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Wiener Morgenzeitung · 1927-04-21 · Heft 2926 (21.4.1927) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2926 (21.4.1927)
Date
1927-04-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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| prcta 20 0 \ Redaktion, Administration: Wien, 11., Tabor str.l Celephoo 44-0-66, 43-8-19 Ab 6 Uhr abends: Telephon 81-0-86 Druckerei /II., Lerchenfe der;traße 1 („lnva / Preise Wien und Oesterreich durch Post oder Verschleißsteilen monatl. 5 Schilling, Bezugsbedingungen für das Ausland im Innern des Blattes. Wiener Mommreiluim Nr. "926 Wie«. Sonnentag. 21. Avril 1927 (IS. Man 5687). BESUCHET bim f Wiener : Rathauskeller! Pie Gemütlichkeit der guten alten Zeit. Wer kommt, wird wieder Stammgastl WNW.-Ml.WU Volkstümliche Preise! Mittags - Menüs ä S 1‘50 Direktion: OTTO KASERER 9. Jahrgang Bor einem englischen Bergarbeiterftreik? Sine neue Kohlenkrise. Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangeletztes E gekennzeichnet. J t\ötni'Scfirva>s&er FAQ INA ,Zd . Jf . (S {/c!*rn {Ulonlpö.achte die Tötd Schu tz. marke! Heilte Donnerstag, den 21. April 1927, um 8 Uhr abends, in Tomaneks Gasthaus, VI., Kasernengasse 7 Jüdische Wählerverjammlung Redner: . Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes, , Frau Franka Rittermann, Bezirksrat Moritz KoHn, Or. Samuel Schmerlen 2 o it b o th, 20. April. Nach übereinstimmender Ansicht hiesiger Wirtschaftskroife steht Europa vor einer neuen ernsten internationalen Kohlenkrise, da die britische Konkurrenz wegen des längeren Arbeitstages und der herabgesetzten Löhne die anderen Länder schwer trifft. Die Kohlengruben, von N o r t h u m b e r l a'n 8, eines der wichtigsten, britischen Ausfuhrgebiete, förd.rn gegemvärtig ebensoviel Kohle als in irgend einem der letzten vier Jahre, doch wird dies mit einer gegenüber dem letzten Jahre um 6000 geringeren Zahl von Arbeitern erreicht. Da die britische Industrie eine höhere Erzeugungsmenge ni^t verkaufen kann, arbeiten die Kohlengruben mit Kurzschichten. Dieser Umstand bringt die Möglichkeit eines neuen schweren Lohnkampfes im Kohlenbergbau sehr nahe und die. Reden zweier hervorragender Politiker bestätigen dies. Sir Herbert Samuel, der seinerzeit die R-egierungsenquete über die Beilegung des letzten Kohlenkonflikts geleitet hat, erklärte nämlich in einer Rede, daß der englische Kohlenbergbau binnen sechs Monaten, um die Betriebskosten zu decken, zv weiteren Lohnherabsetzungen werde schreiten müssen, da kein einziger Vorschlag zm Rationalisierung des Bergbaues bishe« durchgeführt worden sei. Auch der Generalsekretär der Bergarbeiterschast, Cook, machte in einer Rede die englische Gewerkschaft daraus aufmerksam, sie müßte sich gefaßt machen,!m H o cb sommer eine Solidaritätsaktion zugunsten der Bergarbeiter zu unternehmen, da im Laufe dieses Sommerein neuer Kampf gegen die LohnheraA setznng im Bergbau bsvorstehe. Heute Donnerstag, den 2 t . April 1927, um 8 Uhr abends, im Deutschmeister Schützenh.aus, Vlll., Albertgasse 43 Massen-""'' Redner: Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Max Bernhardt, Ing. Eugen Buchbinder, Theodor Fell. Juden und Jüdinnen, kommet alle! Ins polnische Petroienm-Änttell gescheitert. Warschau, lv. viprii. Die. in ven , letzten), Tagen in Kpakau geführten, Verhandlungen über die Bildung eines polnischen Petroleumkartells sind gescheit e r t. Man gelangte lediglich zu. einer Üebereinkunst über die Frage der Aufrechterhaltun.g der gegenwärtigen Naphtha- und-Erdölpreise. Hingegeir mißlang der Versuch, eine gemeinsame Organisation ins Leben zu rufen,, an unüberbrüMaren Meinungsverschiedenheiten. Aushe'mng einer monarchistischen Gruppe in!vi0rkau. Moskau, 20. April. Nach einer Meldung der Lelegrafen-Ag.ntur der Sowjetunion wurde eine Monarch istische GruPPe entdeckt und ausgehoben, deren Mitglieder sich als Anhänger des ehemaligen Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch bezeichneten. Wie aus dem beschlagnahmten Material ersichtlich ist, stand die Gruppe in keinerlei Beziehung , zu irgend welchen Schichten der Bevölkerung. Sie trieb vornehmlich S p i o n a g.e zugunsten einiger der tätigsten, ausländischen Spionagezentralen uyd bezog ihre Geld- - mittel aus ausländischen Quellen. Führer der Gruppe war der in Paris befindliche frühere Weißgardist General Kutepow. Kein UtLNatuyiÄMAMM. Dle Aüemvnote ver süns Möchte. L o n do n, ■ kJ0... Ap.ü. Jn>deu.K-ei.,en des Ministern präsiöimns wird erklärt, bie Absendung der Kölle k t i v n o t e der fünf Mächte auf die Note des kantonesischen Außenministers Tschen über die Zwischenfälle von Nanking sei durch die japanische Regierungskris t' verzögert worden. Die Bildung einer unabhängigen Regierung in Nanking durch Tschangkaischek werde auf den Beschluß der Mächte, eine Entschädigung für die Opfer von Nanking zu verlangen, ohne Einstuß bleiben. Die Forderung 'wird vielmehr sowohl dem Außenminister Tschen in H an kau wie dem General Tschangkaischek in Nanking übermittelt werden. Die Note werde jedoch nicht den C.harakter eines Ultimatums tragen und auch nicht mit Sanktionen drohen. MannkMek« SttlWeh. Schanghai, io. kprü. Lvie aus Nanking gemeldet wird, soll Tschangkaischek nach Bildung seines Kabinetts beabsichtigen, den Kampf gegen die Nordarmee fortzusetzen. Da Tschangkaischek über rnehr als J300.000 Mann verfügt, erwartet man keinen Angriff von seiten Hankaus. Die neue nationalistische Regierung wünsche, wie es heißt, die Freundschaft aller Länder, besteht jedoch auf der Abschaffung aller ungleichen Verträge. In Schanghai wird mit allen Mitteln gegen die Kommunisten vorgegangen. Etwa 100 Extremisten sind bereits hingerichtet worden. Ae neue japauilche Regierung. London, 20. Aprü. pfach einer Mj..dung aus Tokio setzt sich das 'neue Kabinett wie folgt zusammen: Ministerpräsident. und Außenminister T a n a k a. Finanzminister T akaha chi, K.ieg.Psuno Marine: Okäda,^Justiz:Hara Unterricht: Mitsuchi, Land.ritfcha t: Noch izuki, Handel: Pamamoto, Verkehr: Nakabaschi, Eisenbahn: O gawa. In politischen Kreisen glaubt man. daß die neue Regierung in bezug auf die chinesischen Angelegenheiten eine wesentlich energischere Politik verfolgen wird, als die vorcrnsgegängene. , vemeMewiihlen in der Tschechoslowakei. Prag, 20. April. Die poli.ischen Landesverwaltrmgen sind davon m Kenntnis gesetzt worden, daß, die Gemeindewahlen am 30. Oktober stattfinden. Iie Ronistifche kxekutive. Aus London meldet,die I. T.. Ar -Die SonderVerL tung der Zionistischen Exekutive ist am 13. April abüM zu Ende gegangen. Die Exekutive hat die wirtschaftliche Lage in Palästina nach allen Richtungen hin sorgfältig durchberaten mtb verschiedene Vorschläge zur Lösung der gegenwärtigen Krise erörtert, so auch die Whaltung votztz Sonderkonferenzen in verschiedenen Ländem, bei denen die Zionistische Exekutive vertreten sein soll und die das! Ziel Haben, ein Zusammenarbeiten in der Angelegenheit her geplanten langfristigen Anleihe zu bewirken. Die Exekutive hat eine Reihe von Beschlüssen betreffend die wirtschaftliche Lage in Palästina angenommen. Um mit dem. gegenwärtigen System der Arbeitslosenfürsorge durch Geldunterstützungen aufhören und ein System der Hilfe durch Arbeit einleiten zn können, wird die Exekutive gemäß den Vorschlägen der Zionistischen Exekutive in Palästina das Arbeits-Budget erhöhen, unter der Voraussetzung, daß sich gewisse Reduktionen in dem normalen Budget vornehmen lassen; der Plan der Hilfe durch Arbeit soll zur Durchführung gelangen, sobald ein gewisser Teil des erforderlichen finanziellen Rückhalts sichergestellt ist. Die Durchführung einer Anleihe wird davon abhängig gemacht werden, daß das Palästina-Budget des kommenden Jahves streng innerhalb der Grenzen der veranschlagten Einkünfte gehalten wird. Eine Kommission wird nach Palästina gehen, um die wirtschaftliche Lage z!u prüfen und Vorschläge hinsichtlich des zukünftigen Budgets unter Berücksichtigung der Notwendigkeit des Sparens zu unterbreiten. Die Exekutive schlägt vor, in verschiedenen Ländern km Verein mit dem Keren Hajessod Konferenzen einzuberufen, in denen die gegenwärtige Lage gesprochen und ge eignete finanzielle Maßnahmen in Angriff genommen werden sollen. J In kurzer Zeit wich die Exekutive eine Kundgebung erlassen, die die ganze Sachlage beleuchten wich. Verhandlungen rnr Mederonsnahme der rnffisch-jngoilawischeu Beziehungen. Berlin, 21. Aipril. Der russische Botschafter in Beolin, K r e st i n s k t ist von der Sowjetregierung angewiesen worden, mit bcui Berliner jugoslawischen Gesandten, Balugdjic, in Verhandlungen über die Wiederaufnahme dev diplomatischen Beziehungen einzutreten. - Wühlet nur die Jüdische Partei! 0002535353230023234800012323532348532353485323482348485348232323534853534853484853235300484848 0001300201020100 0023533023482348534823535348000001530109234823234802014848234853534853230000000001012348484802

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