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Wiener Morgenzeitung · 1927-04-13 · Heft 2919 (13.4.1927) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 2919 (13.4.1927)
Date
1927-04-13
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sette 8 Wien, MtWoch yOIK8WIKTHBAfT | SOeereich bereitet eise Ansksndsanleihe vor? Bon der sogenannter! Sanierui.gsanl«i he, die i.ach Hiwvegrüumung der Hindernisse des Friedensvertrages durch den Völkerbund Oesterreich gewährt wock>en »var. sirL noch erhebliche Reste vorhanden. Sie sind jedoch zweckgebunden und sollen vor allem der Weiterführuitg und Be-- endigung des ersten Elektrifizierungsprotzram--- twos dienen. Ueber das Ende des Jahres 1928 roird die »mskommm können. Es ist auch kaurn denkbar, daß in der österreichische Staatswirtschaft nrit diesen Geldern kaum lange auskommen können. Es ist auch kaum denkbar, da st in der vierjährigen Wahlperiode des neuen Nationalrates der Sachaufwand des Bundes so rnager ans den Bölkerbundkredit resten bestritten rvird wie bisher. Die weitere Fortstzun^ des Elektrifizierungsprogramms wird bereits angekün-iigt. Eine Studienkommission der Bundesbahnen koeilt in Schtvden, Min dort die neuesten technischen Errungenschaften des elektrischen Bollbahmvesens an Ort und Stelle ( lernen. Das neue Elektrifizierungspr^rannn der nächster.-» Jahre ist bereits ausgearbeitet, ^ein Koftcnmrfwcrnd nriü rmrd 70 Millionen Schilling approximativ errechnet. Das Handelsministerium will in den nächsten Jahren die öfterreichischen Straßen verbessern. Hiefür werden etwa 85 Millionen Schilling nötig sein. Das sind nur so die «größeren Investitionen, die sicherlich nicht aus den nornmlen Einnahmen des Bundes finanziert werden können. Zur Beschaffung Her nötigen Geldmittel tvird der Anleiheweg beschritten iverden müssen. Eine Inlandsanleihe kann für diese Quecke wohl kaum in Frage kommen, da zur Auffüllung der Kassenbestände und zur Beschaffung der nötigen Manipulationsreserve der Finanzminister schließlich doch zu einer.SchatzscheineMission wird greifen müssen, deren effektiver Barerlös aber nicht nrehr als 25 Millionen ,€>Öji£fmg sein darf, da er von dbr Gesamtemission der,75 Millionen Schilling 50 Millionen an die Notenbank behvrD Verringerung der Schuld des Bundes an die Nalüanalbank zurückzcchien miust. Mit der'Aufnahme der 'Schatzscheine wäre der Inland 2 mar kt zur Genüge belastet. Daß die österreichische Regierung sich in näherer ober fernerer Zeit an die ausländi-schen Geldmärkte wird wenden muffen, geht fast mit Evidenz aus dem Tenor der WllhleyMsammlmr'gsreden des Bundeskanzlers Doktor <&>e£pet hervor. Die Schwierigkeit, für Oesterreich Staatskvckrte zu erlangen, besteht weniger darin, daß etwa im Ausland gerechte Zweifel an der ordentlichen Führung des Bundeshaushaltes geäußert werden könnten, als in den Bestnnnümgen des Friedensvertrages, nach denen das österreichische Eigentum an die Reparationsgläubiger verpfändet ist. Erinnerlich dürste noch der vielfach verschlungene Leidensweg sein, den die verschiedenen österrrcichischm Regierungen gehen müßten, um die Zurückstellung dieser Pfandrechte zugunsten der Sanierungsanleihe zu erreichen., Es wird sich auch bei einer neuen österreichischen S'taatsanleihe vor allem darum handeln, eine solche zeiüveilige Susperckierung der Reparationsverpflichtungen durchzusetzen. Bei der politischen und wirtschaftlichen Kräfteverteilung in der Welt, an der keine Regierung vorübergehen kann, ist es mm selbstverständlich, daß die österreichische Bundesregierung stark nach dem Westen blickt, vor allem nach London, um vom Westen her die Hindernisse für eine Anleihegewährung beseitigen zu lassen. Dazu ist es notwendig, daß sich Oesterreichs Staats- und Volkswirtschaft nicht in einen unüberbrückbaren Gegensatz zu Eirglcrnd stellt. Dort ist jetzt Antib0lschewismus die große Mode und darum ruft jetzt Dr. Seipel in seinen Versammln ngsreden so laut, daß cs auch — wenn es nach seinen Müttschen ginge — in England gehört werden nrüßte, als Wahlparole seiner Einheitsliste den Kampf gegen den Bolschewismus aus. Darum verleiht er dem Kampf seiner Partei um das Wiener Rathaus die Folie, als ob es diesmal gelte, das Privateigentum vor der Sozialisierung und den bürgerlichen Staat vor der Diktatur des Proletariats zu bewahren. Das Rezept ist gar nicht so übel, hoffentlich gelingt der Pump! Breitner ermiitzigt die AeNamefteuern ulcht. Gestern sprach unter. Führung des Präsidenten Stephan O. Bors eine Abordnung des Verbandes der österr. Reklamesachleute bei Stadtrat Breitner vor, um ihm die überaus schädlichen Wirkungen der Reil a m e st e u e rn sowohl für die gesamte Produktion als auch für die an der Reklame beteiligten Gewerbe darzulegen und auf Grund dieser Argumente eine Ermäßigung der Netlamesteuern, vor allem der überaus drückenden I nseratensteuer der Tages- und Fachzeitungen zu erzielen. Stadtrat Breitner lehnte trotz den sachlichen und emgehen'den Ausführungen die Erfüllung der vorgebrachten Wünsche mit der Begründung ab, daß die Gemeindeverwaltung im Hinblick aus die ständig steigenden Ausgaben aus wesentliche Teile ihrer Einnahmen nicht verzichten könne. Lediglich hinsichtlich der wirtschaftlich schwächsten Gruppen der Fachpresse sagte Stadtrat «reitner eine Peroinfachung der Bettvaltungssorm der Steuer durch Pauschalierung zu. Des weiteren führte er in merkwürdiger wirtschaftlicher. Auffassung aus, daß die Eigenheit der Steuern darin liege, daß sie gerade zu Zeiten der Wirtschaftskrise ihren höchsten Satz erreichen, da auch die an das Gemeinwesen zu diesem Zeitpunkte gestellten Anforderungen nach sozialen Fürsorgemaßnahmen die größten sind und nür bei Eintritt gebesserter Wirtschaftsverhältnisse an eine Verminderung dieser sozialen Anforderungen und dann auch an eine Erreichte r n n g der Steuer zn denken ist. Irr neue rumänische zoütaris. Bukarest, 12. April. Im Amtsblatt wurde der neue Zolltarif veröffentlicht, der, wie bereits gemeldet, am 14. April in Kraft tritt. Die neuen Sätze betragen 1—10 Prozent vom Wert für Rohmaterialien, 10—20 Prozent für Ha lbfab r ika t e, 2 0—3 0 Prozent für Fertigwaren und Kolonialwaren. Ueber 30 Prozent beträgt der Zoll bei solchen Artikeln, deren Import bisher verboten war. Die Zölle sind auf der Basis des G 0 l d l e u berechnet, der für die n ä ch st e n drei M 0 n a t e zu 40 P a p r e r l e i umgerechnet wird. Die Staaten, mit denen Rumänien Handelsbeziehungen unterhält, werden anfgesordert, bis 1. Juli mit Rumänien ein Abkommen überdie Anwendung des Normaltarifs zu treffen, da sonst ihre Waren unter den sogenannten Generaltarif fallen. Re Weltwirtfchaft-kouferevz. Das Sekretariat des Völkerbundes veröffentlicht eine Liste der am 4. Mai in Genf zusammentretenden Weltwirtschcrftskonferenz. Daraus geht hervor, daß auf dieser Konferenz 35 Staaten vertreten sein werden; darunter befinden sich hervorragende Führer..des Wirtschaftslebens und ausgezeichnete WirbschaflDtheoretikor. Unter anderem wird Luxemburg durch den Vorsitzenden des Stahlkartells Mährisch vertreten, die Niederlande entsenden den. früheren Finanzminister. Colijn, 'den gewesenen Völkerbundkommissär für -Oesterreich Dr. 'Z i m m e r - man und den Generalsekretär der Gowevkschaftsinternationale Oudegeest. Aus Oesterreich ist der bekannte Zollsachverständige Sektionschef Dr, Richard Schüller delegiert; die beiden anderen Delegierten Oesterreichs bilden eine recht mäßige Staffage: es sind der frühere Wiener Gesandte Riedl und der frühcre Hcmdelsminisier Heinl. Aus der Tschechoslowakei wird u. a. der frühere Handelsminister D v 0 r a c e k - und der bekannte Volkswirtschaftler Professor Är. Hodac entsendet. Schweden delegiert den bekannten Nationalökonomen Professor Dr. Gustav Cassel, die Hchweiz den Präsidenten der Schweizer Bank Leopold D u b 0 i s, Polen den früheren Arbeitsminister Sok-al, Ungarn den Präsidenten der Ungarischen -Bank P 0 p 0 v i ch und das Obevhausmitgliod Baron Kornfeld. Die Oesterreichifche Nationalbirnk weist laut Stand Vom» 7. April, in der ersten Aprilivoche eine Verminderung des Banknotenumlaufes um 15.3 Millionen Schilling auf 837.5 Millionen Schilling aus, dagegen laben sich die Giroverbjndkeiten um 19.2 Millionen erMt.. Der Barsckah hat sich um 6.09 Millionen Schilling vermindert. Das Wvchselporitefeuilte, um 9.5 Millionen vermehrt, beträgt jetzt: 90 Millionen Schilling. Starke Steigerung der Lira. Zufolge der günstigen Beurteilung der Lira auf Grund des Abschlusses der amerikanischen Arrlebhe der Stadt - Mailand stieg gestern auf den Devisenmärkten die-italienische Valuta um mehr als 1 Prozent. Devise Mailand hob sich in Zürich von 24.08?'« aus 26.2SK; Lira notieren gegen Pfund zirka 100. Sonst herrschte auf den Devisenmärkten ziemlich ruhige Stimmung. Der Leu war bei 3-10 Parität Zürich etwas adgeschwächt. Die Abschwächun-g der Devise Madrid setzte sich. 001t 9135 auf 90.65 Parität Zürich fort. Der Schilling notiert unverändert 73.10. > Die französischer» BerteidigumrSbous. Aus Paris wird geschrieben: Das „Journal officiel" veröffentlicht eine Verordnung, wonach der Zinsfuß für die zwei Jahre laufenden BerteidigungsbonS von» 12. April an auf fünf Prozent und der Zinsfuß für die einjährigen Bons auf 4 Prozent herabgesetzt wird. Außerdem wird der Zinsfuß für Kontokorrente beim Schatzamt um ein halbes Prozent auf zwei, beziehungsweise zweieinhalb Prozent .herabgesetzt. Diese letztere Herabsetzung erscheint dSyalb gewagt, weil wiederholt auch von regierungsfreundlichen Blattern anerkannt worden ist, daß das Schatzamt nur mit Hilfe der ihm Von Privaten anvertrauten Konto-» . korrentgeldern imstande war, seit Juli vorigen Jahres etwa 9 Milliarden Franken an die Bank von Frankreich zurückzuzMen. Man befürchtet daher eine Kapitalszurück- «ziebung. Das französische Petroleurnmonopol. Aus Paris wird berichtet: Ueber Antrag des Handelsministers Bobanowsvt ist der für die Einführung des StaatsmonopolSauf Benzin und Petroleum mit April l. I. festgivsetzte Termin auf den 1. I ä n n e r 1928 verschoben worden. Eine amerikanische Gruppe erwirbt tsrhschoslormkifche Papierfabriken. Wie aus Prag berichtet wird, ist eine amerikanische Gruppe, die seit einigen Monaten von der Olleschauer Papierfabrik Papier bezieht, mit dein Unternehmen in. ernste Verhandlungen getreten, die auf den Erwerb der Holleschorvitzer uno der W ran er Papierfabrik avzleken. Die Besprechungen nehmen einen günstigen Verlauf, doch ist kaum damit zu rechnen, daß sie vor dem Herbst beendet werden, da über den Preis und auch sonstige Bedingungen noch keine Einigung getroffen. wurde. Falls die Transaktion zustande konturt würden die beiden Fabriken aüS dem Konzern der Ollefchauer auSfcheiden. Polens Getreideimport. Aus Warschau wird uns berichtet; AuS einem gerreideexportierenden Land ist Polen m de» letzten Monaten ein getreideimportierendes geworden. Im Jänner d. I. wurden nach Polen 13.300 Donnen «ich,im Februar IS.ApMwS? Srr.8MV 28.084 Tonnen Getreide iftt Gesamtwerte von 10.20 Millionen Goldzloty importiert. Der Mangel an Getreide ist eine Folge des übermäßigen Exports, der im Herbst vorigen Jahres einsetzte, ohne daß ans die Bedürfnisse des Inlandes Rücksicht genommen wurde. Hiebei wird darauf hingewicsen, daß Polens Lxportgetreide zn verhältnismäßig niedrigen Preisen verkauft worden war» während das Jmportgetreide jetzt zu höhen Pressen eingekauft wird. Rückgang der polnische» Hotzanästchr. AuS Warschau >vird unS berichtet: Die Ausfuhr fast aller Sorten von d«rbeitetem Holz ist im Februar d. I. dem Vormonate gegenüber stark zurückgegangen. Zugenommen hat dagegen die Rundholz- »nd . Klötzeausfuhr, da jedoch der Wert dieser Holzsorten ein Verhältnis- -mäßig geringer ist, so ist der Gesamtwert der HolzauSsnho <-von 23 Milnonen Zloty im Jänner ans 31.5 Mllioncn Zloty irrt Februar zurückgegangen. * Konvertierung von Pfandbriefen der Lemberger AMe»- .s ypothekenbank. Wie bereiiS mehrfach berichtet, werden die von dcr Aktielr-Hypothekeirbank in Lemberg (Akemny Bank.Hipoteczny tos Lwowie) emittierten äprozentigen und 4l/zprozeiUigeu Pfand-- briefe gegen neue, auf Zloty lautende Pfandbriefe konvertiert werden, nachdem das Finanzministerium in Warschau den Bal> risierungsplmr der Anstalt genehmigt bat. Die neuen Zloty- Pfandbriefe werden ebenso hoch verzinst wie die alten, auf öster-- ,eich^>ch-ungarische Kromn lautenden, u»id zwar vom 1. November 1926 angefangen. Die bereits fälligen Kupoils werden von der Anstalt in barem cingelöst. Die. zur Konvertierung bestimnrtew alten Pfandbriefe sind der Hauptkassa der Anstalt vorzuleaen. Die im Auslande wohnhaften Besitzer der Pfandbriefe müssen dio Ausfuhrbewilligung für die betreffenden SiÜcke aus dem Lande ihres Wohnsitzes bei den kompetenten Behörden des betreffenden Staates selbst erwirken, dagegen wird die Ausfuhrbewilligung für die neuen Konversionspfanöbriefe bei den polnischen Finanzbehürdert von der Aktien-Hypothaenbank besorgt. Ein» Präklusivfrist fitr die Einreichung der alten Pfandbriefe zur Konvertierung wurde nicht festgesetzt. Die fugoflawifche Eisenindustrie gegen das KurteÄ. Die jugoslawische Eisenindustrie befindet srch nach Mitteilmigen iugoslawischer Blätter in einer schwere»: Krise, da sie durch das Kartell oer" österreichischen, ungarischeit und tschechosiowakischen Eisenwerke in einen nahezu verz!weifelten VerteidigengÄampf gedrängt ist. Die jugosiawischen Eisenindustriellen wollten seinerzeit dem Kartell betreten, doch haben sich die geführten Verhandlungen zerschlagen, und da» österreichisch-ungarisch-tfchechoslowakische Äsenkartell ging hierauf nach Anschluß an das deutsche Rohstahlkartell zur Offensive gegen die jugosiawischen Eisenwerke über. Die Eisenindustrie A. G. Zerriea mußte inTlerhalü dreier Wochen den Beograder RelationsjweiS von-308 Dinar auf 286 Dinar, d. h. um 22 Para für das Kilogramm, ermäßigen. Die Alpine, welche noch anfarrgs Jänner d. I. den Preis mit 111.50 tschech. Kronen franko Beograd, unverzollt, hielt, ermäßigte diesen Preis binnen wenigen Wochen auf 106 tschech. Kronen und weiter auf 100 tschoch. Kronen. Da es der jugoslawischen Industrie nicht gelingt, l»V Erzeugungskosten weiter herabzüsetzen, mußten nnnniehr, um die Industrie konkurrenzfähig zu erhalten, die Eisenbahntarife herabgesetzt werden. Eine chinesische Importfirma in Agram. In daS Agvamer Handelsregister wurde die Firma Fengschutang, Ch-inesisches Magazin, eingetragen. Der Geschäftszweck der Frinna ist Hcmdel mit chinesischen Waren und die Uebernahme von Brrteetuntzen chinesischer Exportmrd Jinport sinnen. Wiener Börse. Geringer Verkehr. — FreundKch. Die Mhe der Feiertage brachte eine gewisse Rsferve nud eS warm auf dem Mtiemnarkte in der Kulisse und im Schranken geringe Umsätze zu verzeichnen. Die Stimimung mar jedoch freundlich und die Kurse blieben ntevst behauptet. Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung ^lebhafter, da die besieren Berichte der Berliner Börse günstige Wivkung Äbteri. Der Börsenschluß brachte Kurssteigerungen in Staatsbahn, Lombarden, Ungarische Kredit, Skoda, Felten, Rima. Dagegen waren Coburg, Poldihütte, Trifailer schwächer. Im Schranken wurde« Flesch -mit dem Pluszeichen versehen. Auf dem Rentenmavkte zogen die -meisten Titres etlvas an, April« und Junirente gewannen je 3 Groschen. Auf dem Anlagemavkte notierten: Rudolfsbahnfchuld 3.50, Rudolfsprioritäten 17.60, Elisabethbahn erste Emiffion 29.75, Oesterreichsiche C'ifenbahnanleihe 6.83, Wiener BevkehrSanleihe erste Emission 2.87, zweite Emission —.96 und dritte Emiffion —.55. ' - , Quo ten : Fvanz-Jasefsbahn-Schuld 3.47, - Nordwestbahn« Schuld —.34, Franz-Josefsbahn-Priorttäten 4.59, 4proz. Nordwesibahn-Pri-oritötcn 2.96. , Exoten: Mraznica 2.35, Oleum 6.—. Kassakurse: Wiener Phönix 41.3h, Banvverein 1-1.55, Bodenkredit 32.20, Ocsterr. Kredit 16, Anglobank 7.80, Böhm. Unionibank 78, Vevkehrsbank 3.56,. Ungar.- Kredit 116, Lemberg- Czernöwitz-Jassy 66, Staatsöcchn 46, Wien-Pottendorfer 44.75, Unlon'baumat. 23.26,' Unionbaugos. 21, Pevlmooser 306, Brunner Brau 31.75, A. E. G. Union 3M Ver. Elektr. 62.25, Siemens 28.50, Broron-Boveri 21, Elin 46.10, Elin Anteilsch. 9.20, -Oberungar. Hütten 70, Salgo 81, Steir. Magnesit 66, Alpine 45.25, Daimler —.47, Greinitz Eisen 6.25, Simmcringer 17.20, Ungar. Waggon 31, Egydier 342, Oesterr. Hosherr 16, Ungar. Hosherr 26.60, Stofel Drqht 27.80, Rima 137.26, Lehkam. 13.60, Fant» Genf 10.20, Karpathen 34.75, Schafwolle 54, Neunkirchner Druck 7, Meinl 13.80, Wiener Messe 1.12, Ungar. Urprodukt. 19.75, Semperit 26.86. Wiener Warenbörse. An der gestrigen Börse herrschte, obwohl der Besuch sehr gut war, bereits Feiertagsstimmung, um so mehr, als nächsten Freitag die Börsepersammlung entfällt. Lebhaftere Geschäftstätigkeit entwickelte sich nur in lagerndem Zucker, weshalb auch die Notierungen für diese Sorten um ie S. 1.— per 100 Kilogramm in die Höhe gingen. Kristalle notierten S. 95.60, Würfel S. 105.60. Der Kaffee« nr a r k t ist stabil, daher waren auch keine Beränderrrngeu fest« Zustellen. Die Nachfrage nach Kaloabutter hat sich gebessert, die Notierungen sind fester geworden. Für inländische Kakoabutter verlangte man S. 700.—, für holländische S. 720.— per 100 Kilogramm. Auch Teesorten neigten zur Befestigung, weshalb im Einklang mit den ausländischen Notierungen Lapsong-Suchong um S. 20.— auf S. 970.— und Bunjong-Suchong um S. 20.— auf S. 890.— erhöht wurden. Bon Südfrüchten war die Forverung für Sultaninen um S. 6.— auf S. 310.— höher gestellt. Die Lirenotiz für italienischen Glacereis ermäßigte sich um 3 auf 186 Lire. Bon Schweinefetten setzte Wiener Ware ihre Aufwärtsbewegung fort. Sie, notierte S. 280.— (4- 5), während nordameriranische unverändert Dollar 32 cif Hamburg und Blchapester

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