegenheit der gesamte Jnstanzenzug durchlaufen werden wird, wozu es übrigens auch dann gekommen wäre, wenn der deutsche Kläger schon in erster Instanz durchgedrungchl wäre. BSlkerbund tttrt Mrlschaftsfrage. Gestern hielt im Festjaale des Hotels „Qesterreich'.- scher Hof" im Rahmen einer Plenarverftnnmlung des Vereines für kaufmännische Interessen Botschafter C. D u in» ba einen Vortrag über „Vö lkerb und und Wirtschaftsfrage". Der Vortragende unterscheidet zwei große Betätigungsfelder des Völkerbundes, und zwar das politische der möglichsten F vsied je ns sich ern ng und die Verwirklichung der wärtschaftkichen Solidarität. Auf dem ersten Gebiete besitzt der Völkerbund, so führte der Vortragende aus, eine bloß moralische Autorität. Er vermag daher in Fragen, wo die Großmächte selbst uneinig sind, kaum erfolgreich eingreifen, Wohl aber sei es anznerckdnnen, daß dieser moralischen Autorität in den B a l ka n-f.rag^e n bisher noch immer eine friedliche Lösung geluirgen sei, während unter dem früheren System der Allianzen die Gegensätze der beiden Gruppen automatisch zuin Weltkriege geführt haben. Die dankbarere Aufgabe des Völkerbundes ist die Sanierung der staatlichen Finanzen und die Förderung des wirtschaftlichen Wiederaufbaues. Die finanzielle Gesundung der Währungen in Oesterreich, Ungarn, Estland ufw. war die Vorbedingung für die wirtschaftliche Renaissance- Sehr wichtig ist in dieser Beziehung bje Wjrksamkejt der ständigen Verkehrskommission, die seit 1920 in stiller Arbeit nngemsiin viel zur Förderung des Verkehrs und des Handels geleistet hat. Speziell für die. Abstellung der Uebelstände, welche die freie Schiffahrt auf der Donau hemmen, wurden auf Grund einer Denkschrift des ainerikanischen Schiedsrichters Hlines sehr praktische Vorschläge in Resolutionsform gemacht. Am nächsten Mout a g tritt das Snbkomitee für internationale Regelung des Verkehrs (Auto und Fuhrwerke) in Wien zusammen. Der Vortragende bespricht sodann die am 4. Mai in ' Genf zusammentretende- Weltwirtschaftskonfer e n z und deren ausgedehntes Programm. In dieser werden zwar keine Entwürfe von Verträgen ausgearbeitet werden, die die Regierungen binden könnten, wohl aber werden einige hundert Männer der Wirtschaft, die alle Produktionszweige, auch den Konsum, vertraten, zu regem Gedankenaustausch durch zwei bis drei Wochen zusammenkommeit und sich doch über gewisse allgemeine Prinzipien einigen können, wie einst die Brüsseler Finanzkonfel'enz, welche die allgemeinen Richtlinien für die spätere Saniernng Oesterreichs und Ungarns festgelegt hat. Längere Termine für Handelsverträge, Abschaffung der Einfuhrverbote, gewisse KolMtivv ertrüge dürften wohl der Verwirklichung näher gebracht werden. Die innige Verflechtung der wirtschaftlichen und Verkehrsintsressen aller Staaten, die Betonung der E i n h,e i t l & ct> f e i t der Weltwirtschaft und der Notwendigkeit wirtschaftlicher Solidarität bedarf eines Organes. Dieses Organ ist der Völkerbund. Anmeldung von AusgleichSrenten nach dem Leibrentnergesetz. Ansprüche auf Ausgleichsrenten nach dem Leibrcntuer- .gcsetz find auch dann anzumefden, wenn der zum Bezug einer Leibrente Berechtigte von der betreffenden Versicherungsanstalt freiwillig oder auf Grund eines gerichtlichen Vergleiches bereits eine teilweise anfgewertete Leibrente bezieht. Tie Anmeldung muß in diesen und allen übrigen Leibrentenversicherungssällen bei s o n st i g e m B e r l u st des 2t ns p r uches bis längstens 31. A u g u ft 1927 und soll im eigenen Interesse der Partei m ö g l i ch st bald erfolgen. Sie ist persönlich (nicht schriftlich) durch den Bezugsberechtigten -oder eure von ihm daniit betraute Person vorzunehmen und -zwar in Wien bei dem Bundesministerium für soziale Verwaltnng, 1. Bez., Hanuschgasse 3, werktägig zwischen 9 und 13 Uhr, außerhalb Wiens bei der politischen Bezirksbehörde (Bezirkshauptmannschaft, Stadtmagistrat), in deren Sprengel die Partei ihren Wohnsitz hat. Bei der Anmeldung ist ein 1-Schilling-Stempel nntznbringen. Ferner sind Belege über den Wohnsitz (Meldezettel, Legitimationspapiere) und die österreichische Vundesbürgcrschaft (Hcimatschein, Optionsdekret, Legitimationspapiere) vorzuweisen und die Versicherungsurkunden (Lvibrentenpolizzen) gegen Empfangsbestätigung und spätere Rückstellung abzugeben. Der Zusammenbruch der Böhmischen Petroleumraffirrrrie. Aus Prag, 20. b. M., wird telegraphiert: Die Böhmische Petrolenmräffinepie in Kolin hielt gestern eine Generalversammlung ab/ die sich sehr lebhaft gestaltete, da die Gesellschaft bei einem Aktienkapital von drei Millionen einen B e r l n st von ü b e r 13 M i l l i o n e n Kronen anslveist. Das Verhalten des finanzierenden Instituts, der Prager Kreditbank, wurde scharf kritisiert und dem Berwaltungsral das Absolutorium verweigert. T-a keiner der Aktionäre die Weiterführung der Geschäfte des Unternehmens zu übernehmen bereit war, wird die Bestellung des neuen Berwaltnngsrates durch die Behörden erfolgen^ Zollunion zwischen Estland und Lettland. Die Regierungen von Lettland und Estland haben sich bei den Verhandlungen über die abzuschlienende Zollunion auf folgende Bestimmungen geeinigt: Sobald der Vertrag in Kraft getreten ist, werden die Zölle zwischen beiden Staaten aufgehoben. Ferner verpflichtet sich jeder der vertragschließenden Staaten, den Bürgern des anderen Staates auf seinem Territorium die gleichen Rechte wie den eigenen Bürgern in bezug auf die Nutznießung, Verwaltung und Ausnutzung von Immobilien in Handel, Industrie, Schiffahrt, in der Jurisdiktion und in bezug auf die Anwendung der administrativen Ordnung sowie auch in bezug auf alle Stouern ohne Unterschied des Charakters zu gewähren. Zur Durchführung der Vorarbeiten ver Union wird eine Kommission mit der Aufgabe »betraut, einen gemeinsamen Zolltarif auszuarbeiten und die Zoll- und Steuer-Gesetzgebung beider Staaten zu vereinheitlichen. Die Sätze des gemeinsamen Zolltarises werden in Goldfrancs festgesetzt. Die beiden staatlichen Emissionsbanken tauschen den Lat egen die Estikrone zur Goldparität ein und berechnen iefür keine Gebühr. Eine ReUamekunstaussteüung in London. In der Zeit vom 18. bis 23. Juli 1927 findet dle größte, jemals in England veranstaltete Reklameausstellung statt. Jnr Zusammenhänge mit dieser wird auch ein Reklamekongreß abgvhalten. Zirka 2000 Reklamesachleute aus allen Teilen Englands und den englischen Dominien dürften an dieser Veranstaltung teilnehmen. Die Veranstaltung selbst wird die Zeitnngsankündigungen, Plakatwesen, Prospektreklame und die sonstigen Spezialreklamen umfassen. Die Zeitungen alle in rhaben-einen Ausstellungsraum von 100.000 Quadratfnß belegt. Die Neklameansstellung soll unter anderem auch der Aktion „Kaufet englische Waren" dienen. Liquidation des amerikanischen Petroleumtrust in Ungarn. Aus Budapest, 20. d. M., wird telegraphiert: Wie „Magyar Orszag" erfährt, wird der amerikanische Petroleumtrust, der unter dein Namen „Ungarisch-amerikanische Petroleumgesellschaft" einen Verlust von 1.2 Millionen Pengö in Ungarn erlitten hat, liyuidieran und Ungarn verlassen. Wiener Bikrfe. Aach ruhigerem Beginn befestigt. Zu Beginn des Verkehres machte sich geistern Im Einklang mit der ruhigeren Tendenz der auswärtigen Börsen auch an der Wiener Börse Realisationsnekgung geltend, die zunächst in den stuvker favorisierten ungarischen Werten der Kulisse Knrsabdröckc langen zur Folge hatte. Im iveiteren Verlauf rückDi jedoch wieder Rima und Salgo in den Vordergrund des Interesses, und von hier aus übertrug sich die freundlichere Tendenz auch ans die übrigen Marktgebiete, die einen Teil ihrer anfänglichen Knrseinbußen hereinbringen konnten, während Krupp, Felten, Trisailer und Karpathen sogar .nit Steigerungen den Markt verließen. — Im Schranken wurden dle Realisationsbostrebungen durch neu eingelangte Aufträge namentlich in tschechischen Papieren paralysiert, aber auch zahlreiche österreichische Kategorien, darunter besonders Donan- Dampfschiff und Elektrizitätsaktien, erfreuten sich lebhafterer Nachfrage. Ziemlich umfangreich bei fester Tendenz war auch das Geschäft in Zieleniewski-Mtien, während Petrolemmvert, ungleichmäßig veitkehrten. Auf . dein An läge markt waren Renten behauptet, Ti^entbahnobligationen bei minimalem Geschäft ungleichmäßig, Wiener Anleihen im Zusammenhänge mit der Abweisung des ValorisationSklage gegen die Gemeinde Wien durch das Bo^ lincr Gericht angelboten. Quoten: Franz-Joi'efSbahn: Schuld 3.30, Prior. 4.04. Exoten: Oleum 6, Nniv. Bau 1.50 bis 1.58. Kasfarurse: Bodencrcdit 23.30, Oesterr. Credit 17.00, Anglvbank 8.50, Mercurbank 6.10, Bankverein 35.10, Brit-- ring. Bank 118.25, Pester Commcrckal 160, N.-ö. EScompte 28, Nordbahn 1016, Staatsbahn 47.70, Nnionvamnat. 26.95, Lemberger Brau 116, Dynamit Nobel 463, Teerag' 16.40, 31. E. G. Union 8.50, Der. Elektr. 64, Linzer Eltzktr. 19.80, Siemens 28.60, Elin 47, Elin Anteiffch. 9.40, Ocstevr. Telephon 13.10, Tnfailcr 60, Steir. Magnesit 70.25, Berg und Hütten 618, Breitfcld--Danek 116.25, Poldihüttc 119, Prager Eisen 263.50, Schoeller Stahl 2.10,' Simmeringer 17.40, Skoda 171.50, Egydier 378, Finze 16.80, Oesterr. Hos'herr 16.26, Ungar. Hosherr 31.45, Hrttter u. Schrantz 46.75, Kabel Draht 29.50, Krupp 27.90, Rima 142, Waag-« ncr 10.60, Karpathen 36, Oesterr. Eifenbahnverk. 63.25 Semperit 21.70. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. Die Grundsiiululuug war im allgemeinen etwas freundlicher. Inländischer Weizen war schwach offeriert und hat sich etwas befestigt. Roggen lag fest, da es am Offert mangelte. Auch Mais war freundlicher gestimmt. Hafer tendiert fest, da nur rumänische Provenienzen zur Verfügung stehen. Ungarische urrd böhmische Ware ist unrentabel. Es notierten für 100 Kilo in Schilling: Weizon, Wiener Boden 43 bis 48.25, Ungar. Theiß 49 bis 49.50, Roggen, Marchfelder 37.25 bis 37.76, Dtais 24 bis 25, Hafer, inländischer, 30 bis 30.60, Gerste 35 bis 41. — In Mehlen ist'keine sonderliche Belebung eimgetreten. Kleinere Partien wechselten bei unveränderten Preisen die Besitzer. Es notierten für 100 Kilo in Schilling: Weizenmehl, inländisches 73 bis 75, ungavisches 70 bis 73, Kochmchl 67 bis 69, Brotmehl 57 bis 60, Roggenmehl 58 bis 59, Futtermehl 32 bis 33, Weizenkleie 22.75 bis 23. Wiener Viehmärkte. Borsten Vieh markt. Aufgetrieben wurden: 6279 Fleischschweine, 1394 Fettschweine. Es notierten: Fleischschweine 1.90 bis 2.40, Fett>chweme 2.00 bis 2.55 per Kilo Lebendgewicht. Bei lebhaftem Verkehr wurden Fleischschweine um 5 bis 10 Groschen teurer. Fettschweine vorwöchig fest behauptet. Wiener Holzbörse. Die Stimmung des Holzmarktes ist nicht gleichmäßig, Während manche Sorten vernachlässigt sind, überwiegt in anderen die Nachfrage das 3lngebot, Allerdings handelt cs sich in diesen Fällen um Spezialaimonstonen, von denen nur wenig erzeugt wird. Die Gemeinde Wien hat beispielsweise bei ihren Bauten verschiedene Typen geändert, so, daß and; andere Rohdimensionen in Holz gebraucht werben. In trockener Ware, insbesonders in Kiefer, besteht ausgesprochener Mangel. Das Kaufinteresse Deutschlands rst nach tvie vor lebhaft, während Frankreich, Italien und Ungarn nur geringe Dtengerr dem Markte entnehmen. In den letzten Tagen hat sich die Tschechoslowakei im Waldbiertel für österreichische Ware interessiert und konnten rn diesem Gebiete einige stillgestandene Sägewerke den Betrieb wieder auf« nehmen. Die Stimmung der gestrigen Börse war insbesonders mit Rücksicht auf die guten Exportmöglichkeiten nach Deutschland zuversichtlich und konnten von Exportwaren 24 Millimeter, von 16 Zentimeter auswärts, 1. und 2. Klasse,, italienische Sortierung um S. 2 auf S. 74, halbe Moral! um S. 1 auf S. 73 und 3. Klasse 18 und 24 Millimeter, 8 bis 15 Zentinceter nur S. 1 auf S. 68 per Festmeter prompt ab Tarvis oder Brenner erhöht werden. Brennholz hat sich mit Rücksicht auf die fortgeschrittene Jahreszeit verbilligt. Weiche Scherter kosten S. 425, Bnchenscheiter S. 335 per 10-Tons- Waggon und trockenes Bundyolz S. 4.46 per 100 Kilogramm prompt ab Wien. 3lusgvboten war Fichtenschnittmaterial 22, 28 und 36 Millimeter, 18 bis 60 Zentimeter, 27 Millimeter, 12 bis 22 Zentimeter, 27 Millimeter, 22 bis 30 Zentimeter, 32 Millimeter, 30 bis 60 Zentimeter zimr Durchschnittspreis von S. 66 per Festmeter ab oberosterreichischer Station. ■ Budapest« Getreideterminmarkt. Im Einklänge mit den höheren amerikanischen Notierungen tendierte die gestrige Börse fester. Größere Kursavancen erfuhr jedoch bloß Roggen infolge erhöhten Auslandsinteresses. Die Notierungen lauten in Pengö: Maiweizen 32.82, Oktoberweizen 26.76, Mairoggen 37.50, Oktvberroggen 22.20. Auswärtige Börsen. Berlin. Die Lage am Geldmarkt wurde ruhiger veurte-ilt, da sich herausgestellt bat, daß die vorgestrige Verknappung weder mit der Kreditkündigung der Vereinskroditbank in Zusammenhang zu bringen ist, noch mft dem Fehlen der Dispositionen des Pllbliknms ivährend der Feiertage. Taggeld.blwb mit 6)4 bis 7 Prozent eher gesucht. Schon anfangs, ivar am Elektromarkte, bei Farben-, Ryeinstahlaktien und Spritwerten, sowie einigen Textilpapieren größeres Geschäft zu beobachten, das im Verlaufe auch auf die übrigen Märkte Übergriff. So lagen die anfangs ruhigeren Schiffahrtsaktien später sehr lebhaft und besonders Hambllrg-Süv ivurden bis 7 Prozent über gestern geyau-delt, mußten aber später einen Teil ihres Gewinnes tvieder hergeben. Banken setzten ruhiger ein rmd gewannerc im Verlaufe 1 bis 2 Prozent, Montanwerte lagen unter Bevor-cigung von Kohlenpapieren 3 bis 6 Prozent hoher. Spritwerte setzten auch im Verlaufe ihre Aufwärtsbewegung fort und gewannen fast