Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 2918 (12.4.1927)
- Date
- 1927-04-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Dienstag Wiener Morgerrzettrmg 12. April 1827 Nr. 2918 Nagen u. Darmleldentfe nehmen mit bestem Erfolge „BQLUCARBON“, zusammengesetzte Tierkohle-Tablettan. Bolucarbon, von ärztlichen Autoritäten empfohlen, bestbewährt bei Blähungen- Aufstoßen, akuten und chronischen Magen- und Darmbeschwerden etc., sind in der Apotheke C. BRADY, Wien, I., Rotenturmstraße 18, Ecke Fleischmarkt, stets lagernd, wo auch Literatur gratis erhältlich ist. Postversand überallhin. Gerichtssaal. 16 Stiche gegen die Geliebte. Bor einem Schwurgericht unter Vorsitz des Hofrates Dr. Gold stein hatte sich gestern der 24jährige Hilfsarbeiter Johann Buxbaum wegen des Verbrechens des Mordes, der Erpressung und der gefährlichen Drohung zu verantworten, weil er seine Geliebte, die 18jährige Henriette Schwinger, auf bestialische Weise ermordet hatte. Buxbaum nmrde voll dem Mädchen wegen seiner Gewalttätigkeit verschmäht und deshalb kam es öfter zwischen beiden zu erregten Szenen. Einmal rief er dein Mädchen zu: „Entweder willst du mit mir leben, oder du kommst zu deinem Vater!" (Der Vtter war bereits verstorben.) Ein anderesmal drohte er der Henriette, er ,verde ihr die Augen a n s st e ch e n, und fuchtelte dabei nrit dem Messer hernm. Am- 25. November 1928 lauerte Buxbaum der Henriette Schwinger, die in Begleitung ihrer ZwiMngsschwester am Abend aus der Arbeit nach Hause kam, im Haustor auf und versetzte ihr blitzschnell einen Stich in den Unterleib und drehte das Messer im Bauch mehrmals um. Als das Mädchen wankte, faßte er sie beim Kopf und versetzte der Wehrlosen noch 16 Stiche gegen den Nacken, die Arme und den Rücken. Die Schwester war derart starr vor Entsetzen^ daß sie nicht einmal unr Hilfe rufen konnte. Am nächsten Tage stellte sich Buxbaum der Polizei und legte ein reumüttges Geständnis ab. Später zog er sein Geständnis zurück und gab nur zu, daß er seiner Geliebten einen Denkzettel versehen wollte. Bei dieser Verantwortung blieb der hochaufgeschossene, stämmige Bursche auch in der gestrigen Verhandlung. Während seiner Einvernahme weinte er fast unausgesetzt. Er erzählte, daß er die Henriette als Sechzehnjährige kennen gelernt und sich in sie verliebt habe. Tie Mutter war aber gegen eine Verbindung der beiden und auch die Henriette sei oft mit anderen Burschen gegangen. Einmal habe er gesehen, wte sie mit einigen Burschen in einem Auto nach Hause kam. Dieses Bild mit dem Auto habe ihn immer wie eine Vision verfolgt. Im weiteren Verlauf des Verhörs ruft Buxbaum händeringend weinend aus: „Mein Gott, ich.m ächte sie am liebsten aus graben!" Am kritischen Tage habe er, um. seinen Schmerz über die Untreue der Henriette zu betäuben, ein Krügel und ein Seidel Bier und fünf süße Schnäpse getrunken. Vor dem Hause habe er die beiden Schwestern erwartet und die Henriette freundlich gegrüßt, doch habe sie ihm nur höhnisch ins Gesicht gelacht. Da sei er in Wut geraten und habe etwas getan. — Vors.: Was haben Sie getan? — Angekl.: Ich weiß nicht, wie das damals war, ich kann mich an nichts erinnern. — Vors.: Es macht aber keinen guten Eindruck, wenn Sie sich jetzt mit Erinnerungsschwäche verteidigen, wo Sie doch in der Voruntersuchung genau den Hergang der Tat erzählt haben. — Angekl.: Sie können mir die schwersten Strafen geben, aber ich kann nicht mehr sagen, als ich weiß. — Ms erste Zeugin wurde die S ch w c st e r der Ermordeten, Katharina Schwinger, vernommen. Sie gab an, daß Buxbaum ihrer Schwester wiederholt nachgestellt habe und immer von ihr äbgennesen wurde. Einmal habe er durch das Fenster in die Wohnung Ziegelsteine und Pflastersteine geworfen und ivnrde wegen dieses Exzesses zu drei Tagen Arrest verurteilt. Den Hergang der Tat erzählte sie so, wie er in der Anklageschrift geschildert wird. Nach der bis spät in die Nacht dauernen Verhanlung, v e r n e i n t e n die Geschwornen die M o r d f r a g e mit neun gegen drei Stimmen und sprachen Buxbaum einstimmig des Totschlages schuldig. Die Frage auf Erpressung verneinten sie einstimmig. Auf Grund dieses Verdiktes wurde Buxbaum zu vier Jahren schweren Kerkers, verschärft durch Dunkelhaft an jedem Jahrestag der Bluttat verurteilt. Der Freispruch der Rentemväslcher vom Obersten @a> /kchtshos ausgehoben. Nach dem Umsturz versahen die Sukzessionsstaaten die auf ihrem Gebiete befindlichen Renten mit einem Evidenzstempel, um sich gegen die Einschmuaaelung solcher Renten aus dem Auslände zu sichern. Im Jahre 1924 wurde hier eine sogenannte „R e n t e n w ä s ch er e i" ausgehoben, in der die Evidenzstempel chenrisch entfernt wurden, um die so präparierten Wertpapiere im Auslande zu höheren Kursen abzusetz'en. Es wurden insgesamt acht Personen, darunter ein Bankgesck,ä,ltSinhaber, ein Student und mehrere Kaufleute, wegen Verfälschung öffentlicher Kreditpapiere angek'agt, jedoch sreizesprochen, weil das Gerjcht in der Entfernung des Evidenzstempels keine Verfälschung erblickte. Der Oberste Gerichtshof hob dieses Urteil mit der Begründung auf, daß die Annahme eines Tatirrtums bet den Angeklagten irrig sei, und verwies die Sache zur n o ch m a li g e n Verhandlung an das Landesgericht. IS Jahre Zuchthaus für den Mörder des Jnwetters Grsbenan. Aus Frankfurt a. M. wird gemeldet: Der Fuhrunternehmer Schultheiß, der den jüdischen Juwelier Josef Grebenau ermordet und beraubt hat, wurde zu fünfzehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. ' * VOIKSWIRTICHArf Sine Straßenbananleihe. Das Ministerium für Handel und Verkehr beabsichtigt die Ausnahme einer kurzfristigen Straße nbauanlei he, welche die Mittel liefern Zoll, um ungefähr 1590 Kilometer der Bundesstraßen mit einer widerstandsfähigen, kot- und staubfreien Fahrbahn zu versehen. Der Kostenaufwand hiesür ist mit rund 85 Millionen Schilling veranschlagt. Für einen späteren Zeitpunkt ist die Modernisierung der ganzen, 3680 Kilometer Gesamtlänge umfassenden Bundesstraßen geplant. Die im Arbeitsprogramm für 1827 vorgesehenen Stvaßenherstellungsarbeitcn werden, so ,veit sie nicht schon im Gange sind, Mer Wel-nng des Handelsministeriums ehestens in Angriff genommen werden. Im Zuge dieser Arbeiten wird sich auch die Erneuerung einiger Brücken als notwendig erweisen. rr. Schürft führt nach Budapest. B u d a p e st, 11. April. Me die Abendblätter Mitteilen, wird der österreichische Handelsminister Dr. S ch ü r s f Donnerstag in Budapest eintresscn, wo er vom ungarischen Handelsminister Max Hermann empfangen werden wird. Der Besuch des österreichischen Handelsministers gilt vor allem einer Fühlungnahme mit dem ungarischen Fremdenverkehrsbureau zwecks Herbeiführung einer gemeinsamen Organisation für die österreichische und ungarische Touristenpropaganda. Davon abgesehen, wird Handelsminister Dr. Schürft mit den kompetenten ungarischen Stellen auch über die beide Länder interessierenden Wirtschaftsangel ege uh eiten Besprechungen pflegen. Dr. Schürft ist während des Budapester Aufenthaltes Gast der ungarischen Regierung. Sie SUberrraten. . In den letzten Wochen hat sich an der Börse das Interesse für auf Silber lautende Renten und Prioritäten sehr vermehrt, da verlautet, daß durch die Reparationskommisiion die Frage der Einlösung nach dem Silberwert in Erwägung gezogen werde. Dazu gibt nun die „Bank- und Börsenzeitung" folgende Erörterung, die sie, wie sie angibt, ans Grund authentischer Stellungnahme der maßgebenden Stellen macht: Wenn auch die Neparationskomnüssion offiziell nochinkeinerWeisezu r Silbe rfrageStellung genommen hat, so scheinen doch die inoffiziellen Besprechungen und Erörterungen hierüber ziemlich weit gediehen zu sein. In der Frage der Bewertung der Silberprioritäten sind sich die Fachleute darüber einig, daß bei der Bewertung einer Schuld ein Unterschied zwischen sichergcstellter und nicht sichergestellter gemacht werden muß. Nimmt man als Basis die 32 Prozent bei Gold und bei Silber ebenfalls 32 Prozent im Silberivert an, so ist das, auf Gold umgerechnet, da 2 Kronen in Gold gleich Schilling 2.83 sind, 1 Silbergulden Schilling 1.40 ständig gehandelt wird, das Verhältnis zwischen Gold und Silber, Silber zirka 46 Prozent des Goldwertes; es müßte also der Silbevwert mit 46 Prozent des Goldwertes valorisiert werden, das wäre, bei der Basis von 32 Prozent, 14 bis 16 Prozent in Gold. Die Prioritäten stehen aber heute auf nur zirka 12 Prozent und die Silberrente nur auf 2 Prozent in Gold. Bei der letzteren fällt es ins Gewicht, daß man einen Unterschied zivischen Alt- und Neu besitz machen könnte, was bei den sichergestellten Schulden wegfällt, nachdem das Pfandobjekt vorhanden ist. Da man aber für sichergestellte Schulden die Basis der Goldrente nicht annehmen darf, weil seinerzeit beim JnnsbruckerAbkommen, wo Oesterreich die sichergestellte Elisabeth-Goldschuld auch in das Abkommen einbeziehen wollte, daran scheiterte, daß die ausländischen Gläubiger sich mit einer bloß 32prozentigen Valorisierung nicht begnügten, so müßte man, um eine Basis für die sichergestellten Schulden zu finden, den Kurs der Elisabeth-Goldschuld als Basis annehmen. Da dieses als 4prozentiges Papier zirka 60 Prozent in Gold steht, müßten also auch nach der obigen Annahme die sicherg e ft e l l t e n S i l b e r s ch u l d e n, das sind die verschiedenen Prioritäten und Quoten, mit zirka 26 bis 30 Prozent in Gold bewertet werden, Ivozu noch bei den Quoten der achtjährige haftende Kupon dazukommt, der noch Zirka 10 Prozent von den 30, beziv. 26 Prozent ausmacht. zinslose KleinLarlehen in Palästina. Die „Lamport Free Loan Foundation". Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Wiesii.lerzeit mitgeteilt, hat der amerikanisch-jüdisch« Jndiistrielle Nathan Lamport einen Betrag von 250.000 Dollar bereitgestellt, mit dem eine Institution gegründet werden soll, ans der kleineren Kaufleuten, Gewerbetreibenden und Kolonisten Kleindarlehen gewährt werden. Um diese Darlehensstelle, die den Namen „Lamport Free Loan Foundation" trägt, zu organisieren, ist der Sohn Lamports, Herr Samuel Charles Lamport, in Palästina eingetroffen. Die einzelnen Darlehen der Stelle sollen im Durchschnitt zirka 100 Dollar betragen. Lamportjun., der Vertreter der amerikanischen „National Association of American Manufactnrers" ist, tvill in Palästina auch die Möglichkeiten eines Produktenaustausches zwischen bei den Ländern studieren. Bar Programm der Weltwlrtfchastslonserenr. Die Weltwittschastsskonscrenz, die am 4. M.:i in Genf von dem früheren belgischen Außenminister Theunis eröffnet werden wird, dürfte von zirka 200 Delegierten beschickt werden und drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen. Die Tagesordnung wird folgende Punkte umfassen: 1. Allgemeine Diskussion über die ivirtscbaftlichü Weltlage, Analyse des gestörten Gleichgewichtes in der Wirtschaft, Wirtschaftslage und Friede. 2. Handel: Freiheit des Handels, Zölle, Handelsverträge, Handels- und Schiffahrtsforderungen. 3. Industrie: Produkttonsverhä kniffe, industrielle Schwierigkeiten, Produktionsorganisation, internationale Jndustrieavkommen, Austausch der Produktionsstatistik. 4. Landwirtschaft: Landwirtschaft ichc Produktionsbedingungen im Vergleich zu den Vorkriegsvierhältnissen, Möglichkeit einer internationalen Aktion zur Behebung der Schwierigkeiten in der Landwirtschaft. Die Lira schwächer. Bei geringem Verkehr aus den Devisenmarkten war die Lira rückgängig; ste ermäßigte sich in Zürich von 26.10 auf 24.98%. Der Leu hat sich zufolge der günstigen Nachrichten aus Bukarest w.iter gebessert; er schloß 3.19 (nach 3.17V2 am Samstag). Der Peseta hat einen Rückschlag von 92.071/2 auf 91.3o erlitten. In den übrigen Devisen ergäben sich keine nennenswerten Veränderungen. Der Pengö liegt flau (90.65), der Schilling notiert 73.10 (nach 73.121/2 am Samstag). Das französische Goll» in England. Offiziell wird aus Paris bestätigt, daß die Verhandlungen der Bank von Frankreich mit der Bank von England zu einem vollständigen Einvernehmen. betreffend die Rückzahlung des Nestes des von der Bank von England der B >nk von Franllreicb gewährten Vorschusses sowie die Rückgabe des als Sacherstellung dieses Vorschu,ses bei der Bank von England hinterlegten Betrages von 18360 000 Pfund Sterling in Gold gesüört haben. Es wird betont, daß das Uebereintommeu zur vollständigen Befriedigung beider Parteien zustande gekommen sei und daß diese einzig darauf bedacht waren, den internationalen Geldmarkt gegen die Störungen -yi sichern, die die Verschiebung eines Blocks so großer Devisen mengen herbcisühren könnte. Vom Postsparkasstnamt. Da am Karsamstag, den 16. April, der Kassadienst bei sämtlichen Wiener Geldinstituten (Banlen und Sparkassen) und auch bei der Oesterrcichischen Nationalbant ruht, bleiben auch die Kassen des Postspattassenamtes an diesem Tage gesperrt. Für Wechelzahlungen sotvie zur Einlösung beim Postspattasienanu zahlbar gestellter Zahlungsanweisungen wird in der Zeit von 9 bis 11 Uhr vormittags ein Schalter geöffnet sein. Der übrige Dienst des Amtes wird sich jedoch wie an sonstigen Werktagen abwickeln, so daß auch Kontoauszüge au die Inhaber von Schecttonten zur Absertigung kommen werden. E Die Bedeutung der Sparkassen für die Volkswirtschaft beruht nicht nur auf der absoluten Sicherheit der ihnen anvertrauten Spareinlagen, sondern mehr noch auf der Veranlagung, drirch die vielen Hunderten von Gewerbetreibenden Arbeitsmöglrchkeit und Verdienst geschaffen lvird. Sv zum Beispiel hat die Zentralsparkasse der Gemeinde Wien im Laufe der letzten 2'A Jahre die Renovierung von 6937 Wiener Hausern durch Gewährung von Hypothekardarlehen von insgesamt 31,655.000 Schilling, das sind 316 Milliarde,1 Kronen ermöglicht. An Zinsen einschließlich Negiebeitrag hebt die Sparkasse hiefür nur 6% Prozent jährlich ein. Zum gleichen ermäßigten Zinssätze wurden bisher an Geschäftsleute Hypothekardarlehen mit 10-, 20- und 40jähriger Laufzeit im Gesamtbeträge von 27,893.000 Schilling gegeben. An Konto-Korrent-Krediten mit grundbücherlicher Sicherstellung hat die Zentralsparkasse der Industrie bisher 30,166.000 Schilling zur Verfügung gestellt. Die vom Kreditverein der Zentralsparkasse an Wiener Gewerbetreibende gewährten Kredite erreichten Ende 1926 die Höhe von 15,308.000 Schilling. Zwei neue Tafelglasfabriken in Oesterreich? Uni von der Einfuhr von Tafelglas aus der Tschechoslowakei unabhängig zu sein, wird von einer Wiener Gruppe die Errichtung einer 'Taselglassabril in Oesterreich geplant. (Zu bemerken ist, daß ein bereits bestehendes Unternehmen in Schneegattern den Betrieb gänzlich eingestellt hat. — Red.) Mit Rücksicht auf diese geplante Nen"ri'indung erwägt, wie wir aus Prag erfahren, auch die Vemaussorganisation tschechoslowakischer Glasfabriken die Errichtung einer modernen TaselglaSfabrilk in Ocherreich, um jede Konkurrenz auSzuschalten. Oesterreichische JmmobMaröank. Die Oestorreich-ische Jmmobiliartbcmk hat nunmehr ihre Bank k 0 n ze ssi 0 n zurückgelegt. Sie wird sich weiterhin nur mehr ihrem Realitätengeschälte widmen. Diese Niederlegung ihrer Bankkonzessivnen erfolgte im Zuge einer Vereinbarung mit dem Kreditinstitut ftir öffentliche Unternehmungen und Arbeiten, das der Ocherreichischen Jrn-mobiliarbank 'für den Verzicht auf die bankmäßige Betätigung eine Kapitalsentschädigung größeren Ausmaßes und eine für eine längere Jahresreihe geltende Re i ng e w i n n bc t e i l i g n n g zugestanden hat. «eroano oer Wiener Bank- und Kommissionsfirmen. Unter Vochtz des Kommerzialrates Georg Weiß speit der Verband der Wiener Banl- und Kommissionsfirmen seine 26. Generalversammlung ab. In dem Rechenschaftsberichte wurde insbesondere auf die Tätigkeit des Verbandes in der Frage der Wiedereinführung des Terminhandels und der Erleichterung und Erweiterung des K 0 st g e s ch ü f t e s an der Wiener Börse hingewiesen. Großes Interesse rief in der Versammlung die Mitteilung hervor, daß das Präsidium des Verbandes am felücit Tage bei Stadtrat Breitner neuerlich wegen Herabsetzung der heute unbegründeten erhöhten Fürsorgeabgabe von 8A % für Bankgeschäfte interveniert habe, wobei Stadtrat Breitner eine Ermäßigung der Abgabe wblehnte. Bei den hierauf vorgenomnlenen Wahlen wurden .Herr Kommerzialrat Georg Weiß zum Obmann, Nationalrat Johann Thomas Wancura und Börsenrat Eduard Breisach zu Dbmannstellvertreterrr. Börsenrat Friedenstein zum Kassier, weiter als Ausschußmitglieder die Börsenräte Hock, Simon. Greiner, Wortmaim, Direktor Spielberger, Stiaßny und Reitler gewählt. Generalversammlung des Reichsverba »des der Holzhändler. Unter Vorsitz des P ä'i entn, Sisgmund Kubie fand Ä)^dr kirrer Btt jt; Generalvettammung des Reichsvekbandes der Holzhändler statt. Den: Geschäftsbericht